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Israel
UNO

Abbas droht mit Abbruch der Beziehungen zu Israel

Mahmud Abbas in Algiers: Rückzug israelischer Truppen in den nächsten drei Jahren.
Mahmud Abbas in Algiers: Rückzug israelischer Truppen in den nächsten drei Jahren.Bild: Sidali Djarboub/AP/KEYSTONE
Nahost-Konflikt

Abbas droht mit Abbruch der Beziehungen zu Israel

23.12.2014, 21:3024.12.2014, 11:28
Ein Artikel von
Spiegel Online

Palästinenserpräsident Abbas will die Zusammenarbeit mit Israel einstellen. Es sei denn, ein palästinensischer Vorschlag für einen Friedensplan geht durch den UNO-Sicherheitsrat.

New York – Palästinenserpräsident Mahmud Abbas will die Zusammenarbeit mit Israel beenden, falls der UNO-Sicherheitsrat keine Resolution zur Beendigung der israelischen Besatzung verabschieden sollte.

Abbas sagte während eines Besuches in Algerien am Dienstag laut staatlicher Nachrichtenagentur APS: «Sollten wir scheitern, werden wir alle Beziehungen zur israelischen Regierung abbrechen und sie auffordern, die Verantwortung als Besatzungsmacht zu tragen.»

Die Palästinenser haben den Entwurf der Resolution in der vergangenen Woche in den Sicherheitsrat eingebracht. Er sieht eine Friedensregelung innerhalb eines Jahres sowie ein Ende der israelischen Besatzung der Palästinensergebiete bis Ende 2017 vor.

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Friedensgespräche liegen seit April auf Eis

Israel, die USA und viele andere westliche Länder lehnen die Initiative ab. Sie fordern stattdessen, dass Israel und die Palästinenser zuerst einen Friedensvertrag abschliessen, bevor ein unabhängiger Palästinenserstaat ausgerufen wird.

Die palästinensische Autonomiebehörde hatte den Resolutionsentwurf mithilfe Frankreichs entworfen und beim Sicherheitsrat der Vereinten Nationen am Donnerstag über Jordanien eingebracht – das einzige arabische Land im UN-Sicherheitsrat.

Die Friedensgespräche liegen seit April auf Eis. Auch mehr als zwei Jahrzehnte nach Beginn des Friedensprozesses warten die Palästinenser auf ihren Staat, den sie im Westjordanland, im Gazastreifen und in Ostjerusalem ausrufen wollen.

daf/dpa/AFP (spiegel.de)

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