Kolumbien
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Colombian soldiers carry the body of a comrade killed after a rebel attack in La Esperanza village April 15, 2015. Colombia's President Juan Manuel Santos ordered the resumption of bombing raids against FARC rebels on Wednesday after an attack he blamed on the group killed 10 soldiers, a move that will intensify combat after efforts to cool tensions.  REUTERS/Jaime Saldarriaga

Kolumbianische Soldaten bergen die Leichen ihrer Kollegen. Bild: JAIME SALDARRIAGA/REUTERS

Nach tödlicher Farc-Attacke: Kolumbien fliegt Luftangriffe 



Farc-Guerilla verübte eine Attacke. Jetzt hat Kolumbiens Staatschef Juan Manuel Santos die Wiederaufnahme der Luftangriffe auf die Rebellen angeordnet. Die Angriffe waren während der Friedensgespräche vorübergehend ausgesetzt worden.

Er habe die Streitkräfte angewiesen, die Luftangriffe auf die Farc-Lager bis auf weiteres fortzuführen, erklärte Santos am Mittwoch. Zuvor hatten Farc-Kämpfer bei einem morgendlichen Überfall in einer entlegenen Gegend im Westen des Landes zehn Soldaten getötet. Es war der blutigste Angriff seit Beginn der Friedensverhandlungen vor mehr als zwei Jahren.

Der Kommandant der Dritten Armeedivision, General Mario Augusto Valencia, sagte, die Soldaten seien während einer Patrouille in einen Hinterhalt geraten. Sie seien mit Sprengsätzen, Granaten und Schusswaffen angegriffen worden.

Laut dem Gouverneur des Bundesstaats Cauca, Temistocles Ortega, wurden bei dem Überfall im Dorf La Esperanza 17 Soldaten verletzt, vier davon schwer. Die Verletzten würden mit Hilfe des Roten Kreuzes fortgebracht, doch erschwere das schlechte Wetter und die entlegene Lage ihre Bergung.

Langer, blutiger Konflikt

Die Farc hatte im Dezember einen einseitigen Waffenstillstand ausgerufen, um die Friedensgespräche mit der Regierung zu erleichtern, die seit November 2012 in der kubanischen Hauptstadt Havanna laufen.

Santos hatte daraufhin im März seinerseits die Luftangriffe auf die Rebellengruppe für zunächst 30 Tage ausgesetzt. Diese Frist verlängerte er kürzlich um weitere 30 Tage bis Mitte Mai. Allerdings lehnt der Präsident einen beidseitigen Waffenstillstand ab, solange es kein endgültiges Friedensabkommen gibt.

Die Revolutionären Streitkräften Kolumbiens (Farc) kämpfen seit 1964 gegen Grossgrundbesitzer und die kolumbianische Regierung. Amtlichen Angaben zufolge wurden in dem längsten bewaffneten Konflikt Lateinamerikas etwa 220'000 Menschen getötet. Bei den Verhandlungen in Havanna zur Beendigung des Konflikts wurden bereits mehrere Kapitel erfolgreich abgeschlossen, bei den schwierigsten Fragen gelang bisher aber keine Einigung. (feb/sda/afp/dpa)

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