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Dank David Holmes konnte Harry Potter fliegen – bis zu einem Set-Unfall

David Holmes hat Harry Potter zum Fliegen gebracht – bis zu einem tragischen Unfall am Set

Eine neue Dokumentation erzählt von Radcliffes Freundschaft mit seinem langjährigen Stunt-Double David Holmes. Dieser ist seit einem Unfall am Harry-Potter-Set gelähmt.
19.11.2023, 09:4120.11.2023, 09:04
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Stunt-Doubles stehen oft im Schatten der Stars, obwohl sie die schwere und gefährliche Arbeit verrichten. So auch David Holmes, der Stuntmann von Daniel Radcliffe. Seine Karriere begann, als er erst siebzehn Jahre alt war. Sieben Filme lang übernahm Holmes die Stunts von Radcliffe – von «Harry Potter und der Stein der Weisen» bis «Harry Potter und die Heiligtümer des Todes: Teil 1». Doch bei den Dreharbeiten für diesen Film ereignete sich am Set ein Unfall, der Holmes lähmte.

Knapp 15 Jahre ist dies nun her und Radcliffe und Holmes sind immer noch befreundet. Sie wurden enge Freunde während der Dreharbeiten. Radcliffe beschreibt Holmes als «der coole, Rückwärtssalto springende, ältere Bruder, den ich nie hatte».

Daniel Radcliffe und David Holmes (Radcliffes Stunt Double in Harry Potter) in der Dokumentations: David Holmes: The Boy Who Lived (2023)
«Der ältere Bruder, den ich nie hatte», sagt Daniel Radcliffe über sein Stunt-Double David Holmes.Bild: hbo

Für «David Holmes: The Boy Who Lived» sind die beiden nun wieder gemeinsam an einem Filmset. Die Dokumentation, die von HBO produziert wurde, erzählt anhand von Originalaufnahmen, wie sich die Freundschaft zwischen Holmes und Radcliffe über die Jahre entwickelte und wie die Leute am Set zu einer Familie wurden.

Zu sehen sind Aufnahmen, die zeigen, wie viel Spass Holmes immer an den «Harry Potter»-Sets hatte und wie er erzählt, dass Stunt-Double zu sein, «der beste Beruf der Welt» sei. Mit dem, was 2009 bei den Dreharbeiten für «Harry Potter und die Heiligtümer des Todes: Teil 1» passierte, konnte jedoch niemand rechnen. Während eines Stunts hat Holmes sich das Genick gebrochen. Der aufgestellte und aktive 28-Jährige war ab sofort an einen Rollstuhl gefesselt.

Bemerkenswert ist, dass sich Holmes von diesem Unfall nicht unterkriegen liess. Bereits im Trailer ist die inspirierende Stimmung zu spüren. Es sind kurze Ausschnitte zu sehen, wie Holmes jetzt junge Menschen mit Beeinträchtigungen inspiriert.

«Ich habe ein so verrücktes Leben gehabt. So viele Höhen und so viele Tiefen. Aber ich konnte das Licht an den dunkelsten Orten finden», erzählt Holmes.

Stunt-Double David Holmes und Daniel Radcliffe für Harry Potter

https://www.youtube.com/watch?v=1tWi5BiXqCE
Holmes (links) machte fast zehn Jahre lang die Stunts für Daniel Radcliffe.Bild: screenshot hbo

In einem Interview mit «Entertainment Weekly» sagt Holmes, dass die Stunt-Double-Community ihn sofort unterstützt hat. Es gibt die Taurus World Stunt Awards, die Preise an Stunt-Doubles vergeben und von Red Bull gesponsert sind. «Gleich nach meinem Unfall schickte mir die Taurus Foundation einen grossen Scheck, und ich konnte mir einen elektrischen Rollstuhl kaufen und mein Haus umbauen lassen.» Die Stunt-Gemeinde hat ihm immer den Rücken gestärkt und er möchte nun das Gleiche für sie tun, indem er in dieser Dokumentation seine Geschichte erzählt.

2020 gründete er gemeinsam mit Radcliffe den Podcast «Cunning Stunts». Darin interviewen sie andere Stunt-Doubles und machen auf die Risiken aufmerksam, denen sie ausgesetzt sind.

Die Dokumentation ist ab dem 24. Dezember auf Sky Show verfügbar.

Trailer:

(cmu)

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11 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Lushchicken
19.11.2023 13:38registriert Oktober 2014
"…ab sofort an einen Rollstuhl gefesselt". Mein Gott, dann bindet den armen Mann wieder los! Nein, ernsthaft, veraltete, stigmatisierende Formulierung. Rollstühle geben in solchen Situationen die Freiheit zurück und sind nicht Folterinstrumente.
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Mirisonna
19.11.2023 11:43registriert Juni 2021
Ein Auftellr für den Sonntag.
Schön zu lesen, dass diese Freundschaft nach den Dreharbeiten weiterging.
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11
«Du huere Michi ... wetsch Fetli?» So haben wir früher gesprochen
Ihr seid die besten User der Welt. Quasi: s'Beschte, wo's je hets gitz.

Die «Bravo» von 1998 hat uns erklärt, wie man damals unter den Coolen gesprochen hat.

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