DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Atomstreit mit dem Iran

Atomprogramm-Gespräche auf Messers Schneide 



Der Ausgang der Verhandlungen um das iranische Atomprogramm ist nach den Worten des deutschen Aussenministers Frank-Walter Steinmeier «völlig offen». Der Iran müsse erkennen, dass es «keinen Weg und keinen Rückweg zu einer atomaren Bewaffnung» des Landes geben dürfe.

«Dies sind die Stunden der Wahrheit», sagte der SPD-Politiker Steinmeier bei seiner Ankunft am Verhandlungsort in Wien an die Adresse Teherans weiter. Die internationale Gemeinschaft verdächtigt den Iran seit zwölf Jahren, heimlich Atomwaffen entwickeln zu wollen.  

epa04499703 German Foreign Minister Frank-Walter Steinmeier (L) and Iranian Foreign Minister Javad Zarif (R), shake hands during the talks between the E3+3 and Iran in Vienna, Austria, 22 November 2014. Iran is negotiating with Britain, China, France, Russia, the US and Germany with the aim of coming to an agreement by a Monday deadline that would end Iran's international isolation by lifting sanctions in return for a significant reduction in the country's nuclear activities.  EPA/HANS PUNZ

Frank-Walter Steinmeier (links) und der iranische Aussenminister Javad Zarif in Wien.  Bild: EPA/APA

Angesichts der konstruktiven Atmosphäre der Verhandlungen in Wien sei die Chance für eine Lösung des Atomstreits mit dem Iran besser denn je. «Wir waren nie näher als im Augenblick», meinte Steinmeier. Allerdings gebe es noch erhebliche Differenzen.  

Steinmeier traf in Wien zunächst mit der EU-Chefverhandlerin Catherine Ashton und US-Aussenminister John Kerry zusammen. Ausserdem war nach iranischen Medienberichten ein Gespräch des deutschen Chefdiplomaten mit dem iranischen Aussenminister Mohammed Dschawad Sarif geplant.

Kerry informierte obendrein per Telefonschalte mehrere Amtskollegen aus den Golfstaaten über den Stand der Verhandlungen, verlautete aus Delegationskreisen. 

Frist bald abgelaufen

Die Unterhändler der fünf UNO-Vetomächte (USA, Russland, China, Grossbritannien, Frankreich), Deutschlands und des Iran haben bis Montag Zeit, einen Vertrag auszuhandeln. Dann läuft die von der 5+1-Gruppe selbst gesetzte Frist ab. 

Für Sonntag wird auch der russische Aussenminister Sergej Lawrow in Wien erwartet. Kerry lobte die Einigkeit, mit der die 5+1-Gruppe gegenüber Teheran auftrete.  

Angestrebt wird eine umfassende Lösung. Als weitere Möglichkeit gilt ein Übergangsabkommen, das im Expertenkreis noch im Detail weiterverhandelt werden müsste.

Kein Interesse an Scheitern der Gespräche

Keine der beteiligten Seiten ist an einem Scheitern der Gespräche interessiert. Vielmehr sehen unter anderem die USA einen Deal als Chance, die seit 35 Jahren eingefrorenen Beziehungen zu Teheran wieder schrittweise zu normalisieren.  

Die internationale Gemeinschaft möchte sicher sein, dass der Iran keine Atombombe bauen kann. Der Iran, der eine solche Absicht stets bestritten hat, strebt die Aufhebung der vom Westen gegen das Land verhängten Wirtschaftssanktionen an. (feb/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Für CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet könnte es am Sonntag eine böse Überraschung geben

Auch die Grüne Partei hat im Osten Deutschlands einen schweren Stand. Am Sonntag werden in Sachsen-Anhalt die Weichen gestellt für die grossen Wahlen im Herbst.

In vier Monaten entscheidet sich, wer Angela Merkel im deutschen Kanzleramt ablösen wird. Die Landtagswahlen im östlichen Bundesland Sachsen-Anhalt sind der letzte grosse Gradmesser vor dem Showdown im Herbst. Die drei wichtigsten Fragen und Antworten zu den entscheidenden Wahlen am Sonntag.

Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und Kanzlerkandidat der Union für die Bundestagswahlen im September, geniesst in Ostdeutschland nur wenig Rückhalt. In Magdeburg, der Hauptstadt von …

Artikel lesen
Link zum Artikel