Schweiz
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Das kommt teuer: Über 300'000 SBB-Schwarzfahrer bezahlen ihre Bussen nicht



In den SBB-Zügen sind im vergangenen Jahr 460'000 Schwarzfahrer erwischt worden. Vier von fünf wurden deswegen gebüsst. Doch trotz Mahnung zahlten 300'000 Schwarzfahrer ihre Busse nicht.

Two ticket inspectors of the Zurich Public Transport Group (ZVV) write down the personal data of a passenger without a valid ticket in the S3 train on the way between Dietikon and Lenzburg, Switzerland, during a top priority check of the Zurich Public Transport Group's (ZVV) transport network, pictured on February 2, 2009. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Zwei Kontrolleure der ZVV nehmen am 2. Februar 2009 waehrend einer Schwerpunktkontrolle auf dem Netz des Zuercher Verkehrsverbunds ZVV in der S3 zwischen Dietikon und Lenzburg die Personalien eines Reisenden ohne gueltigen Fahrausweis auf. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Schwarzfahren fahren den SBB riesige Verluste ein (Symbolbild).
Bild: KEYSTONE

Damit entgehen den SBB Forderungen in der Höhe von mehreren zehn Millionen Franken. Damit setzt sich ein Trend fort, den die SBB seit ungefähr fünf Jahren beobachtet.

Während rund ein Fünftel der erwischten Reisenden nur das Abonnement vergessen haben und dafür eine Warnbusse von fünf Franken erhalten, reisen die anderen ohne oder mit ungültigen Tickets. Wer ein gefälschtes oder manipuliertes Billett zeigt, wird direkt angezeigt.

Nationales Schwarzfahrer-Register

Auch bei Wiederholungstätern reicht die SBB Strafanzeigen ein. Im vergangenen Jahr waren es mehrere Zehntausend, wie SBB-Sprecher Stephan Wehrle erklärt. Er bestätigte am Sonntag eine entsprechende Meldung der «SonntagsZeitung» und des «Matin Dimanche». Detailliertere Zahlen und Information gibt die SBB nicht bekannt.

Abhilfe schaffen könnte eventuell ein nationales Schwarzfahrer-Register. Doch ist ein solches noch nicht in Griffweite: Zwar hat das Parlament den ÖV-Unternehmen eigentlich die Mittel dazu gegeben, ab 2016 ihre Schwarzfahrer-Datensätze zu einem nationalen Register zusammenzuführen.

Doch das Gesetz, das am 1. Januar 2016 in Kraft getreten ist, überlässt es den Unternehmen, zu entscheiden, ob sie ein schweizweites Register betreiben wollen oder nicht. Genau dieser Entscheid ist beim Dachverband, dem Verband öffentlicher Verkehr (VöV), aber noch gar nicht gefallen. (sda)

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Emperor 29.08.2016 13:52
    Highlight Highlight Seit sie ihre Zonentickets eingeführt haben, ist die Benutzerfreundlichkeit, vorallem für Ausländer/Touristen und Personen die wenig ÖV benutzen, massiv gesunken. Ist schön des öfteren passiert, dass ausländische Freunde massiv überfordert waren mit diesem unpraktischen System...
  • Pasch 03.07.2016 23:54
    Highlight Highlight Wie wärs mit weniger kontrollieren ;-)

    Dieser Artikel kommt mir verdächtig zeitnah zur Pricing-Diskussion vor...
  • äti 03.07.2016 16:05
    Highlight Highlight Vielleicht werden die Bussen viel zu schnell verteilt und sind für manche, auch ältere, Personen kaum bezahlbar.
    Und viele Personen sind Automaten und Handy-Billette etwas überfordert und kassieren dann obendrauf eine Busse.
    • Fabio74 04.07.2016 10:47
      Highlight Highlight nicht wissen oder nicht können schützt nicht vor Strafe. Wer überfordert ist fragt um Hilfe
  • Der Rückbauer 03.07.2016 14:48
    Highlight Highlight Das kommt teuer - ist eine Frage, nicht? Fragt sich, für wen. Offenbar sind die Ehrlichen wieder einmal die Dummen.

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