Leben
Filme und Serien

Stolz und Vorurteil: Erster Netflix-Trailer stösst auf viel Kritik

Emma Corrin in «Stolz und Vorurteil» (2026)
Netflix nimmt sich einen absoluten Klassiker zur Brust. Kann das funktionieren?Bild: netflix

«Temu-Version»: Netflix-Trailer zu «Stolz und Vorurteil» erntet Spott

Mit «Stolz und Vorurteil» steht bereits das nächste grosse Liebesdrama in den Startlöchern. Ob Netflix damit einen grossen Hit landen wird, ist nach der ersten Vorschau jedoch fraglich.
25.02.2026, 18:3525.02.2026, 18:35
Jennifer Ullrich / watson.de

Kaum ein Liebesroman hat das Genre des Kostümdramas so geprägt wie «Stolz und Vorurteil». Generationen haben mit Elizabeth Bennet gelitten und mit Mr. Darcy geschmachtet. Jetzt bekommt der Klassiker von Jane Austen ein neues Seriengewand – Netflix schickt ein frisches Traumpaar ins Rennen.

Der Streamingdienst hat den ersten Teaser zur sechsteiligen Serie «Stolz und Vorurteil» veröffentlicht und hofft, damit nicht zuletzt das grosse «Bridgerton»-Publikum abzuholen. Die Reaktionen auf die Vorschau fallen jedoch verhalten aus.

Das zeigt der erste Teaser zu «Stolz und Vorurteil»

Die Hauptrollen übernehmen Emma Corrin, bekannt aus «The Crown», als Elizabeth Bennet und Jack Lowden aus «Slow Horses» als Mr. Darcy. Einen genauen Starttermin gibt es noch nicht, Netflix kündigt die Premiere jedoch für dieses Jahr an.

Der kurze Vorgeschmack setzt weniger auf grosse Gefühle als auf Atmosphäre. Dialoge sind im Teaser nicht zu hören, stattdessen dominieren stimmungsvolle Bilder.

Jack Lowden reitet als neuer Mr. Darcy elegant durchs Bild, während Emma Corrin als Elizabeth verträumt in die Ferne blickt. Die ikonische Spannung zwischen den Figuren wird angedeutet, ohne sie bereits auszuspielen.

Nach der viel beachteten Kinofassung von 2005 mit Keira Knightley und Matthew Macfadyen wagt sich damit erneut eine Produktion an Jane Austens berühmten Stoff. Netflix beschreibt das Projekt als originalgetreue und klassische Adaption des Romans.

Im Gegensatz zu modernen Serien-Interpretationen wie «Bridgerton», die mit popkulturellen Elementen und zeitgenössischen Sounds spielen, soll diese Version also näher an der literarischen Vorlage bleiben.

Netflix-Zuschauer noch nicht überzeugt von «Stolz und Vorurteil»

Schaut man sich die Kommentare auf Youtube an, ist von Euphorie zumindest noch nicht viel zu spüren. Mehrere Personen verweisen auf zurückliegende Adaptionen, die die Messlatte sehr hoch gelegt haben und nur schwer zu übertreffen sind.

«Eine Frage: Warum?», kommentiert eine Person kurz und knapp, während an anderer Stelle gespottet wird: «Das sieht aus wie die Temu-Version des Films von 2005.»

Unter anderem wird der Cast skeptisch bewertet, amüsierte Reaktionen bleiben nicht aus: «Nichts gegen den Schauspieler, der Mr. Darcy spielt, aber der Schauspieler, der Mr. Bennett spielt, hätte die Rolle des Darcy bekommen sollen», urteilt ein Nutzer.

Gleich mehrere Fans fühlen sich an «Überredung» (im Original: «Persuasion») erinnert. Damit wagte sich Netflix schon einmal 2022 an die Umsetzung einer Jane-Austen-Geschichte, besonders gut angekommen ist das Drama mit Dakota Johnson aber nicht: Nur 30 Prozent beträgt der Kritiker-Score bei Rotten Tomatoes.

Mehr zum Thema:

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Londoner Fashion Week 2026
1 / 9
Londoner Fashion Week 2026

Model Laura Lekysha präsentiert Mode von Karoline Vitto auf der Londoner Fashion Week 2026.

Auf Facebook teilenAuf X teilen
Trump witzelt über das Frauenhockey-Team
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
Bafta-Verleihung: «One Battle After Another» ist Bester Film
Der für 13 Oscars nominierte Film «One Battle After Another» von Regisseur Paul Thomas Anderson hat bei den diesjährigen Britischen Filmpreisen (Baftas) triumphiert. Der schwarzhumorige Politthriller räumte in sechs Kategorien ab, darunter Bester Film, Bester Schnitt und Beste Kamera.
Zur Story