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bild: shutterstock
Emma Amour

«Wegen ihrem drohenden Ex verschweigt sie mich …»

30.08.2021, 10:14
Liebe Emma

Seit einem halbem Jahr bin ich mit meiner absoluten Traumfrau zusammen. Ja, tönt kitschig, aber hätte nicht gedacht, dass ich das mit meinen ü40 noch so intensiv erleben darf.

Ihr Ex ist aber ein narzisstischer Zeitgenosse, inklusive übelster Drohungen und schwer ausfälligem Verhalten.

Mein Problem ist, dass sie mich auf Social Media und im Real Life teilweise vorenthält, beziehungsweise verschweigt. Dies aus Angst vor seinen Reaktionen.

Ich bin leider der klischeemässige sensible Krebs (Aszendent Krebs, Bravo!) und es stresst mich halt, wenn ich auf Facebook und Instagram die verliebten Föteli von ihnen aus vergangenen Tagen sehe und weiss, dass sie guten Freunden nichts von mir erzählt.

Ich tauche nirgends auf. Bin ich zu empfindlich? Ist es ok, dem Frieden zuliebe nicht zu 100 Prozent zu existieren?

Liebe Grüsse,
Silvan

Lieber Silvan

Nein, nicht okay. Null Okay. Das war mein erster Gedanke als ich deine Zeilen gelesen habe. Und zwar alles nicht okay. Am wenigsten wohl der Ex, der im Zeugs rumdroht und damit auch noch durchzukommen scheint.

Ich frage mich, warum deine Freundin das Verhalten des Ex auf irgendeine Art und Weise toleriert? Sie selber findet es wahrscheinlich nicht sehr cool, alte Pärchenbilder auf Facebook und Instagram zu haben. Er scheint sie also insofern im Griff zu haben, dass sie die Scheinwelt zum einen aufrechterhält und die wahre Gegenwart, also dich und sie, verschweigt.

Ich finde das alles auf verschiedenen Ebenen schwierig.

In erster Linie wünsche ich mir, dass sie ihren Frieden findet. Dass sie den Mut hat, dem Ex klipp und klar zu vermitteln, dass er ihr Ex ist. Dass er mit ihrem Leben heute nichts zu tun hat und noch viel weniger darin stattfindet.

Und wenn sie das alleine nicht schafft, weil sie Angst hat oder weil die Drohungen so krass sind, dann bin ich für eine Anzeige.

Dass du aus Rücksicht zurücksteckst, ist natürlich löblich, empathisch und sehr selbstlos. Es ist aber auch dein sehr gutes Recht, dass du nicht willst, dass die Verschwiegenheit bezüglich deiner Existenz ein Dauerzustand wird.

Ihr seid glücklich und ihr wollt euch. Irgendwann will man mehr. Man will die Freunde und die Familie des anderen kennenlernen. Man will als Paar wahrgenommen und anerkannt werden. Genau all das wünsche ich auch euch beiden. Und ich wünsche mir, dass ihr euch all das nicht nehmen lässt, «nur» weil sich ein Ex nicht im Griff hat.

Ich rate dir, das Gespräch mit deiner Freundin zu suchen. Ihr könntet euch zusammen einen Weg überlegen, wie ihr den Ex aus ihrem und eurem Leben schafft. Heisst ja dann nicht, dass ihr dann sofort die sozialen Medien mit happy Kussbildern fluten müsst, aber so Schritt für Schritt wäre es schön, wenn ihr ein gemeinsames Leben aufbaut. Eines, von dem alle wissen dürfen und sollen.

Ich wünsche euch von Herzen, dass ihr bald ganz offen, ehrlich und ganz ohne Angst vor dem Ex zu euch und eurer Liebe stehen könnt.

Deine

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Sexpannen, Liebeskummer und verrückte Dates: Niemand erzählt in der Schweiz so authentisch und unverblümt wie Emma Amour. Seit Januar 2018 lässt die Zürcherin die watson-User an ihrem Leben teilhaben. Wenn sie eine Auszeit nimmt, springt ihre beste Freundin Cleo ein.

Emma und Cleo könnten unterschiedlicher nicht sein, was sie jedoch verbindet: ein zeitweise fantastisches, zeitweise frustrierendes, aber nie langweiliges Liebes- und Sexleben.

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Informationen zum Buch
Herausgeberin: watson
Erscheinungstermin: 12.02.2021
ISBN: 978-3-03902-124-6
Einband: Broschur mit Klappe
Umfang: 160 Seiten, 8 Illustrationen
Format: 13,5 x 21

Buchpreis
CHF 18.00 (CH)
EUR 18.00 (D)
EUR 19,00 (A)
Emma Amour ist ...
… Stadtmensch, Single, Mitte 30 – und watsons Bloggerin, die nicht nur unverfroren aus ihrem Liebesleben berichtet, sondern sich auch deiner Fragen annimmt. Und keine Sorge: Du wirst mit deinen Fragen anonym bleiben – so wie auch Emma. Madame Amour ist es nämlich sehr wichtig, auch weiterhin undercover in Trainerhosen schnell zum Inder über die Strasse hoppeln zu können.
Das bin nicht ich, aber so würde ich als Illustration aussehen. Öppe.
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bild: watson
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