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Klima
Umwelt

Weltweiter Demo-Reigen für den Schutz des Klimas

Demonstrationszug in New York
Demonstrationszug in New YorkBild: PETER FOLEY/EPA/KEYSTONE
Auch in Zürich und Genf

Weltweiter Demo-Reigen für den Schutz des Klimas

Kurz vor dem UNO-Klimagipfel sind weltweit Menschen für den Klimaschutz auf die Strasse gegangen und haben von den Politikern Taten statt Worte gefordert.
21.09.2014, 22:06

In New York versammelten sich zehntausende Menschen zur angeblich «grössten Klima-Demonstration aller Zeiten». Mit Plakaten und Trillerpfeifen zog die Masse am südlichen Rand des Central Parks los.

Angekündigt hatten sich auch UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon, Hollywood-Star Leonardo DiCaprio, der frühere US-Vizepräsident Al Gore und New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio. 

Kundgebung in Mexico City. 
Kundgebung in Mexico City. Bild: EDGARD GARRIDO/REUTERS

«Mal schnell die Welt retten» 

In Berlin forderten rund 10'000 Menschen verschärfte Klimaziele und einen Umstieg auf erneuerbare Energien. Das Motto der drei Protestzüge zum Brandenburger Tor lautete: «Mal schnell die Welt retten.»

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Bei der «Silent Climate Parade» tanzten Menschen lautlos – mit Kopfhörern – für mehr Klimaschutz, auch Radfahrer und Kinder mit ihren Familien waren unter den Demonstranten. «Es war ein fantastischer Tag», sagte Kampagnenleiter Christoph Schott. «Die Menschen haben gezeigt, dass ihnen das Klima am Herzen liegt.»

Lautloser Tanz an der «Silent Climate Parade» in Berlin. 
Lautloser Tanz an der «Silent Climate Parade» in Berlin. Bild: THOMAS PETER/REUTERS

Auftakt in Melbourne

Den Auftakt zum Demonstrationsreigen hatte Australien gemacht, wo in Melbourne rund 30'000 Umweltaktivisten auf die Strasse gingen. Sie kritisierten vor allem ihren Regierungschef Tony Abbott, der eine eingeführte Kohlendioxid-Abgabe für grosse Energieverbraucher wieder abgeschafft hatte. «Tony, Du stehst bald an der Klimaklippe», stand auf einem Plakat in Melbourne. Auch im australischen Cairns, wo die Finanzminister der führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) tagten, kamen Demonstranten zusammen.

Protest in Cairns.
Protest in Cairns.Bild: EPA/AAP

Auch in der Schweiz stiess der «People's Climate March» auf Interesse: In Zürich forderten rund 500 Personen, in Genf rund 800 Personen mehr Engagement für den Klimaschutz. Umweltministerin Doris Leuthard soll vor ihrem Abflug nach New York ein Brief übergeben werden. Die Schweiz müsse dazu beitragen, dass «eine verbindliche, griffige und wirkungsvolle internationale Klima-Vereinbarung» zustande komme, heisst es darin.

Demo in Genf.Video: Youtube/1Malherbe

Koordiniert hatte die Klima-Märsche die Organisation Avaaz, die sich als weltweite Bürgerbewegung versteht. Ihre aktuelle Online-Petition zum Klimaschutz haben bislang mehr als 1,7 Millionen Menschen unterzeichnet. Die Veranstalter sprachen von Aktionen in mehr als 160 Ländern.

Neuer Schwung für Klima-Prozess

Zum UNO-Klimagipfel am Dienstag werden zahlreiche Staats- und Regierungschefs erwartet, darunter US-Präsident Barack Obama. Die Veranstaltung ist offiziell nicht Teil der Verhandlungen für einen Weltklimavertrag, soll dem Prozess aber neuen Schwung verleihen. Der Klimavertrag soll Ende 2015 bei der UNO-Klimakonferenz in Paris verabschiedet werden und 2020 in Kraft treten.

Auch die USA und China, die sich gegen verbindliche Ziele zur Senkung des CO2-Ausstosses sperren, sollen mitmachen. Ziel ist es, die Erderwärmung auf zwei Grad gegenüber dem vorindustriellen Wert zu begrenzen. (dhr/sda/dpa) 

In London nahmen die Modedesignerin Vivenne Westwood, der Musiker Peter Gabriel und die Schauspielerin Emma Thompson an der Kundgebung teil. 
In London nahmen die Modedesignerin Vivenne Westwood, der Musiker Peter Gabriel und die Schauspielerin Emma Thompson an der Kundgebung teil. Bild: WILL OLIVER/EPA/KEYSTONE
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