Justiz
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«Innere Stimme» befahl ihm zu töten – Berner erschoss Unbekannten auf Parkbank



Aussenansicht des Regionalgerichts Bern-Mittelland wo der Prozess in zweiter Instanz gegen den Angeklagten Maurice G. (Heiler von Bern) in Sachen schwerer Koerperverletzung und Verbreitung menschlicher Krankheiten stattfindet am Montag, 7. April 2014 in Bern. (KEYSTONE/Lukas Lehmann)

Bild: KEYSTONE

Wegen Mordes muss sich ein 33-jähriger Schweizer seit Montagmorgen vor dem Regionalgericht in Bern verantworten. Ihm wird vorgeworfen, im Juli 2016 einen ihm unbekannten Mann auf der Grossen Allmend in Bern erschossen zu haben.

Der Angeklagte ist geständig. Er litt zum Tatzeitpunkt an paranoider Schizophrenie und war ein starker Kiffer. Die Tötung eines Unbekannten soll ihm eine innere Stimme befohlen haben.

Die Staatsanwaltschaft beantragt die «kleine Verwahrung» nach Artikel 59 des Strafgesetzbuchs: Der Beschuldigte soll in der geschlossenen Abteilung einer forensisch-psychiatrischen Klinik untergebracht werden.

Im Visier hatte der Angeklagte seinerzeit eigentlich die ex-Freundin und weitere Menschen, die ihn geschädigt haben sollen. Laut Staatsanwaltschaft plante er eine «Aufräumaktion». Stimmen hätten ihn aufgefordert, zuerst jemanden zu erschiessen, um «gross» zu werden.

Von einem Bekannten besorgte er sich eine Pistole. Am 14. Juli 2016 näherte er sich auf der Grossen Allmend einem Polen, der auf einer Parkbank sass und mit seinem Handy beschäftigt war.

Der Schweizer tötete den fremden Mann mit einem Schuss aus einer Distanz von wenigen Metern in den Hinterkopf. Etwa zwei Wochen später stellte er sich der Polizei. (sda)

Kein Mörder, aber Berner, Uns-Nico: «Ich hasse geizige Menschen! S*******!»

Video: watson/Nico Franzoni, Emily Engkent

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    Alle Leser-Kommentare
  • what's on? 07.05.2018 12:57
    Highlight Highlight Damit man heute schon sagen, dass intensives Kiffen und Persönlichkeitsstörungen etwas miteinander zu tun haben? Oder ist man auch mit dieser Aussage der Zeit voraus?
    • Ökonometriker 07.05.2018 16:33
      Highlight Highlight @what's on: Leute mit Persönlichkeitsstörungen haben im Allgemeinen eine höhere Propensität zu Betäubungsmittelmissbrauch. Kiffen erhöht die Wahrscheinlichkeit, eine Persönlichkeitsstörung zu entwickeln, daher im Allgemeinen nicht.

      Bei Schizophrenie im Speziellen (wie in diesem Fall) ist aber empirisch nachgewiesen, dass Kiffen zu einem min. 33% höheren Risiko führt. Jemand der genetisch vorbelastet ist (=Risikofaktor Nummer 1) sollte also möglichst die Finger von Cannabis lassen. Weitere Risikofaktoren die es zu meiden gilt sind Alkohol, Kaffee, Tabak, Stress und Schichtarbeit.

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