Mexiko
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28 Leichen untersucht

Vermisste Studenten nicht unter den Leichen im Massengrab in Mexiko



epa04447105 Relatives of 43 missing students participate in a Mass in Chilpancingo, Guerrero state, Mexico, 14 October 2014. Attorney General of Mexico Jesus Murillo Karam reported on 14 October that the 28 charred bodies found in five graves near Iguala in the State of Guerrero do not belong to those of the 43 students disappeared on 26 September.  EPA/JOSE MENDEZ

Verwandte nehmen an einer Messe für die verschwundenen Studenten teil. Bild: EPA/EFE

Bei den in mehreren Gräbern in Südmexiko entdeckten Leichen handelt es sich nach Angaben der Behörden nicht um die vermissten 43 Studenten. Die DNA-Analysen stimmten nicht mit jenen überein, die die Staatsanwaltschaft von den Angehörigen der Vermissten erhalten hatte.

Das sagte der mexikanische Generalstaatsanwalt Jesús Murillo Karam am Dienstag bei einer Pressekonferenz. Nach dem Verschwinden der Studenten Ende September waren mehrere Massengräber nahe der Stadt Iguala im Bundesstaat Guerrero entdeckt worden, die Untersuchungsergebnisse der ersten 28 Leichen lagen nun vor.

View of a sandal in an alleged drug camp used to bury victims in

28 Leichen wurden untersucht: Es handelt sich nicht um die vermissten Studenten. Bild: AFP

Weitere 14 Polizisten verhaftet

Murillo Karam verkündete zudem die Festnahme von 14 weiteren Polizisten aus Guerrero, die in den Fall verwickelt sein könnten. Ihnen wird demnach vorgeworfen, die Studenten entführt und an eine Drogenbande ausgeliefert zu haben. Zuvor waren bereits 26 verdächtige Polizisten festgenommen worden. Nach Angaben der Behörden sind derzeit 300 Beamte mit den Ermittlungen rund um die Vermissten beschäftigt.

Am 26. September hatten Polizisten in Iguala auf Busse mit Studenten eines Lehrerseminars geschossen. Sechs Menschen wurden getötet, 43 weitere gelten seither als vermisst. Es besteht unter anderem der Verdacht, dass Mitglieder der Bande Guerreros Unidos die Studenten im Auftrag der Ehefrau des Bürgermeisters von Iguala ermordeten, um eine Protestaktion der Studenten am folgenden Tag zu verhindern. Der Bürgermeister und seine Frau sind flüchtig.

Bandenchef erschossen

Nach dem Verschwinden der Studenten töteten Sicherheitskräfte einen Anführer der vermutlich an der Tat beteiligten Bande «Guerreros Unidos». Benjamín Mondragón Pereda sei am Dienstag bei einer Schiesserei in der Ortschaft Jiutepec im Bundesstaat Morelos ums Leben gekommen, teilte die Regionalregierung mit. Zwei weitere mutmassliche Mitglieder der «Guerreros Unidos» wurden demnach festgenommen. (sda/afp)

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