Kuba
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Kuba lässt erstmals Oppositionskandidaten zu



Bei den am Sonntag stattfindenden Kommunalwahlen in Kuba treten erstmals auch zwei Kandidaten der Opposition an. Der 65-jährige Anwalt und unabhängige Journalist Hildebrando Chaviano sowie der 26-jährige Informatiker Yuniel López, treten in der Hauptstadt Havanna an.

Beide sind Gegner der Staatsführung um Raúl Castro. Insgesamt bewerbern sich landesweit etwa 27'000 Kandidaten um 12'589 Ämter in 168 Gemeinderäten. Sie werden in Kuba bei Wahlversammlungen per Handzeichen bestimmt.

Cuba's President Raul Castro cups his ears to better hear a question shouted out at him during the official group photo of the VII Summit of the Americas, in Panama City, Panama, Saturday, April 11, 2015. In a speech to world leaders at the opening plenary session, Castro absolved President Barack Obama of fault for the U.S. blockade in a stunning reversal of more than 50 years of animosity between the United States and Cuba. (AP Photo/Moises Castillo)

Auch wenn in Kuba einiges im Wandel ist. Raúl Castro regiert das Land weiter mit eiserner Hand.  Bild: Moises Castillo/AP/KEYSTONE

«Wir müssen die Denunzierung überwinden und Wege finden, die Probleme zu lösen, auf die wir stossen», sagte Chaviano, der in einem Viertel im Zentrum von Havanna antritt. Das kubanische Volk erwarte «Reife», weshalb er sich zur Kandidatur entschlossen habe.

López, Mitglied der verbotenen Partei Unabhängiges und Demokratisches Kuba, beklagte, seit der Ankündigung seiner Kandidatur hätten die Behörden in seinem Viertel im Süden von Havanna unablässig gegen ihn agiert.

Die Stimmabgabe bei den Kommunalwahlen ist in Kuba freiwillig, die Staatsführung wirbt aber nachdrücklich für eine Teilnahme an den Abstimmungen. Sie bezeichnet das aus dem Jahr 1976 stammende Wahlsystem als «das demokratischste und transparenteste der Welt».

Die Opposition kritisiert hingegen, dass es den herrschenden Kommunisten, die offiziell keine Kandidaten aufstellen, die Macht sichere. Nach offiziellen Angaben sind zu den Kommunalwahlen mehr als acht der gut elf Millionen Einwohner Kubas aufgerufen. (feb/sda/afp)

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