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«Unicef-Foto des Jahres» zeigt Mädchen beim Müllfischen



Das Bild des deutschen Fotografen Hartmut Schwarzbach erzählt laut Unicef

Das erstplatzierte Bild von Hartmut Schwarzbach aus Deutschland. Bild: EPA

Das «Unicef-Foto des Jahres 2019» zeigt ein kleines Mädchen, das in einem Slum auf den Philippinen nach Plastikmüll fischt. Bei dem internationalen Wettbewerb wurden zum 20. Mal professionelle Fotojournalisten ausgezeichnet.

Das Bild des deutschen Fotografen Hartmut Schwarzbach erzähle «vom mutigen Überlebenskampf von Kindern angesichts gleich dreier Tragödien unserer Zeit: Armut, Umweltverschmutzung und Kinderarbeit», erklärte das Uno-Kinderhilfswerk am Donnerstag in Berlin.

Die kleine Wenie auf dem Bild sammelt laut Unicef Plastikmüll am Hafen von Manila, um dafür etwas Geld bei einem Recycler zu bekommen. Schon Siebenjährige paddeln demnach auf Bambusflössen und Kühlschranktüren durch das Hafenbecken.

epa08081315 A handout photo made available by UNICEF shows the Second Prize photo of the UNICEF Photo of the Year 2019 with the title 'Afganistan: No medal for bravery' by Australian photographer Andrew Quilty of Agence VU and shows seven Afghan children from a remote village in the district of Surkh Rod, Afghanistan, 11 October 2018 (issued 19 December 2019). The children were severely injured when an unexploded bomb detonated. All of them have lost one or both of their legs, which had to be amputated either above or below the knee. And all of them are from a single family and had to watch their mother and one of their sisters die.  EPA/ANDREW QUILTY / AGENCE VU / UNICEF / HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Das zweitplatzierte Bild von Andrew Quilty aus Australien. Bild: EPA

«Sie riskieren ihre Gesundheit und oft auch ihr Leben, wenn sie in dem keimverseuchten Wasser nach Wertstoffen suchen, um ihre Existenz zu sichern.» Heute ist das Mädchen laut dem Fotografen 15 Jahre alt. Schwarzbach beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Armut auf den Philippinen.

Für Unicef-Schirmherrin Elke Büdenbender erzeugt das Bild Nähe - «Nähe zu Kindern, die sonst kaum jemand sieht. Es zeigt ihre Not - aber auch ihre Stärke, selbst unter den trostlosesten Bedingungen nicht aufzugeben.»

Auf Platz zwei schaffte es der australische Fotograf Andrew Quilty mit der Aufnahme einer Familie in Afghanistan, die von der Explosion eines Blindgängers gezeichnet ist. Platz drei ging an Vorjahresgewinner Antonio Aragón Renuncio, der ein Schicksal der Goldsucher-Kinder von Burkina Faso dokumentiert hat.

epa08081313 A handout photo made available by UNICEF shows the Third Prize photo of the UNICEF Photo of the Year 2019 with the title 'Burkina Faso: In the underworld' by Spanish freelance photographer Antonio Aragon Renuncio and shows a gold-seeking boy in Mankarga, Burkina Faso, 06 October 2013 (issued 19 December 2019). For this boy, gold is not a promise - it's a scourge. It's not about large nuggets but tiny grains of gold for which men, women and children have to dig deep into the earth - hungry, thirsty, coughing. Every day and every night. Into an underworld that mining companies have long deemed depleted but which still provides a minuscule yield for the Mossi people in Burkina Faso.  EPA/ANTONIO ARAGON RENUNCIO / UNICEF / HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Der dritte Platz ging an Antonio Aragón Renuncio aus Spanien. Bild: EPA

Bei dem internationalen Wettbewerb wurden zum 20. Mal professionelle Fotojournalisten ausgezeichnet, «die die Persönlichkeit und die Lebensumstände von Kindern auf herausragende Weise dokumentieren». (sda/dpa)

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2 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
Bildung & Aufklärung
19.12.2019 22:35registriert July 2019
Tja und derweil sind garn ich wenige SchweizerInnen am rumheulen, es sei in der Schweiz ach so schlimm...
Man dürfe ja gar nichts mehr...
Und man könne sich kaum was leisten...
Und man könne Konzerne sicher nicht noch zu Verantwortung verpflichten...
Und überhaupt...
Eines der wohlstandsverwahrlostesten, arrogantesten, ignorantesten, kaltherzigsten Länder.
Mögen die Kinder und Menschen auf den Bildern eine möglichst faire, schmerzlose, gerechte und angenehme Zukunft erfahren. Mir geht das immer sehr nahe und ich schäme mich in solchen Momenten fast schon für meinen 10 Jahre alten PC zB.
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