Libyen
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Es droht ein zweites Syrien

Libyens verzweifelter Hilferuf an die Welt 



Angesichts der wachsenden Spannungen in Libyen hat Mohammed Dairi, der Aussenminister des Landes, vor Zuständen wie in Syrien gewarnt. Die internationale Gemeinschaft müsse seiner Regierung beim Kampf gegen radikale Islamisten helfen, um dies zu verhindern, sagte Dairi am Dienstag.

So beteilige sich die Extremistengruppe Ansar al-Scharia an Angriffen auf die Ölanlagen in Libyen. Dairi äusserte sich in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters zudem besorgt darüber, dass die Probleme in seinem Land auf der Prioritätenliste von US-Präsident Barack Obama nicht weit genug oben stehen könnten.

epa03831977 A picture made available 21 August 2013 shows a general view of pipelines and oil storage tanks at the Hariga oil seaport in the city of Tobruk, Libya, 20 August 2013. According to media reports, Libya's oil ports of Hariga and Zueitina are expected to resume exports after labor unrest forced the closure of several crude oil terminals. Conflicts errupted as Libya's government rivaled with guards over the control of export facilities.  EPA/STR

Die Ölanlagen in Libyen sind begehrt und deshalb umkämpft. Wer das Öl besitzt, hat Macht.  Bild: EPA

Der Politiker vertritt die international anerkannte Regierung im Osten des Landes. In der Hauptstadt Tripolis hat dagegen eine rivalisierende Gruppe die Macht übernommen. Auch die grössten Ölhäfen Es Sider und Ras Lanuf sind nicht mehr unter Kontrolle der anerkannten Regierung.

Dairi sagte, seine Regierung stehe vor einer ernsten Haushaltskrise und könnte internationale Kredite beantragen. Darüber habe er bereits mit der Weltbank und dem Internationalen Währungsfonds gesprochen. Zudem habe er bei den Vereinten Nationen und der US-Regierung um mehr Hilfe beim Kampf gegen den internationalen Terrorismus gebeten. (feb/sda/reu)

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