Panorama
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Warum nicht einmal die Hosen runterlassen? Und warum nicht gleich an den Swiss Music Awards? Die A Cappella Comedy Band «Bliss »in voller Aktion.  Bild: Facebook/Bliss

Bliss – A Cappella Comedy 

Eine Premiere, die dermassen in die Hose geht, dass Sie sie gesehen haben müssen 

Die A Cappella Comedy Band Bliss ist auf Tour mit ihrem neuen Programm «Die Premiere». Die sechs Männer singen sich die Seele aus dem Leib, tanzen sich ins Koma und versuchen mit viel Humor, ihr von Anfang an zum Scheitern verurteiltes Konzert-Debüt zu retten – es gelingt auf ganzer Linie. 



Groupie sein oder nicht sein – das ist hier nicht die Frage. Ich bin einer geworden. Und hab mich in sechs Mannsbilder gleichzeitig verliebt. Warum? Nicht etwa weil ich von Natur aus zu kritikloser Huldigung neige sobald ein paar gut aussehende Männer zu singen beginnen. 

Obwohl. Nein, natürlich nicht! Diese sechs jungen Typen liefern mit ihrer« Premiere» ein fein abgestimmtes, musikalisches Gaudi.

Bild

Bliss mit ihrem Programm «Euromission» (2010-2013) Bild: Facebook/Bliss

Tickets für Bliss – «Die Premiere» gewinnen! 


watson verlost als Medienpartner von Bliss  5x2 Tickets für eine Vorstellung am Hechtplatz in Zürich. Einfach eine Email schreiben an wettbewerbe@watson.ch mit Namen und Wunschdatum der Vorstellung und wir informieren Sie persönlich über Ihren Gewinn.
Teilnahmeschluss: 20. März 2014

Tourdaten Zürich (Hechtplatz): 26. März, 28. - 30. März, 2. - 6. April, 10. - 13. April
Alle weiteren Daten für Bern, Luzern, Basel u.a. finden Sie hier.

«Die Premiere»

Der mit einem Schwitztuch bewaffnete Countertenor Claudio betritt verschüchtert die Bühne und informiert das Publikum über den verzögerten Beginn der Show. Bald ginge es los, beschwichtigt er die Ungeduldigen, «es chunt alles guet», murmelt er unsicher. Dass aber ganz im Gegenteil rein gar nichts gut kommt, ist Programm der «Premiere». Es ist der komödiantisch inszenierte Rettungsversuch eines Konzertdebüts, das den Bach runter geht. 

Bild

Bliss mit ihrem neuen Programm «Die Premiere»: (v. l. n. r.) Tom Baumann, Claudio Tolfo, Christian Hiesch, Lukas Hobi, Matthias Arn und Viktor Szlovak  Bild: Facebook/Bliss

Das Publikum wird weitere drei Minuten im Ungewissen gelassen. Es passiert nichts. Das erinnert ein bisschen an ernsthafte Theaterstücke, in denen unerträglich lange geschwiegen wird. Man denkt sich dann heimlich: Gott, ist das langweilig, macht aber ein sehr nachdenkliches Gesicht damit es so wirkt, als hätte man die tiefe Bedeutung dieser verstörenden Stille verstanden. Bliss arbeitet zwar auch mit zahlreichen dramaturgischen Elementen, sie stehen aber alle im Dienst der Komik. 

Christian kommt zu spät an die eigene Premiere, Claudio zieht sich auf der Bühne einen Kreuzbandriss zu und singt Robbie Williams' «Come Undone» mit gequältem Gesichtsausdruck im Sitzen. Der mit Starallüren behaftete Lukas schiebt sich immer wieder ganz unverschämt in den Vordergrund. 

Bliss – Die Band 

Geboren wurde Bliss  – womöglich ein bisschen ungewohnt für eine Comedy A Cappella Band – in einer Kirche. Für die Ordination von Claudio Tolfos Bruder wurde eine musikalische Untermalung des Gottesdienstes verlangt: «Dieses kurze Intermezzo kam gut an und wir sahen uns bestätigt, auf dieser Schiene weiterzufahren.» Und so schlichen sich die Sänger langsam heraus aus dem heiligen Rahmen, erweiterten ihr Repertoire, füllten ihre Reihen mit einem Tourmanager, einem Produzenten, Licht- und Tontechnikern und probten mit Vocal Coaches, Choreographen und Regisseuren. 
 
Alle weiteren Informationen zur Band, zu ihren Alben und Programmen finden sie auf der Bliss-Homepage oder auf Facebook

Aus dem Interview mit Christian Hiesch

Matthias leidet stark unter seinem dreiwöchigem Single-Dasein. Er ist der Frauenversteher, der so krampfhaft viel vom schönen Geschlecht verstehen will, dass ihm die Frauen in Scharen davonlaufen. Und während sich Viktor im 15-Minuten-Takt  über die herrschenden Zustände empört und darauf hinweist, dass so eine schäbige Darbietung in Budapest undenkbar wäre, klopft Tom der Zyniker und Schürzenjäger die bösen Sprüche; auch glatzköpfige Zuschauer, die nach der Pause nicht rechtzeitig auf ihren Plätzen sitzen, werden nicht verschont:

«Zerscht chunsch z'spot und denn häsch au no d'Hoor ufem WC vergässä ...»

Tom Baumann

«Die Premiere» ist die Frucht von knochenharter Arbeit. Im August begann Bliss mit den musikalischen Proben und für den fünfwöchigen Schlussspurt haben die sechs Sänger zusammen mit der Regisseurin Bettina Dieterle, der Choreographin Evelyn Bähler und dem Vocal Coach Andrea Figallo ihr Programm durchkomponiert, stimmig und rund gemacht. 

Bild

Bliss bei den Proben Bild: Facebook/Bliss

Bild

Bliss bei den Proben Bild: Facebook/Bliss

Trotz der stimmlichen und choreographischen Genauigkeit, mit der «Die Premiere» glänzt, stirbt die Leidenschaft nicht ab. Bliss hat sich das Untergraben ihrer Professionalität zum Programm gemacht; die komödiantischen Momente brechen immer wieder mit der Ernsthaftigkeit und Konzentration, welche die Stücke von den Sängern verlangen. Damit wird die ganze Arbeit, die hinter dem neusten Bliss-Spektakel steckt, nicht schwer verdaulich zelebriert, sondern kommt leichtfüssig, selbstironisch und unglaublich charmant daher. 

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Kommentar

Die Gangster-Rapper sind nicht schuld, wenn Kinder Drogen nehmen

Tilidin ist wieder im Aufwind. Auch dank der Rap-Szene. Capital Bra und andere Rapper haben einen grossen Einfluss auf den Drogenkonsum von Jugendlichen. Doch kann man den Rappern wirklich die Schuld geben?

«Du kannst nicht ohne. Du sitzt da wie ein vercrackter Junkie» – so beschreibt der Rapper Capital Bra die Auswirkungen vom Medikament Tilidin in einem Interview mit «STRG-F».

Keine schöne Droge, dieses Tilidin. So einfach es ist, damit anzufangen, umso schwieriger ist es, davon wegzukommen. Auch Experten sehen darin ein Problem.

Durch die Thematisierung von Tilidin in seinen Raptexten hatte der Rapper einen grossen Einfluss auf den Bekanntheitsgrad des Medikaments. Vor einem Jahr wurde das Lied …

Artikel lesen
Link zum Artikel