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Messner wieder auf Achttausender-Liste - Streit geht in neue Runde

Messner wieder auf Achttausender-Liste - Streit geht in neue Runde

13.10.2023, 16:3413.10.2023, 16:34
epa01897200 Italian Extreme alpine climber Reinhold Messner looks on upon his arrival at a press event in Kirchheim neat Munich, Germany, 14 October 2009. The IMS, a meeting of world class climbers an ...
Will nicht im Guinness-Buch der Rekorde stehen: 8000er-Bezwinger Reinhold Messner.Bild: EPA

Der Streit zwischen der Bergsteiger-Legende Reinhold Messner und dem Guinness-Buch der Rekorde über die Besteigung aller 14 Achttausender geht in eine neue Runde.

Der 79-Jährige kündigte am Freitag in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur DPA an, dass er gegen den Guinness-Verlag vorgehen werde, sollte sein Name auf einer neuen Liste mit den Besteigern aller Achttausender nun doch wieder erscheinen. «Wenn das ins Guinness-Buch kommt, werde ich das verbieten. Ich bin dagegen, dass mein Name auf einer solchen Liste steht.»

Messner galt bei Guinness lange Zeit als erster Mensch, der auf allen 14 Achttausendern der Welt stand. In der neuen Ausgabe soll der Titel nun jedoch dem US-Kletterer Ed Viesturs zugesprochen werden, weil Messner nach Berechnungen des deutschen Himalaya-Chronisten Eberhard Jurgalski 1985 den Gipfel des 8091 Meter hohen Annapurna angeblich um wenige Meter verpasste. Auf der Guinness-Webseite wird Viesturs bereits als erster «Echt-Gipfelbesteiger» geführt. Messner gibt sich dagegen weiterhin sicher, dass er ganz oben stand.

Nach einem Bericht des Magazins «Der Spiegel» soll die Entscheidung von Guinness nun rückgängig gemacht werden. Auf der Webseite 8000ers.com, die von Jurgalski geführt wird, steht Messner aktuell wieder auf Platz eins.

Der Südtiroler wehrt sich schon seit Jahren gegen Behauptungen des deutschen Experten, bei seiner gemeinsamen Expedition mit Hans Kammerlander vor bald vier Jahrzehnten den Gipfel des Annapurna verpasst zu haben. Als die Geschichte im vergangenen Monat wieder hochkam, erklärte er, ihm sei egal, ob sein Name im Guinness-Buch stehe oder nicht.

Nun kündigte er jedoch an, sich künftig dagegen wehren zu wollen. «Mir war das wurscht. Ich hatte noch nie ein solches Buch in der Hand», sagte er der DPA. Das Bergsteigen habe grundsätzlich «mit Rekorden nichts zu tun». «Das ist eine Auseinandersetzung Mensch gegen Natur.» Jurgalski habe vom Alpinismus keine Ahnung. (sda/dpa)

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