Migration
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Flüchtlingsdrama

«Es ist die Hölle»: Wieder Tote vor Lampedusa



Mindestens 14 Migranten sind bei einem Flüchtlingsunglück südlich der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa laut Medienberichten ums Leben gekommen. Das Flüchtlingsboot sank am Montag rund hundert Seemeilen (180 Kilometer) südlich der Insel. 240 Menschen wurden gerettet.

«Es ist die Hölle», berichtete ein Retter. Rund 400 Menschen sollen sich an Bord des Bootes befunden haben. Schiffe der italienischen Marine sind im Einsatz, um die Überlebenden in Sicherheit zu bringen. 

Die Mission der italienischen Marine «Mare Nostrum», bei dem Kriegsschiffe, Drohnen und Hubschrauber eingesetzt werden, um Flüchtlingsboote ausfindig zu machen, hatte im Oktober nach zwei Schiffsunglücken vor Lampedusa mit mehr als 360 Toten begonnen. 

Migranten wollen gutes Wetter nutzen

In den vergangenen Tagen waren Hunderte Migranten aus Nordafrika in Italien angekommen, die das gute Wetter für die gefährliche Überfahrt über das Mittelmeer genutzt hatten. Über 30'000 Migranten sind seit Jahresbeginn in Italien eingetroffen. Immer wieder kommt es dabei zu Tragödien.

Die Regierung in Rom bat die EU zuletzt wiederholt um mehr Hilfe im Umgang mit dem Flüchtlingsproblem. Laut dem italienischen Innenministerium warten 800'000 Menschen in Libyen auf die Abfahrt nach Europa.

Auch Griechenland betroffen

In der Ägäis war zuvor eine neue Flüchtlingstragödie abgewendet worden. Ein Patrouillenboot der griechischen Küstenwache erreichte am Montag rechtzeitig ein sinkendes Flüchtlingsboot vor der Insel Lesbos und nahm 40 Migranten auf. Einige Flüchtlinge seien aus den Fluten gerettet worden, teilte die Küstenwache mit.

Vor einer Woche hatte sich in der Nähe der weiter südlich liegenden Insel Samos ein Flüchtlingsdrama abgespielt. Beim Kentern von zwei Booten waren mindestens 22 Flüchtlinge ums Leben gekommen. 36 konnten gerettet werden. (sda/dpa/afp/apa)

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