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«Harry Potter»-Verlegerin stirbt bei Bootsunfall – Ermittlungen gegen Skipper

«Harry Potter»-Verlegerin stirbt bei Bootsunfall – Ermittlungen gegen Skipper

Bei einem Bootsunfall an der italienischen Amalfiküste ist eine bekannte Verlegerin gestorben. Die Polizei ermittelt gegen einen Mann.
05.08.2023, 21:49
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t-online
In this undated photo provided by Bloomsbury Publishing on Friday, Aug. 4, 2023, Adrienne Vaughan poses for a portrait. Vaughan, who was president of the company headquartered in New York, died in a b ...
Adrienne Vaughan, Chefin des Bloomsbury-Verlags, der die Harry-Potter-Romane herausgibt.Bild: keystone

Nach dem Tod einer US-Touristin infolge des Zusammenpralls eines Motorboots mit einem Segelschiff vor der italienischen Amalfiküste ist ein Ermittlungsverfahren gegen den Skipper des Motorboots eröffnet worden. Gegen den Italiener werde «wegen Verdachts auf Totschlag und Verursachung eines Schiffbruchs» ermittelt, erklärte Giuseppe Borrelli, Oberstaatsanwalt der Provinz Salerno, am Samstag bei einer Pressekonferenz.

Bei dem Unfall in der beliebten Touristenregion in Süditalien war die 45-jährige Chefin des US-Zweigs vom Verlagshaus Bloomsbury ums Leben gekommen. Bloomsbury hat auch die «Harry Potter»-Bücher verlegt. Adrienne Vaughan hatte sich am späten Donnerstagnachmittag mit ihrem Ehemann und ihren beiden Kindern im Alter von acht und zwölf Jahren auf dem Segelboot aufgehalten.

Als es zu dem Zusammenprall kam, habe sich die 45-Jährige gerade gesonnt, sagte Borrelli. Sie wurde vom Boot ins Meer geschleudert – genau wie ihre zwölfjährige Tochter, die aber unverletzt blieb.

Vaughans Mann wurde nach Borrellis Angaben nach dem Vorfall mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Der Grossvater der Kinder sei nach Italien geflogen und kümmere sich um seine Enkel, sagte der Staatsanwalt weiter.

Der ebenfalls im Krankenhaus liegende Skipper sei auf Alkohol- und Drogeneinfluss getestet worden, die Ergebnisse seien aber «nicht unbedingt aussagekräftig», fuhr Borrelli fort. Experten würden entscheiden, ob irgendeine Substanz die Fähigkeit des Bootsführers zum Steuern des Motorboots beeinträchtigt habe. Italienische Medien hatten am Freitag von Kokainrückständen im Blut des Skippers berichtet.

Der Staatsanwalt führte aus, die Ermittler hätten mit den ungefähr 70 Leuten an Bord des gemieteten Segelboots gesprochen, in das das Motorboot gekracht sei. Italienischen Medien zufolge handelte es sich um eine Hochzeitsgesellschaft mit Gästen aus den USA und Deutschland.

Der Kapitän des Segelschiffs sagte der Tageszeitung «La Repubblica», dass das Motorboot ein «unerklärliches, fast kamikaze-artiges Manöver» vorgenommen habe. Das Boot sei aus der entgegengesetzten Richtung gekommen, «als sie plötzlich um 90 Grad drehten und unter meinen Bug tauchten», zitierte ihn die Zeitung.

Verwendete Quellen:

  • Nachrichtenagentur AFP

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(t-online)

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