Leben
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Wie Henrik* jahrelang die Schläge seiner Frau über sich ergehen liess

Henrik erträgt die Schläge seiner Frau. Erst durch die Intervention der Nachbarn beschliesst er, auszuziehen. Dies ist kein Einzelfall, doch die Betroffenen schweigen meist aus Scham.

Cornelia Schlatter / ch media



Ein dumpfer Schmerz durchzuckt Henrik (Name geändert). Ein Blick auf den Wecker, es ist 3 Uhr nachts. Die Fäuste fliegen, ein regelrechter Faustregen prasselt auf ihn nieder, wie so oft grundlos, aus dem Tiefschlaf. Henrik versucht, ruhig zu bleiben und wehrt sich nicht, denn er ist überzeugt, dass es nicht mehr lange dauert.

Er versucht sich mit Armen und Händen zu schützen. Trotzdem trifft ihn ein harter Faustschlag mitten ins Gesicht, die Nase knackt, es wird ihm schwindlig. Danach beginnt ihn seine Frau zu beschimpfen und anzuschreien. Er hofft, dass die Kinder nicht aufwachen, denn er möchte ihnen diesen Anblick ersparen. Zu oft wurden sie schon Zeugen dieser hässlichen Szenen.

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Gewalt gegen Männer ist seltener körperlich gefährlich, aber umso mehr psychisch zerstörerisch. bild: shutterstock

Henrik ist einer von rund 2000 Männern in der Schweiz, die gemäss Bundesamt für Statistik jedes Jahr Opfer häuslicher Gewalt ihrer Partnerinnen werden – durch psychische und physische Misshandlung. Frauen waren 2011 mit 8600 Fällen vier mal mehr betroffen. Die Zahlen sind seit 2009 relativ konstant.

Weil die Männer seltener Opfer häuslicher Gewalt werden, ist das Bewusstsein dafür in der Öffentlichkeit kaum da. Deshalb lässt sich auch die Dunkelziffer nur schwer schätzen. Doch Oliver Hunziker, Präsident vom «ZwüscheHalt», der Stelle für männliche Opfer von häuslicher Gewalt, sagt: «Viele Menschen lösen Konflikte immer noch mit Gewalt. Frauen sind davon nicht ausgenommen.»

Wenns passiert, erhalten Männer kaum Verständnis

Trifft es Männer, dann heisst es jedoch schnell: «Männer, die sich schlagen lassen, sind selbst schuld!» Oliver Hunziker gibt aber zu bedenken: «Würden sie die Hand erheben und sich wehren, was ein natürlicher Reflex wäre, dann würde der Spiess schnell umgedreht, und sie stünden als Schläger und somit als Täter da.» Viele Männer wehren sich auch nicht, weil sie Angst haben, sie könnten ihre Kinder verlieren, wenn sie ihre Partnerin verlassen würden. Und viele wehren sich nicht, weil sie sich schämen.

«Die Drangsalierungen und Herabwürdigungen führen zur psychischen Zerstörung des Mannes.»

Sie harren darum bei ihren Frauen aus und lassen verbale und körperliche Gewalt über sich ergehen und erdulden über Jahre hinweg Erniedrigungen bis hin zu Todesdrohungen. Der Verlust der eigenen Würde ist dabei das Schlimmste, bestätigt «ZwüscheHalt»-Präsident Hunziker. Er sagt: «Bei männlichen Opfern geht es selten um Leib und Leben, was aber nicht heisst, dass sie keine Wunden davontragen. Die Drangsalierungen und Herabwürdigungen führen zur psychischen Zerstörung des Mannes.» Der Mann als Opfer hat in unserer Gesellschaft keinen Platz. Sogar wenn ein Mann seinen ganzen Mut ­zusammennimmt und zur Polizei geht, wird ihm nicht selten suggeriert: «Hey, kannst du dich eigentlich nicht wehren!?» Das sei fatal, gibt Hunziker zu bedenken, denn viele Männer ­würden sich dann sofort zurückziehen.

Hier gibt es für Männer Hilfe und Schutz

Männer in Henriks Situation können zum Beispiel beim Verein «ZwüscheHalt» Hilfe suchen. Dieser eröffnete 2009 in der Nähe von Aarau das erste Männerhaus, welches gewaltbetroffenen Männern Unterschlupf bietet. Weitere «ZwüscheHalt»-­Männerhäuser gibt es in den Kantonen Bern und Luzern. 2017 suchten schweizweit 29 Männer mit 6 Kindern Schutz beim Verein «ZwüscheHalt» – insgesamt waren es rund 1650 Übernachtungen in allen drei Häusern. Infos auf www.zwueschehalt.ch. Auch das www.mannebuero.ch unterstützt Männer bei Eheproblemen. Zurzeit wird das Männerhaus im Aargau in einem reduzierten Betrieb geführt, da die Immobilie verkauft wurde und bislang noch kein geeigneter neuer Standort gefunden werden konnte. Gemäss Präsident Oliver Hunziker wären statistisch fünf Männerhäuser in der Schweiz erforderlich. Und während die Frauenhäuser einen Sockelbeitrag erhalten und mittels eines Leistungsvertrages staatlich unterstützt werden, erhalten die drei Männerhäuser bis heute keinen einzigen Franken. (cs) (aargauerzeitung.ch)

Die Polizei konnte er nicht von seiner Sicht überzeugen

Henrik hat den Absprung nach elf Jahren nun endlich geschafft, nicht zuletzt dank dem beherzten Eingreifen der Nachbarn brachte er den Mut auf, seine Frau bei der Polizei anzuzeigen. Die Nachbarn hatten jahrelang die wüsten Szenen aus dem Haus mitangehört und mitangesehen und Henrik mehr als einmal im Dorf herumirren sehen, wenn er mal wieder fluchtartig das Haus verlassen musste, um Schlimmeres zu verhindern. Sie haben ihn ermutigt und ihm den Rücken gestärkt. Er ist schliesslich ausgezogen und hat seine beiden Kinder bei seiner Frau zurückgelassen. Er hat sein schönes Zuhause in einem gepflegten Einfamilienhaus aufgegeben und gegen eine einfache Wohnung getauscht. Der Preis, den er dafür bezahlt, ist hoch, denn er hat alles verloren, was ihm lieb war.

«Meine Ex-Partnerin muss an einer psychischen Störung leiden, da sie äusserst impulsiv, aggressiv, unberechenbar und unkontrolliert handelt.»

Die Mutter hat es offenbar stets geschafft, die Polizei glauben zu lassen, dass sie das eigentliche Opfer ist. Doch ­wenigstens ist Henrik nicht mehr den täglichen Gemütsschwankungen und der Willkür seiner Ehefrau ausgeliefert, die ihn dazu brachte, alle Sozialkontakte abzubrechen. Über Jahre hat sie Geburtstagskarten und Briefe seiner Eltern und Familie weggeworfen, bevor Henrik sie zu Gesicht bekam, nie durfte ihn jemand aus Familie- und Freundeskreis besuchen.

Henrik kämpft sich heute zurück ins Leben. Er knüpft wieder Kontakt zu seinen Eltern, Geschwistern und alten Freunden. Doch ganz abschütteln wird er die Vergangenheit noch lange nicht, denn zurzeit läuft das Trennungsverfahren. Henrik steht vor der Entscheidung, sein Recht einzufordern, seine Kinder besuchen zu dürfen. Wäre dies im Sinn der Kinder? Er ist unsicher, denn er weiss, dass sie vor jedem Treffen von der Mutter negativ beeinflusst und bei der Rückkehr einem Verhör unterzogen werden.

Der Kampf um die Kinder ist nicht einfach

Um seine Kinder kämpfen fällt ihm auch schwerer, weil er Ausländer und mit der Kindsmutter nicht verheiratet ist. Henrik wohnt schon lange hier und hat einen festen Job.

«Meine Ex-Partnerin muss an einer psychischen Störung leiden, da sie äusserst impulsiv, aggressiv, unberechenbar und unkontrolliert handelt», vermutet Henrik. Er hatte ihr mehrmals vorgeschlagen, sich behandeln zu lassen.

Henrik will die Hoffnung nicht aufgeben, dass seine Kinder, wenn sie etwas älter sind, wieder zu ihm finden. Dann, wenn sie reif genug seien, zu verstehen, wieso ihr Vater sie verlassen musste, und dass er sie trotzdem immer geliebt habe und gerne Teil ihres Leben gewesen wäre.

Promis werden Opfer von häuslicher Gewalt: #StopViolenceAgainstWomen

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    Alle Leser-Kommentare
  • Lil'Gerti :$ 05.12.2019 11:04
    Highlight Highlight Guter Artikel! Das Thema muss mehr in der Öffentlichkeit besprochen werden, damit es entstigmatisiert wird.
    Es kann nicht sein, dass Männer weiterhin unter den Stereotypen leiden müssen, dass sie keine Gefühle zeigen dürfen und Opfer sein können!
  • Lil'Gerti :$ 05.12.2019 11:00
    Highlight Highlight Das Thema häusliche Gewalt wird thematisiert, welches auch heute noch ein Tabuthema ist. Gewalt betrifft alle Geschlechter, weshalb es wichtig ist, es öffentlich zu diskutieren und klarzumachen, dass auch Männer Opfer sein können. Die Scham, vor der Reaktion der Gesellschaft anders angesehen zu werden und die Angst, als Täter abgestempelt zu sein, kann dazu führen, dass solche Fälle nie gemeldet werden und die Opfer nicht die Hilfe bekommen, die ihnen zusteht. Deshalb ist dieser Beitrag nicht nur informativ, sondern auch wichtig.
  • Todesstern 04.12.2019 20:43
    Highlight Highlight Danke dass ihr das Thema auch an schneidet Watson. Nur wer die eine Seite kennt kann sich keine Meinung bilden nur wer beide Seite kennt.

    Ein guter Film übrigens zu dem Thema ist The red Pill.
  • Swen Goldpreis 04.12.2019 17:52
    Highlight Highlight Interessant finde ich die angeführte Statistik. Es werden zwar vier Mal mehr Gewaltakte von Männern gegen Frauen gemeldet als umgekehrt.

    Aber es ist auch offensichtlich, dass es für männliche Opfer in der heutigen männerfeindlichen Stimmung sehr viel schwieriger ist, sich als Opfer zu outen.

    Das heisst, die Dunkelziffer bei den männlichen Opfern dürfte sehr viel höher sein als bei weiblichen, für die es ja jede Menge Hilfseinrichtungen gibt.

    Ich vermute aus eigener Erfahrung, dass es ungefähr gleich viele gewalttätige Männer und Frauen gibt. Das bestätigen auch die Wortmeldungen hier.
  • Freebee 04.12.2019 17:48
    Highlight Highlight Liebe Watson, bitte bringt mehr solche Artikeln und gebt uns Maennern, die durch aehnliches durch muessen eine Stimme. Hausliche Gewalt allgemein ist schlimm doch als maennliches Opfer kriegt man kein Gehoer: Nicht von der Gesellschaft, nicht von der Polizei oder den Richtern. Die sehen alle nur die Frau in der Opfer-Rolle. Das muss sich dringend aendern in der Schweiz. Skandinavien ist da z. B. schon viel weiter...
  • Follower 04.12.2019 16:25
    Highlight Highlight 2 Männer aus meinem Bekanntenkreis... Genau so, gar nicht lustig! 😔
  • wolge 04.12.2019 16:06
    Highlight Highlight Eigentlich schon sehr verwunderlich, dass dieses Thema so tabuisiert wird.

    Ich könnte mir vorstellen, dass viele Männer psychische Gewalt in der Beziehung erfahren...

    Kann aber natürlich gut sein, dass sie diese dann nicht als solche erkennen, sondern sich einfach gewohnt sind dauernd als Hampelmann, Hanswurts, Weichei, Flasche etc. bezeichnet zu werden...
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 04.12.2019 18:57
      Highlight Highlight 1/2
      Es geht mehr um den gesellschaftlichen Druck, immer stark sein zu müssen.
      Darum, dass man nicht als Opfer dastehen will, weil ma ja der große Versorger sein muss.
      Ich mochte die schlagende Partnerin, die einer meiner besten Freunde hatte, zuerst sehr.
      Als mein Freund mir seine Geschichte erzählte, stellte ich sie zur Rede.
      Gejammer, wie arm sie doch wäre, und dass ihre ganzen Arme blau wären.
      Ich bin eigentlich niemals grob zu einer Frau, unter gar keinen Umständen. Aber bei ihr habe ich den Arm genommen und den Ärmel verschoben.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 04.12.2019 19:04
      Highlight Highlight 2/2
      Als offenbar wurde, dass sie nicht den geringsten Kratzer hatte, rastete sie vollkommen aus und schrie herum, dass wir Männer menschlicher Abfall wären und es nicht besser verdient hätten. Dass Frauen uns gefälligst zu zerstören hätten.
      Ich war einfach nur noch schockiert.
      Auf die Frage wieso, kam nur mehr Geschrei und Beschimpfungen.

      Ich habe sie nachher nie mehr gesehen und hoffe, dass ich das auch nie mehr muss.

      Mein Freund hat mittlerweile eine sehr liebe Partnerin gefunden.
      Ich hoffe ganz schwer für ihn, sie wird ihn immer gut behandeln.
  • jinglejanglee 04.12.2019 16:03
    Highlight Highlight Da wünschte ich mir aber doch noch ein wenig mehr Hilfestellung für Betroffene wie auch Angehörige im Artikel, zumal es gemäss den Kommentaren etliche gibt, die solche Fälle erlebt haben oder kennen!
  • wolge 04.12.2019 16:02
    Highlight Highlight Vielen Dank dass dieses Thema endlich auch mal medial berücksichtigt wird.

    Ein Akt der Gleichberechtigung...
  • ThePower 04.12.2019 13:52
    Highlight Highlight Ich verstehe nicht wo das Problem ist: Selbstverteidigung ist nicht ungesetzlich und ausserdem: Warum nicht einfach die Vorfälle dokumentieren (versteckte Ton-und Bildaufnahmen), dann beim nächsten Vorfall zurückhauen und die Cops rufen? Dann dürfte sie in Erklärungsnot sein..Schachmatt😎
    • DerMönch 04.12.2019 14:02
      Highlight Highlight Ist nicht legal und dürfte deshalb nicht als Beweis verwendet werden.
    • JasCar 04.12.2019 16:40
      Highlight Highlight Wenn doch die Welt nur so einfach wäre....
      Vielleicht setzt du dich mal ein wenig mit unserem Rechtssystem auseinander, hörst mal betroffenen Männern/Frauen/Kindern zu, und du wirst erkennen, dass die Welt nicht wie im Krimi funktioniert.

      PS: an Hendrik
      Unbedingt für die Kinder kämpfen! Sie sollen immer wissen, dass der Papa für sie da ist. Lass dich nicht einschüchtern, deine Kinder werden es dir danken.
      Ich hoffe sehr, dass jetzt nicht die Kinder ihr Aggressionsventil sind.
      Alles Gute und viel Kraft!
    • ThePower 04.12.2019 20:01
      Highlight Highlight Also ich sehe hier weder das Verhältnismässigkeits noch das Rechtmässigkeitsprinzip verletzt, wenn Henrik in diesem Fall so gehandelt hätte. Ich glaube kaum, dass die Justiz die Aufnahmen einfach ignorieren könnte, gerade wenn Henrik selbst angeklagt würde (weil er sich gewehrt hat) müsste entlastendes Material doch zugelassen sein. Aber vielleicht gibts hier einen Juristen, der das weiss? Würde mich interessieren.
  • WID 04.12.2019 13:23
    Highlight Highlight Schlimm ist es wenn Kinder da sind, dann kann der Mann nur ruhig sein.
  • Macrönli 04.12.2019 12:59
    Highlight Highlight Danke dass ihr so unglaublich wichtige Themen aufnehmt und darüber berichtet!

    Habe beruflich schon erlebt wie wahnsinnig schwer das Thema ist und Hilfe - zumindest für einen Klienten - kaum in Sicht.

    Ich hoffe, die Kinder kommen bald da weg und dem Betroffenen alle Kraft!
  • Spirulina 04.12.2019 12:22
    Highlight Highlight Es ist traurig zu lesen, wie viele User selber betroffen sind oder waren. Man weiss eben nie, was sich hinter den vier Wänden für Dramen abspielen.. Noch schlimmer ist, dass so vielen nicht geholfen wurde und die Polizei sich noch lächerlich machte. Solche Zustände in der Schweiz kann man sich doch gar nicht vorstellen!
  • Rick Blaine 04.12.2019 12:00
    Highlight Highlight Neulich gabs eine Doku zum Thema bei SRF. Dass die Männerhäuser keine staatliche Unterstützung haben, ist eine Schande!
    Play Icon
  • Hanauta No Kenshi 04.12.2019 11:51
    Highlight Highlight Das krasseste an der ganzen Geschichte finde ich eigentlich, dass scheinbar schon zu Beginn klar ist, dass die Kinder bei der psychisch kranken Mutter bleiben werden. Wieso? Weil er Mann und Ausländer ist? Oder weil ihm kein Gesetzeshüter glaubt, wenn er aussagt/sie lügt? Beides traurige Erklärungen. Wenn die Opfer mit diesem Wissen wirklich allein gelassen werden, will ich mir gar nicht vorstellen, wie gross die Dunkelziffer ist... Wäre bei diesem Thema konsequenterweise nicht auch Gleichstellung zu verlangen von der Polizei und den Richtern?
    • Andre Buchheim 04.12.2019 13:35
      Highlight Highlight Da geb ich Dir absolut recht. Beim Lesen bin ich da auch drüber gestolpert. Vor allem, wie hoch ist die Möglichkeit, jetzt, da der Mann als Kanal der Aggression weg ist, daß die Frau andere Wege sucht, ihr Gewaltpotential, ihren Frust rauszulassen. Und nur noch die Kinder im Haus...
      Da besteht doch dringendster Handlungsbedarf, oder?
  • Trinidad 04.12.2019 11:26
    Highlight Highlight Leider erging es mir vor einigen Jahren ziemlich ähnlich.....nach dem 2en gewalttätigen Übergriff und mehreren Morddrohungen mir gegenüber durch meine EX-Frau war ich sehr verzweifelt und hatte keine Ahnung was ich machen soll und wo ich Hilfe holen konnte. Ich wusste aber, dass es so nicht mehr weiter gehen kann, auch wegen den Kindern.
    Eine externe Person hat mir dann drei Dinge geraten: schütze dich selber,bin dann ausgezogen, kommuniziere das Geschehene und informiere die Kesb. Aber da hätte ich auch die Dorfbäckerei anrufen können.
    Habt den Mut und sprecht darüber
    • Simon T. aus L bei B (Name der Redaktion bekannt) 04.12.2019 15:32
      Highlight Highlight @Friedhofsgärtner: Nein, die KESB macht nichts.
      Ich habe meine Ex Partnerin auch wegen psychischer Gewalt gegen mich verlassen, trotz Kinder.
      Als Mann hilft dir niemand, ausser ein Anwalt, aber auch dort hat man vor Gericht nach wie vor schlechte Karten, obwohl ich z. B. die Kinder seit Geburt immer mindestens zu 20% betreut habe.
      Die KESB hat mir mehrfach erklärt sie seien für das nicht zuständig, sie regeln nur den Unterhalt.
      Niemand ist interessiert zu helfen solange die Unterhaltbeiträge bezahlt werden.
      Es ist zum Verzweifeln wie rückständisch die Schweiz ist.
  • Knäckebrot 04.12.2019 11:15
    Highlight Highlight Wow, wichtiger Artikel!

    Ich erlebe beruflich entsetzliche Geschichten.
    Es ist eindrücklich, wie in ein paar Jahren ein stabiles Leben zum Wrack wird.

    Meine Klienten erlebten genau dasselbe, dass die Frauen bei den Behörden einen dermassen glaubhaften Auftritt schafften (Borderliner können teils sehr glaubhaft auftreten, was auch bei dieser Frau zutreffen wird).

    Ursprünglich suchten die Männer Hilfe bei Polizei und KESB und das Resultat war, dass einer ein Jahr das Kind nicht sehen durfte und der andere im Gefängnis landete.
  • ChillDaHood 04.12.2019 10:17
    Highlight Highlight Danke für diesen Artikel. Da ich auch einer war, der bei den Artikeln über Frauengewalt anmerkt, dass es in meinen Augen eine Aktion gegen Gewalt sein sollte auch hier. Es gibt Frauen und Männer, die Täter sind, es gibt Frauen wie Männer, die Opfer sind. Und es gibt Kinder, die daruner leiden und für ihr Leben geprägt werden. Ich hoffe, dass wir es als Gesellschaft schaffen, die Spirale physischer und psychischer Gewalt zu durchbrechen. Dass Opfern geholfen wird, dass Tätern Einhalt geboten werden kann und Wege, ihr destruktives Verhalten abzulegen. Henrik und allen Opfern viel Kraft und Liebe
  • C Walser 04.12.2019 10:14
    Highlight Highlight Holt die Kinder da weg!
    Bin selber mit einer narzisstischen Borderlinerin als Mutter aufgewachsen.
    Meinem Vater gegenüber wurde heile Welt gespielt, sobald er aus dem Haus und die Türen zu waren ging die Hölle ab.

    Ein Kind sieht die Welt wie sie ihm von seinen Eltern gezeigt wird.
  • papipapo 04.12.2019 10:10
    Highlight Highlight Aus eigener Erfahrung, unbedingt Kontakt mit den Kindern halten. Einfach nur für die Kinder da sein. Aufzeigen, dass es Erwachsene gibt, bei denen man sich nicht zu verstellen braucht, damit diese mit einem zufrieden sind. Unser Kind hat mit 8 Jahren, vier Jahre nach der Trennung, zu mir gewechselt. In dieser Zeit brauchst du wahrscheinlich psychologische Beratung, um nicht kaputt zu gehen.
    Die Mutter manipuliert noch heute, fünf Jahre später, bei jedem Besuch. Die Kinder lernen, mit dem Druck und den Verletzungen umzugehen. Brauchen jedoch evt. auch Hilfe einer Fachperson.
    • JasCar 04.12.2019 16:49
      Highlight Highlight Ich kann das nur unterschreiben.
      Wir sind in einer ähnlichen Situation, bloss dass in unserem Fall die Kinder von der Mutter geschlagen und psychisch fertig gemacht werden. Wir haben schon X Prozesse hinter uns, aber leider wird der Mutter mehr geglaubt als dem Vater und den Kindern.
      Für die Kids ist es aber unheimlich wichtig zu wissen, dass der Papa da ist und für sie kämpft.
      Ich wünsche Dir und allen anderen Betroffenen viel Geduld und Kraft, und viiiiel Liebe für die Kinder.
  • zaphod67 04.12.2019 10:08
    Highlight Highlight "Die Mutter hat es offenbar stets geschafft, die Polizei glauben zu lassen, dass sie das eigentliche Opfer ist."

    Es wäre interessant zu wissen, in wie vielen Fällen häuslicher Gewalt es so läuft. Die Polizei wird in diesem Zusammenhang ja gerne kritisiert, aber Polizisten sind schliesslich keine Hellseher
    • ChillDaHood 04.12.2019 13:39
      Highlight Highlight Mich nimmt auch wunder, wie viele Fälle dann so in der Statistik landen. Vor allem, wenn ich mir überlege, dass imho Otto Durchschnittsbürger in einer Ausnahmesituation wohl selten geduldig wie der Dalai Lama und immer besonnen reagiert. So stelle ich mir das vor. Polizei kommt an, weil Nachbarn angerufen haben. Trifft ein völlig nervlich am Ende stehendes Paar an, weinende Kinder und beide beschuldigen den jeweils anderen schuld zu sein. Resultat wohl meist: Papa wird des Hauses verwiesen.
    • papipapo 04.12.2019 13:55
      Highlight Highlight Ich wurde wegen Bedrohung und Gewalt gegen Behörden und Amtsstellen angezeigt. In der Anzeige steht neben meinem Geschlecht und meiner Körpergrösse, dass mein demonstrativ zur Schau gestelltes Deeskalierendes (sic) Verhalten bedrohend wirke. Wer nicht bedrohend sei, müsse schliesslich auch nicht deeskalieren.
      Ich wurde von Kader-Verwaltungsmitarbeitern nur noch angeschriehen und angepöbelt und habe offenbar nicht eindimensional genug reagiert.
  • Sherlock_Holmes 04.12.2019 09:53
    Highlight Highlight Vielen Dank, dass ihr Reportagen über Betroffene von wenig thematisierten physischen wie psychischen Erkrankungen Raum gebt.

    Ihr leistet damit einen unglaublich wertvollen und notwendigen Beitrag zur Aufklärung, Solidarität und Hilfe.
  • Ricardo Tubbs 04.12.2019 09:49
    Highlight Highlight hoffe die kinder wurden dieser frau weggenommen!
  • Hummingbird 04.12.2019 09:39
    Highlight Highlight Henrik's Geschichte bricht mir das Herz :-(. Ich kann nicht verstehen, wie jemand die Kinder nicht ihren anderen Elternteil sehen lässt. Das muss so extrem hart sein für Henrik - ich wünsche ihm, und allen anderen Betroffenen viel Kraft.
  • Karl Bukowski 04.12.2019 09:29
    Highlight Highlight mich regt die Rechtsprechung diesbezüglich in der Schweiz auf, dass in diesen Fällen einfach klar ist, dass die Kinder bei der Mutter bleiben, und der Vater darum kämpfen muss, die Kinder zu sehen. Es wird zwar besser, ist aber immer noch lausig
  • Hardy18 04.12.2019 09:27
    Highlight Highlight Ich denke mir das ein Mann sich nicht traut sie zu verlassen liegt daran das bei einer Trennung zu allererst die Kinder der Mutter "gehören" und da sehe ich das Problem.
    Er ist immer Schuld und kann seinem 8 Jährigen Sohn nicht die Brust geben 🙄 deswegen ist es dem Kindswohl wegen, die Obhut der hässlichen Mutter zuzuschreiben.

    Wenn sich die Gerichte endlich mal Menschlich entscheiden würden, wäre viel Leid erspart geblieben. Ob sie nun verheiratet sind oder nicht.
    Sowohl auch ein erwachsenes Auseinandersetzen der Mutter und dem Vater.

    Ausgenommen in diesem Kommentar sind Straftäter.
    • Niiki 04.12.2019 13:08
      Highlight Highlight Bei einem 8 jährigen Kind wird nicht einfach so über das Kind entschieden, sondern das Kind wird seperat von den Eltern befragt. Ich war damals 7jahre alt und man hat meinen Wunsch berücksichtigt.
    • djohhny 04.12.2019 13:22
      Highlight Highlight Einem 8jährigen die Brust geben?
    • papipapo 04.12.2019 14:00
      Highlight Highlight @Niiki
      Das ist eine Ausnahme. Erst kürzlich wurde im Rahmen des 30jährigen unterschreiben der UN-Kinderechtskonventionen darauf hingewiesen. Vereine wie die Kinderanwaltschaft kämpfen noch immer dafür.

      https://www.watson.ch/schweiz/uno/544643412-kinderrechte-in-der-schweiz-hier-hinkt-die-schweiz-hinterher

      https://twnews.ch/ch-news/30-jahre-kinderrechte-wo-hinkt-die-schweiz-hinterher-4-fragen-und-antworten
    Weitere Antworten anzeigen
  • Astrogator 04.12.2019 08:56
    Highlight Highlight Aus eigener Erfahrung (Vater und wir Kinder wurden regelmässig von der Mutter verprügelt), er soll, nein er muss um seine Kinder kämpfen.
  • Ægishjálmur 04.12.2019 08:56
    Highlight Highlight Wünsche Henrik viel Mut, Kraft und Durchhaltewille, damit der um seine Kinder kämpft kann und auch Unterstützung erhält, damit die negative Beeinflussung ihrerseits ein Ende nimmt.

    Männer & Frauen: Es ist keine Schande zu zugeben, wenn euch solche unschönen Situationen widerfahren, es ist eher eine Schande in einer solchen Situation weiter vor sich hinzuvegetieren und sich abzukapseln vom Rest der Welt. Habt Mut.
  • Special K 04.12.2019 08:44
    Highlight Highlight Politik und Gesellschaft sollten dieses Thema ernster nehmen. Es ist schlimm, dass die Opfer allein gelassen werden, und man sich noch lustig über sie macht, dass sie sich nicht wehren.

    Offenbar gibt es auch bei der Polizei einigen Nachholbedarf, wie mit solchen Fällen umgegangen werden soll.
  • Mehmed 04.12.2019 08:41
    Highlight Highlight Vielen Dank Watson, dass ihr darüber berichtet.
    Neuere Studien gehen gar von ähnlichen hohen Gewaltziffern gegenüber Männern wie Frauen in den Haushalten vor. Nur verschwinden die Taten an Männern im Dunkeln, sie werden nie gemeldet - es gibt in westlichen Ländern fast keine Anlaufstellen für Männer, fast keine Männerhäuser, keine staatliche Unterstützung dieser männlichen Opfer.
    • Ylene 04.12.2019 11:13
      Highlight Highlight Könntest du bitte die Studien verlinken? Würde mich interessieren. Danke dir!
    • Mehmed 04.12.2019 12:08
      Highlight Highlight @Ylene, gerne. Ich verlinke Artikel und Studien, über die ich grad kürzlich gestolpert bin. Was ich in letzter Zeit gelesen habe, stammt meist aus England, Australien oder USA. In deutschsprachigen Ländern scheinen sich Medien eher noch etwas schwer mit diesem Thema/Tabu zu tun. Deshalb find ichs auch so gut, dass Watson darüber schreibt.

      http://safelives.org.uk/sites/default/files/resources/Men%20and%20boys%27%20experience%20of%20domestic%20abuse.pdf

      https://www.psychologytoday.com/gb/blog/talking-about-men/201911/domestic-violence-against-men-no-laughing-matter
    • Swen Goldpreis 04.12.2019 17:59
      Highlight Highlight Danke für die Links!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Der müde Joe 04.12.2019 08:36
    Highlight Highlight Einem bekannten von mir, ging es auch so. Auch er ging zur Polizei und bekam wenig Hilfe. Da er mit 185cm ziemlich kräftig wirkt, konnten die Beamten sich nicht vorstellen, dass so jemand verprügelt wird und schon gar nicht von seiner Frau.
    Auch er sagte: «Wenn ich mich wehre, dann dreht sie den Spiess doch einfach um!»
    Ich finde es tragisch, dass selbst Polizeibeamte, Männlichen Opfer belächeln. Eigentlich sollte man die auch gleich Anzeigen!
  • Ohjemine 04.12.2019 08:29
    Highlight Highlight Meine Ex hat mich auch psychisch drangsaliert, nur Vorwürfe, offen gedroht, angeschrien, auch vor den Kindern. Zusätzlich drohte sie sich und die Kinder umzubringen.
    Unser Rechtssystem ist aber so, da keine Zeugen anwesend waren, nichts zu machen ist. Mein Anwalt: wenn in der Schweiz die Frau das meldet (ohne Zeugen), Du als Mann die nächsten 6 Monate die Kinder garantiert nicht mehr siehst, nachher nur unter Aufsicht.
    Nun bin ich glücklich getrennt, halte die Kontakte mit der Ex auf das Minimum, mit den Kindern aber auf das mögliche Maximum. Trotz allem keine Chance, die Obhut zu erhalten...
    • Menel 04.12.2019 11:23
      Highlight Highlight Ist nicht seit 2014 geteilte Sorgerecht Regelfall?
    • Ohjemine 04.12.2019 11:44
      Highlight Highlight Ja, doch Obhut ist nicht gleich Sorgerecht.... Wenn ich die Kinder zu spät bringe, kann sie mir die Polizei auf den Pelz hetzen, wenn sie die Kinder nicht zu mir lässt, dann sagt dir die Polizei, verklage sie. Rechtlich ist die Obhut entscheidend (egal ob Mann oder Frau).
    • ChillDaHood 04.12.2019 12:12
      Highlight Highlight Menel, ist blöd, dass sie wegen dem jetzt so viele Blitzer bekommen, denn Recht haben sie. Es ist festzuhalten, dass die Mehrzahl der getrennten Familien das ganz gut machen. Dass der Regelfall geteiltes Sorgerecht in einigen Fälle etwas zum positiven gewendet hat. Leider gibt es aber dann die Streitfälle, wo das alte Patriarchat immer noch die hässliche Fratze zeigt, auch bei Entscheiden. Zahlpapa und Mama ist fürs Kindswohl zuständig. Und dem ist momentan (noch) nicht beizukommen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Vergugt 04.12.2019 08:19
    Highlight Highlight Eine traurige Geschichte. Danke Watson, dass ihr dieses wichtige Thema anspecht! Und danke an alle, die ihre Geschichte teilen - darüber zu sprechen ist ein erster wichtiger Schritt, die strukturellen Probleme dahinter anzugehen! Hoffentlich wandelt sich die Gesellschaft auch in diesem unschönen Bereich bald zu einem besseren, bis dahin allen Betroffenen viel Kraft 💜
  • Mia Mey 04.12.2019 07:54
    Highlight Highlight Danke Watson. Der Artikel macht vielen hoffentlich klar dass Gewalt in Beziehungen beidseitig vorkommt und kompliziert sein kann. Ich hoffe auch dass Kinder nicht einfach bei ihren Müttern in Stich gelassen werden. Väter sind gleichwertige Elternteile wie Mütter und können auch alleinerziehend sein.
  • Freebee 04.12.2019 07:51
    Highlight Highlight Danke fuer diesen Artikel. Ich war selbst Opfer. Als ich endlich zur Polizei ging war die Reaktion beschaemend. Ich wurde als Weichei dargestellt und der Fall wurde gegen meinen Willen eingestellt. Die Frau war natuerlich wie immer das Opfer und bekommt monatlich Geld, obwohl ich mich lehr um die Kinder kuemmere. Das alte Rollenbild der Schweiz muss sich aendern. Wir brauchen Gleichstellung, im Job, aber auch fuer Vaeter und misshandelte Maenner!
  • KoSo 04.12.2019 07:49
    Highlight Highlight UFF....
    da kommt gerade vieles wieder hoch, erlebtes wird immer erlebtes bleiben!

    ....wenn der Kopf alles psychische und physische passieren lässt, da ich als Mann wusste, wenn ich mich wehre werde ich zum Täter, bis zum Zeitpunkt wo für mich klar war ich gehe und bei der Polizei anzeige machte und merkte, dass ich da absolut kein Gewicht habe....
  • MeinSenf 04.12.2019 07:39
    Highlight Highlight Da sag ich nur Déjà-vu... zum Glück niemals so extrem (weil eher psychisch als physisch), aber trotzdem. Erst als ich mich dazu durchgerungen habe, mich zur Wehr zu setzen, nicht die kleinste Aggression ihrerseits zu tolerieren, konnte ich mich von ihr mental befreien. Und um die Kinder muss man IMMER kämpfen, immer im Kontakt bleiben (und sei es bloss ein tägliches kurzes Telefon). Sie haben es verdient, dass sie von einer Person mitaufgezogen werden, die eine andere Sichtweise aufs Leben vermittelt. Mit der Zeit wissen sie das Verhalten beider Eltern selber einzuordnen...
    • Ohjemine 04.12.2019 09:09
      Highlight Highlight Genau um das geht es. Auch wenn es schwierig ist, sonst sehen die Kinder keinen anderen Lebensentwurf, keine Alternative und somit haben sie keine eigene Wahlmöglichkeit.
    • that's my mustard 04.12.2019 09:15
      Highlight Highlight deshalb bin ich geblieben. wenn ich mich abgewendet hätte wären die kinder dieser agression ohne puffer ausgesetzt. wäre ich mit den kids weg hätte sie sich umgebracht
    • TheBase 04.12.2019 19:15
      Highlight Highlight @that's my mustard
      Du kannst im Grunde genommen machen, was du willst, in diesen Fällen ziehst du als Vater immer den Kürzeren. Abgesehen von etwas geheucheltem Mitgefühl, wenn zur Abwechslung auch mal die ansonsten stets negierte „andere Seite“ thematisiert wird, interessiert sich kein Schwein für die tragischen Schicksale so mancher Männer wie dir. Du darfst dir aber stets die neunmalklugen Sprüche anhören, die bei umgekehrten Vorzeichen wahre Empörungswellen auslösten. Bigotterie pur!
      Mein „Favorit“ hier: „Schade, dass Hendrik nicht versucht, seine Kinder rauszuholen“ 🤦🏻‍♂️
  • SwissWitchBitch 04.12.2019 07:39
    Highlight Highlight Schön dass langsam das Bewusstsein dafür geschaffen wird. Schade dass Henrik nicht versucht, seine Kinder da rauszuholen, denn sie werden durch die gleiche Hölle müssen wie er, haben genau wie er keine Stimme.
    Alle Betroffenen wünsche ich Mut und Kraft, allen Nichtbetroffenen Verständnis und allen Täterinnen dass sie gesehen und verurteilt werden.
  • Simsalabum 04.12.2019 07:21
    Highlight Highlight Die Kinder müssen dringend da weg. Die Frau klingt nach Borderline. Bei einer Borderlinemutter aufzuwachsen ist Horror. Bei mir führte es, wie bei vielen, auch zu Borderline.

    Der Schmerz nach den Ausrastern war unerträglich. Ich liebe meinen Mann doch so sehr, wie konnte ich ihm Schmerz zufügen? Er war das Opfer, doch gelitten haben wir beide. Dadurch habe ich mir dann endlich Hilfe gesucht und lerne mit der Störung auszukommen. Seit 15 Monaten habe ich ihn nicht mehr geschlagen. Damit klarkommen, dass ich es früher schon gemacht habe, werde ich wohl nie.

    Sucht euch Hilfe, Täter wie Opfer.
    • RASL 04.12.2019 08:21
      Highlight Highlight Finde ich stark von dir, dass hier öffentlich zu schreiben!
    • Uf em Berg 04.12.2019 09:03
      Highlight Highlight @Simsalabum: Dir schreibe ich dasselbe wie auch Trollgeflüster: Bitte überlasst das Stellen einer Diagnose den Profis und hört auf eine Gruppe an Personen zu stigmatisieren. Ich habe selbst die "Diagnose" Borderline und habe noch nie jemandem physisch oder psychisch Gewalt angetan! Trotzdem. Respekt, dass Du den Weg aus der Gewalt gesucht und gefunden hast.
    • Das-Malo 04.12.2019 09:51
      Highlight Highlight Danke für deine ehrlichen Worte. Deine Erzählung hat mich gerade sehr berührt und ich finde es grossartig wie selbstreflektiert du dies schilderst.
      Alles Gute
    Weitere Antworten anzeigen
  • Trollgeflüster 04.12.2019 07:04
    Highlight Highlight Hendirk, deine (Ex-) Frau ist eine Borderlinerin... Das Schlimmste, was dir als Partner passieren kann... Sie sind überaus Nett, zuvorkommend, fürsorglich... Solange man nur ein Freund ist... Sobald man der Partner ist oder gar der Ehemann, geht es los... Erniedrigungen aus dem Nichts (5min vorher war alles noch in bester Ordnung), Geschirr fliegt, Geschrei und unkontrollierte Wutausbrüche, Gewalt... Oftmals kommt noch übermässiger Alkoholkonsum dazu... Mich hat so eine Frau innert 12 Monaten in die Psychi gebracht, hab den Job verloren und alles, bis auf meine Kleider...
    • albie wright 04.12.2019 08:07
      Highlight Highlight Ferndiagnose?
    • Uf em Berg 04.12.2019 08:56
      Highlight Highlight Lieber Trollgeflüster: Es tut mir sehr leid, was dir geschehen ist. Dennoch würde ich aufpassen mit psychiatrischen Diagnosen basierend auf einem Text und mit Halbwissen. Du tust anderen Personen mit derselben Diagnose, die in keiner Weise gewalttätig sind Unrecht.
    • DartVaidder 04.12.2019 11:39
      Highlight Highlight Trotz allem hast du den wichtigsten Schritt Trollgeflüster - du hast dich getrennt. Den nächsten Schritt, wieder zurück in die "Normalität" wird dir auch gelingen! Glaube an dich und freue dich, auf das was vor dir liegt! :-)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Imfall 04.12.2019 07:03
    Highlight Highlight gerade wenn Kinder im Spiel sind, muss das der absolute Horror sein...

    Einmal zurückschlagen und sofort ist der Mann der prügelnde Bösewicht!

    Gerade von Behörden, erwartet man hier doch ein angemessenes Verständis...
  • Ökonometriker 04.12.2019 06:59
    Highlight Highlight Nunja, die Frau betreut jetzt die Kinder bis sie alt genug sind um für sich selbst zu sorgen. Der Mann bezahlt und muss in der kleinen Wohnung bleiben. Danach ist sie so alt, dass es ihr nicht mehr zumutbar ist, eine Stelle zu suchen. Der Mann bezahlt weiter und muss in der kleinen Wohnung bleiben. Deswegen überlegt mann sich zweimal, ob er wirklich gehen soll...

    Die Gerichte müssten endlich anerkennen, dass eine Scheidung eine massgebliche Änderung der Lebensumstände bedeutet und die bestehende Rollenteilung nicht immer weitergeführt werden kann.
    • The Destiny // Team Telegram 04.12.2019 14:52
      Highlight Highlight Wie sieht es aus mit Zahlungen wenn man Auswandert?
  • CalibriLight 04.12.2019 06:49
    Highlight Highlight Ich wünsche Henrik und allen, die in der gleichen schrecklichen Lage sind, viel Kraft, sich zu wehren und aus diesem Teufelskreis auszubrechen.
    Eine Verständnisfrage zum Artikel:
    Es heisst dass seine Ehefrau ihn misshandelt und weiter unten steht, dass er mit der Kindsmutter nicht verheiratet ist. Verstehe ich da etwas falsch?
  • Cosmopolitikus 04.12.2019 06:32
    Highlight Highlight Es ist nicht nur die Betroffenen sehr beschämend und erniedrigend, sondern auch für uns als Gesellschaft. Wie kann ich als Nachbar jahrelang mithören und nichts sagen? Wie kann es sein, dass die Polizei die Unschuldsvermutung lediglich bei der Partnerin sieht?
    Es wäre für einen Betroffenen sicherlich einfacher (vor allem körperlicher Sicht) selbst die Hand zu erheben. Der aktuelle Fall zeigt dieses Dilemma und ich würde gerne anregen, dass hier auch Anlaufstellen genannt würden.
    Danke @ Watson für den Bericht!
  • RhabarBär 04.12.2019 06:08
    Highlight Highlight Danke Watson, dass ihr dieses Thema anschneidet. Mir ging es etwa ähnlich vor ein paar Jahren. Aus Angst, meine Partnerin nicht zu verlieren, liess ich es zu, dass sie mich anschrie, blossstellte und psychisch erniedrigte. Ich fühlte mich ohnmächtig und darüber mit Freunden und Verwandten zu sprechen fiel mir dermassen schwer, sodass ich letztendlich alleine mit meinem Schmerz war. Das Thema Gewalt in der Beziehung hat so viele Facetten und für Betroffene (Männer wie Frauen) und für Angehörige ist diese Aufarbeitung ein unglaublich schmerzvoller Akt der Verarbeitung.

Corona-Home-Office: Mit diesen 5 Tipps kommt's gut (wir wissen nun, wovon wir sprechen)

Tausende Schweizer Mitarbeiter arbeiten derzeit wegen des Coronavirus im Home-Office. Das Arbeitsmodell klingt simpel – dennoch müssen wichtige Dinge beachtet werden. Diese 5 Dinge haben uns geholfen.

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