Basel gibt steinzeitliche Frauenstatuette nach Schaffhausen zurück
Der Kanton Basel-Stadt gibt eine steinzeitliche Frauenfigur nach Schaffhausen zurück. Die rund 15'000 Jahre alte Skulptur kam 1954 in Schaffhausen zum Vorschein. Auf Bitten des Herkunftskantons stimmte der Basler Regierungsrat am Dienstag einer Rückführung zu.
Die Statuette gilt als wissenschaftlich bedeutender Fund für Schaffhausen. Der Laienforscher Willi Mamber entdeckte die 2,8 Zentimeter grosse Statuette aus Pechkohle bei den markanten Felsköpfen Schweizersbild, einer bedeutenden Fundstelle am Stadtrand. Er schenkte die Skulptur im Jahr 1975 dem heutigen Museum der Kulturen Basel, wie es im regierungsrätlichen Communiqué heisst.
Jahrzehnte zuvor, anno 1891, hatte der Schaffhauser Archäologe Jakob Nüesch am gleichen Ort Ausgrabungen durchgeführt. Das Museum der Kulturen kaufte damals 118 Fundstücke, 1960 erwarb das Historische Museum rund 15 weitere Objekte.
Zurzeit als Leihgabe in Schaffhauser Eiszeit-Ausstellung
Die Statuette, die nun wieder in Schaffhauser Hände geht, war schon an einer Ausstellung in Paris zu sehen. Seit Oktober 2025 befindet sie sich als Leihgabe in der Ausstellung «Eiszeit – Leben vor 17'000 Jahren» im Museum zu Allerheiligen Schaffhausen.
Durch die freiwillige Übertragung der Eigentumsrechte wird dieses Museum künftig für dieses «steinzeitliche Zeugnis einer künstlerischen Tätigkeit» verantwortlich sein, wie es weiter heisst. (sda)
