Leben
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In this Nov. 17, 2010 photo, British singer Duffy poses for photographs in West London. (AP Photo/Joel Ryan)

Fast ein Jahrzehnt war Duffy aus der Öffentlichkeit verschwunden. Jetzt sagt sie, wieso. Bild: AP

Analyse

Duffy, Natascha Kampusch und der Hass des Netzes gegen Opfer

Kaum hat die britische Sängerin Duffy auf Instagram über ihren Missbrauch geschrieben, wird sie auch schon wieder angegriffen. Natascha Kampusch kennt das schon lange. Im SRF-«Club» berichtete sie über ihre Erfahrungen mit Hatern.



Wenn ich meinen Eltern für eines richtig, richtig dankbar bin, dann dafür, dass ich vor der Lawine der sozialen Medien jung sein durfte. Die Hassbotschaften, die Vergewaltigungsfantasien, die Morddrohungen, die ich als junge Journalistin erhielt, kamen noch per Mail und per Post. Die sah nur ich. Die wurden nicht in aller Öffentlichkeit breitgetreten. Die boten keiner Gruppe von Hatern eine gemeinsame identitätsstiftende Basis.

Ich kann mir die Cybermobbing-Hölle, in der sich die 13-jährige Schweizer Schülerin Céline befunden haben muss, nicht vorstellen. Meine Fantasie weigert sich, an diesen Ort zu gehen. Oder in jenen Keller in Wien, wo Natascha Kampusch jahrelang eingesperrt gewesen war. Oder jetzt in das Martyrium der britischen Sängerin Duffy, die in einem Instagram-Post kundgetan hat, der Grund für ihren jahrelangen Rückzug aus der Öffentlichkeit sei eine total traumatisierende Erfahrung: Sie sei unter Drogen gesetzt, vergewaltigt und mehrere Tage lang festgehalten worden. Alles unvorstellbar.

«Ihr könnt euch kaum vorstellen, wie oft ich darüber nachgedacht habe, dies zu schreiben. Darüber, wie ich es schreiben würde, wie ich mich danach fühlen würde.»

Duffy auf Instagram

Céline hat sich das Leben genommen. Natascha Kampusch erzählte am Dienstagabend im SRF-«Club», sie habe mit zwölf, also nach zwei Jahren im Kellerverliess «mit meinem späteren Ich einen Pakt geschlossen, dass es kommen würde und das kleine zwölfjährige Mädchen befreit». Sie hatte nur sich. Sie war der einzige Mensch, auf den sie sich verlassen konnte.

Auch Duffy schloss mit ihrem späteren Ich einen Pakt. Nämlich den, erst dann darüber zu sprechen, erst dann wieder zu singen, wenn ihr gebrochenes Herz wieder zusammengewachsen sei. Wenn sie sich wieder okay und sicher fühle. Sich der Öffentlichkeit nicht in ihrer ganzen Verletztheit auszuliefern.

Bild

Die «Club»-Runde vom 25. Februar: Traumatherapeutin Regula Schwager, Rechtsanwalt Martin Steiger, Jolanda Spiess-Hegglin, Psychoanalytiker Mario Gmür, Natascha Kampusch und Moderatorin Barbara Lüthi. Bild: via twitter/ Jolanda Spiess-Hegglin

Natascha Kampusch sagt im «Club», sie habe sich jahrelang auf den Moment ihrer Selbstbefreiung vorbereitet. Auf den Moment also, da sie sich nicht mehr nur einem Peiniger, sondern Massen möglicher Hater gegenüber sehen würde. Und als sie es geschafft hatte, als sie 2006 nach acht Jahren entkommen war, standen diese auch schon Spalier: Verschwörungstheorien wurden gedruckt, sie wurde auf offener Strasse beschimpft, Neider unterstellten ihr Mediengeilheit und Geltungssucht. Und als die Jahre ins Land zogen und die sozialen Medien erstarkten, las sie da – und liest es noch immer – Posts wie «Geh zurück in den Keller» oder «Geh sterben», auch sexuelle Gewalt wird ihr angedroht.

«Es ist wichtig, dass man die Opfer von Cybermobbing nicht dazu erzieht, ohnmächtig zu bleiben.»

Natascha Kampusch im «Club»

Employees of a department store watch the interview with Austrian kidnapping victim Natascha Kampusch at Austrian television channel ORF in Vienna, Wednesday 06 September 2006. 

Publication of this picture only in connection with reports on the interview with Natascha Kampusch on television channel 'ORF' on 06 September 2006 AND in connection with reports on the big public interest in this interview. The mentioning of the name of the tv channel 'ORF' is compulsory. EPA/HERBERT P. OCZERET

Am 6. September 2006 schauen Millionen von Menschen das grosse ORF-Interview mit Natascha Kampusch, die sich kurz davor aus achtjähriger Gefangenschaft befreit hatte. Bild: EPA

Nur wenige Stunden waren seit Duffys Instagram-Post vergangen, da setzte der Cyberhass auch schon gegen sie ein. Es gab ultrasexistische Voyeurismus wie «Heard she was begging for mercy» – «Ich hörte, sie flehte um Gnade». Eine geschmacklose Anwendung von Duffys grösstem Hit «Mercy», in dem es heisst: «Du machst, dass ich um Gnade flehe. Wieso lässt du mich nicht einfach frei?» Es gab kruden Sozialneid wie «Duffy kümmert mich einen Dreck, ihr Arsch zahlt nicht meine verdammten Rechnungen».

Und es gab einen Tweet, der mit den Worten «Vergewaltigung ist falsch, aber ...» begann und sie feige nannte, weil sie sich so lange Zeit gelassen hatte. Auch bei uns wurde leider ein Kommentar freigeschaltet, der Duffy unterstellte, jetzt endlich wieder «eine Geschichte» erzählen zu können. Er wurde umgehend gelöscht.

Es ist ekelhaft. Als ob es nicht schon unfassbar genug wäre, dass ein Verbrechen die Sängerin, die 2008 neben Adele und Amy Winehouse als dritte grosse britische Frauenstimme in den Pophimmel gestiegen war, für fast zehn Jahre zum Verstummen brachte.

Die Gesellschaft sieht ihre Opfer am liebsten stumm, zurückhaltend, gebrochen, bescheiden, gern auch verwirrt, nicht mehr ganz zurechnungsfähig, sagt Natascha Kampusch.

Ein Opfer darf den Voyeurismus der Gesellschaft befriedigen. Darf mit Mitleid rechnen. Für eine kurze Zeit jedenfalls. Wenn es stehen bleibt und redet – so erläutern der Psychoanalytiker Mario Gmür und die Traumatherapeutin Regula Schwager im «Club» – wenn es die Leute mit dem ganzen Ausmass seiner Ohnmacht konfrontiert, dann fühlen sie sich unangenehm in ihrem Selbstverständnis, ihrer Komfortzone gestört und schlagen sich lieber auf die Seite der Macht, also des Täters. Erklären das Opfer für verrückt oder geltungssüchtig. Victim blaming eben.

Welsh singer Duffy performs on stage at the Caprices Festival in Crans Montana, Switzerland, Wednesday, April 15, 2009. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Duffy, hier 2009 in Crans Montana. Bild: KEYSTONE

In den nächsten Wochen, so kündigt Duffy an, werde ein Interview erscheinen, in dem sie erzähle, was ihr widerfahren sei. Hoffentlich wappnet sie sich schon jetzt gegen das, was ihr dann auf den sozialen Medien zu widerfahren droht.

Denn wie das so klingen kann, illustriert die ehemalige Zuger Politikerin Jolanda Spiess-Hegglin, die nach einem Übergriff den Fallout der herkömmlichen und sozialen Medien aufs Härteste zu spüren bekam und noch immer bekommt. «Du bist der letzte Abschaum, eine Hure, die Vergewaltigungen erfindet. Du und deine Drecksfamilie müssen ausgelöscht werden. Wenn du billige Schlange lange genug gelitten hast, werde ich dich langsam und qualvoll töten», liest Spiess-Hegglin vor.

Dieser Artikel kommt zu keinem analytischen Schluss, ich habe kurzzeitig den Glauben an das Gute im Menschen verloren. Aber es ist den Frauen, ihren Familien oder Hinterbliebenen, zu wünschen, dass sie zu einer «Closure», einer Schliessung der Wunden finden. Der Fall von Céline ist jetzt erstmals vor Gericht, Natascha Kampuschs neues Buch mit dem Titel «Cyberneider» erscheint, und Jolanda Spiess-Hegglin kämpft Tag für Tag gegen Hass im Netz. Und Duffy macht die vorsichtigen ersten Schritte zurück in die Öffentlichkeit. Aus einer Dunkelheit, die man sich fast nicht vorstellen kann. Möge sie da mit Licht und Wärme empfangen werden.

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Sexismus in den Medien

Nicht alle Männer sind sexistische Eichhörnchen!

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119Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • rodolofo 28.02.2020 13:34
    Highlight Highlight Ich hasse die Hasser...
    nicht.
    Ich verachte sie einfach.
  • Major Mojo 27.02.2020 17:36
    Highlight Highlight Ich kann diese empörung über angeblichen "hass im netz" nicht mehr ertragen.
    Es artet immer in moralinsaures gezeter und forderungen nach "konsequenzen" für unflätige äusserungen im Internet aus, ohne reflektion darüber dass die geforderten massnahmen meist zutiefst undemokratisch sind.
    In einer aufgeklärten demokratie gilt es die meinung des anderen zu ertragen, ja sogar zuzulassen, auch wenn diese person und ihre aussage nahezu unerträglich ist.
    Nur so ist eine konstruktive auseinandersetzung mit den ausgegrenzten und radikalen elementen in unserer gesellschaft möglich, on- wie offline.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 28.02.2020 09:46
      Highlight Highlight Was ist ok daran, opfern von Gewalttaten den Tod zu wünschen, oder ihnen gegenüber seine eigenen kranken Gewalt- oder Vergewaltigungsfantasien zu äußern?
      Das als Meinung abzutun und zu fordern dass sie im Namen der Meinungsfreiheit geschützt werden müssen, ist exakt das selbe wenn man rassistische Sprüche macht und dann noch sagt, "das wird man wohl noch sagen dürfen".
      Es ist der vollkommen widerliche und kranke Versuch, die Grenzen des normalen zu verschieben.
    • Lotowahn 28.02.2020 10:21
      Highlight Highlight Meinungen oder unflätige Äusserungen sind dann doch nicht das Gleiche wie Drohung beziehungsweise Beschimpfung und Beleidigung meinen sie nicht?
    • waschbär 28.02.2020 11:10
      Highlight Highlight Vergewaltigungsdrohungen sind KEINE MEINUNG!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Alyssea 27.02.2020 15:27
    Highlight Highlight Im Fall von Duffy darf man sich durchaus fragen, ob Social Media die richtige Plattform für diese Message ist.

    Oder ob man damit nicht doch lieber zur Polizei geht?!

    Der Sachverhalt wurde bisher von keinem Gericht beurteilt. Damit überlässt man automatisch den Social Media Benutzern das Urteilen. Und wie das rauskommt wissen wir alle....
    • Hoci 27.02.2020 17:17
      Highlight Highlight Erstens ist sie eine öffentliche Person und wollte musste erklären wieso sie 10 Jahre weg vom Fenster wsr. Es wäre also eh rausgekommen, so wars von ohr kontrolliert.
      Zweitens werden die meisten berühmteren Täter ohne Medien gar nicht Angeklagt, siehe Weinstein, Epsteinmittäter.
      Einige laufen wie Polanski und dieser Schreiberling, so wie Trump und der neu ernannte oberste Richter völlig unbeheligt rum, obwohl jeder sogar weiss, da gibts einige meist sogar minderjährige Opfer.
      Und drittens, weil das so ist und sich absolut zu wenig tut, ist es wichtig das Betroffene darüber reden.
    • Hoci 27.02.2020 17:24
      Highlight Highlight Viertens wissen zb die wenigsten, dass die Schweiz ein absolut lächerliches Sexualstrafrecht hat, wo ein nein keine Vergewaltigung ist, die Anzeigefristen angesichts der Trsumata der Opfer absolut lächerlich (3 Monate wenn nur Nötigung zb bei umgangssprachlichen Vergewaltigung mit deutlichem nein) .
      5) sollte endlich allgemein darauf hingewiesen werden, dass nur ein ja ein ja ist. Und dafür scheint es die öffentliche Diskussion zu benötigen.
      6) Die Diskussion + Offenlegung des Opferblamings und shamings, des Abstreitens der Tat, die Soldidarsierung vieler Mönner mit Tätern im privat. Umfeld.
  • Hoci 27.02.2020 14:50
    Highlight Highlight Alle Opferblamer und shamer sollten endlich konsequent gelöscht und angezeigt werden, alle.
    Inklusive die,die die Geschichte leugnen, klicks und fame vermuten oder Geldinteressen, ohne dass es dafür hinweise gibt oder kaltherzige Sprüche wieso hat sie es nicht sofort angezeigt, wieso kommt sie erst jetzt damit.
    Es gibt viel zu viele Vergewaltigungen und viel zu wenig Frauen, die sich getrauen es öffentlich zu machen. Deshalb sind die Stories glaubwürdig.
    Es nerven auch die krass sexistischen Sprüche gegen Frauen auf Instagramm, nein, nicht gegen Männer natürlich! Auch die gehören angezeigt.
  • stimpy13 27.02.2020 14:00
    Highlight Highlight Es ist wohl leider tatsächlich so...
    Benutzer Bild
  • John Henry Eden 27.02.2020 11:18
    Highlight Highlight Der Psychoanalytiker und die Traumatherapeutin haben das Phänomen doch erklärt. Es ist ein psychologischer Schutzmechanismus und zutiefst menschlich. Das Gegenteil davon ist eine Vorverurteilung des angeblichen Täters, die in Lynchjustiz mündet. Auch keine schöne Sache.

    Hass im Netz ist übel, doch Internetzwang besteht nicht. Ignorieren, ignorieren, ignorieren. Das ist und bleibt die klügste Reaktion

    Aber startet halt eine Inquisition und versucht, das "Böse" auszulöschen. Das klappte bisher ja immer...

    Unverständliches ist nun mal zutiefst menschlich. Wo Licht ist, ist auch Schatten.
    • Hoci 27.02.2020 14:05
      Highlight Highlight Nein nicht ignorieren, darüber reden ist wichtig.
      Das es so viel Opferblaming gibt, hat seinen Grund.
      Vergewaltigung ist immer noch ein Kavaliersdelikt, sehr viele Männer wissen ganz genau, dass auch sie selber Grenzen überschritten haben, fühlen sich schuldig. Obwohl es bei den meisten wohl eher um sehr harmloses ging. Viele Männer scheint mir verstehen nicht wo die Grenze ist, oder wollen sie nicht akzeptieren.
      Dabei ist es ganz einfach nur ein Ja ist ja und aktives mitmachen und damit keine Nötigung und Vergewaltigung. Es bedeuget aber nicht ein ja für alle Praktiken + Männer die Folgen.
  • zaphod67 27.02.2020 10:41
    Highlight Highlight Solche Geschichten in den asozialen Medien zu veröffentlichen und sich dann über Hater zu beklagen, ist in etwa so, wie im australischen Outback baden zu gehen und sich dann über die vielen Krokodilangriffe zu wundern.
    • Hoci 27.02.2020 14:43
      Highlight Highlight Du meinst es hat zuviele Vergwaltiger und Sexualstraftäter hier?
      Und Frauen die mit Leugnen und Opferblaming versuchen sich einzureden es kann ihnen nicht passieren?
      Ja is wohl so.
      ANzahl ersterer ist zu reduzieren, zweite sind aufzuklären inkl. Ein paar Männer , die sich nicht bewusst sind, dass es eben Vergewaltiger gibt, noch dazj leider extrem zahlreich. Dass das dumme sexistische in unserer Kultur geduldete Männergequatsche, bei einigen ernst gemeint ist und bei vielen in Grenzüberschreitungen mündet.
      Wir leben in einer rapingkultur, und die Opfer haben während + danach still zu sein.
  • HerrCoolS. 27.02.2020 10:31
    Highlight Highlight Meine These: Opferhass gab es schon immer, nur noch nicht die Plattform dazu
  • TheGoblin 27.02.2020 10:21
    Highlight Highlight Es ist wie mit vielem. Im Internet treffen sich fremde Menschen und erschaffen Grossartiges, etwas was jeden einzelnen Menschen auf der Welt vorwärts bringt - und es treffen sich Menschen, die nichts als Dunkelheit und Hass in sich tragen. Kein Licht ohne Schatten. Man verliert schon mal schnell das Vertrauen in die Menschheit, wenn man die Kommentare liest. Dass diese moderiert werden finde ich in Ordnung. Aber manchmal wäre es aus meiner Sicht besser, dass man statt einen Kommentar zu löschen,einfach mal den Klarnamen sichtbar macht. Das kann man für positive genau so wie für negative nutzen
  • Katzenseekatze 27.02.2020 09:15
    Highlight Highlight Ich habe dieses Hass-provozier-Gehabe überhaupt nicht. Kann nicht nachvollziehen wieso ich mir ein Feindbild schaffen sollte - es ist einfach nur traurig …
  • Beat-Galli 27.02.2020 09:00
    Highlight Highlight Es wird nicht einfach, aber es ist durchaus machbar:

    Alle Sozialen Medien werden verpflichtet, gegen solche Aussagen Anzeige zu erstatten, Konten werden rigoros gelöscht, und solche die diese Post teilen als Mittäterschaft angezeigt.

    Dies wird am Anfang mehr Arbeit geben für die Justiz. Aber nach ein zwei Jahren lernt das Volk wieder Anstand zu haben.


    Das grösste Problem wird dann sein, dass mindestens die Hälfte unserer politischen und wirtschaftlichen Führer im Knast landen werden!

    Auch gut!
  • Gubbe 27.02.2020 08:39
    Highlight Highlight Ich glaube, dass vor allem jene mit Häme überschüttet werden, die sich ständig in den Medien tummeln. Nun, es sind vor allem Frauen. Jede, die wirklich schreckliches erfahren hat, tut mir leid. Umblättern...
    Ein Mann, Soldat, der Personen töten musste, im Kugelhagel sass und sich dabei vor Angst in die Hosen schiss, niemand spricht von ihm. Es gibt tausende davon. Viele leiden ein Leben lang - still!
    • ChlyklassSFI 27.02.2020 11:13
      Highlight Highlight Man kann auch alle ernst nehmen...
    • Gubbe 27.02.2020 12:14
      Highlight Highlight ChlyklassSFI
      Auch die ignoranten Blitzer/Innen?
    • ChlyklassSFI 27.02.2020 14:26
      Highlight Highlight Ich rede von dir.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lami23 27.02.2020 08:25
    Highlight Highlight Muss man leider gar nicht so weit suchen. Sie die Kommentare auf Watson bezüglich Frau Diaz. Hasskommentare werden ja nicht veröffentlicht. Aber nur schon die Vorwürfe, warum sie ihn erst so spät angezeigt habe, sich nicht gewehrt habe, das überhaupt veröffentlich habe etc. Beschämend und Verletzend.
  • Duscholux 27.02.2020 08:20
    Highlight Highlight Solche News sollten einfach gar keine Kommentarspalte haben und fertig. Es wird ja sowieso nur mit 2 Arten von Kommentaren gefüllt:

    1: Hass und das Opfer zum Täter machen
    2: Selbstdarstellerische Sülze wie "Oh nein wie schrecklich"

    Beides hilft niemandem.
    • Hoci 27.02.2020 15:01
      Highlight Highlight Nun ich versuche schon aufzuklären oder die Gründe / andere sichtweisen näher zu bringen.
      Viele Kommenstoren sind sich nicht bewusdt was sie anrichten. Hier kann man sie besser darauf aufmerksam machen und öffentlich diskutieren. Denn sagt es ein Opfer im privaten Umfeld, hört sie den ganz gleichen Müll wie hier, leider von Bekannten jnd Freunden. Und wie hier wird meist der Töter noch gefeiert, vor allem von Männern. Selbst erlebt.
      Ist das Umfeld direkt betroffen, Täter und Opfer mehr als nur namentlich bekannt, ist eine sachliche Diskussion und Hinweis auf Mechanismen nicht möglich.
  • Hugobert 27.02.2020 06:51
    Highlight Highlight Fakt ist - die meisten Mensch sind mit der „Freiheit„ im Internet komplett überfordert. Was als scheinbarer Segen startete, kristalisiert sich mehr und mehr als Fluch heraus. Da wird gehated und gepoltert ohne Rücksicht auf Verluste im Deckmantel der Anonymität. Im echten Leben dann wohl aber absolut keinen Mut seine perverse Meinung zu äussern. Peinlich und schrecklich traurig zu gleich.
  • Name_nicht_relevant 27.02.2020 06:15
    Highlight Highlight ....Egal ob Missbracuch,Gewalt,Sexuelle Handlungen,Nötigungen oder ähnliches.Fröhliche und Glückliche Wesen werden heute bekämpft nur weil gewisse Menschen unglücklich sind, leider werden Sie oft zu wenig bestraft und die Opfer schaffen es nicht immer zurück ins Glückliche Leben. Ich hoffe sehr das die Menschen eines Tages lernen das ein Lebewesen wichtiger ist als 5minuten schneller fahren oder Befriedigun, das man niemand zu etwas zwingen muss oder nötigen. Das es immer einen Weg gibt es anders zu Regeln oder seine Zwänge zu verhindern, alles besser ist als Leid jemanden zuzufügen.
  • Name_nicht_relevant 27.02.2020 06:12
    Highlight Highlight Gewisse Menschen kein Mitgefühl mehr,i.h.s erlebt das eine Sache wichtiger wurde als ein Menschenleben diese Sachen sind meistens banal u. ersetzbar ein Mensch o. Psyche nicht.Ich bin selber sehr entteuscht v. den Meinugen gewisser Menschen,es gibt nichts schlimmeres als gegen den Willen von Lebewesen Dinge erleben zu müssen die wir Normalerweise nicht erleben....
  • Spargel 27.02.2020 00:24
    Highlight Highlight Twitter, Facebook, Instagram ist ein Kanal. Die Nutzer dieser Kanäle sind so unterschiedlich wie ein Chamäleon und teils in deren Aussagen primitiv und heftig, so etwa wie Sie beschrieben haben bei Duffy. Das ist unter jeder Sau. Aber, diese Portale leben nur, aufgrund der Anzahl Nutzer und Reichweite. Und die Portale filtern nicht nach "Sauhund" oder "Guter". Und dies nutzen auch die Stars und unterscheiden bei den Werbeeinnahmen durch Klicks auch nicht, welcher Klick durch einen "Sauhund" oder durch einen "Guten" kam. Warum also solch horror-Erlebnisse über eine solche Plattform mitteilen?
    • gecko25 27.02.2020 09:27
      Highlight Highlight @Spargel, Warum also solch horror-Erlebnisse über eine solche Plattform mitteilen? solche Fragen darfst du nicht stellen, wenn du nicht als Hater gebrandmarkt werden willst
    • JaneSodaBorderless 27.02.2020 11:22
      Highlight Highlight Weil Missstände angeprangert gehören! Still schweigen und unter den Teppich kehren ist keine Strategie, es legitimiert Missstände und Opfer fühlen sich allein gelassen und selbst schuldig.
      Die wenigsten Opfer gehen an die Öffentlichkeit. Es ist aber wichtig und richtig, dass es einige tun. Sie sollen geschützt und nicht noch ein 2. Mal zum Opfer gemacht werden.
      Nicht das Verhalten der Opfer, die sich an die Öffentlichkeit wenden, gehört verurteilt, sondern das Hassverhalten der Kommentierenden!
    • Hoci 27.02.2020 15:06
      Highlight Highlight Weil Täter nur so überhaupt vor Gericht landen. Das sexualstrafrecht in der Schweiz endlich als das Sexualopfer mundtot und machende Skandal entlarvt wird.
      Damit wir darüber reden, dass nur ja ist ja einvernehmlicher Sex ist und keine Nörigung. Zu oft kommt es bei nonverbaler Kommunikation zum extra Miss- oder Übersehen.
  • Musikuss 27.02.2020 00:02
    Highlight Highlight Ursachenforschung wäre endlich angebracht und zwar ohne Scheuklappen: wer ständig Pornos schaut, bekommt ein völlig verzerrtes Bild von Frauen, die in der Vorstellung der Täter wie Puppen immer gefälligst das zu machen haben, was der Mann verlangt. Von Liebe und Zärtlichkeit keine Spur. Wenn dann noch Koks & co hinzukommt, das jede Empfindung abtötet, dann bleibt nur Gewalt und Bestialität übrig, um doch noch etwas fühlen zu können.Vergewaltigung sollte wie Mord bestraft werden, denn das ist es in Wahrheit für die Seele!
    • Hoci 27.02.2020 15:09
      Highlight Highlight Sehe ich auch so.
      Porno ja, aber nur mit gleichberechtigten Partnern und nicht menschenverachtend.
      Was wir sehen verändert uns unser Hirn.
      Wenn jemand aus bsdm usw. Steht gehört die Hardcoreabteilung gesondert. Und mein Partner schaut das bestimmt nicht, sonst ist er weg.
      Ich frag mich, ob nicht bei Incels Pornos das Hirn verwüstet haben.
  • Barthummel 26.02.2020 23:36
    Highlight Highlight Ich habe auch ohne ein Opfer irgendwelcher Gewalt zu sein, nicht nur den Glauben an das Gute im Menschen, sondern an die Spezies Mensch im allgemeinen verloren!
  • Walser 26.02.2020 23:12
    Highlight Highlight Menschen reden was sie denken wenn sie noch ganz klein oder betrunken sind oder anonym bleiben können. Da offenbart sich die wahre Seele. Mich erstaunt da gar nichts. Da sich das ganze traurige Pack auch weiterhin ungestraft an den Gepeinigten abreagieren darf, bleibt denen wohl nichts anderes übrig als sich aus den sozialen Medien zu verabschieden.
  • Varanasi 26.02.2020 22:52
    Highlight Highlight In Deutschland wurde gerade ein neues Gesetz verabschiedet, dass gegen Hass und Hetze im Internet vorgehen will.

    https://www.tagesschau.de/inland/hasskriminalitaet-internet-101.html
  • Saraina 26.02.2020 21:44
    Highlight Highlight Das war ein sehr guter Club. Die fundierten Erklärungen von Frau Kampusch und Frau Spiess-Hegglin haben mir einiges klarer gemacht. Äs bitzli vil Mansplaining seitens Herrn Gmür, aber wirklich eine gelungene Sendung.
  • Privilecheese 26.02.2020 21:04
    Highlight Highlight Vor Socialmedia gab es anonyme Graffiti. Die Leute konnten darüber bestürzt, amüsiert oder schockiert sein. Aber niemand kam auf die Idee, diese Sprüche mit dem Urheber unbedingt ausdiskutieren zu wollen.
    Natürlich haben diese „Hater“ persönliche Probleme und „kein Leben“. Ich denke genauso wie all die Mitleidsbekunder für unterbezahlte Praktikanten in Tadjikistan oder Leute welche Online-Tränen vergiessen für verstorbene Celebrities oder Sportler von denen sie zuvor nie gehört hatten. Von Journalisten würde ich erwarten, dass sie uns nicht nur die Grafitti vorlesen .
  • Spooky 26.02.2020 21:04
    Highlight Highlight Starke Frau, diese Jolanda Spiess-Hegglin! 💪

    Ich erinnere mich aber, dass ich viel mehr Blitze als Herzen kriegte, als ich das damals auf Watson schrieb. Ist aber super, dass sich das geändert hat. 🤗
  • ostpol76 26.02.2020 20:39
    Highlight Highlight Jeder Hass Kommentar im Netz ist einer zu viel und es ist gut dass darüber berichtet wird.

    Ist es aber nicht auch so dass uns leider das Negative einiger wenigen Idioten viel eher in Erinnerung bleibt als die vielen positiven und aufmunternden Worte?

    Es können 19998 Personen friedlich feiern und zwei machen Randale. Am nächsten Tag liest man in den Medien garantiert mit Schwerpunkt von diesen zwei Person.

    Ich wünsche mir wieder eine positivere Berichterstattung von denen sich sicher auch Menschen anstecken lassen.

    Aber wahrscheinlich generieren positive Nachrichten nicht so viele Klicks.
  • gecko25 26.02.2020 20:15
    Highlight Highlight es ist echt himmeltraurig was Menschen alles erdulden müssen und dafür noch Ächtung und Anfeindungen im Internet ertragen müssen. Noch viel trauriger ist, dass diese Leute oft keine richtige, vertraute und ehrliche Bezugspersonen wie Freunde, Familie usw. haben und ihre traumatischen Erlebnisse im Netz, der erbarmungslosen Gewalt der puren Öffentlichkeit, verarbeiten müssen.
  • Triple A 26.02.2020 20:15
    Highlight Highlight Mani Matter würde wohl sagen, das Verhalten der Hater sei darauf zurückzuführen, dass „si im Internet kei Hemmige hei!“ - Wohl auch keinen Anstand!
    • JaneSodaBorderless 27.02.2020 08:14
      Highlight Highlight Und vorallem: Keine Empathie!
  • saderthansad 26.02.2020 19:45
    Highlight Highlight Es gibt ganz konkret Förderer und Mitschuldige beim Thema Hater, die wesentlich dazu beitragen, dass dieses grässliche Phänomen überhaupt diese Grösse erreichte und sie auch halten kann. Jede Seite, jede Plattform, jedes online-Blatt hat einen oder mehrere Verantwortliche, die täglich entscheiden, wem sie auf ihrer Site wieviel Raum geben. Und kommt mir nicht mit Meinungsfreiheit. Über jeden Artikel, jede Zeile wird redaktionell entschieden, also geht das auch bei Kommentaren. Viele Haters sind einfach krank, aber noch kaputter sind die Redaktionen, die sie zulassen.
  • Kubod 26.02.2020 19:38
    Highlight Highlight Ein Verbrecher hat ihr Leben und ihre Karriere zerstört.
    Duffy traut sich, sich zu zeigen.
    Ich hoffe, sie ist schon stark genug.
    Die schönste Rache am Verbrecher und den Hatern:Ein gutes und erfolgreiches Leben zu haben.
  • De-Saint-Ex 26.02.2020 19:21
    Highlight Highlight Auf der einen Seite ist dies die hässliche Seite des Netzes, auf der anderen Seite zeigt es auf, wieviel Soziopathen es unter uns gibt. Erschreckend viele!
  • June 26.02.2020 19:10
    Highlight Highlight https://www.watson.ch/schweiz/gleichstellung/611289747-vergewaltigung-instagram-star-morena-diaz-hat-ihren-ex-freund-angezeigt#comment_2429449

    Schaut euch doch hier die beliebtesten Kommentare an...
    • dä dingsbums 26.02.2020 20:04
      Highlight Highlight Erschreckend.
    • ostpol76 26.02.2020 20:23
      Highlight Highlight Leider nicht vergleichbar. Sie stellt jemand an den Pranger, dessen Schuld nicht bewiesen ist. Es steht Aussage gegen Aussage.
    • Lea Real 26.02.2020 23:23
      Highlight Highlight Tatsächlich beängstigend
    Weitere Antworten anzeigen
  • banda69 26.02.2020 18:55
    Highlight Highlight Danke.
    Für diesen ergreifenden Text.
    Danke.
  • Adumdum 26.02.2020 18:50
    Highlight Highlight Es gibt einfach sehr viele kranke Menschen ohne jegliche Empathie - und Social Media macht das deutlich.

    Zeigt auch wie das Innenleben vieler Leute aussieht, und eigentlich sind das ja selbst irgendwie Mal Opfer gewesen - auf jeden Fall will ich mit dem Innenleben dieser Menschen nicht tauschen.

    Hoffen wir dass wir als Gesellschaft irgendwann mal ein Mittel dagegen finden. Nicht stumm daneben stehen ist sicher ein wichtiger Anfang - auch in den sozialen Medien.
  • Heinzbond 26.02.2020 18:46
    Highlight Highlight Ich weiss jetzt auch nicht weiter, all die hater, die relativierer, die Neider auf Ruhm, puplicity oder Aufmerksamkeit. Benötigen solche Menschen eigentlich nicht eine Psychologische Betreuung, besser eine Behandlung ihrer abnormalen verhaltensweise? Ja man kann gegen etwas sein, man kann etwas hassen, z. Bsp schokoladeneis mit marshmallows, aber eine Person dafür hassen das sie vergewaltigt wurde und darüber jetzt spricht. Gehts no?
  • Green Eyes 26.02.2020 18:45
    Highlight Highlight Meine Erfahrung zu solchem Verhalten von den Menschen, ist, dass viele nicht wahrhaben wollen oder können, dass solches Leid tatsächlich täglich passiert. Es ist für sie einfacher, die Opfer der Lüge zu bezichtigen, als zu merken und zu verstehen, dass es böse Menschen gibt. Es ist, als leben sie in einer Blase.

    Ich bewundere jede Frau und Mann für die Kraft und den Mut, sich offen hinstellen zu können und zu sagen, mir wurde Leid angetan. Ich kann mir vorstellen, dass dies sogar bei der Bewältigung des Traumas helfen könnte.
  • Bruno Wüthrich 26.02.2020 18:32
    Highlight Highlight Die ganze "Gehater" ist absolut widerlich und völlig unverständlich. Und es verhindert einen kritisch/konstruktiven Disput über das Berichtete. Ein Zweifler, also jemand, der nicht sicher ist, ob das Geschilderte wirklich so geschehen ist, wird bereits in die Hater-Ecke gestellt. Entweder schwarz oder weiss. Egal ob links oder rechts: eine andere Farbe scheint es nicht mehr zu geben.

    Bei Natascha Kampusch und Jolanda Spiess-Hegglin wissen wir in etwa, was geschehen ist. Bei Duffy wissen wir es (noch) nicht. Wieso darf man nicht - unter der Wahrung des Respekts - an einer Geschichte zweifeln?
    • die_rote_Zora 26.02.2020 20:31
      Highlight Highlight ich denke, man „darf“ durchaus zweifeln, aber du sagst selbst das man bei Duffy momentan noch zu wenig Infos hat, also wäre dann auch die Frage, wieso man seine Zweifel zu so einem frühen Zeitpunkt bereits in aller Öffentlichkeit ausbreiten muss?
    • AllknowingP 26.02.2020 20:37
      Highlight Highlight Wie zweifelt man respektvoll an einer möglichen Vergewaltigung ?
    • _Qwertzuiop_ 26.02.2020 21:11
      Highlight Highlight Weil es nichts zur Sache tut & man damit einen Menschen verletzten kann:) einfach mal Klappe halten, denn man kann nie sicher sein was passiert ist solange man nicht dabei war. Zweifler können aber so sehr verunsichern, dass man sich (trotz definitiver Sachlage) als Opfer so sehr verunsichert fühlt, dass man sich schlussendlich selbst die Schild gibt. Es ist weder gut den Täter zu verfluchen & zu haten, noch die Geschichte anzuzweifeln. Wünsch dem Opfer lieber viel Kraft oder nimm es still zur Kenntnisse
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lami23 26.02.2020 18:11
    Highlight Highlight Richtiger Hass ist abscheulich. Was aber auch perfid ist, den anderen als Lügner zu bezeichnen oder zu hinterfragen, warum sich der andere nicht mehr gewehrt hat. Kritisch hinterfragen ist gut, aber eine Situation zu verurteilen im Sinn von "ich hätte", ist für die Opfer ebenfalls schmerzhaft. Siehe die Kommentare unter dem Beitrag betreffend Frau Diaz.
  • Koukla 26.02.2020 18:07
    Highlight Highlight Ok ich bin alt (1985) und nutze keine sozialen Medien. Aber ich versteh es einfach nicht, da nutzt ein Mensch die Plattform um sich etwas von der Seele zu schreiben und jetzt kommt irgendjemand echt auf die Idee dieser Person gleich mal den Tod oder sonstige Qualen zu wünschen?!! Ich bin bald 35 und habe noch nie jemandem den Tod gewünscht, nasse Ärmel beim Händewaschen oder eine grausige Erkältung vielleicht aber den Tod.

    Wie lerne ich diesen Respekt meinen Kindern ? Das macht mir echt Angst was wenn meine Kinder Opfer oder auch Täter im Netz werden ?
    • AllknowingP 26.02.2020 20:39
      Highlight Highlight Sei ein gutes Vorbild. Sprich viel & reflektiere mit Ihnen. Thats it. Der Rest kannst du nicht steuern....
    • Lioness 26.02.2020 20:53
      Highlight Highlight Ich sage meiner Tochter als Hilfestellung punkto Onlinekommentare: stell dir vor du stehst persönlich vor diesem Menschen auf einem öffentlichen Platz, würdest du ihm deinen Kommentar ins Gesicht sagen, dann darfst du es schreiben. Ich glaube auch, das sie versteht, dass hässliche Kommentare vor allem wegen der Anonymität im Internet geschrieben werden.
    • auloniella 26.02.2020 21:39
      Highlight Highlight Lebe es vor. Klingt doof, scheint mir aber die einzige Möglichkeit...Rede über heikle Themen die ganz alltäglich sind. Zeige den Kinder sofern möglich die Seite der Opfer und zeige selbst deine Empathie und Betroffenheit die du ja glücklicherweise hast. Bringe ihnen auch bei was Verdrängungsmechanismen sind. Es muss nicht nur sexuelle Gewalt sein, deine Kinder haben irgendwann garantiert mit Kindern zu tun die emotionale und physische Gewalt zu Hause erleben...die erwachsenen Opfer will auch niemand sehen
    Weitere Antworten anzeigen
  • who cares? 26.02.2020 18:04
    Highlight Highlight Toller Beitrag! Morena Diaz hätte man noch erwähnen können. Bei ihr haben gewisse Watson-Leser bereits gefordert, dass sie wegen Rufmord an dem uns unbekannten Täter verurteilt werden soll. Und ein mittlerweile gelöschter Kommentar hat sich damit befasst, dass sie Bikini-Bilder ins Netz stellt, obwohl sie nach einer Vergewaltigung ja das gebrochene Opfer sein muss und sonst keine Freude mehr am Leben haben darf.
  • Lululuichmagäpfelmehralsdu 26.02.2020 17:57
    Highlight Highlight Da war doch vor ein paar Tagen ein Artikel wie ein Typ einer Frau in die Rückenlehne boxt. Es haben in der Komentarspalte alle auf der Frau rumgehackt...
    • Glaedr 26.02.2020 20:21
      Highlight Highlight Und mit solchen halbwahrheiten wird es auch nicht besser.
      Das was sie hier machen ist echt schwach, je weniger man weiss desto eher hat man ein falsches Bild. Sie schreiben es jetzt so das nur der Mann der böse ist.
      Die Frau und der Mann haben sich beide wie kleine Kinder verhalten.
      Kann es auch so schreiben
      Frau belästigt Mann auf Flug.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 26.02.2020 23:25
      Highlight Highlight Das war auf 20min.
      Bei diesem Sammelbecken für Trolle, Wutbürger, Neonazis und sonstige Vollversager im Leben, unter denen es trotzdem noch ein paar wenige anständige Menschen gibt, ist nichts anderes zu erwarten.
      Was ich da schon alles in den Kommentaren gelesen habe, spottet jeglicher Beschreibung. Aufrufe zu Gewalt, Gewaltverherrlichung und Drohungen gehören da noch zum harmlosen.
      Der größte Witz war ja, als der Chefredakteur öffentlich behauptet hat, man wolle verstärkt gegen Hass, Drohungen und die ganze Scheisse vorgehen. Passiert ist nichts.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 27.02.2020 14:24
      Highlight Highlight @Atlantar
      Hab den Artikel nicht mehr genau im Kopf und er ist leider nicht mehr aufzufinden.
      Beim zweiten Anschnitt steh ich gerade win wenig auf dem Schlauch.
    Weitere Antworten anzeigen
  • So oder so 26.02.2020 17:57
    Highlight Highlight Und die Erkenntnis von Simone Meier - setz dich erst zu dem Social Media Mob, wenn es dir Besser geht und du Leute hast womit du das Besprechen kannst. Das zeigen die Beispiele sehr Gut - vom Online Pöbel muss du nichts Erwarten.
  • I_am_Bruno 26.02.2020 17:51
    Highlight Highlight Jeder, der über einigermassen gesunden Menschenverstand verfügt, ist bestürzt über solche Geschichten. Und das sind 99.9% der Menschen! Was diesen Frauen (und leider viel zu vielen Menschen tagtäglich) passiert, ist eine Schande. Aber natürlich verletzen die paar wenigen Idioten im Netz viel mehr, als die 100 Mal mehr Menschen, die Solidarität ausdrücken.
    Die wenigen Idioten erhalten in der Social Media Gesellschaft viel zu viel Aufmerksamkeit. Wenn dagegen z.B. ein ganzes Fussballstadion wegen ein paar Idioten "Nazis raus" brüllt, zeigen sich die wahren Verhältnisse wieder.
    • MarGo 27.02.2020 07:37
      Highlight Highlight das ist leider wahr, Panane...
      was du beschreibst Bruno, ist vielleicht die Watson-Blase...
      Es sind leider sehr sehr viele sehr dumme Menschen mit Komplexen im Netz... und nur dort können sie ihrem Drang, sich zu äussern nachgehen, weil sie tief drin ja auch wissen, dass das was sie sagen unterste Schublade ist... aber hinter der Maske der Anonymität ist ihnen das vollkommen gleichgültig...
      Ich denke leider, dass so die Realität aussieht...

      darum bin ich auch täglich in meiner Watson-Blase ;)
  • fools garden 26.02.2020 17:48
    Highlight Highlight Danke Simone, gut gebrüllt.
  • Denverclan 26.02.2020 17:46
    Highlight Highlight Die Krone der Schöpfung...wie sag ich's meinen Kindern? Wer kann, soll alle Liebe die er/sie hat in die Welt verstreuen, sei diese Welt auch noch so klein. Liebe allein ist das Werkzeug, das auch Wunden heilen und zusammen mit Nestwärme einen Boden unter den Füssen geben kann. Nur so kann man dem steifen Gegenwind des Lebens die nötige Energie entgegenschleudern. Sie macht traurig aber auch trotzig, diese Erkenntnis, dass es "Menschen" gibt, die keine Empathie, keine Hemmschwelle und kein Mitgefühl haben wollen, können. Es muss sehr schlimm sein, seine Gedanken auf Hasswurzeln zu entwickeln.
  • Bero 26.02.2020 17:43
    Highlight Highlight An die Hater

    Wenn Du in einer Gesellschaft leben möchtest, in der Vergewaltigung durch totschweigen toleriert wird, dann musst Du es nicht wissen.

    Es gehört zu unserer sozialen Verantwortung als menschliche Wesen, uns auch mit unangenehmen Dingen auseinanderzusetzen.

    Und es wird immer einen Grund geben, sei es ein Buch, ein Album oder bloss Publicity, der vermeintlich rechtfertigt, in diesem Fall ignorant zu sein.

    Aber es gibt keinen. Wir dürfen nicht wegschauen. Wir müssen darüber reden. Auch Du.
  • The_real_Zippy 26.02.2020 17:42
    Highlight Highlight Und wieder gibt es Kommentare die vor victim blaming nur so triefen..
    Ich schäme mich zutiefst für meine Spezies...
  • blueberry muffin 26.02.2020 17:37
    Highlight Highlight Ja, wer wählt den wohl SVP / AFD / Trump usw.

    Ist nicht so, dass die nicht wissen was sie wählen. Sie sind genau so.

    Und wegen denen, bleib ich Feminist.
    • Regius 26.02.2020 20:56
      Highlight Highlight Dein Kommentar macht nichts anderes als Menschen die eine Partei (egal welcher Gesinnung) wählen, als die hier thematisierten Hater zu bezeichnen, was in erster Linie genau so ein Hater-Kommentar ist und dich somit auf exakt dieselbe Stufe wie solche Idioten stellt.
    • Walser 26.02.2020 22:58
      Highlight Highlight @blueberry. Wenn Sie das wirklich so meinen wie Sie schreiben, sind Sie selber Teil des Problems.
  • Baumann moni 26.02.2020 17:30
    Highlight Highlight Das zeigt mir wie die Welt nur noch von Hass Neid Eifersucht und Gleichgültigkeit ist. Sicher nicht alle gottseidank gibt es noch gute Menschen aber die sind eher selten geworden.
  • Flunkie 26.02.2020 17:18
    Highlight Highlight Da zeigt sich eben eine Stärke, die bei den schwächlichen Gemütern, die vermeintlich anonym hinterm Keyboard sitzen, auf einen sehr schmerzhaften Knopf drückt: dass sie eben genau das sind, und wohl auch nie etwas anderes sein werden. Wer grosses klein machen will, bleibt immer winzig. Kann man diese Leute ändern? Kaum. Dazu müssten sie ja ihr Leben überdenken, und davor haben sie verständlicherweise Angst. Es könnte traurig sein, wenn‘s nicht zum Kotzen wäre.
  • Neemoo 26.02.2020 17:16
    Highlight Highlight Tragisch solche "Hater"!

    Aber im Netz kann man sich verstecken.

    In der freien Natur getrauen sie sich vermutlich niemandem direkt in die Augen zu schauen!
  • Nelson Muntz 26.02.2020 17:09
    Highlight Highlight wann wird endlich konsequent und mit voller Härte gege Social Media Hater und Droher vorgegangen? Die Plattform sollte verpflichtet werden den fehlbaren Nutzer der Staatsanwaltschaft zu melden.
    • pamayer 26.02.2020 17:48
      Highlight Highlight Der Verein #netzcourage, von Jolanda Spiess-Hegglin hat alle Hände voll zu tun.


      Weil der Bund keine vergleichbare Hilfe / Unterstützung bieten kann, hat Jolanda Spiess-Hegglin den Verein aus eigener Kraft gegründet.
    • Fritz N 26.02.2020 17:58
      Highlight Highlight Und wie stellst Du dir das genau vor? Internetpolizei? :D
    • So oder so 26.02.2020 17:59
      Highlight Highlight Denn Verein von Jolanda Spiess-Hegglin unterstützen währe was.
    Weitere Antworten anzeigen
  • paule 26.02.2020 17:03
    Highlight Highlight Die feigen Primitivlinge können sich im Netz so richtig austoben.
    Da kommt halt die ganz Primitive Seite gewisser Menschen voll zum Zug.
    • Baumann moni 26.02.2020 17:33
      Highlight Highlight Dies getrauen sie nur im netz öffentlich nicht

Seit dem Ende des Lockdowns steigen in Zürich die Fälle von sexueller Gewalt an Frauen

In Zürich suchen seit dem Ende des Lockdowns vermehrt Frauen Hilfe, die im Ausgang sexuell angegriffen wurden. Die Fallzahlen haben sich laut der Frauenberatung verdoppelt.

Für Corina Elmer, Geschäftsleiterin der Frauenberatung Sexuelle Gewalt, sind die Zahlen besorgniserregend: Seit den Lockdown-Lockerungen Anfang Juni haben sich 43 Frauen bei der Zürcher Beratungsstelle gemeldet, weil sie Opfer einer Vergewaltigung, sexueller Nötigung oder Schändung wurden. Das ist ein sprunghafter Anstieg der Beratungen im Vergleich zu den Vormonaten.

Problematisch ist für Elmer, dass die Zahlen von jetzt nicht nur höher sind als jene während des Lockdowns, als sämtliche …

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