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Griechenland mit höherem Haushaltsüberschuss als vorgegeben



epa04839306 A demonstrator waves a European flag with the euro sign seen in the center during a pro euro rally in front of the Greek Parliament in Athens Greece, 09 July 2015.Eurogroup President Jeroen Dijsselbloem on 08 July referred Greece's official request for financial assistance from the European Stability Mechanism (ESM) to the European Central Bank (ECB) and the European Commission. In a letter addressed to European Commissioner for Economic and Monetary Affairs Pierre Moscovici and ECB President Mario Draghi, Dijsselbloem informs them of Greece's request for 'stability support in the form of a loan' and asks them to assess the request under ESM rules.  EPA/FOTIS PLEGAS G.

Bild: EPA/ANA-MPA

Griechenland hat bei der Sanierung seines Haushalts 2017 die Zielvorgaben der internationalen Geldgeber deutlich übertroffen.

Ohne die Kosten für den Schuldendienst erzielte der Staat im vergangenen Jahr einen Überschuss von gut sieben Milliarden Euro. Dieser sogenannte Primärüberschuss habe damit vier Prozent des Bruttoinlandsproduktes erreicht, teilte das griechische Statistikamt am Montag in Athen auf Basis vorläufiger Schätzungen mit.

Die Geldgeber hatten Athen für 2017 ein Etatziel von 1,75 Prozent der Wirtschaftsleistung gesetzt. Ab 2018 sollen es dann bis zum Jahr 2023 mindestens jeweils 3,5 Prozent sein. Dann könnte Athen nach Einschätzung der europäischen Geldgeber die Zinsen für seine Schulden zahlen. Die Vorgaben für den Primärüberschuss sind umstritten. Kritiker befürchten, dass so das Wirtschaftswachstum abgewürgt wird.

Das hoch verschuldete Euro-Land hängt seit 2010 am Tropf internationaler Geldgeber. Der griechische Schuldenberg lag zuletzt bei gut 317 Milliarden Euro. Das sind 178,6 Prozent der Wirtschaftsleistung, wie die Statistikbehörde weiter mitteilte.

Das aktuelle dritte griechische Hilfsprogramm in Höhe von bis zu 86 Milliarden Euro läuft im August aus. Athen hofft, sich von diesem Zeitpunkt an wieder allein finanzieren zu können. (sda/dpa)

Athen bittet EU um Hilfe

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Video: srf/SDA SRF

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11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Karl33 23.04.2018 14:51
    Highlight Highlight Banken diktieren einem Staat die Finanzpolitik, und wir nennen es Demokratie.
    • phreko 23.04.2018 16:06
      Highlight Highlight Nein, die Trojka diktiert. Doch dies bloss, weil sie die Bankschulden abgelöst haben.
    • neoliberaler Raubtierkapitalist 23.04.2018 22:22
      Highlight Highlight Die Griechen haben jahrelang über ihren Verhältnissen gelebt. Die Gefahr von Schulden habe ich schon als Kind gelernt und musste es so nie auf die harte Tour lernen. Nach der Party soll man aber nicht von fehlender Demokratie reden und jammern, dass man die Rechnung bekommt. Die schlechten Regierungen wurden übrigens alle demokratisch gewählt.
    • swisskiss 24.04.2018 09:11
      Highlight Highlight Die "Banken" die Kreditgeber Griechenlands, sind KEINE Privatbanken, sondern die Zentralbanken der EU, die EZB und der IWF. Diese Banken haben die Kredite der Privatbanken und Hedgefonds abgelöst, einen Schuldenschnitt durchgesetzt, die Laufzeiten der Kredite verlängert und die Zinsraten gesenkt.

      Ohne diese Massnahmen, wäre die jährliche Zinsbelastung Griechelands nicht bei rund 5 Milliarden, sondern bei 16 bis 20 Milliarden. Das wäre de facto der Bankrott dieses Landes innert 3 bis 4 Jahren.

      Es ist genau diese Finanzpolitik der EU, die die Demokratie in GRE am Leben hält.
    Weitere Antworten anzeigen
  • phreko 23.04.2018 13:31
    Highlight Highlight Da wird ein EU-Staat zu einem Drittweltland gespart, und niemand interessierts.
    • Klaus07 24.04.2018 00:33
      Highlight Highlight Da wird ein Staat, der Milliarden Kredite bei Goldman Sachs aufgenommen hat, um mit getürkten Bilanzen die Aufnahmekriterien der EU zu erreichen, in ein Sparprogramm gezwungen, damit sich dieser EU Staat wieder entschulden kann. Kurzfristig sicher schmerzhaft, Längerfristig das einzige Richtige. Ausser ihnen wäre es lieber, wenn man Griechenland an die Meistbietenden verkaufen würde. Wäre sicher spassig, wenn Griechenland plötzlich zu China, Saudi-Arabien oder Russland gehörte.
    • phreko 24.04.2018 09:40
      Highlight Highlight Griechenland wird tatsächlich an den Meistbietenden verkauft. Der Hafen Piräus wurde an die Chinesen verschachert, die Flughafen an die Deutschen usw.
      Alles unter dem Diktat der EU. Genau was DU meinst, sei nicht geschehen, wurde ja eben durch diesen neoliberalen Sparkurs den Griechen auferzwungen. Sie mussten ihr ganzes Tafelsilber verkaufen!
      Interessanterweise hat kein anderer Krisenstaat auch nur annähernd so harte Bedingungen erhalten, wie Griechenland, weil jedem Politiker/Nationalbänker klar ist, dass man so ein Land ruiniert.

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