Schweiz
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A train passes a large station clock in front of the new company headquarters of Swiss Federal Railway (by architects Lussi and Halter), captured in Bern on October 2, 2014 (Christian Beutler) 

Ein Zug faehrt an der grossen Bahnhofsuhr vor dem neuen Hauptsitz der SBB (von Architekten Lussi und Halter) vorbei, aufgenommen am 2. Oktober 2014 in Bern. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Die SBB will dank Digitalisierung pünktlicher werden.  Bild: KEYSTONE

Neue Karte zeigt: So pünktlich sind die Züge der SBB wirklich

Wie erfasst man die Pünktlichkeit? Unterschiedliche Statistiken geben unterschiedliche Antworten. Das sorgt für einen Streit. Es geht um die Vermessung einer Schweizer Identitätsfrage.

andreas maurer und philipp felber / az



Eine Spezialität der berühmten Schweizer Bahnhofsuhr ist, dass sie meistens ungenau ist. Der rote Sekundenzeiger des Designklassikers geht zu schnell und ist nur zum Beginn jeder Minute pünktlich.

Der Erfinder der Uhr hatte damit 1944 eine Lösung für ein technisches Problem seiner Zeit gefunden. Indem er auf den Sekundenimpuls verzichtete, vereinfachte er die Mechanik. So verlängerte er die Lebensdauer der behäbigen Bahnhofsuhr. Mit ihrem eigensinnigen Sekundenzeiger symbolisiert sie, dass man die Pünktlichkeit auf unterschiedliche Arten messen kann. So ist es auch mit den Statistiken zur SBB-Pünktlichkeit.

Wenn sich wie in den vergangenen Tagen aufsehenerregende Verspätungen auf dem SBB-Netz häufen und sich die Medien fragen, ob der Vorzeigebetrieb der Schweizer Pünktlichkeit aus dem Takt geraten ist, dann kommunizieren die SBB eine Zahl: 90 Prozent. Das ist die sogenannte Kundenpünktlichkeit.

Sie bedeutet, dass neun von zehn Passagieren auf dem Schweizer Netz ihr Ziel mit weniger als drei Minuten Verspätung erreichen. Die PR-Botschaft dahinter: Subjektiv mag der Ärger über jede Verspätung gross sein, doch objektiv betrachtet haben die SBB kein Problem mit der Pünktlichkeit. Ende der Diskussion.

Huhn stolziert auf Gleis herum:

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Video: watson

Das sind die Problemstrecken

Doch die Diskussion geht eben doch weiter. Denn es gibt auch differenzierte Zahlen zur Pünktlichkeit der SBB. Der Informatiker Andreas Gutweniger betreibt die Plattform Pünktlichkeit.ch, auf der er öffentlich zugängliche Zahlen zur Zugspünktlichkeit aufbereitet.

Im Gegensatz zur Kundenpünktlichkeit erfasst er nicht, wie viele Passagiere, sondern wie viele Züge Verspätung haben. Diese Methode hat den Nachteil, dass ein leerer Zug gleich gewichtet wird wie ein voller. Der Vorteil ist, dass sich die Zahlen für jede Strecke angeben lassen. Denn was nützt einem Bahnkunden die Botschaft, dass neun von zehn Passagieren pünktlich ihr Ziel erreichen, wenn auf seiner täglichen Pendlerstrecke nur sieben von zehn Zügen fahrplanmässig ankommen?

Eine Auswertung der Zahlen der Intercity-Strecken, die im Vergleich zu den Regionallinien am stärksten von Verspätungen betroffen sind, zeigt für die vergangenen 365 Tage: Auf der Strecke Basel–Zürich haben 28 Prozent der Intercitys eine Verspätung von mehr als drei Minuten. Auf den wichtigen Pendlerstrecken Zürich–Bern und Olten–Luzern sind die Verspätungen mit 25 und 21 Prozent der Züge seltener, aber immer noch häufiger als die offizielle SBB-Zahl vermuten lässt.

Image

Bild: ch media

Rot leuchtet die Karte in der Ostschweiz: Auf der Strecke St.Margarethen–St.Gallen sind vier von zehn Zügen verspätet. Dunkelrot sind die Werte in der Westschweiz, wo die 50-Prozent-Grenze überschritten wird. Auf den Strecken Montreux–Lausanne (54 Prozent), Sion–Montreux (68 Prozent) und Brig–Sion (73 Prozent) ist eine Verspätung von mehr als drei Minuten der Normalfall.

Doch die SBB halten diese Zahlen nicht für aussagekräftig. Nach den Pannen auf der Paradestrecke Zürich–Bern wies die «NZZ am Sonntag» mit den Daten von Pünktlichkeit.ch nach, dass sich die Verspätungen auf dieser Strecke in jüngster Zeit häuften. Die Bundesbahnen hielten allerdings an ihrer Darstellung fest, wonach nur ihre Zahl – die 90-prozentige Kundenpünktlichkeit – das Gesamtbild adäquat wiedergeben würde.

Die Pünktlichkeit-Plattform scheint einen Nerv bei vielen Pendlern getroffen zu haben. Der Zeitungsbericht generiert auf der zuvor kaum bekannten Plattform so viel Verkehr, dass sie diese Woche mehrmals zusammenbrach. Auch im Bundesamt für Verkehr, der Aufsichtsbehörde über die SBB, stiess die Website auf Interesse.

Direktor Peter Füglistaler griff auf der SocialMedia-Plattform LinkedIn persönlich in die Tasten und lobte die Website dafür, für Transparenz zu sorgen. Wer sich selber ein Bild über die Pünktlichkeit im Schweizer ÖV machen wolle, habe nun jederzeit die Möglichkeit dazu. Füglistaler schreibt: «Nur statistisch erhobene Werte, ganz ohne Schönreden der Kommunikationsabteilungen.» Auf Nachfrage dieser Zeitung erklärt Füglistaler: «Der Seitenhieb gegen die Kommunikationsstellen ist dahin zu deuten, dass die Kunden nicht Erklärungen wollen, sondern pünktliche Züge.»

Spartageskarten der SBB:

Hoffen auf die Digitalisierung

Die SBB arbeiten jedoch daran, in Zukunft noch mehr Erklärungen zu liefern. In einer internen Präsentation, welche dieser Zeitung vorliegt, legen die SBB dar, wie sie ihre Kommunikationsstrategie verbessern wollen. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müsse das Image gesteigert werden, heisst es. Dazu gehöre die Wahrnehmung der Pünktlichkeit durch die Bahnkunden. Die SBB versuchen allerdings, nicht nur die gefühlte, sondern auch die effektive Pünktlichkeit zu verbessern.

Potenzial sieht die Bahn in der Digitalisierung. Mit dem Programm Smartrail 4.0 will sie die nächste Technologiestufe erreichen. Das geht von neuen Abläufen in Stellwerken bis hin zu Überlegungen, automatisches Fahren zu fördern. Der Autopilot soll die menschlichen Fehler des Lokführers korrigieren. Dieses System wurde im vergangenen Jahr erstmals getestet. Der Zug fährt damit zum Beispiel automatisiert in den Bahnhof ein und aus. Dadurch sind kleine Verschiebungen beim manuellen Bremsen und Beschleunigen ausgemerzt, was die Fahrt planbarer und damit pünktlicher machen soll. Vor allem auf S-Bahn-Linien mit vielen Halten hätte das System einen Zeitgewinn und eine bessere Planbarkeit zur Folge. Noch ist die Bahn aber nicht soweit, die Technologie flächendeckend einzusetzen.

Heute ist die Digitalisierung auch eine der Ursachen der Unpünktlichkeit. Probleme im Computersystem können einen ganzen Bahnhof lahmlegen.

ZU DEN JAHRESZAHLEN DER SCHWEIZERSCHEN BUNDESBAHNEN, SBB, STELLEN WIR IHNEN HEUTE, 20. MAERZ 2018, FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - The large station clock in front of the new company headquarters of Swiss Federal Railways (by architects Lussi und Halter), captured in Bern on October 2, 2014. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Die grosse Bahnhofsuhr vor dem neuen Hauptsitz der SBB (von Architekten Lussi und Halter) aufgenommen am 2. Oktober 2014 in Bern. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Die grosse SBB-Uhr vor dem Hauptsitz.  Bild: KEYSTONE

Den Stellenwert der Digitalisierung symbolisieren die SBB mit der grössten Bahnhofsuhr der Welt. Vor dem SBB-Hauptsitz in Bern-Wankdorf steht ein runder Bildschirm, auf dem die analoge Uhr digital dargestellt wird. Bei der Einweihung des 700'000 Franken teuren Kunstwerks sprach SBB-Chef Andreas Meyer 2014 von einem Mahnmal. Es erinnere daran, dass bei allem, was die SBB leisteten, nur zähle, was bei den Kunden ankomme. (aargauerzeitung.ch)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Feuerwanze 19.10.2018 09:45
    Highlight Highlight Auf der Strecke Frauenfeld-Weinfelden sind gerade Bauarbeiten im Gang. Wenn diese abgeschlossen sind, sind die Züge dann hoffentlich so pünktlich wie noch nie ;-)
    0 0 Melden
  • Shaha 18.10.2018 14:01
    Highlight Highlight ...Wenn dann noch die beiden letzten 2.-Klasse-Wagen - nach der 1. Klasse und der Doppelstock-Konfiguration - praktisch komplett für Gruppen reserviert sind und die Leute erst mal den halben Zug entlang laufen müssen und dann alle in den nächsten Wagen einsteigen wollen - kommen gleich wieder ein paar Minuten Verspätung hinzu.
    1 2 Melden
  • Shaha 18.10.2018 13:59
    Highlight Highlight In letzter Zeit stelle ich immer mehr Defekte fest, insbesondere dass Türen nicht funktionieren und Toiletten geschlossen sind. Dabei fällt auf, dass überdurchschnittlich viele dieser Züge mit defekten Türen verspätet sind. Ist ja auch klar, wenn zur Stosszeit nur eine oder gar keine Türe eines Waggons benutzt werden kann, dauert es natürlich auch nochmals länger, bis alle ein- und ausgestiegen sind.
    2 3 Melden
  • caboruivo 18.10.2018 11:41
    Highlight Highlight Mich würden ja gerne interessieren, waa genau mit "Fehler des Lokführers" gemeint ist...
    1 0 Melden
  • Lf1 18.10.2018 10:17
    Highlight Highlight Und noch etwas zum Thema:
    Ich fahre dann ab wenn alle Türen verriegelt sind und das rote Türlämpchen im Führerstand erlischt.
    Egal ob 30 sekunden oder 3 minuten zu spät weil vorher fährt der Zug nicht ( schlaue technick das niemand rausfallen kann)
    Und vor allem im S-Bahn sektor sind deshalb die Pendler meist selber schuld für die verspätung.
    Aber ich werde ja gott sei dank nicht nach gefahrenen Runden bezahlt.
    32 2 Melden
  • c_meier 18.10.2018 09:49
    Highlight Highlight "... die SBB dar, wie sie ihre Kommunikationsstrategie verbessern wollen...."

    es braucht keine neue Kommunikationsstrategie sondern pünktliche Züge von A nach B.
    Allerdings... Passagiere können mithelfen beim einsteigen und vergleicht man die Schweiz mit Deutschland oder anderen Ländern sind wir auf einem extrem hohen Niveau
    Wer mal im Ausland 3 Wochen gependelt hat und der Bus/Zug nie pünktlich war, weiss wovon ich rede.
    Zudem: Deutschland führt erst jetzt einen "DeutschlandTakt" auf 2022-2030 ein, was wir in der Schweiz seit Jahren haben und entsprechend seit 1990 Infrastruktur gebaut haben
    17 1 Melden
  • maendel 18.10.2018 09:21
    Highlight Highlight Auf meiner Pendlerstrecke haben sie die Fahrzeit um 1 Minute verlängert. Das heisst die Pünktlichkeit ist jetzt besser, mein Anschluss fährt aber immer noch zur gleichen Zeit ab und die Chancen diesen zu erwischen ist jetzt kleiner geworden.
    Ich finde 3-4 Minuten Verspätung ist kein Problem, wenn aber der Anschluss so knapp ist werden genau diese paar Minuten zur entscheidenden Frage.
    26 0 Melden
    • Feuerwanze 19.10.2018 09:42
      Highlight Highlight Wenn der Anschlusszug dann noch 5 Gleise weiter fährt, muss man Sprinter sein, um den Anschluss noch zu erwischen ;-)
      1 0 Melden
  • Evan 18.10.2018 09:04
    Highlight Highlight Hauptsache in Zürich pünktlich👌
    7 14 Melden
  • Madison Pierce 18.10.2018 08:47
    Highlight Highlight Diese Statistik sagt nicht viel darüber aus, wie pünktlich Kunden von A nach B gebracht werden. Meist ist ja nicht nur ein Zug involviert.

    Ich wage zu behaupten, dass wegen der Statistik keine Anschlüsse mehr abgewartet werden und die Situation sich für die Reisenden somit verschlechtert hat.

    Früher wurde im Bus noch gefragt, ob jemand den Zug erreichen müsse. Über die Leitstelle konnte der dann max. zwei Minuten aufgehalten werden. Heute steht man eine halbe Stunde am Bahnhof rum, dafür stimmt die Statistik...
    25 4 Melden
    • meine senf 18.10.2018 08:58
      Highlight Highlight Für diese Statistik wäre es auch besser, einen Zug gleich ganz ausfallen zu lassen als verspätet fahren zu lassen. Wenn er ausfällt, ist er ja nicht mehr verspätet ...
      18 0 Melden
    • HabbyHab 18.10.2018 09:17
      Highlight Highlight Das mit dem auf den Bus warten passiert immer noch. Nur kann man halt nicht Ewigkeiten warten (Fahrplanstabilität bei nicht mehrspurigen Strecken)
      12 0 Melden
    • Lf1 18.10.2018 10:04
      Highlight Highlight Das Problem daran ist der sehr dichte Fahrplan der Züge heute vor allem in und um Zürich im Morgenverkehr ca alle 3-4 Minuten ein Zug in Örlikon pro Gleis wenn ich jetzt mit zb der S6 in Otelfingen und in Regensdorf noch je 2-3 Minuten den Bus abwarte habe ich in Örlikon locker 5 Minuten verspätun.
      Was dan wieder heisst das die S15 mit der einfahrt warten muss und auch 5-6 Minuten verspätung bekommt und so zieht sich das dann weiter.
      Deshalb wird nicht mehr auf Buse gewartet.
      12 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • meine senf 18.10.2018 08:31
    Highlight Highlight Zum Teil hat diese Karte Schwächen:

    Es werden ja nur IC- (und somit wohl auch EC, TGV, ICE...)-Züge berücksichtigt. Und im Wallis sieht es ja sehr schlecht aus. Allerdings fahren dort fast nur IR-Züge.

    Die einzigen wenigen ECs pro Tag, sind dort jene, die nach Italien weiterfahren oder von dort kommen und leider oft Verspätungen haben. Die Mehrheit der nationalen IR-Züge dürfte dort aber kaum mehr oder weniger als sonst in der Schweiz verspätet sein.

    Dass es bei Basel-Zürich leicht schlechter als bei Bern-Zürich aussieht, liegt sicher auch vor allem an Verspätungen aus DE oder FR.
    27 4 Melden
    • HabbyHab 18.10.2018 09:19
      Highlight Highlight Selbiges mit St.Gallen-St.Margrethen.. da fahren bloss die EC Basel/Zürich-München. In diese Richtung sind die meist pünktlich.. aber von Deutschland her ist es da etwas.. kritisch
      16 0 Melden
    • zettie94 18.10.2018 11:34
      Highlight Highlight Das habe ich ebenfalls bemerkt, gilt auch für Lausanne-Vallorbe, da fahren im Fernverkehr nur TGV - aber was wird denn zwischen Zürich und Luzern berücksichtigt? Da fahren ja auch nur IR...
      Die 70 % verspätete Fernverkehrszüge im Wallis sind natürlich Quatsch, da wurden die IR definitiv nicht mit eingerechnet.
      5 0 Melden
    • meine senf 18.10.2018 12:07
      Highlight Highlight Bei Lausanne-Vallorbe macht die Darstellung auch deshalb keinen Sinn, weil man mit dem TGV Vallorbe gar nicht von der Schweiz aus erreichen kann bzw. darf, da der Halt nur für Reisende von/nach Frankreich vorgesehen ist.

      Zürich-Luzern ist auch gar nicht drauf, wenn man genau schaut. Es sind nur die Strecken Zürich-Arth-Goldau und Luzern-Arth-Goldau drauf, auf welchen es IC/ICN/EC gibt.
      4 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Posersalami 18.10.2018 08:25
    Highlight Highlight Jammern auf hohem Niveau.

    Dennoch, so lange in die Strasse ein x faches an Geld investiert wird können die Pendler noch lange auf mehr Schienenkapazität und etwas Redundanz warten. Bis 2030 will der Bund 13.5mia ALLEINE in die Autobahnen investieren mit dem Resultat, dass es keinen km weniger Stau geben wird. Er ist dann nur wo anders. Wie viel Verspätung hat eigentlich der durchschnittliche Autofahrer?
    9 4 Melden
    • HabbyHab 18.10.2018 12:11
      Highlight Highlight Und es wird in Bahninfrastruktur investiert, um dem Strassenbau zu helfen (Gubrist-Veradebahnhof)
      0 0 Melden
  • pali2 18.10.2018 08:18
    Highlight Highlight Ich halte mich im Moment grad in Italien auf. Kennt Ihr Trenitalia? 5 Minuten Verspätung werden hier gar nicht erwähnt. Und es ist normal, dass auf der Abfahrtstafel mal steht: IC von X nach Y 70 Minuten Verspätung. Ich habe mir geschworen, dass ich mich nie mehr über die SBB beklagen werde. 😅
    53 5 Melden
    • bebby 18.10.2018 08:34
      Highlight Highlight Es wäre mir lieber, wenn wir Trenitalia nicht als Massstab nehmen würden, sondern lieber die Japanischen Bahnen. Italiens Infrastruktur ist ja bekanntlich völlig am auseinanderfallen. Ich würde vermutlich aufs Auto umsteigen, wenn ich dort leben würde. Dafür sind die Leute dort wohl etwas lockerer als wir.
      21 4 Melden
    • Madison Pierce 18.10.2018 08:54
      Highlight Highlight @bebby: Es ist nicht die Infrastruktur, es sind die Italiener. :) In Palermo gibt es modernste Züge und eine Linie fährt nur halb-stündlich hin- und her. Also kein Potential für Verspätungen eigentlich.

      Aber: zur angegebenen Abfahrtszeit raucht der Lokführer auf dem Perron noch seine Zigi fertig, flirtet kurz mit der Zugbegleiterin und dann steigt er ein und fährt ab.

      Auch so wäre man noch schneller als mit dem Auto im Zentrum, aber die Züge waren auch zu Stosszeiten nicht gut besetzt. Die Italiener leben halt quasi im Auto.

      Trotzdem: Italiener <3
      14 4 Melden
    • Basubonus 18.10.2018 08:55
      Highlight Highlight Genau. Japan als Benchmark. Da wo jede Zuglinie eigene Gleisanlagen hat. Supervergleich... Nur so von wegen Infrastruktur.. Oder fahren auf der Shinkansen-Strecke auch Güterzüge, die dann Einfluss auf die Pünktlichkeit nehmen?
      21 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Knut Knallmann 18.10.2018 08:16
    Highlight Highlight Das Problem ist ja nicht die 3 Minuten Verspätung an sich - Darüber werden die wenigsten Meckern - sondern die Tatsache dass an manchen Orten die Anschlüsse derart knapp sind dass eine solche Verspätung reicht, dass man dann halt 30 Minuten nutzlos am Bahnhof rumstehen muss...
    39 3 Melden
    • HabbyHab 18.10.2018 09:20
      Highlight Highlight Wenn es geht, wird ja schon gewartet. Aber manchmal lässt der Fahrplan dies nicht zu :/
      2 1 Melden
  • DavyK 18.10.2018 08:13
    Highlight Highlight Also nach meiner Reise durch die USA beschwere ich mich hier bestimmt nicht mehr. Bis zu einer Stunde Verspätung ist beim Amtrak durchaus üblich...
    3 0 Melden
  • Charlie Brown 18.10.2018 08:13
    Highlight Highlight Witzig. „Die Pünktlichkeits-Plattform scheint einen Nerv bei vielen Pendlern getroffen zu haben. Der Zeitungsbericht generiert auf der zuvor kaum bekannten Plattform so viel Verkehr, dass sie diese Woche mehrmals zusammenbrach.“

    Somit passierte der Plattform das gleiche, wie der damit kritisierten Unternehmung. Sie wurde a) Opfer des eigenen Erfolges und war b) nicht für die absolut denkbare Spitzenbelastung ausgelegt.
    18 1 Melden
    • acki_ 18.10.2018 10:52
      Highlight Highlight Was eigentlich heutzutags sehr einfach gelöst werden könnte. Gibt Web-Services, die Spitzenlasten auffangen können (z.B. Cloudflare)
      0 0 Melden
  • Markus Kappeler 18.10.2018 08:07
    Highlight Highlight Entfernt. Bitte beachte die Kommentarregeln. Danke, die Redaktion.
  • Troxi 18.10.2018 08:00
    Highlight Highlight Ich habe etwas Mühe, wenn die Karte unvollständig ist, so fehlt beispielsweise der IR Luzern-Zug-Zürich komplett... Ansonsten sind das Spitzenwerte die es zu halten gilt und wenn die unterirdische Cargo endlich kommt, verbessern sich die Werte gleich nochmals, da der Schienenverkehr für die Passagiere dann frei ist.
    8 5 Melden
  • Hoppla! 18.10.2018 07:59
    Highlight Highlight Klar, es ist immer Luft nach oben und die Probleme muss man angehen. Aber ein typisches Beispiel für die Schweizer Kultur: Nörgeln als Volkssport.

    Ich war letztens in Frankreich. Kein Zug hatte unter 10 Minuten Verspätung. In England gelten Züge mit dieser Verspätung sogar noch als pünktlich. Nur so um das alles wieder einzuordnen.
    12 1 Melden
  • DanielaK 18.10.2018 07:47
    Highlight Highlight Ich nehme mal an, für eine Privatperson wäre das etwas viel Aufwand, aber man müsste die Sache weiterdenken: Diese Statistik von den IC ist auch nur Teil der Wahrheit. Interessant wäre z.B. wieviel % der Anschlusszüge wären dadurch gefährdet? Wieviele Züge sind nach 5 oder 10 Minuten noch nicht da? Kundenservice beim Einsteigen kann Verzögerungen verursachen, 3 Minuten sind da auf die ganze Strecke schnell mal erreicht. Ein Problem aber dann, wenn ich noch einen weiteren Zug nehmen muss. Wenn der Anschluss wartet - zack- Verspätung...Frage mich, ob die SBB das auszurechn. so viel kosten würde
    10 2 Melden
  • B-Arche 18.10.2018 07:24
    Highlight Highlight 3 Minuten als Verspätung? RU serious?

    (Heute 27 Minuten später als erwartet in NY Penn Station angekommen und dann NJ Transit nach Newark Airport 7 Minuten zu spät aber trotzdem Flug nach San Francisco gut erwischt).
    24 34 Melden
  • Ril 18.10.2018 07:19
    Highlight Highlight Ich reise für die Arbeit in der ganzen Schweiz herum (Startpunkt Bern) und wenn ich in Zürich noch eine S-Bahn nehmen muss, dann muss ich entweder einen Zug früher nehmen oder mit den Team vor Ort absprechen dass ich uU den Anschluss in ZH verpasse. Mir wär's lieber, die SBB würde realistische Fahrpläne machen für Stosszeiten statt ständig Verspätungen in Kauf zu nehmen.
    34 41 Melden
    • Amboss 18.10.2018 08:17
      Highlight Highlight Das sehe ich ähnlich. Ich finde, die SBB bieten jetzt grundsätzlich ein sehr gutes Angebot, auf den wichtigen Strecken mindestens zwei Züge pro Stunde.
      Und statt das Angebot immer mehr auszubauen, immer mehr Züge auf die Schienen zu quetschen, sollten sie jetzt mal versuchen, die Pünktlichkeit zu steigern.
      Und erst wenn dies gelungen ist, das Angebot ausbauen.

      Denn ich gebe dir recht: Wenn man eine halbe Stunde länger einrechnen muss, weil man sich nicht darauf verlassen kann, dass der Anschluss funktioniert, sind im Prinzip alle Investitionen der letzten Jahre sinnlos.
      20 12 Melden
  • Ich mein ja nur 18.10.2018 07:13
    Highlight Highlight Ob "mehr oder weniger als 3 Minuten Verspätung" wirklich dass richtige Mass ist, um die Bedürfnisse der Kunden abzubildrn?
    Mühsam doch nicht unter 10 Minuten. "Verpasste Anschlüsse", fände ich noch ein sinnvolles Kriterium.
    3 0 Melden
  • p4trick 18.10.2018 07:06
    Highlight Highlight Ich habe SBB aufgegeben mit 45er Ebike komm ich verschwitzt oder veregnet an nach 50min Fahrt aber entspannter als 1h Zugfahrt..
    0 6 Melden
  • walsi 18.10.2018 07:02
    Highlight Highlight Hier motzen Pendler auf seh hohem Niveau.
    58 29 Melden
  • wolge 18.10.2018 06:55
    Highlight Highlight Wäre ja peinlich wenn autonome Autos vor autonomen Zügen im regulären Verkehr fahren würden
    0 6 Melden
    • zettie94 18.10.2018 13:04
      Highlight Highlight Wieso? Auf der Strasse gibt es etwa 10x weniger Vorschriften...
      1 0 Melden
  • The Count 18.10.2018 06:55
    Highlight Highlight "Denn was nützt einem Bahnkunden die Botschaft, dass neun von zehn Passagieren pünktlich ihr Ziel erreichen, wenn auf seiner täglichen Pendlerstrecke nur sieben von zehn Zügen fahrplanmässig ankommen?"

    Es nützt mehr als 7 fahrplanmässig pünktlichen Zügen.

    Liebe Mitpendler, benutzt doch bitte euer Hirn etwas mehr und beachtet folgende Punkte, denn DAS macht die Züge und Busse etc pünktlicher:
    - auf Türen verteilen
    - von schliessenden Türen wegstehen
    - aussteigenden Passagieren Platz machen
    - Rucksäcke vorne tragen

    Verspäteter ÖV ist zu über 80% durch die Passagiere verschuldet!
    9 3 Melden
    • HabbyHab 18.10.2018 12:09
      Highlight Highlight Jeder Bahnhof mit Fernverkehr, überall:
      Auf Anzeiger: 1. Klasse Sektor A/B, zweite Klasse Sektor B/C/D.
      Einfahrmeldung: 1. Klasse Sektor A/B, zweite Klasse Sektor B/C/D.
      Leute nach Einfahrt des Zuges: Oh ich bin am völlig falschen Ort
      4 0 Melden
  • Lambda 18.10.2018 06:23
    Highlight Highlight Interessant ist diese Betrachtung pro Strecke und Zuggattung durchaus. Es verzerrt aber das Bild schon etwas, wenn man die IR (87% unter 3 min Verspätung) und den kompletten Regionalverkehr ausblendet (RE, R, S, alle >90% unter 3 min Verspätung). Zumal es mit höherer Toleranz auch schon weniger drastisch ist: 91.6% der IC haben weniger als 5 min Verspätung. Ausserdem beginnt oder beendet nicht jeder seine Reise an einem IC-Halt. Ein pünktlicher IC bringt auch nichts wenn der Zubringer-Zuf oder Bus verspätet ankommt, man den Anschluss verpasst und keine zeitnahe Alternative hat.
    61 5 Melden
  • chnobli1896 18.10.2018 05:31
    Highlight Highlight Das Stupide ist ja, dass (vor allem in der Stosszeit) die Passagiere selbst für Verspätungen verantwortlich sind. Effizienteres Ein- und Aussteigen und dazu die Türen nicht blockieren würde sicher helfen.
    Und was sind schon 3 Minuten (wenn man nicht geradw darum den Anschluss verpasst)?
    264 28 Melden
    • who cares? 18.10.2018 06:55
      Highlight Highlight Zum letzten Satz: die meisten Leute nehmen nicht einfach einen Zug von A nach B sondern müssen sicher ein-, zweimal umsteigen. Bei mir hat eine Verspätung von 3 Minuten auf meiner täglichen Strecke dazu geführt, dass ich quer über den HB rennen musste. Habe ich meinen Anschluss verpasst, hiess es eine halbe Stunde warten.

      Für vielen Leute bedeutet eine Verspätung von 3 Minuten in IC oder IR nicht, dass sie 3 Minuten später irgendwo sind sondern 15 oder 30 Minuten.
      5 2 Melden
    • Butschina 18.10.2018 07:37
      Highlight Highlight Oja. Als ich noch arbeitet hatte der Zug regelmässig wegen meinem Rollstuhleinlad 3min Verspätung. Das Problem war allerdings nicht ich, sondern die Leute die unbedingt in den Wagen mit Rollstuhlabteil einsteigen wollten und das natürlich bei der Tür wo ich eingeladen werden musste. Bei drei Wagons stiegen fast keine Menschen ein. Somit ist dies Jammern auf sehr hohem und oft selbstverschuldetem Niveau. Zudem fahren die Züge mitlerweile vielerorts mehrmals pro Stunde. Da muss ja nicht die knappste Verbindung gewählt werden. Beim Autofahren muss auch ein Puffer eingerechnet werden.
      48 0 Melden
    • bebby 18.10.2018 08:36
      Highlight Highlight Man könnte ja Türsteher anstellen, die mit Handschuhen für Ordnung sorgen. Oder aber automatische Absperrungen am Perronrand montieren.
      2 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Diagnose: Aluhut 18.10.2018 05:17
    Highlight Highlight Diejenigen, die sich über 3 Minuten und etwas mehr Verspätung am meisten aufregen, haben gleitende Arbeitszeiten und arbeiten im Büro, wetten? 😂
    201 51 Melden
    • who cares? 18.10.2018 06:57
      Highlight Highlight Oder die haben ihren Anschluss verpasst und haben jetzt eine halbe Stunde länger, bis sie zu Hause sind.
      6 2 Melden
    • p4trick 18.10.2018 07:04
      Highlight Highlight Thema Anschluss dann wird aus 3min 30min oder 1h je nachdem
      5 1 Melden
  • Lf1 18.10.2018 05:15
    Highlight Highlight Ich lach mich krumm...
    Sobald die s-bahn automatisch ein und ausfährt rennen dann viele vergeblich da sagt dann der zug wir gehen.
    Jetzt konnte der LF noch abschätzen ob es reicht oder nicht.
    Das grösste problem wird dadurch nicht behoben.
    Solange leute in der türe stehen fährt auch der automatisierte zug nirgendwo hin.
    144 13 Melden
    • Janis Joplin 18.10.2018 07:58
      Highlight Highlight Oh doch, der fährt - selbst erlebt in der Metro....konnte gottseidank den Fuss noch irgendwie rauszerren. Einmal und nie wieder.
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    • iisebahnerin 18.10.2018 08:35
      Highlight Highlight Anfangs Woche in Aarau: 19.23, 40', Signal Richtung Zürich offen. Ich pfeiffe, sehe dass Türen frei sind, gebe Lokführer Punkt 19.24 Abfahrbefehl, löse Türschliessbefehl aus. Zug fährt nicht an... Tel.Info vom Lokführer, eine Türe schliesse nicht. Ich im Stechtritt durch 8 vollbesetzte Wagen: Zuhinterst blockiert eine ca 40jährige auf dem Trittbrett die Abfahrt....Kollege chömed no, ned abfahre! Ich nur "ie oder usse, mir müend fahre!" Weigerung... Weit und breit noch keine Kollegen in Sicht - sind wohl noch am Billett lösen... Resultat: +3 Minuten und ich bin ein "Dräcksfutz"
      Noch Worte??
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    • HabbyHab 18.10.2018 12:05
      Highlight Highlight @iisebahnerin und dann erwartet man von euch beim ZP, dass ihr immer frisch, fröhlich und frohlockend seid
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Mailand-Reisende aufgepasst: Die Astoro-Flotte der SBB ist derzeit stark reduziert

Aktuell können sechs Astoro-Züge nicht eingesetzt werden. Die Federn in den Drehgestellen weisen nicht die geforderte Dauerfestigkeit auf und müssen ersetzt werden. 

Die Verfügbarkeit der internationalen Astoro-Flotte der SBB ist derzeit stark reduziert. Aufgrund von fehlerhaft produzierten Federn stehen zurzeit vier von total 19 Fahrzeugen nicht zur Verfügung. Zwei weitere Astoro-Züge befinden sich in der Revision, wie die SBB am Mittwoch in einer Medienmitteilung schreiben. 

Die Astoro werden für den internationalen Verkehr zwischen Frankfurt–Basel–Mailand, Zürich–Mailand–Venedig und Genf–Mailand eingesetzt.

Bis zum Austausch aller betroffenen Federn …

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