Leben
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

5 abgefahrene Elektroautos, die du (hoffentlich) bald kaufen kannst



Das Wettrennen um den Elektroauto-Thron ist definitiv eröffnet. eCar-Start-ups schiessen wie Pilze aus dem Boden und selbst der konservativste Autohersteller hat gemerkt, dass Elektroautos angesagt sind. In der Flut an Stromern, die uns dadurch in den nächsten Jahren erwartet, finden sich einige Modelle, die durch das eine oder andere Merkmal aus der Masse herausstechen.

Lightyear One

Lightyear One Elektroauto

Bild: Lightyear

Der Lightyear One soll das weltweit erste Solarauto für Langstrecken sein. Dabei gibt sich das Start-up Lightyear ziemlich selbstbewusst. Nach dem neuen WLTP-Standard werde mit dem Lightyear One eine Reichweite von 725 Kilometern möglich sein. An einem sonnigen Tag lägen 800 Kilometer drin.

Möglich machen sollen das Solarzellen mit einer Gesamtfläche von knapp fünf Quadratmetern auf Motorhaube, Dach und dem Kofferraum. Die Solarzellen liefern dabei eine Spitzenleistung von bis zu 1250 Watt. Ausserdem will Lightyear das Auto an allen Ecken und Enden auf Effizienz getrimmt haben. Das Start-up hat es sich zum Ziel gesetzt, ein Auto abzuliefern, das nicht mehr als 1300 Kilogramm wiegt.

Lightyear One Elektroauto

Ab 2020 soll der Lightyear One vom Band rollen. Bild: Lightyear

Um dieses Gewicht zu erreichen, setzt man, wo es nur geht, auf Aluminium- und Carbon-Bauteile. Ausserdem habe man das Fahrwerk und die Antriebsstange komplett überarbeitet. Dadurch hat Lightyear in den vergangenen drei Jahren eine komplette eigenständige Solar-Elektro-Plattform entwickelt. Glaubt man den Versprechungen des CEOs, soll diese Plattform drei Mal effektiver sein als bisherige Elektroautos.

Auch ohne Solarzellen hat der Lightyear One eine theoretische Reichweite von 570 Kilometern. Mit dem Schnellladeanschluss soll man für diese Reichweite gerade einmal eine Stunde laden müssen. Alternativ hat man auch noch einen Ladeanschluss für eine 230-Volt-Steckdose, mit dem man innerhalb von 12 Stunden immerhin für 350 Kilometer Strom laden kann.

Aussen- und Innenansicht:

Byton M-Byte

Byton M-Byte

Bild: Byton

Der M-Byte des chinesischen eCar-Start-ups gehört wohl zu den meisterwarteten Elektroautos der Gegenwart. Dementsprechend gibt Byton sich selbstbewusst und bezeichnet das Cockpit des M-Byte als intuitivstes der Autoindustrie.

Schaut man sich den Innenraum an, fällt vor allem der riesige 48-Zoll-Bildschirm auf, der sich über die gesamte Breite erstreckt (Nein, wir haben uns nicht vertippt). Auch in der Mittelkonsole und auf dem Lenkrad gibt es noch jeweils einen kleinen Touchscreen, welcher eine intuitive Nutzererfahrung gewährleisten soll.

Byton M-Byte

China soll bereits in diesem Jahr in den Genuss des M-Byte kommen, Europa folgt 2020. Bild: Byton

Damit man während des Fahrens nicht auf dem Touchscreen rumfummeln muss, soll die Steuerung auch via Spracherkennung funktionieren. Zum Handkuss für die dazu nötige Technologie kommt ausserhalb Chinas Amazon, deren Spracherkennung Echo/Alexa integriert ist.

Auch sonst ist der M-Byte vollgestopft mit Sensoren, welche beispielsweise eine Gesichtserkennung ermöglichen, um das Fahrzeug zu entsperren. Die gesammelten Daten verbleiben nicht in einem lokalen Speicher, sondern werden in der Cloud gesichert. Dort werden sie von einer künstlichen Intelligenz ausgewertet, wodurch das Auto den Nutzer immer besser verstehen soll.

Die Standardversion soll mit einer Akku-Ladung 400 Kilometer schaffen, während mit der Allrad-Variante sogar erst nach 520 Kilometern Schluss sein soll. In den USA wird der M-Byte voraussichtlich für 45'000 Dollar angeboten, Preise für Europa stehen noch aus.

Aussen- und Innenansicht:

Nikola NZT

Nikola NZT

Bild: Nikola Motors

Das Spassmobil unter den Elektroautos – wobei der Nikola Net Zero eher sowas wie ein überdimensionierter Elektro-Quad ist. Gedacht ist das Elektrofahrzeug für alle, die gerne im Gelände unterwegs sind. Dafür spendiert Nikola dem NZT unter anderem einen Vierradantrieb, Überrollbügel und entsprechend grosse Räder mit Einzelradaufhängung.

Im Fahrzeugcockpit gibt es den bei Elektroautos standardmässigen Touchscreen, mit dem man sein Fahrzeug entsperren und losfahren kann. Und weil der NZT ein Geländewagen ist, ist der Touchscreen, so wie alles andere am Fahrzeug, wasser- und staubfest. Laut Hersteller soll man mit dem NZT eine halbe Stunde lang in bis zu einem Meter tiefen Wasser fahren können, ohne dass man sich Sorgen machen muss.

Nikola NZT

Bild: Nikola Motors

Auch sonst versucht Nikola, mit dem Elektro-Geländewagen zu beeindrucken. 590 PS und ein Drehmoment von 1050 Nm sollen im Gelände für ordentlich Spass sorgen. Je nach Akkukonfiguration kommt man so bis zu 240 Kilometer weit. Diese Reichweite dürfte sich reduzieren, wenn man mit einem Anhänger fährt – der NZT kann bis zu 1.5 Tonnen schleppen.

Etwas weniger berauschend hören sich die Daten für das Laden an. So braucht man mit Fast Charging ungefähr zwei Stunden, bis der NZT zu 80 Prozent geladen ist, wenn man sich für den 125 kWh-Akku entscheidet.

Wer sich dieses Spassfahrzeug ab 2021 leisten will, sollte ausserdem genug auf dem Sparkonto haben, denn die 590-PS-Variante mit 125-kWh-Akku gibt's nicht unter 80'000 Dollar. Nikola verspricht aber, dass es auch eine abgespeckte Version geben wird, die nur 28'000 Dollar kosten soll.

Aussen- und Innenansicht:

Sonos Sion

Sonos Sion

Bild: Sonos Motors

Der zweite Solar-Stromer in dieser Liste. Der Sion möchte vor allem mit nützlichen Features punkten – und damit sind nicht nur die Solarzellen gemeint. Beispielsweise ist das Ladegerät des Sion bidirektional – es fliesst also Strom in beide Richtungen. So kann man sein Auto als Ladestation für andere Elektroautos nutzen. Per App ist es sogar möglich, die Ladeklappe aus der Ferne freizugeben.

Ebenfalls kann man den Sion als Stromquelle für andere Geräte verwenden. Über den Typ-2-Stecker kann der Sion bis zu 11 kW für Starkstromgeräte liefern. Für normale Elektrogeräte haben die Ingenieure sogar eine herkömmliche 230-Volt-Steckdose integriert. Ebenfalls soll der Sion-Anhänger bis maximal 750 Kilogramm ziehen können und wäre damit eines der wenigen Elektroautos mit Anhängerkupplung.

Sonos Sion

10'000 Vorbestellungen liegen für den Sion bereits vor. Erscheinen soll er im zweiten Halbjahr 2020. Bild: Sonos Motors

Sehr auffällig ist auch die Luftfilterung im Armaturenbrett, welche tatsächlich echtes Moos integriert hat. Dieser Moosfilter ist vor die normale Filterung montiert und soll das aus der Luft holen, was der herkömmliche Filter nicht schafft. Angeblich kann das Moos bis zu 20 Prozent des Feinstaubs herausfiltern.

Die Reichweite beträgt nach WLTP-Standard 235 Kilometer, wobei der Akku innerhalb von 30 Minuten wieder auf 80 Prozent ist. Insgesamt hat das deutsche Startup 248 Solarzellen in die Karosserie verbaut, die an sonnigen Tagen für bis zu 34 zusätzliche Kilometer Strom liefern können.

Produziert wird das deutsche Elektroauto in einem schwedischen Werk, das zu 100 Prozent mit erneuerbarer Energie betrieben wird. Ausserdem verspricht das Unternehmen, dass man alles unvermeidbare CO2, das bei der Produktion entstehe, kompensieren wolle. Dafür werden die CO2-Emissionen des Sion bei der Produktion von der Klimaschutzorganisation Atmosfair berechnet. Anschliessend wolle man gemeinnützige Projekte unterstützen, die eine positive Auswirkung auf den Klimawandel haben.

Aussen- und Innenansicht:

Jaguar E-Type Zero

Jaguar E-Type Zero

Bild: Jaguar

Im Mai 2018 fuhr die elektrifizierte Variante des Jaguar E-Type das erste Mal öffentlich über die Strassen. Der Anlass: Die Hochzeit von Prinz Harry und Meghan Markle. Ab Ende 2020 soll das legendäre Auto auch für den normalen Bürger zu kaufen sein – wenn dieser denn 300'000 Euro übrig hat.

Der E-Type Zero wird dabei nicht von Grund auf neu gebaut, sondern aus dem bestehenden Verbrenner gefertigt. So wird dann zum Beispiel die Ladebuchse unter dem Tankdeckel versteckt und der Drehzahlmesser durch einen Bordcomputer ausgetauscht.

Jaguar E-Type Zero

Bild: Jaguar

Wer das historische Armaturenbrett nicht behalten will, kriegt ein Hightech-Cockpit aus Carbon spendiert. In diesem Fall weichen dann auch die bekannten Kippschalter zugunsten eines Touchscreens und selbst die Geschwindigkeitsanzeige ist dann digital.

Während äusserlich höchstens der fehlende Auspuff auf die Elektrifizierung hindeutet, sieht es unter der Haube natürlich ganz anders aus. 258 PS liefert der Elektromotor, der die Elektronik des Jaguar i-Pace verwendet. Bei der Batterie setzt Jaguar auf einen 40-kWh-Akku, der für bis zu 330 Kilometer Reichweite sorgen soll – je nach Fahrweise.

Wer übrigens bereits einen E-Type besitzt, kann ihn für «nur» 70'000 Euro umrüsten lassen. Allerdings muss der E-Type in gutem Zustand sein. Der Umbau selbst soll gerade einmal 80 Stunden dauern und der Bauraum nicht verändert werden. So kann die Elektrifizierung theoretisch jederzeit wieder rückgängig gemacht werden – falls man den Originalsound des Verbrenners doch vermisst.

Innenansicht und Blick unter die Haube:

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Lilium präsentiert neues Elektro-Flugtaxi bei erfolgreichem Erstflug

Das Elektroauto als Bekenntnis für den Klimaschutz

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Deutsche bauen Wasserstoffauto zum Discount-Preis

Sie wissen, wie man einen Menschen ins All schiesst. Jetzt zeigen die schlauen Köpfe der deutschen Raumfahrt ein Auto, das nicht nur absolut sauber fährt. Sondern auch supergünstig werden soll.

Nach den Sternen zu greifen, ist ihr Job. Jetzt zünden die Tüftler vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) eine Rakete, die auf der Erde bleiben soll. Im SLRV (Safe Light Regional Vehicle), das die Forscher gerade auf einer Teststrecke vorgestellt haben, stecken gleich mehrere Trümpfe.

Mit einer Länge von 3.80 Metern liegt das betont flache SLRV (für geringen Luftwiderstand) ziemlich genau zwischen einem VW Up und dem Polo. Trotzdem wiegt das Auto lediglich 450 kg. Dazu wurde an …

Artikel lesen
Link zum Artikel