«Ferkel»: Putin beschimpft europäische Regierungschefs
Der russische Staatschef Wladimir Putin hat sich am Mittwoch drastisch über westliche Staats- und Regierungschefs geäussert. Bei einem Treffen mit Militärs seiner Armee nannte er sie laut Medienberichten «Ferkel».
Putin liess offen, wen er damit meinte. Er beschuldigte die westlichen Staats- und Regierungschefs aber damit, gemeine Sache mit dem früheren US-Präsidenten Joe Biden gemacht zu haben, der den Krieg in der Ukraine vom Zaun gebrochen habe.
Noch zuvor hatte der Kreml mit der vagen Andeutung überrascht, dass er erstmals bereit sei, in den Verhandlungen über einen Waffenstillstand in der Ukraine auch über ausländische Sicherheitstruppen in dem Land zu verhandeln.
Putin lobt allein Donald Trump
Beim Treffen mit hochrangigen Militärs zeigte sich Putin dann aber unversöhnlich und demonstrierte Siegesgewissheit. Allein in diesem Jahr seien mehr als 300 Ortschaften im Nachbarland erobert worden, behauptete er.
Russische Truppen waren im Februar 2022 in die Ukraine einmarschiert, die sich seither mit westlicher Unterstützung gegen die Invasion wehrt. Putin lobte in dem Zusammenhang nicht nur die eigene Armee, die sich trotz der westlichen Unterstützung für Kiew als überlegen herausgestellt habe, sondern auch die eigene Rüstungsindustrie. Als Beispiel führte er erfolgreiche Tests des strategischen Marschflugkörpers Burewestnik und des Unterwasserapparats Poseidon an, aber auch die mobile Mittelstreckenrakete Oreschnik, die bis Jahresende an die Streitkräfte ausgeliefert werden soll.
Bei der Sitzung pries Putin auch erneut US-Präsident Donald Trump. Die Verhandlungen mit der neuen US-Regierung machen seinen Angaben nach Fortschritte. Dem «kollektiven Westen» insgesamt gab er hingegen einmal mehr die Schuld an dem von ihm befohlenen Krieg gegen die Ukraine. «Im Grunde hat der Westen selbst den Krieg entfacht. Wir versuchen nur, das zu beenden.»
