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Corona-Impfung kann Zyklus leicht beeinflussen – warum das nicht weiter schlimm ist

Die Corona-Impfung kann den Zyklus leicht durcheinander bringen. Wann es am häufigsten zu Zyklusstörungen kommt – und warum man sich deshalb keine Sorgen machen muss.
14.01.2022, 14:15

Zu spät, zu kurz, viel länger als sonst: Einige Frauen klagen nach der Corona-Impfung über Zyklusstörungen. Doch haben die Vakzine tatsächlich einen Einfluss auf den Hormonhaushalt? Eine neue Studie hat das Phänomen nun untersucht.

Die Untersuchung aus den USA umfasst Daten von knapp 4000 Frauen zwischen 18 und 45 Jahren, die keine hormonelle Verhütung verwenden. 2400 Frauen erhielten die Impfung, die anderen 1500 Frauen waren ungeimpft. Und auch die verschiedenen Impfstoffe wurden berücksichtigt. 55 Prozent der Frauen erhielt das Vakzin von Pfizer/Biontech, 35 Prozent den Impfstoff von Moderna und 7 Prozent jenen von Johnson & Johnson.

Mittels einer App sind die Perioden der Frauen während sechs aufeinander folgenden Zyklen dokumentiert worden. Die Untersuchungen begannen drei Zyklen vor der Impfung und endeten drei Zyklen nach der Impfung.

Das Ergebnis: Die Impfung kann den Menstruationszyklus beeinflussen. Aber: Die Auswirkung ist weder stark noch von langer Dauer. Bei der ersten Dosis kam es im Schnitt zu einer leichten Verlängerung der Zyklusdauer von 0,64 Tagen. Nach der Verabreichung der zweiten Dosis verlängerte sich der Zyklus um 0,79 Tage. Bei zehn Prozent der Teilnehmerinnen kam es zu einer Verspätung von mehr als acht Tagen.

Menstruation kann sich je nach Zyklusphase stärker verändern

Am häufigsten tritt eine Veränderung des Menstruationszyklus in der frühen Follikelphase auf, also im Abschnitt kurz nach der Menstruation und dem nächsten Eisprung. Neben der Zyklusphase soll auch der Zeitpunkt der Impfung eine Rolle spielen. Bei den Frauen, welche die Impfung im selben Zyklus hatten, hat sich die Periode im Schnitt um zwei Tage verspätet. Die Veränderung habe sich danach schnell wieder eingependelt.

Die internationale Fachgesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe stuft eine Veränderung der Zykluslänge von weniger als acht Tagen als normal ein. Eine Veränderung kann verschiedene Ursachen haben. Die Wissenschaftler schliessen etwa Stress als mögliche Ursache für die verspätete Periode nicht aus. Denn: Die Impfung löst eine starke Immunantwort aus – was für den Körper vor allem eins bedeutet: Stress.

Keinen Einfluss auf die Dauer der Periode

Keine Veränderung stellte man bei der Länge der Monatsblutungen fest. Und auch bei den einzelnen Impfstoffen kam es zu keinen signifikanten Unterschieden.

Für die Wissenschaftler sind die Zyklusveränderungen kein Grund zur Sorge. «Die Veränderungen, die wir festgestellt haben, geben keinen Anlass zur Sorge um die langfristige körperliche oder reproduktive Gesundheit – und sie sind auch kein Grund, die Impfung zu vermeiden», sagt Studienleiter Alison Edelmann. (cst)

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