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SBB-Chef Meyer: «Bei der Pünktlichkeit gab es einen veritablen Absturz»

Pünktlichkeit, Sparbillette, Coronavirus: Die SBB informieren an der Bilanzmedienkonferenz über das ÖV-Jahr 2019. Und blicken in die Zukunft.



Die SBB haben im vergangenen Jahr so viele Passagiere transportiert wie nie. Das gaben sie an ihrer Jahresmedienkonferenz in Bern bekannt.

Das sagt Meyer zum Coronavirus:

SBB-Chef Andreas Meyer äussert sich an der Medienkonferenz zum Coronavirus.

Meyer sieht auch positive Effekte: «Das Coronavirus ist für uns eine Chance, das digitale Arbeiten mit Homeoffice weiterzuentwickeln.» Das Unternehmen biete dies den Mitarbeitenden seit Jahren an.

Einen Rekord vermelden die SBB auch bei der Zahl der GAs und Halbtax-Abonnemente. Zum vierten Mal in Folge habe es letztes Jahr keine Preiserhöhungen gegeben. Zudem habe die SBB Sparbillette mit einer Rabattsumme von 120 Millionen Franken verkauft. Das macht sich im Ergebnis bemerkbar. Das Ergebnis des Personenverkehrs sank von 241 auf 215 Millionen Franken, obwohl die Verkehrserträge um 2,2 Prozent auf 3,6 Milliarden Franken zunahmen. Insgesamt sank das Konzernergebnis der SBB um 18,5 Prozent auf 463 Millionen Franken.

SBB nicht zufrieden mit Pünktlichkeit

Nicht zufrieden ist die SBB auch mit der Pünktlichkeit. Sie sank um 0,6 Prozentpunkte auf 89,5 Prozent und sei damit nicht zufriedenstellend, schreibt die Bahn. Hauptursachen seien die steigende Nachfrage, der angespannte Fahrplan und viele Baustellen für den Unterhalt und Ausbau des Netzes. Andererseits hätten Störungen am Rollmaterial und fehlende Fahrzeuge ihren Teil beigetragen. So hätten etwa die Verzögerungen bei den FV-Dosto, den neuen Fernverkehrs-Doppelstockzügen von Hersteller Bombardier, Auswirkungen gehabt. Hinzu kämen Fehler bei der Einsatz- und Ausbildungsplanung des Lokpersonals.

Um die Pünktlichkeit zu verbessern, wollen die SBB nun mehr Reserven im Fahrplan schaffen und die Planung und Kundeninformation verbessern. Ausgebaut werden soll auch das Angebot im internationalen Personenverkehr. Ein Ziel ist es etwa, dass Billette ins Ausland leichter online gekauft werden können.

Die Nachfrage nach Bahnreisen ins Ausland hat 2019 denn auch um 7 Prozent zugenommen – trotz Streik in Frankreich Ende Jahr. Die SBB rechnen damit, dass dieser Trend anhält. So seien auf den Fahrplanwechsel Ende 2019 die Kapazitäten nach Deutschland, Frankreich und Italien etwa mit neuen Zügen ausgebaut worden.

Die Sparbillette haben eine Wirkung auf das Verhalten der Reisenden. So wechselten laut SBB-Angaben rund 1,5 Millionen Kundinnen und Kunden von stark auf schwach ausgelastete Züge.

(amü)

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10Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • teha drey 10.03.2020 14:34
    Highlight Highlight Frau Präsidentin Ribar sagt, sie sei "nicht zufrieden" mit dem Resultat der SBB! - Lägg, würde mir das stinken, wenn ich bei den SBB arbeiten würde.
  • rudolf_k 10.03.2020 14:04
    Highlight Highlight „ Ein Ziel ist es etwa, dass Billette ins Ausland leichter online gekauft werden können.“ Und der Zeithorizont dazu ist 2027? Ähnlich absurd wie die Einführung von SBB Nachtzügen, welche es nie geben wird.
  • Konstruktöhr 10.03.2020 12:35
    Highlight Highlight Sind 89.5% der Züge verspätet oder 89.5% der Passagiere?
    • Felix Meyer 10.03.2020 13:00
      Highlight Highlight 89.5 % der Passagiere sind pünktlich am Zielort angekommen.
    • Orlando Stoll 10.03.2020 13:02
      Highlight Highlight Weder noch, 89.5% der Züge sind pünktlich.
    • Konstruktöhr 10.03.2020 13:21
      Highlight Highlight Danke
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ludwig XVI 10.03.2020 11:44
    Highlight Highlight Adé Herr Meyer 🤭🤥🤫
  • En Espresso bitte 10.03.2020 11:13
    Highlight Highlight "Hauptursachen seien die steigende Nachfrage, der angespannte Fahrplan und viele Baustellen für den Unterhalt und Ausbau des Netz. Andererseits hätten Störungen am Rollmaterial und fehlende Fahrzeuge ihren Teil beigetragen. So hätten etwa die Verzögerungen bei den FV-Dosto, den neuen Fernverkehrs-Doppelstockzügen von Hersteller Bombardier, Auswirkungen gehabt. Hinzu kämen Fehler bei der Einsatz- und Ausbildungsplanung des Lokpersonal."

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