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farben-Rausch

Ein Bild sagt mehr als 1000 Blumen

Eine Penstemon (Bartfaden, Penstemon spectabilis variabilis). Bild: Keir Morse

Der Amerikaner Keir Morse ist permanent auf Achse und fotografiert Pflanzen. Die Bilder sind einfach nur wow. Deshalb: Danke, Keir!



Lüthi Susanne
Lüthi Susanne

Redaktorin

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Eriastrum sapphiri inum

Für den Sapphire Woollystar (Eriastrum sapphirinum ssp. sapphirinum) haben wir leider keine Übersetzung gefunden. Wissen Sie sie?  Bild: Keir Morse

Keir Morse hat Grosses vor. Und Grosses hinter sich. In den letzten drei Jahren hat er nämlich nicht weniger als 36'000 Pflanzen fotografiert. An die 20'000 Fotos hat er bereits auf seiner Website publiziert, aber das sind halt noch längst nicht alle.

Hinzu kommt: Er knippst fortlaufend neue Bilder, die Dateien stapeln sich quasi auf den Speicher-Chips. Morse: «Der Berg wird immer grösser.» Ein Dilemma.

Doch eine Lösung ist in Sicht: Gelingt es dem Botaniker aus San Diego auf Kickstarter 10'000 Dollar zu sammeln, kann er seinen Job ein halbes Jahr lang an den Nagel hängen. Er will ermöglichen, dass Interessierte durch seinen virtuellen Blumengarten schlendern und sich über Kaliforniens Pflanzenwelt informieren. Die Blumen können nicht nur bewundert, sondern auch gepflückt werden. Gratis.

Purple Owl's Clover (Castilleja exserta ssp exserta), also Lila Eulen-Klee, wird diese Pflanze laut Keir Morse genannt, weil die Blüten manchmal so aussehen wie Uhus. Bild: Keir Morse

Doch wie kommt man auf die Idee, sich so viel Arbeit aufzuhalsen, ohne Profit in Aussicht? Entweder, man ist ein Nerd. Oder aber, man ist Keir Morse. Ihm geht es darum, dass man mit seinen Fotos etwas über Pflanzen lernt – und darum, sie zu schützen. 

Die Liebe bleibt – noch – auf der Strecke

Finanziert hat sich der 36-Jährige sein Hobby mit Gelegenheitsjobs in Nationalparks, wo er viele der Bilder geschossen hat. Zeit, um die Fotos zu ordnen, zu beschriften und hochzuladen hatte er nach Saisonende. Und, nachdem die Wirtschaftskrise die USA erreicht hat, während seiner Arbeitslosigkeit. 

Da bleibt nicht viel Zeit übrig. Auch nicht, um eine Familie zu gründen, was Keir eines Tages sehr gerne tun würde. «Bislang habe ich den grössten Teil meiner Freizeit der Botanik und der Fotografie gewidmet. Vielleicht, eines Tages, finde ich jemanden, der mit mir an diesem und anderen Projekten arbeiten möchte.»

Wir drücken Keir für sein Pflanzen- wie auch sein Liebesprojekt die Daumen. Und geniessen währenddem den Anblick folgender, grandioser Fotos. Enjoy!

Der Wollige Bärenklau (Trichostena lamatum) ist eine von Keir Morses Lieblingen: «Er hat unglaublich seltsame Blüten und riecht wie ein Bonbon.» Bild: Keir Morse

Pholisma arenarium

Pholisma arenarium ist ein Parasit. Interessanterweise hat sie kein bisschen grün an sich, also auch kein Chlorophyll. Um sich zu ernähren, zapft sie die Wurzeln anderer Pflanzen an. Bild: Keir Morse

Die Kalk Dudleya (Dudleya pulverulenta, nach dem Botaniker William Russel Dudley benannt) ist eine Sukkulente. Bild:  Keir Morse

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notholaena californica ssp rnica

Die Rückseite eines Kalifornische Mantelfarns (Notholaena californica ssp californica). Diese ist für die Fortpflanzung zuständig.  Bild:  Keir Morse

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Ceabitgzs crassufikuzs

Säckelblume (Ceanothus crassifolius) Bild: Keir Morse

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cercocarpus minutiflorus

Kleinblättrige Schweiffrucht (Cercocarpus minutiflorus) Bild: Keir Morse

Antelope Valley

Die gelben Blümchen im Antilopen-Tal sind Goldfields, die orangen Kalifornischer Mohn. Bild: Keir Morse

Calycanthus occidentalis

Die Frucht des Kalifornischen Gewürzstrauches (Calycanthus occidentalis) hat uns Keir geschickt, weil «ein wichtiger Teil des Projektes ist es, verschiedene Teile der Pflanzen zu zeigen, da die meisten Menschen nur auf die Blüten achten.» Bild: Keir Morse

Wie alle Seidenpflanzen (hier eine Asclepia eriocarpa) ist auch diese ein Wirt für Monarchenfalter. Mit dem Verschwinden der Pflanze schrumpft auch die Population der Schmetterlinge.  Bild: Keir Morse

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