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FILE - This Feb. 19, 2013, file photo shows OxyContin pills arranged for a photo at a pharmacy, in Montpelier, Vt. Five state attorneys general announced lawsuits Thursday, May 16, 2019, seeking to hold the drug industry responsible for an opioid addiction crisis that has become the biggest cause of accidental deaths across the country and in many states. The new filings in Iowa, Kansas, Maryland, West Virginia and Wisconsin mean 45 states have now taken legal action in recent years against Purdue Pharma, the maker of OxyContin. Some of the states are also suing Richard Sackler, a former president and member of the family that owns the Connecticut-based firm. (AP Photo/Toby Talbot, File)

Das Opioid-Schmerzmittel Oxycontin der Firma Purdue Pharma leitete die Opium-Krise in den USA ein. Bild: AP/AP

Ohio ist Schauplatz des grössten Zivilprozesses in der Geschichte der USA

Die USA wird seit 2 Jahrzehnten von einer regelrechten Opioid-Krise heimgesucht. Die Hauptakteure weisen jegliche Schuld von sich. Nun sollen die Verantwortlichen gefunden und zur Rechenschaft gezogen werden.

Milan Marquard
Milan Marquard



Die Opioid-Krise

Alles begann Ende der 90er-Jahre mit der Erkenntnis der aus Connecticut stammenden Firma Purdue Pharma, dass die Behandlung chronischer Schmerzen äusserst lukrativ ist. Das Unternehmen entwickelte daher das Mittel Oxycontin. Dabei handelte es sich um ein Opioid-Schmerzmittel, das angeblich eine verschwindend kleine Suchtgefahr mit sich brachte. Der morphinähnliche Wirkstoff werde dosiert über mehrere Stunden abgegeben, weshalb ein Morphin-Kick nicht möglich sei, wie es damals von Purdue Pharma hiess.

Die Firma verharmloste die Suchtmöglichkeit des Medikamentes. Um Absätze anzukurbeln, lud Purdue Pharma Ärzte, Apotheker und Schmerzorganisationen zu luxuriösen Tagungen ein – den Teilnehmern sollte vermittelt werden, dass viele Schmerzpatienten aufgrund einer Angst vor Opioiden unnötig litten und Oxycontin eine risikolose Lösung darstelle. Zusätzlich verfolgte Purdue Pharma eine aggressive Werbekampagne.

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Ein Video mit Ausschnitten von sogenannten Oxycontin-Testimonials für die Werbekampagne Ende der 90er-Jahre. Video: YouTube/Milwaukee Journal Sentinel

Die Mission war erfolgreich: Zwischen 1999 und 2010 vervierfachte sich die Zahl der verschriebenen Rezepte für Opioid-Schmerzmittel. Neben Purdue Pharma stiegen noch weitere Unternehmen in das Schmerzmittelgeschäft ein – und verdienten lange Zeit viel Geld.

Die Medikamente waren jedoch nicht so harmlos wie von den Pharmaunternehmen dargestellt. Oxycontin machte nicht nur abhängig, sondern konnte auch einen Rausch verursachen – beispielsweise wenn es zerstampft und geschnupft wurde.

Die Folge: Die Anzahl Opioid-Abhängiger stieg kongruent mit der Anzahl verschriebener Rezepte. Viele Süchtige wechselten jedoch nach einer Zeit auf günstigere illegale Produkte wie Heroin oder Fentanyl. Das wiederum führte in den letzten zehn Jahren zu bis zu 100'000 Todesfällen von Amerikanern aufgrund einer Opium-Überdosis – und zu Millionen von Menschen mit Medikamentensucht.

Der Wendepunkt

Die Opioid-Krise hat die USA nach wie vor fest im Griff. Täglich sterben rund 100 Personen an einer Überdosis. Präsident Donald Trump rief deshalb im vergangenen Oktober den nationalen medizinischen Notstand aus. Die Geschäftspraktiken der Schmerzmittelhersteller gerieten jedoch bereits früher in Verruf.

Die amerikanische Drogenbehörde DEA hatte das Problem seit 2005 auf dem Radar. So wurden Briefe an die Medikamentenhändler verschickt mit der Warnung, dass sie verpflichtet seien, verdächtige Schmerzmittel-Bestellungen zu melden und den Verkauf allenfalls einzustellen, bis den Hinweisen nachgegangen werden konnte. Der Brief ging auch an Arzneimittelhersteller.

Laut DEA wurden die Warnungen jedoch weitgehend ignoriert, was die Behörde härter durchgreifen liess. Es folgte eine Reihe zivilrechtlicher Durchsetzungsverfahren gegen die Schwergewichte im Medikamentenhandel. Bis heute wurden Bussgelder in der Höhe von fast 500 Millionen Dollar an das Justizministerium gezahlt. Grund: das Versäumnis, verdächtige Bestellungen zu melden und zu verhindern.

Der erhöhte Druck durch die Behörden, das Weisse Haus und die vielen Betroffenen führte zu vielen aussergerichtlichen Einigungen – meist bezahlten die Händler oder Hersteller Millionenbeträge. Nun geht es jedoch um ganz andere Beträge, wie das neueste Beispiel aus Ohio zeigt.

Der Zivilprozess

Letzte Woche präsentierte die DEA gemäss Washington Post neue Zahlen zu den Lieferungen von Opioid-Medikamenten. Die Zahlen lassen darauf schliessen, dass die Schmerzmittel sehr standortspezifisch verteilt werden – will heissen, je besser der Standort, desto mehr Pillen werden geliefert. Besser bedeutet in diesem Fall, dass der Verkaufspunkt nahe an einem Highway und somit gut erschlossen ist und bestenfalls ein Obdachlosenheim mit potentieller Kundschaft in der Nähe gelegen ist.

Nun richten sich alle Augen auf die beiden Countys in Ohio, Summit County und Cuyahoga County. Laut den veröffentlichten Zahlen der DEA wurden nämlich an gewisse Standorte in diesen Countys verhältnismässig viele Pillen geliefert – eben solche Verkaufspunkte, die besonders lukrativ sind. Die Klage dreht sich entsprechend um die Frage, wie viel Verantwortung die Pharmaunternehmen für die Opioid-Epidemie tragen.

Wenn es zu keiner aussergerichtlichen Einigung kommt, wird der Fall ab Oktober vor Gericht behandelt. Es wäre in diesem Zusammenhang die erste Sammelklage von rund 2000 Städten, Bezirken, Indianerstämmen und anderen Klägern. Die Countys verlangen Milliarden von Dollars von den betroffenen Pharmaunternehmen, um die Opioid-Krise bewältigen zu können.

Vorgeworfen wird den Unternehmen gemäss veröffentlichten Gerichtsunterlagen der Kläger die «public nuisance», also öffentliches Ärgernis. Durch die unterlassene Kontrolle des Medikamentenflusses habe man bewusst die Gesundheit von Anwohnern gefährdet. Teilweise geschah dies anscheinend sogar im Wissen, dass einige Schmerzmittel für den illegalen Gebrauch abgezweigt wurden.

FILE - In this Friday, July 20, 2007 file photo, demonstrators march along Main Street in Abingdon, Va., to raise awareness about the abuse of OxyContin. From 2000 to 2016, prescription opioid abuse has claimed the lives of 165,000 Americans, according to federal estimates. (David Crigger/Bristol Herald Courier via AP)

Betroffene demonstrieren gegen Oxycontin (Archivbild). Bild: AP/Bristol Herald Courier

Gemäss der «Washington Post» argumentieren die Kläger, dass «[...] kein Zweifel daran besteht, dass die Opioid-Krise – die Epidemie der Verfügbarkeit und des Konsums von Opioiden – die öffentliche Gesundheit erheblich beeinträchtigt und sowohl in Cuyahoga als auch in Summit ein öffentliches Ärgernis darstellt».

Die Anklage untermauert ihre Aussage mit etlichen Statistiken. So sei etwa im Jahr 2016 die Sterblichkeitsrate von pharmazeutischen Opioiden in Cuyahoga County 3,26 Mal höher als der nationale Durchschnitt gewesen. Zudem sei unter Anderem auch die Anzahl an Neugeborenen mit einer Opium-Abhängigkeit zwischen 2004 und 2015 deutlich angestiegen.

Die beschuldigten Unternehmen aus Vertrieb und Produktion anerkennen das Problem – den Fehler machen sie jedoch woanders aus.

Die Reaktion der Unternehmen

Nun, wie erwähnt, ist das Problem nicht wegzureden. Das wissen auch die beschuldigten Unternehmen. Jedoch treffe sie keine Schuld, da sie lediglich daran interessiert seien, die Amerikaner von ihren Schmerzen zu befreien. Diese Argumentation kommt sehr bekannt vor.

«Denken Sie daran, dass Ärzte die Hauptverantwortung tragen, dafür zu sorgen, dass die Opioid-Rezepte, die sie schreiben, für einen legitimen Zweck bestimmt sind.»

Mike DeAngelis washington post

Das Problem liegt in ihren Augen bei den Ärzten, die viel zu schnell Rezepte ausschreiben, und den Apotheken, die solche Schmerzmittel zu leichtfertig verteilen. Natürlich trägt auch der Kunde Mitschuld, wenn er das Medikament als Droge missbraucht.

Firmen wie Purdue Pharma scheinen nach wie vor keine Einsicht zu haben – selbst wenn die Zahlen und Fakten ein relativ klares Bild zeichnen. Die Entscheidung in dieser Klage wird einen Präzedenzfall schaffen und entsprechend die Weichen für die weitere Handhabung der Opioid-Krise stellen.

Apropos:

John Oliver hat sich der Thematik bereits zweimal gewidmet. Beide Beiträge sind sehenswert:

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47Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Mischa Müller 24.07.2019 04:33
    Highlight Highlight Und all die OpiumernterInnen befinden sich seit langer Zeit schon in einer tiefsten Opiatkrise?
    Mir ist der Diskurs zu einfältig. Opiate und Firmen werden angeklagt. Aber wie sieht es mit all den Psychopharmaka. Aus, welche in Kombination mit den Opiaten konsumiert werden? Hat mal jemand eine Studie gemacht, wie es Leuten ergeht, welche von Opiaten zu Neuroleptika oder sowas wechseln mussten oder ne Kombi davon einnehmen? Der wahre Gewinn erzielen doch die Firmen wie Elly Lilli, welche Opiatabhängige dann mit ihren 200x teureren Psychodrogen zu behandeln empfehlen.
  • Dirk Leinher 23.07.2019 10:53
    Highlight Highlight Ich empfehle jedem der die Hintergründe über die Vorgehensweise der Pharmaindustrie besser jennenlernen möchte, das Buch "Rubio spuckt's aus" von John Rengen zu lesen. Top aktuell in diesem Zusammenhang.
  • Al_1 23.07.2019 00:04
    Highlight Highlight Dies zeigt doch unter anderem auf, dass die heutige Drogenpolitik - welche uns durch die US Politik mittels "war on drugs" aufgedrängt wurde - gescheitert ist. Drogenbarone wie El Chapo werden medienwirksam verteufelt und verhaftet. Wohingegen die Familie Sackler - laut Schätzungen für 150'000 Drogentote und mehr als 1mio. Drogensüchtige durch OxyContin verantwortlich - weiterhin auf freiem Fuss bzw in besten Kreise lebt/verkehrt. Der Unterschied dabei ist, dass Letztere unter dem Deckmantel der Legalität operiert.
  • stevemosi 22.07.2019 19:54
    Highlight Highlight Dr. House hat uns das schon vor Jahren beigebracht🤷‍♂️
  • malu 64 22.07.2019 19:28
    Highlight Highlight Endlich verstehe ich, warum die Amis einen Typen wie Trump wählten. Die Meisten waren dermaßen zugedröhnt, dass sie nicht wussten wen sie da wählten.
  • Grossmaul 22.07.2019 18:27
    Highlight Highlight Das ganze Gesundheitssystem in den USA ist eine einzige Bauruine. Der Opioidskandal ist auch unter diesem Aspekt zu betrachten.
    • Dominik Treier 22.07.2019 20:20
      Highlight Highlight Wenn man sich schon nur die horrenden Kosten für die Patienten ansieht und die dazu noch miesen Löhne für alle einfachen Leistungserbringer, während je mer abkassiert, je mehr einer als Chefarzt oder Manager, der weder wirklich Verantwortung trägt noch direkt leistungen erbringt, Angestellte ausbeutet, weiss man alles... Und genau zu so einem "Erfolgsmodell", zumindest für die Ausbeuter, wollen und die Rechten führen...
  • hämpii 22.07.2019 18:19
    Highlight Highlight Was regt ihr euch so auf? Der freie Markt wirds dann schon richten. Das wird einem doch immer eingetrichtert... Und wenn nicht, dann heilt halt die Zeit die restlichen Wunden. Zwar wird es dann für gewisse Menschen zu spät sein, aber wenigsten haben andere dann volle Taschen.
  • Juliet Bravo 22.07.2019 18:12
    Highlight Highlight Die Pharmaindustrie hat die Menschen richtiggehend abhängig von ihren Drogen gemacht.
    • salamandre 22.07.2019 18:49
      Highlight Highlight Yeap ganz legal, aber hier hats eben auch noch Opiate drinn und das geht freilich gar nicht🤔
  • sa5 22.07.2019 18:01
    Highlight Highlight Anscheinend können in den USA Patienten gegen Ärzte klagen wenn diese keine Schmerzmittel abgeben. Das einklagbare Recht auf Schmerzfreiheit.
    Wenn das stimmt sitzt man als Arzt in der Klemme.
    • _kokolorix 23.07.2019 09:38
      Highlight Highlight Für so eine Anklage braucht es dann doch Einiges. Otto Normalverdiener hat nur eine Chance wenn er einen gelgierigen Juristen findet der eine Sammelklage organisiert. Gegen einen einzelnen Arzt ist das kaum lukrativ genug.
  • Oigen 22.07.2019 17:41
    Highlight Highlight Erinnert mich an den Tabak-Prozess...
  • Dani B. 22.07.2019 17:02
    Highlight Highlight Ich sehe die Ärzte in der Pflicht. Aber gegen diese kann man ja keine Sammelklage machen.
    • Gipfeligeist 22.07.2019 17:40
      Highlight Highlight Die Ärzte sehe ich nur teilweise in der Pflicht. Sollen sie jedes Arzneimittel selber testen, um es mit gutem Gewissen verschreiben zu können? Die Ärzte müssen gewissen Herstellerinformationen vertrauen können, blöd nur wenn die das Risiko völlig verfälscht angeben
    • Juliet Bravo 22.07.2019 18:16
      Highlight Highlight Die Industrie hofiert den Ärzten und korrumpiert sie, z.B. durch teure Einladungen zu „Kongressen“ oder hohe Prämien bei der Verschreibung ihrer Medikamente.
    • Dani B. 22.07.2019 18:27
      Highlight Highlight @Gipfeligeist
      Ärzte können das Arzneimittelkompendium klar interpretieren. Der Beipackzettel spricht tacheles. --- Es gibt kein Schmerzmittel ohne Suchtgefahr. --- Jedoch, die Fernsehwerbung für verschreibungspflichtige Medikamente sollte verboten werden in den USA.
    Weitere Antworten anzeigen
  • mrgoku 22.07.2019 16:47
    Highlight Highlight Wird die Klage von Harvey Specter geführt?
    • olmabrotwurschtmitbürli aka Pink Flauder 22.07.2019 17:05
      Highlight Highlight Glücklicherweise nicht!

      Denny Crane un Alan Shore nehmen sich der Sache an.
    • Grossmaul 22.07.2019 18:23
      Highlight Highlight Call Saul... 😁
  • Dominik Treier 22.07.2019 16:46
    Highlight Highlight Ah die gute alte USA... Wo die Probleme, die die Scheinfreiheit des Kapitalistischen Systems bei den millionen von Arbeitssklaven hervorruft dezent unter den Teppich gekehrt werden und wenn jene neuen Sklaven dann mit ihrem Leben nicht mehr klar kommen nehmen sie Drogen und Tabletten bis zum Umfallen und die Reaktion dieses wunderbar "liberalen" Staates ist es dann einfach all jene gnadenlos zu verfolgen und zu kriminalisieren, denn wer nicht in ein kaputtes System passt kann ja nur abgrundtief Böse sein oder?
    • Makatitom 23.07.2019 04:58
      Highlight Highlight ...und soll wenigstens noch im privaten Justizvollzug rentieren
  • SJ_California 22.07.2019 16:31
    Highlight Highlight In den USA gibt es extrem lange, aggressive und teure Werbespots von den verschiedenen Pharmaunternehmen. Der Patient kommt also bereits mit recht klaren Vorstellungen zum Arzt. Dessen medizinische Meinung rückt dann halt schnell mal in den Hintergrund oder wird gar nicht verstanden. Der Patient sieht hingegen x-mal am Tag die Werbung, die alles schön redet. Wer ist nun Schuld, das Pharma-Unternehmen oder das System?

    Aus meiner Sicht müsste Werbung für rezeptpflichtige Medis, Alkohol, Zigaretten und andere Suchtmittel verboten werden.
    • Die_andere_Perspektive 22.07.2019 16:42
      Highlight Highlight Warum denn "oder"? Beide genannten Instanzen haben versagt mmn.
    • Statler 22.07.2019 16:43
      Highlight Highlight Naja, die Pharmafirmen müssen in den Spots für rezeptpflichtige Medis ausdrücklich auf die Nebenwirkungen hinweisen (das ist ihr Schlupfloch). Meist dauert dieser Teil länger, als der eigentliche Spot an sich.
      Aber Du hast natürlich recht. Solche Werbungen gehören verboten. Nur dürftest Du damit in den USA gegen den ersten Verfassungsartikel verstossen (würde ich jedenfalls als Pharmafirma argumentieren).

      Und das Problem wäre damit sicher nicht vom Tisch. Denn wenn alle (Ärzte, Apotheken, Distributoren & Hersteller) eine Unmenge Kohle damit verdienen können, wird das weiterhin verschrieben.
    • Dirk Leinher 23.07.2019 09:19
      Highlight Highlight Der Hinweis auf die Nebenwirkungen wird meist in winem Tempo runtergerasselt dass es fast niemand mehr versrehen kann.
  • Statler 22.07.2019 15:49
    Highlight Highlight Und das, liebe Kinder, passiert wenn man die Gesundheit von Menschen dem Markt und somit der Gier der Konzerne überlässt.

    Kapitalismus ist doch was Feines…
    • Adumdum 22.07.2019 20:34
      Highlight Highlight Nee, das Problem ist wenn der Staat seiner Aufsichtspflicht nicht nachkommt - Pharma hat ja eigentlich ein Gesundheitsministerium sowie ein paar andere Behörden die für sowas zuständig sind. Und seit 2005 hat man ja anscheinend vom Problem gewusst und nur ein paar Briefe geschrieben und harmlose Bussen verteilt...
    • Bits_and_More 23.07.2019 00:00
      Highlight Highlight Einfach mal wieder alle Schuld "dem Kapitalismus" zuzuweisen ist auch der falsche Ansatz. Ich bin überzeugt davon, dass in einem nicht kapitalistischen System die Nachfrage nach Drogen genauso existieren würde.
    • Statler 23.07.2019 09:47
      Highlight Highlight @Adumdum: schau doch mal, wer so alles in diesen Behörden sitzt. Alles ausgewiesene Fachleute (aus der Industrie). Und wie J. Oliver ja schön darlegt, wurde die Aufsicht über den Verkauf ja auch den Vertriebsfirmen überlassen. Mit grossem Dank an die Lobbyisten.
      Es ist ausserdem immer wieder schön zu sehen, dass die Marktgläubigen bei solchen Sachen dem Staat die Schuld geben wollen, der dann nicht richtig funktioniert hat. Netter Versuch.

      Solche Dinge sind ein inhärentes Problem der sog. «freien Marktwirtschaft».
    Weitere Antworten anzeigen
  • H1tchh1k3r 22.07.2019 15:36
    Highlight Highlight Gibt sogar ein aktuelles Follow up vom Opioids Beitrag...

    Play Icon
    • Milan Marquard 22.07.2019 15:41
      Highlight Highlight @H1tchh1k3r: Danke, habe ich reingenommen
  • bbelser 22.07.2019 15:21
    Highlight Highlight Auch hier wieder: eklatantes Versagen einer Regierung, die lieber mit ein paar Jungpolitikerinnen rumzofft statt zu arbeiten. Dieses Versagen ist mitverantwortlich für weiterhin 100 Tote täglich. Und der Verantwortliche so: sorry, hatte keine Zeit für eure echten Probleme, musste mir wieder einen runtertwittern...
    • Samzilla 22.07.2019 15:30
      Highlight Highlight "einer Regierung"? Welcher denn? Müsste dann ja hauptsächlich Clinton, Bush und Obama sein.
      Trump hat immerhin den Medizinischen Notstand ausgerufen.

    • Plöder 22.07.2019 16:14
      Highlight Highlight Eben auch die Regierungen davor.... Nur so btw

      Obwohl ich die Orange auch nicht mag...
    • Sir_Nik 22.07.2019 17:12
      Highlight Highlight Ach ich mag Trump wirklich auch nicht. Aber wenn sie den Artikel gelesen hätten wüssten sie das das Oxy-Problem bereits seit über 20 Jahren besteht.

      Wie gesagt ich verabscheue Trump, aber ihm zum Vorwurf zu machen das er das nicht lösen konnte / kann ist dann schon nur unter ein bisschen lächerlich und bringt gar nichts...
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