Leben
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
A view of an empty Red square, with the St. Basil's Cathedral, center, and Kremlin's Spasskaya Tower, right, in Moscow, Russia, Monday, March 30, 2020. Moscow Mayor Sergei Sobyanin ordered all city residents except for those working in essential sectors to stay home starting Monday. Residents are allowed to buy food and medicines at nearby stores and pharmacies and walk their dogs in close vicinity. (AP Photo/Pavel Golovkin)

Die Leere ist dem Menschen zumutbar. Wirklich? Moskau, Roter Platz, 30. März. Bild: AP

Kommentar

«Normal» ist das schönste Wort der Welt! Was Corona mit uns macht

Wie gehts euch? Fühlt ihr euch einsam? Leert sich eure Zweckoptimismus-Batterie langsam? Tröstet euch, denn damit seid ihr wirklich nicht allein!



Seit Montag bin ich wieder auf der Arbeit. Also bei watson. Also natürlich zuhause. Im Homeoffice. Und ich muss sagen: Ich vermisse unser abgeranztes Grossraumbüro entsetzlich. Ich vermisse die Anna, die in einem normalen Frühling links von mir sitzen würde mit ihrem Babybauch, dessen Inhalt auch schon längst einen Namen trägt.

Ich vermisse den Dani, der schräg hinter mir sitzt und gerne jammert, allerdings vermute ich schwer, dass er dies nicht existenziell, sondern eher so performativ-kokett tut. Auf jeden Fall macht er dies mit unnachahmlicher Virtuosität und einer gewissen Grazie. Ich vermisse den Toggi, der mir im Rücken sitzt, und dessen Tasse man nicht waschen darf, weil sie sonst ihre Aura und er sein Karma verliert oder irgendwo ein Bitcoin in die Tiefe saust oder was weiss ich.

Ich vermisse den Peter, der gelegentlich mitsummt, wenn er Musik via Kopfhörer hört, und Philipps Handy-Klingelton (es ist «Help» von den Beatles). Auf Spotify habe ich in diesem Augenblick The Hillbilly Moon Explosion laufen, weil das die Band vom Baroni ist und mit Druck gute Laune macht.

Ich träume nicht von Weltreisen oder Abenteuern. Ich denke bloss mit sehr viel Liebe an unsere ganz banale Arbeitsnormalität und staune, wie sehr sie mir fehlt.

epaselect epa08323074 People walk through a nearly empty Times Square in New York, USA, 25 March 2020. A statewide shut down of all non-essential businesses and a ban on all non-solitary outside activities is currently in place to stop the spread of coronavirus and COVID-19.  EPA/JUSTIN LANE

New York, Times Square, 25. März. Bild: EPA

Bevor ich zurück zur Arbeit kam, war ich in den Ferien. Also zuhause. Gleich zu Beginn feierte ich meinen Geburtstag, einen runden, es war noch ganz knapp nichts Verbotenes daran, aber es fühlte sich schon sehr seltsam an, so, als wäre man nicht in der Schweiz im Jahr 2020, sondern in den USA im Jahr 1920, die Prohibition würde ausgerufen, Alkohol wäre verboten, und wir würden jetzt in irgendeinem illegalen Hinterzimmer eine rauschende Flüssiggold-Party feiern. Es war klar, dass da noch viel kommen würde. Und es kam. Ihr wisst es alle.

Änderte sich mein Verhalten? Ja! Ich fürchtete mich vor einem Leben ohne WC-Papier und Flüssigseife. Ich lud mir eine Fitness-App aufs Handy, von der ich bis jetzt genau eine Sieben-Minuten-Einheit absolviert habe. Ich bestellte beim Buchhändler mehrere Bücher aus Panik, in ein Loch aus Langeweile zu fallen, bis jetzt habe ich genau ein halbes Buch gelesen. Ich stürzte mich mit manischem Aktivismus in kleine Charity- und Solidaritätsaktionen.

Doch irgendwann hatte ich zum Erbrechen genug von gestreamten Balkonkonzerten und Badezimmerlesungen, die aussahen, als befänden sie sich gerade im Verdauungstrackt eines Nacktmulls.

epa08288286 A sanitation employee disinfects the historical Marciana area of Venice, Italy, 12 March 2020. Venice's waste management provider Veritas is set to close down all waste collection centers from 13 March until 04 April as part of the measures to combat the spread of the COVID-19 disease caused by the SARS-CoV-2 coronavirus. The country's national lockdown is due to end on 03 April.  EPA/ANDREA MEROLA

Markusplatz, Venedig, 12. März. Bild: EPA

Ich schrieb ein wenig an meinem neuen Roman herum und dachte bei jedem Anschlag: Was soll das? Welche Gegenwart versuche ich hier eigentlich heraufzubeschwören? Ist irgendeine Realität ausserhalb von Corona überhaupt noch denkbar? Die Verlage haben panische Angst, in den nächsten Jahren nur noch Corona-Manuskripte zu kriegen. Aber was soll man denn sonst auch tun? Bücher schreiben, die irgendwo weit abseits von jetzt in der Vergangenheit oder Zukunft liegen, weil die Gegenwart gerade täglich neu definiert wird? Oder einfach alles mal liegen lassen, bis wir sehen, was bleiben wird? Aber würden wir da in der Zwischenzeit nicht verrückt?

Einer Freundin brechen gerade die Einnahmen von einem halben Jahr weg, weil all die Theater, die sonst ihre Stücke aufführen oder bestellen, geschlossen sind. Und wie gehts eigentlich meiner Coiffeuse? Und sind meine Eltern wirklich, wirklich vorsichtig genug? Ein Freund ist seit vielen Tagen krank geschrieben. Von einem anderen, älteren Freund, habe ich seit drei Wochen nichts mehr gehört. Damals war er gerade auf dem Weg zum Test.

Niemand kann Corona entgehen, es ist in uns allen. Nicht in jedem Körper, aber in jedem Leben. In fast jeder Sekunde unserer Tage.

Pigeons walk on the Trocadero square in front of the Eiffel Tower, in Paris, March 18, 2020. (AP Photo/Thibault Camus)

Paris, Eiffelturm, 18. März. Bild: AP

Man kann sich einzig in jenem Moment nach dem Aufwachen, wenn die Gedanken noch nicht fokussiert sind, vormachen, der Morgen wäre bloss ein ganz normaler Morgen. In mir hat sich ein Husten eingenistet, den ich den langen bewegungsarmen Stunden im Homeoffice zuschreibe, gewisse Dinge will ich lieber nicht so genau wissen. Immerhin sind wir seit wenigen Stunden im Besitz von Masken und Wegwerfhandschuhen. Wenig. Für viel Geld. Aber für den Notfall, für den Einkauf, für den Spiessrutenlauf eines Rests an Alltag reicht es aus.

Ich versuche, meine Batterie an Zweckoptimismus nicht leer werden zu lassen. Und freu mich auf den Tag, an dem ich wieder im Büro sitze und um mich sind die ganzen ungewaschenen Tassen und das lieb gewonnene Gewusel aus Menschen und gelegentlich ein paar Hunden. Und ich schwöre, liebe Sportredaktion, ich werde mich nie wieder beschweren, wenn ihr einen Match für meinen Geschmack zu laut laufen lasst, denn alles ist besser als diese inspirationskillende Menschenleere. Homeoffice, ich weiss, wieso ich dich nicht liebe.

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Nicht mehr anzeigen

So kam das Coronavirus in die Schweiz – eine Chronologie

So feiern spanische Ärzte, wenn ihre Corona-Patienten die Intensivstation verlassen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

28
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
28Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • grumbler 02.04.2020 12:27
    Highlight Highlight The Hillbilly Moon Explosion läuft bei mir nun seit über zwei Stunden. Ich war eigentlich immer der Meinung, Baroni sei dann am besten, wenn er sich über etwas aufregt, aber diese Musik ist fast noch geiler als seine Rants. Für mich die Entdeckung der Woche...
  • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 02.04.2020 12:21
    Highlight Highlight Ich finde, dass Langeweile eigentlich ein unglaublich produktives Gefühl ist. Nach einer Weile kommen einem doch die irrsten Ideen, oder?
  • Calvin Whatison 02.04.2020 11:49
    Highlight Highlight Seit langem wieder mal etwas, was Watson eigentlich ausmacht ein bisschen anders und besser zu sein, als andere Newserbringer.

    Merci Frau Meier 👍🏻😊
  • Hardy18 02.04.2020 09:29
    Highlight Highlight "Doch irgendwann hatte ich zum Erbrechen genug von gestreamten Balkonkonzerten und Badezimmerlesungen, die aussahen, als befänden sie sich gerade im Verdauungstrackt eines Nacktmulls."

    😘 Danke für diese klaren Worte. Ich dachte ich bin der einzige der das so sieht wie du.

    • Balikc 03.04.2020 09:49
      Highlight Highlight Abgesehen davon, dass man Verdauungstrakt nickt mit CK schreibt, sehe ich dies auch so...
  • Mikey Duck 01.04.2020 21:13
    Highlight Highlight Als eher introvertierte Person ist die aktuelle Situation wohl besser zu ertragen. Meine extrovertierte Chefin hat bereits am ersten HO-Morgen alle angerufen, weil es ihr sooo langweilig war, alleine zu Hause arbeiten zu müssen. Da frag ich mich dann schon, was mit solchen Leuten läuft. Könnt ihr euch nicht mal ein paar Tage alleine beschäftigen?!
    • Team Insomnia 02.04.2020 05:28
      Highlight Highlight Viele Menschen kommen mit sich alleine selbst nicht klar. Konsum und Spassgesellschaft nennt sich das. Endlich ist mal Schluss damit.
  • Ricardo Tubbs 01.04.2020 21:01
    Highlight Highlight Homeoffice? Kann man das essen? Freizeit? Was ist das? Habe nichtmal zeit um mich zu langweilen...
  • Lichtblau550 01.04.2020 19:15
    Highlight Highlight Perfekt. Danke, Simone.
  • Garp 01.04.2020 19:00
    Highlight Highlight Als kreativer Mensch findet man dann doch sicher neue Quellen der Inspiration im Internet. Secondlife wurde erwähnt, Neues ausprobieren, es gibt viele Orte wo man Menschen virtuell treffen kann. Könnte auch einen spannenden Horizont für ein Buch eröffnen.
  • Phrosch 01.04.2020 18:18
    Highlight Highlight Ich darf noch zur Arbeit gehen, dort ist es aber so einsam wie im home office. Lasst uns nicht aufeinander neidisch werden. Dies ist für alle schwierig, einfach auf unterschiedliche Art. Ich wünsche euch allen Durchhaltevermögen und immer wieder genügend Energie zum Aufladen der Batterie.
  • Domimar 01.04.2020 17:58
    Highlight Highlight Bei all diesen "corona-erlebnis-texten" denke ich mir immer, in welcher welt lebe ich eigentlich? Klar, endlich kann ich teilzeit homeoffice machen, aber darüber hinaus, wenig ist anders. Was ich damit sagen will, nicht alle können/dürfen/sollen zu hause sein. Klar, personen mit kindern sind schneller betroffen, es gibt auch viele kinderlose unter uns, die eine anstellung haben, die nicht gelockdowned wurde. Wir "müssen" zusehen, wie einige zuhause rumdödeln und mind. 80% lohn kassieren. Ich bin nicht neidisch (na gut, ein bisschen) und ich verstehe warum. Aber es gibt schon zu denken.
  • Randalf 01.04.2020 17:18
    Highlight Highlight
    Danke Frau Meier
    Auch dass das ein Kommentar ist und nicht wieder eine Analyse.
    Kaum zu glauben, aber mir fehlt der Arbeitsweg im ÖV.
    Leute zu sehen und von da nach dort zu gehen und dazwischen noch in eine Bäckerei.
    Tja, ich wundere mich grad selbst darüber.
    • Lioness 01.04.2020 19:58
      Highlight Highlight Im ÖV konnte man einen guten Übergang von Privat zu Arbeit machen. Das fehlt mir. Und die kurze Auszeit nur für mich mit Buch oder Handy.
  • panique au village 01.04.2020 17:18
    Highlight Highlight Ich gehöre zu den Leuten, die immer noch zur Arbeit gehen... und auch wenn die ganze Medienpräsenz des Virus' mir langsam auf den Keks geht, schätze ich die leeren Strassen und Plätze sehr. Die ganze Ruhe.
    Auch die anderen Zurarbeitgeher empfinde ich als gelassenere, freundlichere Mitmenschen - weniger Dichtestress!

    Darf man so etwas sagen?
    • Green Eyes 01.04.2020 19:55
      Highlight Highlight Ja, darf man!
      Mir geht es genau wie dir. Ich bin dankbar und froh, dass ich noch zur Arbeit fahren/gehen darf. 👐🏻

    • JonathanS_dieMöwe 03.04.2020 01:17
      Highlight Highlight Interessant finde ich vorallem in der praxis zu realisieren, wie viel verkehrsaufkommen eigentlich aus nicht zwingenden gründen (system- und wirtschaftsrelevante) normalerweise generiert wird....🤔🤦
  • Watchdog2 01.04.2020 17:16
    Highlight Highlight Simone Meier: Ich liebe Dich.


    Sorry.
    • Watchdog2 02.04.2020 15:13
      Highlight Highlight In diesen Zeiten - und auch anderen - flitzen mir die Blitze am Hintern vorbei ohne einzuschlagen.

      Ich verehre Frau Simone Meier für ihre Schreibe und für ihre klare Sicht der Dinge. Sie ist straight, nennt die Dinge beim Namen und kann in Seelen schauen.

      Vielleicht hätte ich meine Verehrung anders ausdrücken sollen.

      But I give a damn.
      F*** all Flashsuckers!!!
  • Knäckebrot 01.04.2020 17:13
    Highlight Highlight Wow. Bei mir gibt es, bis auf die üblichen Vorsichtsmassnahmen, kaum Veränderung. Danke fürs teilen, deiner Erlebniswelt.
  • Statler 01.04.2020 17:00
    Highlight Highlight Interessant, wie unterschiedlich Menschen sein können.
    Mir fehlt weder das Gequatsche der Bürokollegen, noch Telefongeklingel oder sonstwas.
    Herrliche Ruhe im Home-Office (man kann sich konzentrieren, ohne dass einen dauernd jemand anquatscht), ab und zu auf den Balkon stehen und etwas Sonne geniessen. Das könnte von mir aus so weitergehen.

    Und für die soziale Interaktion hab' ich vor ein paar Tagen Secondlife wieder ausgegraben ;) (ich hab' gehört, es soll dort bald 'ne Party von einem Zürcher Club geben)
    • Knäckebrot 01.04.2020 17:11
      Highlight Highlight So sieht dein Profilbild aus :) :) :)
    • Statler 01.04.2020 19:01
      Highlight Highlight *grins*@Knäcke - hat was ;)
  • Marco Brolo 01.04.2020 16:55
    Highlight Highlight Huuuii.. Also nach dem Lesen dieses Artikels bin ich nun auch frustriert.. Genug Medien für Heute.. :D

    Zeit für das Zoom-Feierabend Bier mit den Freunden.
    Einen schönen Abend euch allen <3
  • N. Y. P. 01.04.2020 16:48
    Highlight Highlight Das tut gut. Bei watson arbeiten ganz normale Menschen, mit ihren Macken und Mödeli. Wie überall halt.

    Simone, du hast aus Versehen, den Maurice nicht erwähnt. Dass du seine Bürokontrollgänge ganz fest vermissen tust. Sein Zeigefinger, endlich wieder mal den Grümpel auf den Tischen aufzuräumen und das Mittagessen im Pausenraum einzunehmen.

    Vielleicht lässt der mo ja die Katze bald aus dem Sack. watson zieht aus dem abgeranzten Büro aus und zieht an den See..
  • problemfall 01.04.2020 16:36
    Highlight Highlight Oh, das war mir an den Konzerten von Hillbilly Moon Explosion gar nie bewusst, dass das *der* Baroni ist. Ihr seid in meinen Playlists recht prominent vertreten. Danke für euren Sound, der jetzt gerade durch mein HomeOffice klingt. Wo ich, ehrlich gesagt, auch lieber bin, als im stickigen, viel zu engen Büro mit viel zu viel Hardware, die vor sich hin surrt und die Luft aufheizt. Nein, dann lieber mein 1jähriger Sohn, der mir mit leuchtenden Augen einen Tennisball vorbei bringt, oder der Blick auf den Bielersee. Die Kollegen, die vermisse ich hingegen schon hin und wieder.
  • Selbstverantwortin 01.04.2020 16:25
    Highlight Highlight Ihr wisst schon, dass es für Gesunde völliges Wattebausch-Werfen ist?
    Schaut mal wieder aus unserer Luxuswelt zu Menschen mit echten Problemen (Krankheit, Hunger, Krieg, Flucht...).
  • Herr Kules 01.04.2020 16:20
    Highlight Highlight Ok.

Ein Intensivmediziner zieht Bilanz: «Eine Patientin ist schon seit 77 Tagen bei uns»

Peter Steiger, stellvertretender Institutsdirektor Intensivmedizin am Unispital Zürich, hat noch keine Monate wie die letzten beiden erlebt.

«Wir sahen die Welle kommen von China via Italien. In die Intensivstationen im Tessin, im Welschland und auch besonders Zürich kamen immer mehr Covid-­19-Patienten. Wir fürchteten die Überlastung.

Am Unispital Zürich schufen wir zwei separate Corona-Intensiv­stationen. Wir konnten schliesslich genug Beatmungsgeräte beschaffen, aber der Knackpunkt blieb gut ­geschultes Personal. Wir waren erleichtert, als das Operationsprogramm eingeschränkt wurde, sodass wir weniger Patienten als sonst auf …

Artikel lesen
Link zum Artikel