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Leben
Schweiz

Kanadierin Andie Pilot macht die besten Schweizer Weihnachtsguetzli

Video: watson/Emily Engkent

Schweizer Weihnachtsguetzli? Am besten fragen wir diese Kanadierin!

Wir sind ins malerische Emmental hinausgefahren, um mit der kanadischen Buchautorin Andie Pilot etwas über Schweizer Backkunst zu lernen.
22.12.2021, 14:5123.12.2021, 15:56
Oliver Baroni
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Emily Engkent
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Ich hab's bekanntlich nicht so mit dem Backen. Alles, was mit Mehl rühren und Teig kneten zu tun hat ... ach, ich hab' das nicht so im Griff. Ausser... ausser ich bekomme eine derart kompetente Instruktorin wie Andie (die einem ausserdem das eine oder andere Glas Absinth anzubieten weiss) zur Seite gestellt. Dann klappt's auf einmal.

Andie Pilot, also. Ja, sie ist Kanadierin, und nein, Emily kannte sie bisher nicht persönlich (nönö, nicht alle Kanadier-Expats der Schweiz kennen sich). Andies Büchern, hingegen, sind wir bereits ein paar Mal begegnet. Mit «Helvetic Kitchen» hat sie das wohl beste Kochbuch für urtümliche Schweizer Rezepte veröffentlicht, das aktuell auf dem Markt ist. Zudem betreibt sie den ebenso grossartigen Foodblog mit gleichem Namen. Die beste Rezeptquelle für die Schweizer Küche stammt also von einer Ausländerin. Just sayin'. 💪💪💪

Und nun ist Andie mit ihrem Buch «Schweizer Guetzli und andere Leckereien» am Start. Ergo wollten wir – ganz weihnachtlich – lernen, wie man amtlich Guetzli zubereitet. Vielleicht aber nicht Brunsli und Co., sondern ein Rezept, das man noch nicht so kennt? Bitte sehr – seht selbst:

Ta-DAAA! Absinth-Sablés!

Grossartig, muss ich konstatieren.

Video: watson/Emily Engkent
Transparenzbox:
Weder Emily noch Oliver kannten Andie persönlich. Sie fanden aber die Tatsache, dass eine Kanadierin sich derart der Schweizer Küche verschrieben hat, interessant. Und so fuhren sie ins verschneite Emmental, um obiges Video aufzunehmen.

Absinth-Sablés

ZUTATEN:

  • 150 g Butter, Raumtemperatur
  • 80 g Puderzucker
  • 1 Eigelb
  • 1 EL Absinth
  • 1/2 TL Salz
  • 200 g Weissmehl
  • 1/2 TL Backpulver

Glasur:

  • 200 g Puderzucker
  • 1 Eiweiss
  • 1 EL Absinth
  • Grüne Lebensmittelfarbe

ZUBEREITUNG:

Butter und Puderzucker zusammen schaumig rühren, bis sich Spitzen bilden und die Masse hell und cremig ist. Eigelb, Absinth und Salz untermischen. Mehl und Backpulver zusammensieben und anschliessend in die Buttermischung rühren.

Den Teig zu ein bis zwei Rollen von ungefähr 5 cm Durchmesser formen. Ungefähr eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen, bis der Teig fest ist.

Backen:

Den Backofen auf 180° C vorheizen. Die Rollen in 1 cm dicke Scheiben schneiden und auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben. Ungefähr 10 Minuten backen, bis die Unterseiten goldgelb sind.

Glasur:

Den Puderzucker sieben. Das Eiweiss schaumig schlagen, dann langsam den Puderzucker und den Absinth dazurühren. Zwei Drittel der Glasur zum Tauchen der Guetzli in eine flache Schale geben, den Rest zum Dekorieren zur Seite stellen.

Wenn die Guetzli kühl genug zum Anfassen, aber immer noch warm sind, die Guetzliböden in die Glasur tauchen (so erhält man eine schöne, glatte Oberfläche zum Dekorieren) und dann mit der glasierten Seite nach oben auf ein Gitter geben. Komplett auskühlen lassen, dann die restliche Glasur einfärben und die Guetzli damit verzieren.

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quelle: shutterstock
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So trinkt man wie ein Schweizer

Video: watson

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19 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Amateurschreiber
22.12.2021 15:46registriert August 2018
Was ist noch besser als selbstgemachte Guetzli?
Die selbsgemachten Guetzli von jemand anderes. Die sind genauso gut und man muss die Küche nicht aufräumen!
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Pierre Michel (0.69 HQ)
22.12.2021 17:27registriert Juli 2021
"...wohl beste Kochbuch für urtümliche Schweizer Rezepte veröffentlicht, das aktuell auf dem Markt ist."

Es gibt eine Neuauflage von Elisabeth Fülschers Standardwerk, und Kaltenbachs "Ächti Schwiizer Chuchi" gibts noch als Nachdruck.
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Garp
22.12.2021 17:03registriert August 2018
Hm, kalter Hund ist nicht schweizerisch, Ghackets und Hörnli serviert man nicht mit Edelweissteigwaren und da gehört nie so viel Gemüse rein, das Apfelmus lässt sie auch weg, darum schwärmt Baroni wahrscheinlich 😂. Für ihn ist alles besser als schweizer Küche. Ich bin nun auch nicht der grösste Fan, weil für körperliche Arbeit geeignet und vieles sehr mastig ist. Ihre Auswahl im Blog find ich etwas dürftig. 🤷🏻‍♀️
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Okay, ich hab das mit diesem Dry January jetzt auch mal versucht ...
Alkohol ist ein Genussmittel, predige ich jeweils meinen beiden Teenagern. Und Genuss ist der einzige Grund, ihn zu konsumieren. Dabei merkte ich je länger je mehr, dass ich mich nicht an meine eigenen Regeln hielt. Das musste sich ändern. Der beste Kickoff dafür: Dry January.

Ein Cüpli zum Apéro, ein Glas Wein zum Essen, ein Drink mit Freunden. Alles super. Solange man's nicht trinkt, weil man denkt, man muss, sage ich meinen Kindern, die beide legal Alkohol trinken dürfen. Und: Es gibt auch sonst eine ganze Menge falscher Gründe, Alkohol zu konsumieren. Langeweile. Gewohnheit. Stress. Frust. Dabei merkte ich immer öfter, dass ich immer wieder mal genau aus diesen Gründen zum Glas griff. Nicht täglich, und nicht literweise. Trotzdem: Ich predigte hier im wahrsten Sinne des Wortes Wasser und trank Wein. Das musste sich ändern. Und ich dachte: Wennschon, dennschon. Ich starte mit einem Totalverzicht: Dry January.

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