«Nur: ich, ich, ich»: Dschungelcamper verzweifeln an diesem Teilnehmer
In der Auftaktfolge von «Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!» hatte Gil Ofarim viele Zuschauer enttäuscht. Vor fünf Jahren hatte der Sänger einen Hotelmitarbeiter beschuldigt, ihn antisemitisch beleidigt zu haben. Während einer Gerichtsverhandlung kam aber heraus: Ofarim hatte gelogen. Nun hatten viele gehofft, er würde sich im Dschungelcamp zu diesem Vorfall genauer äussern, doch er schweigt.
«Dazu kann ich nichts sagen, weil ich nichts sagen darf. Es gibt eine Unterlassungserklärung, die musste ich unterschreiben», erklärte Ofarim bereits mehreren seiner Mitcamper. Auch an Tag zwei klammerte sich Ofarim an sein Schweigen. Realitystar Ariel wollte das allerdings nicht akzeptieren.
Als Ofarim sich über «die Presse» echauffierte, die nur Klicks generieren wolle und deswegen Blödsinn schreibe, fragte sie ihn: «Das, was du dem Hotelangestellten angetan hast, war ja kein Blödsinn, oder?» Weiter erklärte sie ihm, sie könne nicht verstehen, warum er nicht über die Vorfälle in Leipzig reden würde. «Die Leute wollen hören, was du zu sagen hast. Deswegen bist du hier. Nur weil du hier nicht drüber redest, ändert es nichts an der Tatsache, die du getan hast.»
Der Fall Gil Ofarim
Der Sänger hatte 2021 von einer aus seiner Sicht ungerechtfertigten Behandlung in einem Hotel berichtet und dazu ein Video veröffentlicht. Darin hatte er den Vorwurf erhoben, ein Mitarbeiter habe sich ihm gegenüber antisemitisch geäussert.
In der Folge zeigten sich Teile der Öffentlichkeit solidarisch mit Ofarim, der beschuldigte Mitarbeiter hingegen wies die Anschuldigungen zurück. Der Fall landete vor dem Landgericht Leipzig, nachdem der Hotelmitarbeiter Anzeige gegen Ofarim erstattet hatte. Dem 43-Jährigen wurden Verleumdung sowie falsche Behauptungen zur Last gelegt. Am sechsten Verhandlungstag erklärte Ofarim, seine Vorwürfe seien nicht zutreffend gewesen, und entschuldigte sich. Das Verfahren wurde gegen Auflagen eingestellt.
Ofarim fühlte sich sichtlich angegriffen. «Ich habe mehr zu bieten, als eine Sache, die mich nicht wirklich definiert. Ich stehe auf der Bühne seit meinem dritten Lebensjahr und mache Fernsehen seit meinem fünften Lebensjahr und ich muss ihr nicht erklären, warum ich hier bin.» Ariel hakte weiter nach: «Hast du Reue?» Seine Antwort: «Dazu will ich nichts sagen und ich muss nichts sagen. Das ist fünf Jahre her. Ich bin nicht deswegen hier.» Ariel sah das anders und kam wieder auf das Thema zu sprechen. «Mäusele, wie alt bist du?», fragte Ofarim dann. Später im Dschungeltelefon sagte er über Ariel: «Es gibt Grenzen, die kennt sie nicht.»
Zuvor hatte Ofarim am Lagerfeuer den Grund für seine Teilnahme eingestanden: «Ich muss auch Rechnungen bezahlen und habe Kinder!» Ariel sprach im Nachhinein mit Mirja du Mont: «Das war seine Antwort, weil er Geld braucht. Da denke ich mir, du chillst gerade deine Eier hier, damit du dein Geld nimmst, nach Hause gehst und keinen Menschen, der das hier guckt, aufklärst, was du für eine Scheisse gebaut hast, keine öffentliche Entschuldigung abgibst und immer nur: ich, ich, ich!»
Auch die Schauspielerin versteht Ofarim nicht. Beide rätselten, was für eine Unterlassung das sein könnte. Für Ariel steht fest. «Das ist Bullshit.»
«Das G steht für gelogen», meinte die 22-Jährige. «Du bist ein Täter. Du kommst in ein Format, das ganz Deutschland sieht und das Erste, was du sagst, ist, wegen einer Unterlassungserklärung kann ich nicht reden?» Sie schimpfte weiter: «Meiner Meinung nach ist das gelogen. Ich glaube ihm kein einziges Wort.» Mirja du Mont sagte, Ofarim habe einfach «keinen Bock» auf das Thema. «Täter, die sich in eine Opferrolle versetzen, ich hasse das», schloss Ariel ab.
Moderiert wird das Dschungelcamp wie auch in den vergangenen Jahren von Sonja Zietlow und Jan Köppen. 2025 hatte RTL «Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!» zum ersten Mal täglich um 20.15 Uhr gezeigt. Auch dieses Jahr setzt der Kölner Sender bei der Ausstrahlung auf die Primetime.
Das grosse Finale findet dann am 8. Januar statt, das Wiedersehen einen Tag später. Im vergangenen Jahr holte sich Lilly Becker Krone und Zepter. Wer wird in ihre Fussstapfen treten? Insgesamt kämpfen zwölf Promis um den Sieg und das Preisgeld von 100'000 Euro.
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