DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Menschliche Wärme in dunkler Stunde

1995 schrieb diese Frühchen-Umarmung Medizingeschichte. Wie sehen die Schwestern heute aus?

13.08.2014, 20:4414.08.2014, 10:49

Wir schreiben den 17. Oktober 1995: In Westminster, Massachusetts, kommen Zwillinge zur Welt, doch die Geburt steht unter einem schlechten Stern. Die beiden Mädchen sind zwölf Wochen zu früh. Kyrie ist ein wenig kräftiger, während ihre Schwester Brielle um ihr Leben kämpfen muss.

Am 12. November verschlimmert sich Brielles Zustand. «Ihre Herzfrequenz war hoch, sie bekam Schluckauf. Es war klar, dass sie völlig gestresst ist», wird sich ihre Mutter Heidi Jackson im Interview mit «Telegram & Gazette» später an diese dunklen Stunden erinnern.

Wäre Gayle Kasparian nicht gewesen, hätte Brielle sich nicht so schnell erholt. Die Hebamme erinnert sich an eine quasi ausgestorbene Praxis, mit «doppelt Betten» oder «co-Betten». Sie legte die beiden ein Kilogramm leichten Frühchen in ein und denselben Brutkasten – und umgehend verbesserte sich Brielles Zustand. 

bild: telegram & gazette
No Components found for watson.rectangle.

Das Bild, auf dem Brielle Kyrie «umarmt», geht um die Welt. «Wir haben noch Witze gemacht, dass sie ihre 15 Minuten Ruhm hatten, als sie eine Woche alt waren», sagte Vater Paul Jackson der Telegram & Gazette

Die US-Zeitung spürte auch die Hebamme auf: Gayle Kasparian arbeitet noch immer in demselben Spital «Als ich Brielle zu ihrer Schwester steckte, war es einfach verblüffend. Sie beruhigte sich sofort. Ihre Herzfrequenz stabilisierte sich und ihre Gesichtsfarbe veränderte sich.»

Die Zwillinge 2013 in einem Interview.
Die Zwillinge 2013 in einem Interview.screenshot: youtube

Auch heute sind die eineiigen Zwillinge unzertrennlich. «Sie verstehen sich wirklich, wirklich, wirklich gut und sind beste Freunde», bestätigt der Vater. Im vergangenen Jahr sorgte ein Radiosender dafür, dass Gayle Kasparian die heute 18 Jahre jungen Frauen wiedersehen konnte. 

«Ich bin so froh, dass wir über diese Geschichte gestolpert sind», sagt ein involvierter Radiomoderator. «Es ist einfach so eine Feel-Good-Story.» Dem ist nichts hinzuzufügen.

Ein Bericht von CNN über die mittlerweile erwachsenen Zwillinge. video: youtube/cnn
Ein weiterer TV-Bericht.video: youtube/hln
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

«Brigitte» und «Hansruedi» sind tot: Das sind die (un)beliebtesten Vornamen
Wer tauft sein Kind heute noch Brigitte? Oder Hansruedi? Oder Ernst, Marlies, Rolf, Helga? Niemand. Oder zumindest praktisch niemand. Vielen der ehemals beliebten Vornamen droht in der Schweiz das Verschwinden.

60'692. So viele verschiedene Vornamen werden in der Schweiz aktuell gezählt. Wären die Namen gleichmässig verteilt, würde das bei 8,7 Millionen Einwohnern bedeuten, dass jeder dieser Namen von 143 Personen getragen wird.

Zur Story