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epa04175994 A general view of the zone where an estimated 20,000 cubic metres of rock and mud fell from a mountainside near Courmayeur, in the Italian Alps, Italy, 22 April 2014. According to media reports, the Mont Blanc tunnel linking Italy and France was closed for almost two hours as a result of the landslide, the largest of several to affect slopes above the luxury Italian ski resort over the Easter holiday long weekend.  EPA/BENOIT GIROD

An diesem Hang donnerten bereits rund 20'000 Kubikmeter Felsgestein zu Tal: Aosta-Tal bei Courmayeur. Bild: EPA/ANSA

Erdrutschgefahr

Drohender Erdrutsch im Aosta-Tal führt zur Sperrung des Mont-Blanc-Tunnels



Bei Courmayeur im italienischen Aosta-Tal wächst die Gefahr eines gewaltigen Erdrutsches. In der Nacht zu Dienstag rutschten bereits etwa 20'000 Kubikmeter Felsgestein vom Monte di La Saxe bei der Ortschaft La Palud ins Tal, wie italienische Medien berichteten. Der Mont-Blanc-Tunnel, der Frankreich und Italien verbindet und dessen Ausfahrt in der Nähe liegt, wurde für nahezu zwei Stunden gesperrt.

Der Berg dort ist seit langem eine Gefahr, denn rund 400'000 Kubikmeter Geröll und Erde sind den Messungen zufolge ständig millimeterweise in Bewegung. Etwa 80 Menschen der Ortschaft La Palud waren bereits vor zwei Wochen in Sicherheit gebracht worden.

750 Meter langer Schutzwall

Weil sich das Felsgestein samt Bäumen und Gebüsch mit wechselnder Geschwindigkeit auf das Tal zubewegt, planen italienische Techniker den Bau einer 9 bis 11 Meter hohen und 750 Meter langen Mauer, um den Bergrutsch eindämmen zu können. Die Errichtung des Schutzwalls dürfte jedoch einige Monate dauern.

Italiens Zivilschutzchef Franco Gabrielli überflog am Dienstag zum Baubeginn zusammen mit Spezialisten das gefährdete Gebiet. Er nannte die anstehenden Arbeiten zum Schutz der Ortschaft ein Beispiel für guten Zivilschutz, weil präventiv gehandelt und nicht wie sonst meist abgewartet werde.

Ein Bergrutsch könnte dort 150 Gebäude bedrohen. «Mit dem Frühjahr und der Schneeschmelze sind weitere Abgänge zu erwarten», sagte der Geologe Davide Bertolo dem «Corriere della Sera». Dann dringe noch mehr Wasser in den Berg und schaffe Druck. (dhr/sda/dpa)

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