Mafia & Co
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Ansiedlung von Mafia-Familien

Die Mafia erobert neues Terrain: Immer mehr 'Ndrangheta-Familien breiten sich in Norditalien aus

Das Staedtchen Stilo in den Bergen von Kalabrien (undatierte Aufnahme). (Keystone/Keycolor/TH Foto)

Von hier kommen sie her, dem süditalienischen Kalabrien. Immer mehr 'Ndrangheta-Familien siedeln sich nördlichen Städten wie Turin oder Triest an.  Bild: TH FOTO

Die Mafia-Organisation 'Ndrangheta aus dem süditalienischen Kalabrien dringt zunehmend nach Norditalien vor. Ndrangheta-Familien breiten sich in immer mehr Kleinstädten in wohlhabenden norditalienischen Regionen wie der Lombardei und dem Piemont aus.

Dies steht in einem Bericht, den die italienische Beobachtungsstelle für organisierte Kriminalität vorlegte. Rund um Grossstädte wie Turin, Parma oder Triest siedelten sich immer mehr Mafia-Familien an. Besonders betroffen sei die Lombardei. Neue polizeiliche Untersuchungen zeigten, dass Politik und Behörden dort «zunehmend anfällig» für eine Infiltration durch die Mafia seien.

Laut dem Bericht versucht die Mafia in Norditalien, Einfluss auf die örtlichen Regierungen zu nehmen und ganze Wirtschaftszweige an sich reissen. Die 'Ndrangheta profitiere von der niedrigeren Polizeipräsenz im Norden und dem fehlenden Fachwissen im Umgang mit dem organisierten Verbrechen bei den dortigen Behörden. Mafia-Mitglieder liessen sich auch in Gemeinderäte wählen.

Die 'Ndrangheta ist eine der mächtigsten Mafia-Vereinigungen Italiens und stammt ursprünglich aus dem süditalienischen Kalabrien. Sie verdient viel Geld mit Kokainhandel. Die Region Kalabrien dient ihr dabei als Drehkreuz für den Drogenverkehr von Südamerika nach Europa. (rar/sda/afp)



Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

«Scheidung auf Italienisch» mit Frankreich – zwischen den beiden Ländern kriselt es

Die Stimmung zwischen Paris und Rom könnte nicht schlechter sein: Eine «Provokation» nannte das französische Aussenministerium am Donnerstag ein heimliches Treffen des italienischen Vize-Regierungschefs Luigi Di Maio mit Vertretern der «Gelbwesten» in Paris.

Knapp vier Monate vor der Europawahl unterstützt die Regierung in Rom ganz offen die Protestbewegung, die den Rücktritt von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron fordert. Damit hat die Fehde zwischen Paris und Rom einen neuen Höhepunkt erreicht.

Den französischen Politologen Dominique Moïsi erinnern die Vorgänge an das Liebesdrama «Scheidung auf Italienisch» mit Marcello Mastroianni von 1961: «Eine italienische Regierung, die in diesem Ausmass Oppositionskräfte in Frankreich unterstützt …

Artikel lesen
Link zum Artikel