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Obdachloser in Deutschland spendet für Mütter in Not

Obdachloser in Deutschland spendet für Mütter in Not

19.12.2025, 12:5919.12.2025, 14:36

Ein obdachloser Mann aus Stuttgart hat 200 Euro an alleinerziehende Mütter gespendet. Der Mann, der sich selbst «Schwalbe» nennt, übergab dem Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) das Geld, das er sich mühsam durch das Sammeln von Pfandflaschen zusammengespart hatte.

Sein Wunsch: Alleinerziehenden Müttern ein schönes Weihnachtsfest ermöglichen. Zuvor hatte der Südwestrundfunk (SWR) darüber berichtet.

Obdachloser spendet an alleinerziehende Mütter / Stuttgart
Der Betrag sei an eine bedürftige Mutter im Osten der süddeutschen Stadt gegangen.Bild: Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Diözese Rottenburg-Stuttgart

In einem handgeschriebenen Brief habe «Schwalbe» darum gebeten, das Geld alleinstehenden Müttern zu geben, «damit sie ein schönes Fest haben», teilte der Sozialdienst der Diözese Rottenburg-Stuttgart mit. «Diese Geste berührt uns tief und zeigt, dass wahre Grosszügigkeit keine Grenzen kennt - gerade weil er selbst kaum etwas hat», erklärte Schwester Nicola Maria, die das Geld in einem Briefumschlag entgegengenommen hatte.

Der Betrag sei an eine bedürftige Mutter im Osten der süddeutschen Stadt gegangen. Die Unterstützung sei zur rechten Zeit gekommen.

«Schwalbe» will im Hintergrund bleiben

«Die Spende macht uns sprachlos und dankbar», sagt Svenja Gruss, Vorständin des Sozialdienstes. «Ich kenne Schwalbe persönlich, der bei gutem Wetter in Stuttgart im mittleren Schlossgarten auf einem Mäuerchen sitzt und Bücher liest.»

Das Geld dürfte hart erarbeitet worden sein. 2'500 Flaschen wären zum Beispiel mit 8 Cent Pfand pro Flasche nötig, um auf 200 Euro (rund 186 Franken) zu kommen. «Schwalbe» selbst wollte nach der Spende lieber im Hintergrund bleiben. Er sei überzeugter Christ, und da Jesus kommende Woche Geburtstag habe, seien die 200 Euro sein Geschenk an Gott, sagte er dem SWR. Seine Botschaft: «Die einen haben zu viel, die anderen zu wenig – eigentlich wäre genug für alle da, wenn es besser verteilt wäre.» (sda/dpa)

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8 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Rivka
19.12.2025 15:13registriert April 2021
Nun ja, es ist mittlerweile bewiesen, dass die, die am Wenigsten haben, gleichzeitig die sind, die am meisten geben und sehr hilfsbereit sind. Verkehrte Welt 🤷🏻‍♀️.
Ich wünsche 'Schwalbe', dass seine Grosszügigkeit zu ihm doppelt und dreifach zurückkommt.
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Mirisonna
19.12.2025 16:04registriert Juni 2021
Eine schöne Weihnachtsgeschichte. Ja, ich bin davon überzeugt, dass dies der Gedanke von Weihnachten ist. Ich bin froh und dankbar, dass es auch in meinem Umfeld nach wie vor viele liebenswerte, grosszügige und wertschätzende Menschen gibt. Dafür bin ich dankbar.
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