Kunst
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Geschichtsträchtige Zeichnungen 

Was passiert, wenn Comic-Zeichner ihre Helden blind zeichnen? 

Lüthi Susanne
Lüthi Susanne

Redaktorin



Das Life Magazine fragte 1947 zehn berühmte Comic-Zeichner, ob sie den Versuch wagen, eine ihrer Figuren mit verbundenen Augen zu skizzieren. Die Herren (damals wie heute sind die Zeichner mehrheitlich Männer, warum eigentlich?) stellten sich dem Experiment.

Und das ist dabei herausgekommen:

X-9 aka Phil Corrigan

Bild

Eine besondere Fähigkeit bekommt X-9, wenn sein Zeichner ihn blind skizziert: Er kann mit dem Ohr rauchen! bild: life magazine

Der Geheimagent X-9 wurde von 1940 bis 1960 von Mel Graff gezeichnet. Dieser gab dem bisher namenlosen Agenten einen Namen, nämlich Phil Corrigan.

Mel Graff während seinem Blind-Test

Bild

bild: life magazine

Dick Tracy

Bild

Verteufelt gut getroffen! bild: life magazine

Dick Tracy lebt mit seiner Freundin und deren Vater über dem vom Vater betriebenen Lebensmittelgeschäft. Der Vater wird überfallen, beraubt und getötet. Dick Tracy beschliesst, die Mörder zur Strecke zu bringen. So beginnt die Serie 1930. Sie wurde bis 1977 von Chester Gould gezeichnet und wird bis heute in Zeitungen abgedruckt.

Dagwood Bumstead

Bild

Die Einzelteile von Dagwood sind gar nicht so schlecht gelungen, nur bei der Zusammensetzung hapert es ein wenig. bild: Life magazine

Der Blondie-Comic erscheint seit 1930 und wurde ursprünglich, wie der Versuch oben, von Chic Young gezeichnet. Nach dessen Tod spann sein Sohn Dean die Geschichten um die schöne Blondie Bumstead und ihrem Mann Dagwood weiter.

Dixie Dugan

Bild

Irgendwie scheint es, als ob sich Striebel nicht besonders viel Mühe während dem Blind-Test gegeben hat. bild: life magazine

Louise Brooks ca. 1926

Bild

bild: Wikipedia

Dixie Dugan wurde von John H. Striebel erschaffen und erschien von 1929 bis 1966 in den Zeitungen. Das Aussehen hat die Comic-Figur von Louise Brooks, einer Schauspielerin aus den 1920er Jahren. 

Andy Gump

Bild

Was für Striebel gilt, gilt auch für Edson: Der Zeichner hat sich wohl nicht die grösste Mühe gegeben. bild: life magazine

The Gumps ist der bekannteste Comic des amerikanischen Zeichners Sidney Smith und erschien von 1917 bis 1959. Es war der erste tägliche Strip der US-Comicgeschichte, in der eine Person starb: Smith liess den Nebencharakter Mary Gold im Jahr 1929 ableben. Und noch eine Premiere kann The Gumps für sich verbuchen: Er gilt als erster Comicstrip, der als Fortsetzungsgeschichte erschien. Als Smith 1935 bei einem Verkehrsunfall starb, zeichnete Gus Edson den Familienvater Andy Gump und Konsorten. Auch das Bild oben stammt von Edson. 

Steve Canyon

Bild

Milton Caniff hat die Einzelteile seines Helden gut getroffen. bild: life magazine

Die Comic-Figur Steve Canyon ist ein Air-Force-Pilot, der nach dem Zweiten Weltkrieg Pilot der Fluggesellschaft Horizons Unlimited wird. Er erlebt an diversen exotischen Schauplätzen zahlreiche Abenteuer, muss sich gegen Schurken erwehren und bricht etliche Frauenherzen. Während des Koreakrieges tritt Canyon wieder der Air Force bei. Geschaffen hat ihn Milton Caniff.

Skeezix

Bild

Skeezix musste ein paar Haare lassen. bild: Time magazine

Gasoline Alley (1919 bis 1959) ist der bekannteste Comicstrip des US-amerikanischen Zeichners Frank O. King. Die Besonderheit des Strips: Die Charaktere altern in Echtzeit. So hatte Skeezix im obigen Bild als Findelbaby seinen ersten Auftritt, wurde grösser und Soldat, heiratete und hatte selber Kinder.

Brandy

Bild

Links: hübsch, rechts: ein Geschlirg

Der Zeichner Frank Robbins zeichnet seine Heldin Brandy aus Johnny Hazard. Der Comic erschien von 1944 bis 1977. Exakt in diesem Jahr übrigens wurde ein gewisser Johnny Hazzard geboren, der Pornostar wurde. Dieser Hazzard wiederum heisst mit richtigem Vornamen Frankie – also fast genau so wie der Erschaffer des Comics. Zufall? Wir wissen es nicht.

Major Hoople

Bild

Unverkennbar Major Hoople, auch wenn er mit verbundenen Augen gezeichnet wird. bild: life magazine

Bill Freyse zeichnete Our Boarding House von 1939 bis 1969. Den Charakter von Major Hoople hat er sogar mit geschlossenen Augen nicht so schlecht getroffen.

Das könnte dich auch interessieren:

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

102
Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

22
Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

58
Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

33
Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

13
Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

6
Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

31
Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

0
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

102
Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

22
Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

58
Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

33
Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

13
Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

6
Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

31
Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

0
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Wenn Frauen über Autoren schreiben, wie sonst nur Männer über Autorinnen schreiben

Alles fing damit an, dass sich eine Journalistin über eine Rezension im «Tages-Anzeiger» aufregte. Darin schrieb ein älterer Mann über das Buch einer sehr jungen Frau. Vor allem aber schrieb er darüber, wie er das Aussehen besagter sehr junger Frau auf dem Foto im «New Yorker» empfand. Sie sehe darauf aus «wie ein aufgeschrecktes Reh mit sinnlichen Lippen».

Die Frau heisst Sally Rooney – sie ist 28 Jahre alt und eine mit Literatur-Preisen überhäufte Bestseller-Autorin aus Irland.

Aber anstatt in …

Artikel lesen
Link zum Artikel