Leben
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Kann zu Liebeslust und -frust führen: eine polyamore Beziehung.

Wenn Mama und Papa (nebenbei) noch andere lieben

Polyamore werfen das Ideal der Kernfamilie über Bord und führen mit mehreren Partnern Liebesbeziehungen. Wie lebt es sich, wenn neben den Kindern eine neue Liebschaft am Tisch sitzt?

Annika Bangerter / ch media



Eva und Marco

Die Kinder von Eva* und Marco* wissen, dass ihre Eltern andere Männer und Frauen lieben. «Mami hat noch andere Schätzeli», sage ihre 13-jährige Tochter jeweils. Eva, knapp 40 Jahre alt, sitzt in eine dicke Strickjacke gewickelt vor einem Café in Zürich. Sie ist keine Frau, die man leicht übersieht. Bunte Tattoos zieren ihren Ausschnitt, Hals und Hände. Von Konventionen hat sie noch nie viel gehalten, auch nicht in der Liebe.

Seit acht Jahren lebt sie mit ihrem Mann Marco polyamor. Sie treffen sich mit anderen Männern und Frauen, sie schlafen manchmal mit ihnen, sie verreisen mit ihnen, sie nehmen ihre Liebschaften auch mal mit nach Hause. «Einfach weil es praktischer ist, jemand muss ja zu den Kindern schauen.» Sie sind zwischen acht und dreizehn Jahre alt.

Wer Polyamorie praktiziert, führt mit mehreren Menschen eine Partnerschaft. Liebe, Zärtlichkeiten und Sexualität werden mit verschiedenen Partnern ausgetauscht. Alle Beteiligten wissen dabei um die anderen. Es geht also nicht um heimliche Affären oder Seitensprünge.

Polyamorie ist kein starres Konzept, es wird in unterschiedlichen Formen gelebt. Bei einigen Konstellationen sind alle Partnerschaften einander gleichgestellt. Oft gibt es jedoch eine Hauptbeziehung, in denen die Personen zusammenleben und Beziehungen zu anderen Partnern führen. Nur, wie klappt das, wenn Kinder im Spiel sind?​

Geschenke und Übernachtungen waren anfangs streng verboten

Eva und Marco öffneten ihre Beziehung vor rund neun Jahren. Ihr drittes Kind war kurz zuvor zur Welt gekommen, als sie über verschiedene Formen von Beziehung zu diskutieren begannen. «Nicht weil ich unzufrieden war, schon gar nicht sexuell, ich war im Gegenteil extrem beschäftigt zu dieser Zeit mit Job und Kindern», sagt Eva. Es sei mehr eine theoretische Diskussion gewesen.

«Ich habe nie an die eine grosse, wahre Liebe geglaubt oder nur schon daran, dass ein einziger Mensch alle meine Bedürfnisse sexueller und emotionaler Art abdecken kann.»

Evas Mann war zuerst irritiert und verletzt. «Wie soll er auch reagieren, wenn seine Frau ihm eröffnet, dass sie gern mit anderen Männern schlafen würde?», sagt Eva und lacht. Sie habe das Thema dann nicht mehr angeschnitten.

Doch irgendwann stand Marco mit einem säuberlich ausgearbeiteten Regelwerk vor Eva. Punkt für Punkt hatte er aufgelistet, was in ihrer – vorerst – offenen Beziehung erlaubt und was verboten sein sollte: keine Übernachtungen, keine Geschenke, keine gemeinsamen Ferien, keine Gefühle. Beim letzten Punkt musste Eva insistieren.

«Ich will keinen Sex ohne Gefühle.»

Gerade durch die Kinder habe sie erfahren, dass die Liebe nicht kleiner werde, wenn man sie auf mehrere Personen verteile. Eva und Marco pflegten in der Folge diverse Aussenbeziehungen – von kurzen Sexbeziehungen bis zu längeren Partnerschaften. Er bevorzugte sexuelle Abenteuer, sie baute mit einigen Männern etwas auf.

Dabei lösten die beiden Dramen aus, standen Liebeskummer und Trennungsschmerz durch. Marco hatte nach vier Jahren genug. «Er sah unsere offene Beziehung als Versuch, den wir nun beenden sollten.» Doch Eva wollte nicht mehr zurück. Für die 40-Jährige ist Polyamorie die einzige logische Lebens- und Liebesform. «Alles andere fühlt sich nach faulem Kompromiss an.»

Lena

Auch Lena* hat polyamor gelebt. Etwa 15 Jahre lang – zuerst ohne Kinder, anschliessend mit Familie. Einst dachte sie wie Eva und identifizierte sich völlig mit dieser Lebensform. Heute sieht sie dies differenzierter.

«Polyamorie zu leben, ist komplex. Etliche Menschen wählen wohl lieber diese Form, anstatt sich mit den eigenen Bindungsschwierigkeiten auseinanderzusetzen.»

Das könne dazu führen, dass nicht immer die Grenzen aller Beteiligten respektiert, sondern einfach die eigenen Bedürfnisse durchgesetzt würden. «Ein sorgfältiger Umgang miteinander und eine klare Definition, was man mit Polyamorie genau meint, ist zentral, sonst entsteht statt Liebe rasch Leid», sagt Lena.

Abends allein zu Hause, kommt die Eifersucht hoch

Sandro* führte einige Jahre lang eine Beziehung mit einer Partnerin, die polyamor liebte. Er selber war ihr treu; er sei nicht der Typ, der Frauen aufreisse und abschleppe. Und Frauen, die ihn interessierten, lehnten es ab, Teil einer polyamoren Konstellation zu sein. Wenn er abends alleine zu Hause sass und wusste, seine Partnerin trifft sich mit ihrer Zweitbeziehung, habe er manchmal mit Eifersucht gekämpft.

«Ich ertappte mich beim Gedanken, jetzt sofort rauszugehen und mit einer anderen Frau etwas anzufangen. Gleichzeitig bemitleidete ich mich», sagt er. Dennoch habe er an der Beziehungsform nichts ändern wollen:

«Ich kannte so viele Geschichten von Seitensprüngen und heimlichen Affären, da fand ich unseren Weg ehrlicher.»

Diese Liebesbeziehung lebte er in seinen 20ern. Inzwischen ist Sandro über 30 Jahre alt und führt mit seiner neuen Partnerin eine monogame Beziehung. Eine andere Form könne er sich aktuell nicht vorstellen. Auch weil Kinder inzwischen ein Thema seien, sagt Sandro.

«Und liebst du jetzt Papa nicht mehr?»

Genau umgekehrt entschieden sich Eva und Marco, die ihre Beziehung erst öffneten, als sie Eltern waren. Und die Kinder? Die stellen natürlich Fragen, sagt Eva. Die wollen wissen, wohin Mama abends geht, wo Papa übernachtet. In den ersten Jahren, als die Kinder noch kleiner waren, hätten sie es vermieden, dass diese etwas von den wechselnden Partner mitbekommen. Aber allzu lange sei das nicht durchzuhalten gewesen. Schnell seien Fragen gekommen wie «Hast du den Mann gern? Und liebst du Papa jetzt nicht mehr?».

Ihre Kinder anzulügen, sei keine Option gewesen, sagt Eva. Zudem habe sie ihnen den Bären von der einen grossen romantischen Liebe sowieso nie aufbinden wollen.» Für dieses Märchen sind Disney und Hollywood zuständig – und damit bei meinen Kindern zugegebenermassen sehr erfolgreich.»

Aber ihre Kinder wüssten auch, dass man mehrere Personen gleichzeitig lieben könne. Wird eine Aussenbeziehung ernster und längerfristiger, lernen die Kinder die neuen Partner von Eva und Marco kennen. Ohne grosses Tamtam und ohne offizielle Vorstellungsrunde, sondern einfach an der Haustüre.

«Ich habe neben meinem Vollzeitjob und den Kindern gar nicht so viel Freizeit, als dass ich organisatorisch alles klar auseinanderhalten könnte.»

Also kommen die Kinder zum Brunch mit der neuen Flamme halt auch mal mit. Ob und wie ihr Nachwuchs in der Schule und der Nachbarschaft über die verschiedenen «Schätzelis» der Eltern erzähle, wisse sie nicht, sagt Eva.

Lena und ihr Mann verheimlichten ihre Ansichten zur Liebe nicht vor den Kindern. Altersgerecht haben sie es ihnen erklärt, sagt Lena. «Dabei darf nicht vergessen werden, dass Kinder nicht genau Bescheid über das Sexleben ihrer Eltern wissen wollen.» Gegen aussen entsprachen sie einem heteronormativen Familiensetting.

Die weiteren Liebesbeziehungen hätte sie diskret geführt, sagte Lena. Ihr fiel auf, wie stark sich ihre Kinder an der Konformität orientierten. «Ich habe unterschätzt, wie prägend das gesellschaftliche Umfeld auf sie wirkt und weniger, was wir ihnen als Eltern transportierten.» Als ihre Tochter in die Pubertät kam, verschärfte sich dies.

«Sie hatte grosse Mühe mit der Vorstellung, dass ich zwei Liebesbeziehungen hatte. Bei meiner Tochter kamen klischierte Bilder hoch, gegen die ich mit meinen Erklärungen nicht ankam», sagt Lena. Erst als ihre Tochter Jahre später selber eigene Erfahrungen sammelte, habe sie nicht mehr ablehnend auf das Thema offene Beziehungen reagiert.

Eine Liebesform, die im Umfeld für Überforderung sorgt

Polyamorie polarisiert – gerade, wenn Kinder im Spiel sind. In ihrem Standardwerk «The Ethical Slut» beschreiben die beiden Autorinnen Dossie Easton und Janet W. Hardy, dass ihre eigenen Kinder sehr selbstverständlich mit ihren Mehrfachbeziehungen aufgewachsen seien. «Das Netz unserer Beziehungen spannte sich zu einer gewaltigen Grossfamilie, die mehr als genug Energie besass, um alle Kinder willkommen zu heissen», schreiben sie.

Bild

Die Autorinnen wissen aber auch, dass es für Kinder schwierig sein kann, mit negativen Reaktionen aus dem Umfeld umzugehen. «Es ist wichtig, Kindern zu sagen, dass andere Menschen dazu andere Ansichten haben und man bestimmte Dinge besser nicht überall äussern sollte.»

In ihrem Umfeld kennen Eva und Marco kein anderes Paar mit Kindern, dass eine polyamore Beziehung lebt. Obwohl sie in einem urbanen Umfeld zu Hause sind, seien ihre Freunde mit ihrer Liebesform mehrheitlich überfordert. «Unser Modell stellt ihre eigene Beziehung zu sehr infrage», sagt Eva. Familie und Freunde würden es akzeptieren, aber darüber reden wollten die Wenigsten. Dabei sei für sie und Marco klar:

«Wir haben die Kinder und unser gemeinsames Leben. Das steht nicht zur Debatte, das ist unumstösslich.»

Dies würden sie neuen Bekanntschaften klar kommunizieren. Mit unterschiedlichem Erfolg. Viele der Aussenbeziehungen endeten damit, dass die Partner nicht mit der Situation umgehen konnten. «Am Anfang fanden sie es cool, aber irgendwann ist es ihnen doch zu wenig», sagt Eva.

Auch darum wollen sich Marco und sie zur Zeit nicht mehr auf neue Partner einlassen. «Wir leben fast monogam», sagt Eva. Ob sich das wieder ändert, wisse sie nicht. «Wir suchen nicht aktiv nach Partnern, das muss sich ergeben.»

Die offene Beziehung habe die Verbindung zu ihrem Mann gestärkt. Sie sei stolz darauf, wie sie das hinbekommen hätten. «Wir wissen jetzt, dass wir uns nicht bei der ersten Verliebtheit verlassen oder weil wir mit jemand anderem den besseren Sex haben.»

*Namen geändert

(aargauerzeitung.ch)

Weil Verliebte auf Fotos nicht kitschig aussehen müssen

14 kitschige Komplimente zum Verlieben im Test

Play Icon

Emma Amour beantwortet auch Fragen, hier:

«Mein Freund will während der WM keinen Sex mit mir, weil er ‹zu aufgeregt› ist!»

Link zum Artikel

«Meine Freundin konnte beim Sex nicht zum Orgasmus kommen»

Link zum Artikel

«Ich bin 24 Jahre alt und war noch NIE in meinem Leben verliebt ...»

Link zum Artikel

«Soll ich auf alte Liebe oder neue Flamme setzen?»

Link zum Artikel

«Muss ich als Single immer damit rechnen, plötzlich geghostet zu werden?»

Link zum Artikel

«Wie komme ich zu einem Date mit einer Fussgöttin?»

Link zum Artikel

«Das Sexleben meiner Mutter widert mich an»

Link zum Artikel

«Wie viele Chancen soll ich ihr noch geben?»

Link zum Artikel

«Wie soll ich mit seinem Mini-Penis umgehen?»

Link zum Artikel

«Wie mache ich im Büro den ersten Schritt?»

Link zum Artikel

«Manchmal liebt er mich, dann wieder nicht, was soll ich tun?»

Link zum Artikel

«Muss man sich als Single darauf einstellen, weggeworfen zu werden?»

Link zum Artikel

Hoi Emma, darf ich meiner Freundin sagen, dass ich ihren Freund scheisse finde?

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Emma Amour beantwortet auch Fragen, hier:

«Mein Freund will während der WM keinen Sex mit mir, weil er ‹zu aufgeregt› ist!»

96
Link zum Artikel

«Meine Freundin konnte beim Sex nicht zum Orgasmus kommen»

52
Link zum Artikel

«Ich bin 24 Jahre alt und war noch NIE in meinem Leben verliebt ...»

66
Link zum Artikel

«Soll ich auf alte Liebe oder neue Flamme setzen?»

89
Link zum Artikel

«Muss ich als Single immer damit rechnen, plötzlich geghostet zu werden?»

69
Link zum Artikel

«Wie komme ich zu einem Date mit einer Fussgöttin?»

58
Link zum Artikel

«Das Sexleben meiner Mutter widert mich an»

82
Link zum Artikel

«Wie viele Chancen soll ich ihr noch geben?»

52
Link zum Artikel

«Wie soll ich mit seinem Mini-Penis umgehen?»

123
Link zum Artikel

«Wie mache ich im Büro den ersten Schritt?»

40
Link zum Artikel

«Manchmal liebt er mich, dann wieder nicht, was soll ich tun?»

36
Link zum Artikel

«Muss man sich als Single darauf einstellen, weggeworfen zu werden?»

71
Link zum Artikel

Hoi Emma, darf ich meiner Freundin sagen, dass ich ihren Freund scheisse finde?

14
Link zum Artikel

Emma Amour beantwortet auch Fragen, hier:

«Mein Freund will während der WM keinen Sex mit mir, weil er ‹zu aufgeregt› ist!»

96
Link zum Artikel

«Meine Freundin konnte beim Sex nicht zum Orgasmus kommen»

52
Link zum Artikel

«Ich bin 24 Jahre alt und war noch NIE in meinem Leben verliebt ...»

66
Link zum Artikel

«Soll ich auf alte Liebe oder neue Flamme setzen?»

89
Link zum Artikel

«Muss ich als Single immer damit rechnen, plötzlich geghostet zu werden?»

69
Link zum Artikel

«Wie komme ich zu einem Date mit einer Fussgöttin?»

58
Link zum Artikel

«Das Sexleben meiner Mutter widert mich an»

82
Link zum Artikel

«Wie viele Chancen soll ich ihr noch geben?»

52
Link zum Artikel

«Wie soll ich mit seinem Mini-Penis umgehen?»

123
Link zum Artikel

«Wie mache ich im Büro den ersten Schritt?»

40
Link zum Artikel

«Manchmal liebt er mich, dann wieder nicht, was soll ich tun?»

36
Link zum Artikel

«Muss man sich als Single darauf einstellen, weggeworfen zu werden?»

71
Link zum Artikel

Hoi Emma, darf ich meiner Freundin sagen, dass ich ihren Freund scheisse finde?

14
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

185
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
185Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Philip Reber 28.10.2019 13:35
    Highlight Highlight #WhereIsMyCountryGone
  • Ricardo Tubbs 28.10.2019 11:03
    Highlight Highlight bäh, die armen kinder!
  • Name_nicht_relevant 28.10.2019 10:23
    Highlight Highlight Ich würde das niemals mitmachen und mein Partner auch nicht, jedem das seine aber wenn ich Kinder habe möchte ich ihnen auch nicht so ein Vorbild sein. Heut zu Tage wird man so schnell durch angeblich bessseres ersetzt, viele haben einfach verlent Dankbar zu sein mit dem was Sie haben. Widerum andere sind zu Abhändig und bleiben in Unglichen Bindungen stecken. Irgendwie haben viele vergessen was Liebe und Bezihung bedeutet.
  • Bloody Mary 28.10.2019 09:34
    Highlight Highlight Ich muss sagen, dass ihnen das zeitlich und emotional aufgeht bewundere ich ein wenig. Ich mein, ich komm schon oft an meine Grenzen mit EINEM Mann, 2 Kinder, Job, Haushalt etc. - das alle zufrieden sind am Ende des Tages. Ich hätte schlicht die Zeit (und die Nerven hihi )nicht, ganz ehrlich, für noch einen Mann😳
  • Der Rückbauer 27.10.2019 16:42
    Highlight Highlight Ich lese solches nicht. Und ich möchte auch nicht die Erbteilung durchführen.
  • Baron Swagham IV 27.10.2019 13:29
    Highlight Highlight Alle Paare sollen auf ihrem façon glücklich werden- hauptsache es stimmt für alle Beteiligten.
    Monogamie als billigen Kompromiss zu bezeichnen ist ähnlich fehl am Platz wie wenn Polygamie als wildes rumgebumse betitelt wird.
    Die Aussage "dieses Modell stellt die Beziehung von Monogamen infrage" wirkt auf mich eher wie jemand der einfach anders sein will.
    Ich kenne 2 polyamore Paare aus dem Freundeskreis und habe mich nie in meiner monogamen Beziehung mit meiner damaligen Freundinn angegriffen gefühlt.
    Chnörz gits i aune Forme🧟‍♂️
  • BlueWave 27.10.2019 13:27
    Highlight Highlight Nach 6 Jahren monogam, leben wir seit 4 Jahren in einer offenen Beziehung. Wir haben uns im Umfeld von Meditation und Körperarbeit in die offene Beziehung hinein entwickelt. Unsere Beziehung mit uns als Hauptbeteiligten darin, ist so stabil wie nie zuvor. Nach gefühlten tausenden von Stunden Diskussionsarbeit über Menschen, Liebe, Bedingungslosigkeit, absichtsloser Achtsamkeit, Verlustangst sind wir einfach nur glücklich. Sehr froh auch, dass wir die kirchlichen Moralvorstellungen und deren Manipulation hinter uns lassen können. Liebe auf dem Planeten zu geben und zu nehmen ist einfach schön.
    • Nick Name 28.10.2019 17:00
      Highlight Highlight Schön!

      (Nun wäre ich gespannt, was hinter den vielen Blitzen steckt...)
  • Gritibenzli 27.10.2019 13:13
    Highlight Highlight Finde den Ausdruck "Er war ihr treu" sehr unpassend gewählt. Es suggeriert, dass sie ihn betrogen hat. Dies ist in einer offenen Beziehung jedoch nicht der Fall, wenn der Sex ausserhalb der Beziehung von beidem gutgeheissen wird.
    Aber auch in einer offenen Beziehung kann es zu betrug kommen, wenn abgemachte Regeln nicht eingehalten werden.
  • Penguin 27.10.2019 13:06
    Highlight Highlight Ich liebe viele. Manche mehr, andere weniger. Manchmal wünsch ich mir mehr, manchmal nicht. Bin ich Polyamor? Keine Ahnung. Rein von der Wortbedeutung her bestimmt. Ich weiss jedoch, dass ich die Liebe zu anderen nicht mehr unterdrücken will. Wie sie sich ausrückt ist verschieden, genau wie die Art und Intensität der Liebe. Klar ist, unterdrücken macht mich auch nicht glücklich. Und mit einer klaren, ehrlichen und offenen Kommunikation werden erst noch alle Beziehungen stärker.

    Jedem das Seine 🙂
  • naherrawan 27.10.2019 12:50
    Highlight Highlight Lebensweise von Tieren 👍🏽
    • DemonCore 27.10.2019 13:46
      Highlight Highlight Wir sind Tiere.

      Überfamilie: Menschenartige (Hominoidea)
      Familie: Menschenaffen (Hominidae)
      Unterfamilie: Homininae
      Tribus: Hominini
      Gattung: Homo
      Art: Mensch
    • DemonCore 27.10.2019 14:28
      Highlight Highlight Abgesehen von der beabsichtigten emotionalen Aktivierung enthält dieser Ursprungskommentar fast nichts. Es gibt lebenslang monogame Arten, es gibt Arten die haben männliche oder weibliche Harems als Normalfall. Es gibt Arten wo Weibchen nach der Befruchtung das Männchen auffressen. Es gibt Arten wo das Männchen zunächst mal den Nachwuchs anderer Männchen auffrisst und erst dann das Weibchen begattet.

      Was genau nützt uns die banale Erkenntnis, dass wir auch Tiere sind?
    • naherrawan 27.10.2019 17:04
      Highlight Highlight Ja Tiere sind ja auch fähig zu Selbstrefklexion.... Du kannst ruhig denken, dass du ein Tier bist, mir egal.

      Ohne Prinzipien und Moral werdet ihr in diesem Leben nie einen Sinn und Glück findet. Go ahead lebt wie Tiere!
  • die_rote_Zora 27.10.2019 12:01
    Highlight Highlight Wieso glauben hier viele, dass die Kinder zwingend unter dem leiden?
    Meine Eltern führten jahrelang eine offene Beziehung und ich wusste davon, seit ich ca. 12 war... und ich habe das auch nie als Belastung/ etwas schlechtes empfunden, da meine Eltern mir immer klar vermitteln konnten, dass dies nichts an den Gefühlen ändert die sie füreinander oder auch für mich haben!
    Und auch wenn es mich zwar offen gemacht hat, bin heute trotzdem auf der Suche nach einer monogamen Beziehung und möchte dies für mich nicht...
  • Schnog 27.10.2019 11:58
    Highlight Highlight Es gibt nur eine wahre Art der Liebe und diese ist bedingungslos. Besitzansprüche in monogamen (und zum teil auch in polygamen) Beziehungen sind eine Projektion der eigenen Unsicherheit und provozieren eine emotionale Abhängigkeit des Partners. Polyamorie heisst nicht, dass man mit allen gleich ins Bett hüpft aber es heisst, dass die Partner ehrlich sind zueinander und auch über sexuelle Bedürfnisse miteinander sprechen und sich die Möglichkeit geben, diese auszuleben. Wenn beide Parteien das wollen, können wunderschöne und glückliche Beziehungen daraus entstehen.
    • Rüebliraupe 27.10.2019 20:17
      Highlight Highlight Danke, das waren etwa die Worte die ich gesucht habe!
  • nass 27.10.2019 10:24
    Highlight Highlight Polyamor hat rein gar nichts mit kreuz und quer durchs Quartier bu*^#~!
    Und ob die Kinder von "monogam" lebenden bei der aktuellen Scheidungsrate von knapp 40%glücklicher sind wage ich das zu bezweifeln.

    Aber ja, es ist natürlich einfacher einfach "monogam" wie eh und je zu leben und im geheimen eine Affäre oder mehrere zu haben, als Dinge anzusprechen, auszudiskutieren und Lösungen zu suchen.
  • ZEWA Wisch und Weg 27.10.2019 10:23
    Highlight Highlight ... aber kinder müssen sich sicher fühlen und sich auf die eltern verlassen können. beständigkeit wäre für kinder wohl das wichtigste in einem polyamoren umfeld. 2/2
    • DemonCore 27.10.2019 14:44
      Highlight Highlight Ob Beständigkeit das absolut Wichtigste im Leben eines Kindes ist weiss ich nicht. Wenn es aber für Kinder aus polyamoren Beziehungen wichtig ist, dann ist es sicher auch für Kinder aus monogamen Beziehungen wichtig. Ich glaube ich erzähle niemandem etwas neues wenn Monogamie hier die Erwartungen noch nicht ganz erfüllt. Vlt müssen wir uns mit dem Gedanken anfreunden, dass es keine einzelne perfekte Lösung für alle Beziehungen gibt.
  • ZEWA Wisch und Weg 27.10.2019 10:22
    Highlight Highlight ... also in der klasse meines kindes (nun erwachsen) hatte es einige kirschblütler eltern die polyamor gelebt haben.
    ich habe beobachtet, dass dies für die kinder nicht immer einfach war, wenn dann papa bei der mama eines anderen kindes für ein paar monate lebte... und dann ab und zu wieder nach hause kam... auch das man plötzlich von einem tag auf den andern ein schulkamerad gleich behandelt wurde wie ein geschwister...
    o-ton eines kindes: weshalb bringt papa XY auch so ein geschenk? er ist doch mein papa... XY hat einen anderen papa.
    jeder soll leben wie er oder sie möchte 1/1
    • Snowy 27.10.2019 12:55
      Highlight Highlight Da war wohl in erster Linie das Problem, dass sie Kirschblütler waren.
  • Bene86 27.10.2019 10:09
    Highlight Highlight Ach und natürlich fanden diese Personen alle erst NACHDEM sie geheiratet und Kinder gezeugt haben heraus, dass sie ja eigentlich polygam leben möchten.

    Interessant...
  • Hirngespinst 27.10.2019 10:08
    Highlight Highlight Es gibt auch Gemeinschaften, welche sich Polyamorie gross auf die Flagge geschrieben haben.

    Die Kirschblütengemeinschaft aus Lüsslingen-Nennigkofen zum Beispiel.
    • supremewash 27.10.2019 16:13
      Highlight Highlight Gruppensex und LSD sind einfach zwei Schleppnetze solcher New-Age-Sekten. Behaupte jetzt mal dass sich Menschen wie in diesem Artikel zitierte, ernsthafter und nüchterner (haha) mit der eigenen Liebe und Sexualität auseinandersetzten.
  • Albatros 27.10.2019 10:05
    Highlight Highlight Wertschätzung und Verantwortungsbewusstsein als tragende Pfeiler einer Beziehung. Fehlt jene Achtsamkeit, wird der Bogen zum Brückenschlag zwischen "Ich" und "Du" kaum realisierbar, ob monogam oder polyamor als Basis.
  • glittertintedglasses 27.10.2019 10:03
    Highlight Highlight Wieso kommentieren hier so viele über "Geben vs. Nehmen", Bindungsunlust und kaputte Scheidungskinderfahrungen? Die beteiligten Polyamoristen haben sich doch ganz klar FÜR den/die Ehepartner*in entschieden inkl. stabilem Umfeld für die Kinder. Niemand behauptet, er/sie würde seine/ihren Ehepartner*in nicht mehr lieben. Weshalb sollten die sich scheiden lassen? Darüber hinaus wird dem anderen (und sich selbst) erlaubt, "mehrere" Erfahrungen zu machen. Das ist hauptsächlich Geben, nicht Nehmen. Wenn das beide wollen und können, wo soll da Schaden entstehen? Worunter genau leiden die Kinder??
  • fabsli 27.10.2019 09:42
    Highlight Highlight Vielleicht sollten sich einige hier genauer über Polyamorie informieren und nicht voreilig Schlüsse ziehen. Polyamorie hat nichts mit ständigem Partnerwechsel zu tun.
    • maude 27.10.2019 09:51
      Highlight Highlight Genau. Und vielleicht sollten sich Artikelschreiber auch mal die Mühe machen, Menschen zu finden, die wirklich polyamor leben und nicht solche die offene Beziehungen als polyamore bezeichnen weils besser klingt.So werden doch die Bettgehüpfeklischees nur weiter bedient, mehr nicht.
    • DemonCore 27.10.2019 13:49
      Highlight Highlight Polyamorie sagt nichts aus über die Frequenz des Partnerwechsels und die Anzahl der Partner, sondern etwas über den emotionalen Aspekt. Umgekehrt sagt Offene Beziehung nichts aus über die Anzahl, die Frequenz und auch nichts über die Emotionalität, sondern nur, dass die Beziehung offen im Gegensatz zu geschlossen ist. Polyamore sollten nicht versuchen OB schlecht zu reden, und umgekehrt. Das machen schon die Monogamisten.
    • maude 27.10.2019 16:27
      Highlight Highlight @Demoncore, ein ❤️ von mir für den Kommentar das wollt ich nicht, dass es so wirkt.
      Ich kenn einfach u.a. Trio, die seit bald 30 Jahren sehr glücklich sind-ohne Andere daneben- da dann siehe Kommentare zu behaupten, es ginge nur ums animalische vögeln find ich derbe abwertend und macht mich sauer.
      Abwertend und mir unverständlich sind viele Kommis hier eh egal welche Beziehungsform betreffend. Aber solange es nur anerkannt ist, den Partner aus Angst zu belügen und zu betrügen, jänudenn..(und ich dacht immer Liebe hat in erster Linie mit Loyalität,Respekt Wertschätzung und Ehrlichkeit zutun)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gawayn 27.10.2019 09:36
    Highlight Highlight Mooment mal...
    Mehrere Partner haben, aber mit einem wirklich zusammen sein, die Anderen sind austauschbar, ist ehrlich?

    Das 2 Menschen, sich aufrichtig lieben und diese Liebe nur für einander vorbehalten, soll dafür ein fauler Kompromiss sein?

    Ich bitte um Verständnis.
    Aber diese Denkweise verstehe ich nicht.

    Auch das Argument mit den Kindern,
    Zieht da nicht. Ich hoffe doch sehr, sie liebt ihre Kinder nicht auf die selbe Weise wie ihren Mann.

    Ich glaube sie möchten nur, mit Erlaubnis einander betrügen...
    • DemonCore 27.10.2019 13:51
      Highlight Highlight Wer schreibt etwas von austauschbar? Ich kenne viele oberflächlich monogame Beziehungen wo sich dann plötzlich der eine Partner auch als austauschbar entpuppte. Ist das denn besser?
    • Gawayn 27.10.2019 15:44
      Highlight Highlight Dann hast du eine seltsame Definition für den Begriff monogam...
    • DemonCore 27.10.2019 16:04
      Highlight Highlight Ein Mann und eine Frau heiraten -> monogam. Was ist daran seltsam?

      Die Frau betrügt den Mann, da er doch austauschbarer ist, als sie sich das gegenseitig an der Hochzeit geschworen haben. Es kommt zu einer Scheidung.

      Monogamie ist super. Auf dem Papier. Papier ist geduldig.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Vecchia 27.10.2019 09:16
    Highlight Highlight "...Zudem habe sie ihnen den Bären von der einen grossen romantischen Liebe sowieso nie aufbinden wollen.» Für dieses Märchen..."

    muss ziemlich frustrierend sein, wenn man so eine fixe unrealistische Vorstellung von Liebe hat, dass man sie aus dem Leben verbannt.

    Es gibt die grosse Liebe. Ob sie eher romantisch oder sehr leidenschaftlich, ob sie ewig oder zeitlich beschränkt oder gar eine Amour-fou ist, ist schlussendllich egal.
    Sie ist ein tiefes Gefühl, das das Leben sehr bereichert, dessen Verlust aber auch sehr schmerzhaft sein kann.

    Polyamorie wäre mir zu oberflächlich.




    • fabsli 27.10.2019 09:38
      Highlight Highlight Wenn du Polyamorie nicht kennst, solltest du vermeiden zu schreiben, dass sie zu oberflächlich ist.
    • DemonCore 27.10.2019 09:48
      Highlight Highlight Ich bin nicht polyamor, aber ich würde nie behaupten die könnten nicht auch grosse Liebe empfinden.
    • Vecchia 27.10.2019 10:00
      Highlight Highlight Der Beschreibung nach scheint Evas Lebensweise jedenfalls nicht viel Platz für Tiefe zu haben.

      Ausserdem haben die Kinder scheinbar keine Wahl und müssen einfach mitziehen.
      Es kann passieren, dass man sich in Menschen ausserhalb der Partnerschaft verliebt und wenn der Partner aufrichtig glücklich ist damit, ist ja alles okay. Aber man sollte partnerschaftliche Liebe zwischen Erwachsenen und Elternliebe in einem gewissen Grad schon klar trennen.

    Weitere Antworten anzeigen
  • Dr no 27.10.2019 09:12
    Highlight Highlight Geht mit kindern gar nicht. Da muss man haltkompromisse eingehen wenn man eine stabile familie will und nicht nur mit dem unterleib denken
    • Garp 27.10.2019 10:04
      Highlight Highlight Bei Polyarmorie geht es _nicht_ in erster Linie um Sex, Du hast da etwas völlig falsch verstanden. Es geht ins erster Linie um Liebe die auch dauerhaft sein kann. Nicht zu verwechseln mit Swingen oder offenen Beziehungen, in denen man sich kurze Abenteuer zugesteht.
    • DemonCore 27.10.2019 11:52
      Highlight Highlight Offene Beziehung ist eine Beziehung die nicht geschlossen monogam ist. Polyamore versuchen offene Beziehungen schlecht zu reden indem sie sie als rein sexuelle Angelegenheit abtun. Polyamorie bedingt eine offene Beziehung, also bitte nicht das eine gegen das andere ausspielen.
    • Garp 27.10.2019 12:45
      Highlight Highlight Ich bin selber monogam, kenne 2 Polyamore, die reden nichts schlecht. Soll jeder glücklich werden wir es zu ihm passt und auf die Kinder Rücksicht nehmen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gubbe 27.10.2019 09:10
    Highlight Highlight Ich bin ein Scheidungskind und kann diese Polyamorie nur ablehnen. Ich denke, dass es sich für ein Kind, ich war schon 18, wie damals bei mir anfühlt, als Vater mir seine 'neue' Frau vorstellte. Entsetztes Erstaunen! Natürlich denkt man sich, wenn man eine schöne Frau/Mann sieht, in der Fantasie etwas aus. Das reale Leben überlebt Fantasie. Dieses Polydings ist doch nichts weiteres als Sexgelüste. Ähnlich wie: lass die Taube auf dem Dach, du hast einen Spatz in der Hand. Wenn man allem nachgibt, entsteht Unsicherheit. Wie im Artikel zu lesen ist. - Konservativ, ich weiss.
    • DemonCore 27.10.2019 14:56
      Highlight Highlight Kannst du Gedanken lesen? Nein? Dann weisst du auch nicht ob es 'nur Sexgelüste' sind. Übrigens sind auch sexuelle Bedürfnisse legitime Bedürfnisse, genauso wie nicht-sexuelle.
  • Saerd neute 27.10.2019 08:50
    Highlight Highlight Eine Ehe oder modern eine Partnerschaft kann nur funktionieren mit Geben und Nehmen. An der Liebe muss auch gearbeitet werden, es ist immer eine Entscheidung für seinen Partner. Die Liebe ist nicht selbstverständlich, man muss dafür auch etwas tun.
    Polygamie ist einseitig auf Nehmen fixiert, die eigenen Ansprüche sind im Vordergrund, schlicht gesagt es ist egoistisch. Daher hat das auf die Dauer kein Bestand und wird scheitern. Leiden werden darunter alle, vorrallem die Kinder.
    • fabsli 27.10.2019 09:44
      Highlight Highlight Vielleicht solltest du dich etwas besser über Polyamorie informieren, bevor du so einen Kommentar schreibst. Es scheint nämlich, dass du keine Ahnung hast.
    • Sebi Schacher 27.10.2019 10:43
      Highlight Highlight Und auch er darf seine meinung dazu haben, hier herrscht GDS noch meinungsfreiheit.
    • die_rote_Zora 27.10.2019 11:37
      Highlight Highlight Hast du den Artikel richtig gelesen? Eva sagt ja genau, dass die Polyamorie sie auch näher zu Marco gebracht hat und es auch kein Muss ist, mehrere Partner zu haben (so wie aktuell)... für mich klingt das eben genau danach, dass sie auf diesem Weg an ihrer Beziehung gearbeitet haben und noch mehr Vertrauen aufbauen konnten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • K1aerer 27.10.2019 08:48
    Highlight Highlight Leben und leben lassen ist meine Devise. Aber bei den Kindern hört der Spass wirklich auf.
    • DemonCore 27.10.2019 09:46
      Highlight Highlight Nein. Kinder sind lustig. Vorallem sind sie geistig flexibler als so mancher Erwachsener. Meinst du Kinder sollten den Eltern vorschreiben wie sie ihre Beziehung leben? Kinder haben ein Recht auf Versorgung, auf Liebe, auf Aufmerksamkeit, aber Eltern haben auch noch Rechte.
    • ingmarbergman 27.10.2019 11:26
      Highlight Highlight Ich habe jetzt seit einem halben Jahr eine Tochter und ich kann dir versichern, der Spass hat nicht aufgehört.

      Traurig sind Eltern, die denken, dass sie ihr eigenes Leben wegen der Kinder aufgeben müssen. Langfristig leiden darunter die Kinder sicher mehr, weil sie dann als Projektionsfläche der nicht erfüllten Wünsche ihrer Eltern hinhalten müssen.
    • K1aerer 27.10.2019 12:31
      Highlight Highlight Glaubt ihr ernsthaft die Kinder werden dann lernen, wie eine ernsthafte Liebe aussieht, wenn die Eltern nur wechselhaft leben?!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Zeit_Genosse 27.10.2019 08:25
    Highlight Highlight Irgendwie überzeugt mich der Blick von aussen nicht. Eine/r will, der/die Andere eher weniger, oder auf der Zeitachse verschieben sich die Bedürfnisse. Das ist eine sehr komplexe Beziehungsform. Ob wirklich alle dabei glücklich sind? Da wird auch schöngeredet. Und gibt hat Paare, wo einzelne aus Unzufriedenheit aus der Beziehung scheren, aber das Praktische am anderen nicht verlieren möchten. Was passiert wenn sich jemand so richtig auswärts verliebt und nicht mehr rumwursteln will? Konventionen lösen Konventionen ab. Exklusivität ist doch ein schönes Gefühl für beide. Ein gernbezahlter Preis.
    • ceciestunepipe 27.10.2019 11:02
      Highlight Highlight Monogamie wird auch schöngeredet...
      Sonst bräuchte es nicht all diese Ratgeber, Paartherapeuten und Seitensprung-Portale...
  • recto 27.10.2019 08:19
    Highlight Highlight Jedem das seine.

    Ich persönlich bin froh, dass ich in einer monogamen Beziehung lebe. Ich schätze die nun über ein Jahrzehnt andauernde Stabilität und Sicherheit -- gerade mit Kindern. Das braucht Committment und auch Investitionen in die Beziehung, zahlt sich für uns aber aus.

    Zudem: auch wenn sich das jetzt nach Klischee anhört, ich finde meine Partnerin auch auch nach 13 Jahren extrem attraktiv und schön. Das hilft ;-)
    • Sonnenbankflavor 27.10.2019 13:15
      Highlight Highlight ❤️wunderschön, deine Partnerin kann sich glücklich schätzen!
    • Nurfürdichsichtbar 27.10.2019 16:56
      Highlight Highlight Das geht mir seit 34 Jahren so. Ich finde mich immer noch extrem zu meiner Frau hingezogen, sie ist meine Welt, in vielen Belangen attraktiv und schön. Wir sind glücklich mit unseren erwachsenen Kindern. Und ja, es braucht Investitionen, Beziehungsarbeit und den Willen, gemeinsames Glück zu suchen und zu finden. Ich liebe sie!
    • Sonnenbankflavor 27.10.2019 17:49
      Highlight Highlight Hach ich würde fast alles dafür geben um so einen Mann kennen zu lernen. Leider scheint meine Generation heute nichts mehr in eine Beziehung zu investieren und dafür zu kämpfen :( Für alles andere kämpfen sie (Job, Geld etc.) aber für den Partner nicht. Unverständlich für mich.
    Weitere Antworten anzeigen
  • häxxebäse 27.10.2019 07:54
    Highlight Highlight Jede generation wird es versuchen und jede wird daran scheitern... ist wie kommunismus: in der theorie klingt es herrlich, in der realität hat immer einer/eine herzschmerz.
    Aber ich finde es schön, dass man sein leben selber gestalten darf und wenn man das so leben möchte, dann soll man das.
    • DemonCore 27.10.2019 09:42
      Highlight Highlight Es verlangt ja niemand dass alle so leben.
    • Tamtam87 27.10.2019 12:45
      Highlight Highlight Gerade in zeiten des Individualismus und dem auflösen der klassischen werte wird dieses modell mehr an bedeutung gewinnen, was aber nicht heisst das die polyamorie höher bewertet werden wird als die monogamie, schliesslich gibt es genügend menschen denen die monogamie besser liegt.
  • Sweety28 27.10.2019 07:50
    Highlight Highlight Entweder liebt man eine Person ganz fest oder man macht schluss wenn keine gefühle oder nur noch wenige da sind
  • HerrCoolS. 27.10.2019 07:25
    Highlight Highlight Ich habe vor rund fünf Jahren für rund ein halbes Jahr in einer Dreiecksbeziehung gelebt. Eifersucht, Missgunst und Wut waren ständige Begleiter - unschön.
    Ich habe mir ständig überlegt wie ich den Parasiten (so nannte ich meinen Mitbuhler für mich insgeheim). Die Lösung bestand schlussendlich darin, einfach zu gehen. Meine Frau rannte mir weinend an den Bahnhof nach - am mächsten Tag musste der andere Typ seine sachen packen.

    Den Entschluss faste ich während eines Marathons - hatte wohl 42 km Zeit über meine Situation und innerstes nachzudenken 😉
    • Logan 27.10.2019 09:08
      Highlight Highlight Was der Beweis ist, dass Vielläufer Probleme zu lösen haben.
      Keine Kritik, einfach eine Beobachtung
    • who cares? 27.10.2019 19:13
      Highlight Highlight Bist du noch immer mit der Frau? Als Marathonläufer hättest du sie ja locker damals am Bahnhof abgehängt.
    • Michael Mettler 27.10.2019 19:36
      Highlight Highlight @Logan. Ja und es ist schön sie beim Laufen zu lösen...
  • UHauser 27.10.2019 07:21
    Highlight Highlight Ein heteronormatives Familiensetting....im ernst jetzt? Bei all den poliamoren, offenen, kreuz und quer settings die mittlerweile en vogue sind freu ich mich ueber jedes Paar das auch nach 50 Jahren noch ehrlich lieben, streiten und zusammen glücklich sein kann....bless you Mum and Dad!
  • gi_ann 27.10.2019 07:09
    Highlight Highlight Sehr schwieriges Thema. Mein Freund ist so eingestellt (hat noch nichts gemacht, aus Respekt mir gegenüber) und ich bin monogam gepolt...Da wird man echt unsicher und stellt alles in Frage. Ich denke ich kann das nicht mitmachen & ihn in dieser Hinsicht einengen möchte ich ja auch nicht 🙈.
    Hut ab an alle, die das können!
    • Mügäli 27.10.2019 07:24
      Highlight Highlight @gi_ann - Du engst ihn ja nicht ein. Es ist eine grundlegende Beziehungsfrage welche nichts mit ,einengen' zutun hat. Für einen Menschen welche die körperliche Liebe ausschliesslich mit seinem Partner teilen möchte würde ein Kompromiss nur Leiden bedeuten. Von mir ausgesehen, gibt es in dieser Hinsicht kein Kompromiss. Hier stellt sich definitiv die Frage, passen wir zusammen ...
  • paco95 27.10.2019 05:36
    Highlight Highlight Wohl keine Ahnung wie es ist in einer kaputten Familie aufzuwachsen. Hauptsache diese Leute können ihre Triebe ausleben. Die Leidenden sind die Kinder.Alles gute weiterhin, bei eurem was auch immer.
  • Tenno 27.10.2019 04:26
    Highlight Highlight Grundsätzlich ist es ein gesellschaftliches Problem. Es geht immer mehr um sich selber als um das Ganze. Egal ob bei Abstimmungen, Umwelt, Beziehungen oder was auch immer, due Haltung ist je länger je nehr ich ich ich.
    Jede Beziehung egal ob in einer Partnerschaft, gegenüber den Mitmeschen oder wie auch immer, hat mit nehmen und geben zu tun. Man verzichtet auch mal auf etwas zum Wohle eines anderen. Wer dazu nicht bereit ist, sollte keine Kinder haben, keine Beziehungen führen und nicht in der Schweiz mit ihrem Sozialnetzwerk leben.
    • Logan 27.10.2019 09:14
      Highlight Highlight Ziemlich lebensfremde Aussage. Was, wenn sich die Partnerin, der Partner nach einiger Zeit so stark verändert, dass man so gar keine Eigenschaften mehr findet, welche man einmal so schön fand? Dann stehen sie da, können sich eine Trennung nicht leisten, besonders als Mann. Dann sollen sie mit knapp 40 auf alles verzichten? Klaaar.... sie Haben ja Familie, Haus und Hund.... was braucht man mehr?
      Bitte etwas weitgefächterter Denken.
  • feuseltier 27.10.2019 03:56
    Highlight Highlight Saft sie, sie hat keine Zeit, aber das 3. Kind kam gerade auf die Welt. . Wie wäre es keine oder nur wenige Kinder zu machen, dafür in einer glücklichen Beziehung mitbekam Partner. .
  • Hierundjetzt 27.10.2019 01:59
    Highlight Highlight Gott ist das anstrengend 😳 🤭

    Frage mich ernsthaft, was am Ende des Tages davon übrigbleibt. Da reicht ja für nichts anderes mehr im Leben.

    Für mich persönlich wären das verschwendete Jahre Pubertäres Verhalten mit 40 auszuleben.

    Aber: jedem das seine.

  • Frausowieso 27.10.2019 00:56
    Highlight Highlight "Zudem habe sie ihnen den Bären von der einen grossen romantischen Liebe sowieso nie aufbinden wollen"..... wie gemein, seinen Kindern so etwas zu sagen. Man erzieht sie so ja zu beziehungsunfähigen. Wenn man nicht an die Liebe glaubt, bindet man sich nicht. Stellt euch vor, eines der Kinder würde den Seelenverwandten finden, aber dank der Mutter, vertraut es nicht auf seine Gefühle.
    • Rüebliraupe 27.10.2019 02:00
      Highlight Highlight Glaubst du an die ewige grosse Liebe?
    • Saraina 27.10.2019 02:44
      Highlight Highlight Ewig nicht, aber andauernd und sich entwickelnd.
    • Eine_win_ig 27.10.2019 07:30
      Highlight Highlight Rüebliraupe: ewig und gross? Nein.
      Aber ich glaube an die Liebe. An das, was ich mit meiner Frau habe.
      Streiten wir uns? Jop, regelmässig. Entwickeln wir uns beide weiter? Jop, auch das.

      Eine Beziehung ist miteinander gehen, zusammen Lösungen finden, wie Saraina eben so schön sagt: andauernd und entwickelnd. :)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Blaubar 27.10.2019 00:09
    Highlight Highlight Oft holen sich Partner einfach auch Selbstbestätigung ausserhalb der Beziehung (meine Erfahrung). Ich persönlich habe ein wenig Mühe damit. Das suggeriert, dass eine Beziehung ja mit der Zeit langweilig und ausgeschöpft sei. Dass man aber auch nach 20 Jahren seine Partner(in) nochmal neu entdecken kann und Seiten sieht, von denen man keine Ahnung hatte, ist ebenfalls eine Erfahrung, die ich gemacht habe. Ich empfehle daher eher „an der Beziehung zu arbeiten“. Muss aber letztlich jede(r) selber wissen.
  • maude 27.10.2019 00:09
    Highlight Highlight Für mich beschreibt das nicht Polyamorie sondern eher eine offene Beziehung.
    Wird zu oft in einen Pott geschmissen und tut Paaren die 20,30 ja tlw.40 Jahren mit denselben Menschen eine Liebesbeziehung führen unrecht weils einfach was anderes ist.
  • Locutus70 26.10.2019 23:59
    Highlight Highlight So wie sich das liest: Ein Egoist und der andere macht halt mit um sie/ihn nicht zu verlieren.
    Auf dieser Basis gibt es irgendwann ein böses Erwachen - entweder für einen oder alle beide.
  • Knäckebrot 26.10.2019 23:50
    Highlight Highlight Beständigkeit und Verbindlichkeit sind nicht mehr besondere Stärken unserer Generation.

    Und interessant, dass man das Wort "Treue" fast nur noch im Zusammenhang mit "Kundentreue" verwendet und auf der Beziehungsebene allerdings schon fast altbacken klingt.
    • Menel 27.10.2019 00:29
      Highlight Highlight Wann war es denn mit der Treue besser bestellt und wieso?
    • Sonnenbankflavor 27.10.2019 00:46
      Highlight Highlight Die Menschen sind schon immer untreu gewesen aber heute gilt man fast schon als uncool oder verklemmt wenn man nicht fremdgeht. Die sozialen Medien und Werbung tragen dazu bei. Läuft es nicht mehr gut mit dem Partner? Kein Problem: ich gehe auf Tinder oder Facebook und finde dort tausende neue willige Leute. Lese ich heute Nachrichten online sehe ich jeden Tag Werbung für Fremdgehportale.
    • Rüebliraupe 27.10.2019 02:30
      Highlight Highlight Ja frage mich auch gerade wievil Betrug hintenrum stattfindet, wo im Vordergrund Happy Family gespielt wird. Das ist meiner Meinung nach nicht ehrlich..
    Weitere Antworten anzeigen
  • Der müde Joe 26.10.2019 23:28
    Highlight Highlight Jeder kann machen was er will. Hauptsache es passt für ihn. Ob andere darunter leiden, oder die Psyche der Kinder darunter leidet ist doch schnurz. Das beste für sich selbst, der Rest wird das schon verkraften.
    Moral? Was ist denn schon Moral?!
    Hauptsache: Jeder kann machen was er will! Konsequenzen? Äääch, egal!

    Und dann wundert sich der Mensch, warum alles immer mehr aus den Fugen gerät. Aber dann kann man ja immer noch mit dem Finger auf andere Zeigen.😉

    😒👉🏼 👈🏼😏
    • DemonCore 27.10.2019 09:34
      Highlight Highlight Was ist mit den klassischen Beziehung, wo sich das Paar nur ankeift? Im Bett ignoriert? Ist ja auch nicht besser.
  • Hummingbird 26.10.2019 23:09
    Highlight Highlight Das kann prima klappen, und hält lebendig (im Gegensatz zur statischen Zweierbeziehung). Einziger Knackpunkt ist der Faktor Zeit. Man muss das schon fast wie eine Lebensaufgabe oder ein zeitintensives Hobby betrachten, wenn es funktionieren sollte. Das Problem mit der unzufriedenen Aussenbeziehung lässt sich nur lösen, wenn man auch unkonventionelle Wohnsituationen einrichten kann. Wer bleibt schon gerne auf längere Zeit die Nummer 2? Ich finde es super, dass Watson über dieses Thema schreibt, v.a. über Erfahrungsberichte.
  • fandustic 26.10.2019 23:06
    Highlight Highlight Mein Eindruck nach dem Lesen der Story: Die einzige die es toll findet ist Eva. Bezeichnend dass es ihrem Mann nach vier Jahren zu viel war sie aber nicht mehr „zurück wollte“. Jetzt macht er es einfach mit....klingt „toll“. Item, für mich persönlich wäre diese Beziehungsform gar nichts.
  • DrFreeze 26.10.2019 22:57
    Highlight Highlight Sobald Kinder im Spiel sind hört der Spass auf. Eva scheint mir jemand zu sein, die alles will und nicht bereit ist irgendwas dafür zu geben.
    • P.Rediger 27.10.2019 10:15
      Highlight Highlight Ach und wie ist das mit Scheidungskindern? Die verkraften es ja viel besser, wenn sich ihre Eltern dann trennen und wenn möglich noch um das Sorgerecht streiten. Dann ist, meines Erachtens nach, die polyamore Beziehung in welcher zumindest der Kern langfristig stabil bleibt, doch die viel bessere Alternative für die Kinder. Aber so individuell wir Menschen sind, so individuell ist der Umgang mit Beziehungen und somit die Auswirkungen auf das Umfeld, in diesem Beispiel die Kinder. Auch eine konventionelle Familie garantiert nicht zwingend, dass die Kinder keine Probleme haben.
    • DrFreeze 27.10.2019 13:16
      Highlight Highlight Auf ein anderes Thema ablenken ist ziemlich einfach gestrickt.
      Ich bin selber auch ein Scheidungskind, aber das ist allemal normaler, als wenn ich mit meiner Vater, Mutter und deren Lover Frühstücken müsste.
      Weder das noch das andere werden meine Kinder erleben müssen, dafür setze ich mich ein.
  • rothi 26.10.2019 22:55
    Highlight Highlight Ich werde das Gefühl nicht los, dass bei allen geschilderten Fällen jeweils ein Part da nur aus Verlustängsten mitgemacht hat. Und dann ist es vom Jeweils anderen Part sehr egoistisch, das durchzuziehen. Irgendwer bleibt immer auf der Strecke... Seien es jetzt die 3./4. Partner, die Kinder oder die/der PartnerIn.
    • Ophelia Sky 26.10.2019 23:57
      Highlight Highlight Ich neige eher zu offener Beziehung und mein Freund strikt monogam. Ihm zu liebe verzichte ich auf das ausleben der offenen Beziehung. Wenn zwei Menschen sich lieben aber unterschiedliche Auffassungen haben, muss ein Part sich anpassen. In diesem Artikel war es der Part der nicht polyamor leben will und dann doch reingezwängt wird. In unserem Fall ist es der Part, welche offen lieben möchte, der eingezwängt wird.
    • Sonnenbankflavor 27.10.2019 00:47
      Highlight Highlight Ophelia ich stelle die Frage nur aus Neugier. Was gibt dir dein Freund denn nicht was andere Männer dir geben könnten?
    • Mügäli 27.10.2019 07:15
      Highlight Highlight @Ophelia Sky - … eingezwängt … solltest Du dies wirklich so empfinden, frage ich mich wieso Du dich auf Eure Beziehung eingelassen hast. Eine so grundlegende differenzierte Beziehungsauffassung kann von mir aus langfristig nicht funktionieren. Für ihn wird es nicht möglich sein sich Deinen Bedürfnissen anzupassen und Dir wird es immer fehlen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Multitalent 26.10.2019 22:50
    Highlight Highlight Wenn ihr herumvögeln wollt, dann verzichtet doch auf die Heirat und Kinder. Somit schadet ihr niemanden. Ihr nehmt es ja sowieso nicht mit der Verantwortung gegen eure Kinder.
    • ingmarbergman 26.10.2019 23:35
      Highlight Highlight Wieso soll das den Kindern schaden?
      Es schadet Kindern wohl eher wenn Leute wie du ihnen ungefragt ihre Moralvorstellungen aufdrängen wollen.
    • Saraina 27.10.2019 02:46
      Highlight Highlight Was hat das Sexleben der Eltern mit der Verantwortung gegenüber den Kindern zu tun? Wäre eine Trennung der Eltern und eine neue monogame Beziehung verantwortlicher?
    • Locutus70 27.10.2019 05:00
      Highlight Highlight Bei diesem Satz hab ich mir das auch gedacht: «Einfach weil es praktischer ist, jemand muss ja zu den Kindern schauen.» MUSS JA sagt schon viel aus
    Weitere Antworten anzeigen
  • Alteresel 26.10.2019 22:32
    Highlight Highlight Es war so: Meine Partnerin träumte von einer Dreiecksbeziehung, sie zwei Männer. Ich träumte von einer gewöhnlichen Beziehungskiste, in der man zusammen alt wird. Aus dem Dreieck gabs dann ein Viereck und dann unsere Scheidung. Das ist sehr lange her. Jetzt bin ich alt und lebe meinen Traum, meine damalige Partnerin lebt heute alleine. So kanns gehen.
    • Knäckebrot 26.10.2019 23:45
      Highlight Highlight Deine Geschichte zeigt wohl, dass das unverbindliche "hauptsache es stimmt für mich" und "leb, wie du willst, solange du niemandem schadest" langfristig nicht zwingend hält, was sich spätestens meine Generation darunter verspricht (und wie wir auch oft geprägt werden).

      Da ich berufsbedingt oft mit Problemfällen zu tun habe, tut es mir oft leid, wenn ich sehe, dass diese Haltung mehr Scherbenhäufen hinterlässt, als sich die Gesellschaft eingesteht.

      Danke übrigens fürs mitteilen deiner persönlichen Erfahrung.
  • Bloechi_92 26.10.2019 22:18
    Highlight Highlight Ich bin eigentlich sehr offen und liberal eingestellt. Aber Polyamorie ist für mich persönlich absolut unvorstellbar. Die Eifersucht würde mich wahnsinnig werden lassen. Keine Ahnung wie das andere können. Aber falls es tatsächlich für alle Beteiligten stimmen sollte, ist das natürlich voll in Ordnung.
    • Blaubar 27.10.2019 00:12
      Highlight Highlight Man kann auch säuerlich lächeln und so tun, als ob es kein Problem wäre.
  • Randalf 26.10.2019 22:14
    Highlight Highlight
    Na ja, wem es gefällt.
    Würde so für mich nie aufgehen. Wenn meine Frau schon einen Lover hat, soll er nicht auch noch in mein Lebeneintreten.
    Konservativ, monogam? Egal, einfach ich.
  • who cares? 26.10.2019 21:33
    Highlight Highlight «Alles andere fühlt sich nach faulem Kompromiss an.»
    Sagt die liebe Eva über alles, was nicht ihrem polyamoren Lifestyle entspricht. Was wenn die ganze Geschichte (die Partnerin möchte Gefühle für andere Männer entwickeln und diese auch sexuell ausleben, obwohl sie anscheinend sonst schon genug im Leben beschäftigt ist), vielleicht für Marco ein fauler Kompromiss ist?
    • PeteZahad 26.10.2019 22:16
      Highlight Highlight Dachte ähnliches bei "Zudem habe sie ihnen den Bären von der einen grossen romantischen Liebe sowieso nie aufbinden wollen". Etwas gar überheblich, nur weil sie es sich nicht vorstellen kann, gibt es trotzdem Menschen, die ihren Seelenverwandten finden und die bis an ihr Lebensende mit diesem zusammen sind ohne etwas zu vermissen, auch wenn es nicht die Regel ist.
    • who cares? 27.10.2019 01:18
      Highlight Highlight Genau. Marco tut mir schon ein bisschen leid. Eva glaubt nicht an die grosse Liebe, wer ist dann Marco für sie? Gerade praktisch, kann gut mit Kindern, sehr tolerant auch wenn's ihm nicht gefällt? Und jetzt muss der Arme sogar noch seinen Kindern beibringen, dass polyamor das einzig Wahre ist, weil es die grosse Liebe ja nicht gibt?
  • Mügäli 26.10.2019 21:26
    Highlight Highlight Wichtig ist das man sich bevor man sich ‚ewig‘ bindet über solche Dinge klar austauscht. Wenn dann beide sich eine solche Lebensform vorstellen können, denke ich sollten unsere ‚alten Moralvorstellungen‘ dem nicht im Wege stehen. Für mich persönlich wäre dies aber nichts, da ich die körperliche Liebe zu meinem Partner mit keinem anderen Teilen möchte und darunter leiden würde, würde er dies tun.
  • FrancoL 26.10.2019 21:24
    Highlight Highlight Ich hatte vor vielen Jahren einen Sportkollegen der eine so offene Beziehung führte. Er und seine Frau waren gut aussehend, gut in der Gesellschaft unterwegs und es klappe offensichtlich ganz gut für ca 15 Jahre. Dann war sie plötzlich nicht mehr so gefragt, sie hatte es schwer ihre Lieben zu finden, er hingegen war immer noch hoch im Kurs. Was dann folgte war dann wohl kaum die 15 guten Jahre wert, es endete in einer kaum zu übertreffenden Tragödie.
    • ingmarbergman 26.10.2019 23:33
      Highlight Highlight Also hätten sie sich schon viel früher trennen sollen, oder was?
    • In vino veritas 27.10.2019 01:51
      Highlight Highlight Tja, so kann es gehen. Wir sollten generell mehr daran denken, dass Vergängliches (besonders das Aussehen), nun mal nicht für immer ist. Wenn man aber eine Beziehung für die Ewigkeit führen möchte sollte man nicht an Vergänglichen festhalten. Hier ist es der fehlende Sex ausserhalb von der Beziehung, ein anderer findet in 20 Jahren seine Frau eklig. Beide werden nicht glücklich, da sie sich fast nur wegen ihrem Aussehen lieben. Das gilt übrigens auch für Geld, den teuren BMW oder einen coolen Job. So mancher hat eine böse Überraschung erlebt, als er es nicht mehr hatte, warum auch immer.
  • Exil Argovianer 26.10.2019 21:01
    Highlight Highlight Schwieriges Thema, meine Partnerin wünscht sich auch eine polyamore Beziehung.
    Als jemand, der eher klassisch monogam eingestellt ist, bekommt man Selbstzweifel.
    • Grabeskaelte 26.10.2019 21:24
      Highlight Highlight 1/2 Sie müssen keine Selbstzweifel haben, sofern Sie kein überhöhtes Selbstbild haben.

      Wie kommt man denn langfristig darauf, alle Bedürfnisse seines Partners zu 100% abdecken zu können oder zu müssen?
      Oder wie kommt man langfristig darauf, dass der Partner seine Bedürfnisse über Jahrzehnte zurückstecken soll? Ist das Liebe den Partner faktisch zu "zwingen" auf seine Bedürfnisse zu verzichten oder den Partner "einzusperren"?

      Als kleines Beispiel: Meine Partnerin kuschelt nicht gerne, ich aber schon.
    • Grabeskaelte 26.10.2019 21:24
      Highlight Highlight 2/2 Soll ich jetzt noch 40 bis 50 Jahre auf kuscheln verzichten, ihr zuliebe? Ich liebe sie über alles also kommt eine Trennung auch nicht in Frage.

      Meine Partnerin und ich leben ebenfalls seit 4 Jahren polyamor, davor 6 Jahre monogam.
    • SJ_California 26.10.2019 22:55
      Highlight Highlight Wer kuschelt bei Grabeskälte nicht gern?!?

      Spass beiseite. Meine Meinung dazu: das Leben steckt voller Kompromisse. Man kann nicht alles haben. Und wenn die Differenzen zu gross sind, dann ist man nicht für einander gemacht
    Weitere Antworten anzeigen
  • Radesch 26.10.2019 20:50
    Highlight Highlight Naja eigentlich ist daran ja nichts verwerflich, solange beide Partner das in Ordnung finden. Konstellation 4 wäre für mich aber ein No-Go. Wenn schon mehrere, dann wenn ich nicht da bin oder so. Ich würde aber nicht emotional zurückstecken und mich alleine am Abend selbst bemitleiden... Das finde ich nicht ok und ist langfristig sowieso zum Scheitern verurteilt. ich denke die Meisten wollen für den Partner trotzdem die Nummer 1 sein, auch wenn man wechselnde Partner in der Beziehung hat.
    • Sonnenbankflavor 26.10.2019 23:23
      Highlight Highlight Und wie steht es mit den Kindern? Die werden ja nicht gefragt ob sie das in Ordnung finden.
    • DemonCore 27.10.2019 09:27
      Highlight Highlight Geht das die Kinder etwas an? Solange sie gefüttert und gekleidet sind?


      Ich meine man kann ja altersgerecht das Thema erklären, aber ich sehe nicht weshalb Kinder den Eltern die Beziehungsform diktieren sollen. Da gäbe es noch andere Dinge, wo Kinder auch nicht gefragt werden. Beschneidungen, Religion, unterlassene Impfungen.

      Irgendetwas sagt mir das Kinder von Eltern in einer offenen Beziehung nicht beschnitten, dafür aber geimpft werden.
    • Radesch 27.10.2019 10:09
      Highlight Highlight @Sonnenbankflavor
      Ich sehe da ehrlich gesagt kein Problem mit den Kindern. Bei einer Scheidung hat man das gleiche Problem. Kinder haben keinen Einfluss auf das Beziehungsmodell ihrer Eltern. Das sollten sie auch wissen.
      Man muss Ihnen halt sagen, dass das eher speziell ist und andere Menschen dazu andere Meinungen haben. Ich würde das aber auch gar nicht an die große Glocke hängen wollen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Geff Joldblum 26.10.2019 20:38
    Highlight Highlight Eva scheint happy mit dieser Lebensweise. Bei Marco bin ich mir nicht ganz so sicher. 🤷
    • L.G. 26.10.2019 21:17
      Highlight Highlight Hab ich mir auch gedacht!
      Abgesehen davon glaube ich, dass man als 3 und 4 Partner/in zu kurz kommt.
  • DemonCore 26.10.2019 20:37
    Highlight Highlight Der Vorteil an einer offiziell offenen Beziehung (oder verwandten Formen) ist, dass es zu keinem Skandal kommt. Ich denke es ist sehr viel verlangt von den meisten Menschen, immer 100% treu zu sein und gleichzeitig einen den eigenen Bedürfnissen entsprechenden Sexualtrieb zu haben. Man kann schon das 'klassische' Modell leben, man muss sich einfach bewusst sein, dass sich da auch eine nicht so kleine Minderheit daran arg die Finger verbrennt. Auffliegende Affären können sich sehr hässlich auswirken.
    • [Nickname] 26.10.2019 20:51
      Highlight Highlight Nicht alle Menschen sind untreu :)

      Viele sind auch heute ein ganzes Leben zusammen, nicht nur alte Leute. Aber ja heute ist immer tindermässiger, „wo kann ich den nächsten Kick holen?“ statt mit dem zu arbeiten, was man hat. Es ist nie genug, immer mehr und mehr. Richtig narzistisch.
    • DemonCore 26.10.2019 21:10
      Highlight Highlight Ich habe nicht behauptet niemand sei treu. Ich störe mich daran, dass in dieser Diskussion oft so getan wird, als sei das klassische Regime der Polyamorie o.ä. immer überlegen. Ich kenne x Fälle von klassischen monogamen Beziehungen, wo Männer und Frauen viel litten, weil sie Erwartungen an Treue oder Hingabe/sex. Aktivität nicht erfüllen konnten oder herausfinden mussten, dass ihre Partner die Erwartungen nicht erfüllen konnten.

      Deshalb gibt es mindestens einen Vorteil: Wenn es nicht klappt mit der Treue, ist eine offene Beziehung quasi der Präventivschlag.
    • DemonCore 26.10.2019 21:11
      Highlight Highlight Alternativ kann man, wenn man nicht treu sein kann, auch intransparent eine monogame Beziehung leben. Man muss dann einfach sehr gut darin sein, die Affäre geheimzuhalten. Das ist aber auch wieder mit sehr viel Aufwand verbunden...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Toni.Stark 26.10.2019 20:19
    Highlight Highlight Nichts für ungut, aber wenn Kinder im Spiel sind, hört der Spass einfach auf.
    • Grabeskaelte 26.10.2019 20:56
      Highlight Highlight
      Play Icon
    • Platon 26.10.2019 21:05
      Highlight Highlight Vernehmet die weisen Worte des Toni.Starks. Entspricht eine Familie nicht dem Ideal von Mama, Papa und Kindern, so werdet ihr in der Hölle schmoren.
    • Krise 26.10.2019 21:23
      Highlight Highlight @Toni leider bei vielen, ja. Warum eigentlich? Wieso dürfen Eltern keinen Spass mehr haben? Und wieso meinen viele Schweizer, man dürfe vor Kindern nicht weinen? Ist das nicht absurd? Würde es den Kindern nicht viel mehr zeigen, wie man mit Dingen umgeht, wenn wir es ihnen vorlebten? Wann hast du das letzte Mal gelacht bis dir die Tränen kamen? Und warum darf ich das nicht mehr nur weil aus meinem Körper ein Kind gekommen ist?
    Weitere Antworten anzeigen

Suff-SMS-Sandro liebt jetzt Vanessa (Grrrmppppfff)!

Wer hoch pokert, kann tief fallen. Oder anders gesagt: Suff-SMS-Sandro ist verliebt. In eine andere (ich hasse sie, ich hasse sie nicht)!

Das Schicksal haut mir unverhofft mitten eins in die Fresse. Und zwar vorgestern um 15.24 Uhr auf der Strasse. Es ist ein Suff-SMS-Sandro-Bro, der mich mit nur einem Sätzchen ausser Gefecht setzt. «Krass gäll, dä Sandro?», sagt er. Ich schaue ihn fragend an. «Jetzt hät's dä voll gnoo. En umgekehrte Händsche siit er d Vanessa hät. Wer hettis dänkt!?»

Also ich ganz sicher nicht.

Und wer um alles in der Welt ist Vanessa und was für ein scheiss Name ist das eigentlich!?

(Pardon an alle Vanessas. Euer …

Artikel lesen
Link zum Artikel