Schweiz
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Die Gemeinde Hergiswil im Kanton Nidwalden am Fusse des Pilatus am Mittwoch, 3. Juni 2020. (KEYSTONE/Urs Flueeler).

Spitze wie der Hausberg Pilatus: Nidwalden erklimmt das Ranking der weltweiten Steuerbelastung. Bild: keystone

2025 werden Unternehmenssteuern weltweit nirgends so tief sein wie in Nidwalden

Fast alle Kantone senken in den nächsten Jahren ihre Unternehmenssteuern - als Folge der AHV-Steuerreform. Eine Studie legt nun erstmals konkrete Zahlen vor.



Seit Anfang Jahr ist die AHV- und Steuervorlage in Kraft und die Kantone an der Umsetzung. Weil die Steuerprivilegien für Unternehmen abgeschafft werden, senken die Kantone die Unternehmenssteuern. Das Wirtschaftsforschungsinstitut BAK Economics hat nun die Folgen der Reform untersucht. Die steuerliche Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz nehme dadurch international weiter zu, lautet das Fazit der am Donnerstag veröffentlichten Studie.

Konkret wird die ordentliche Steuerbelastung bis 2025 schweizweit von 16.8 auf 13.5 Prozent sinken. Am stärksten ist der Rückgang mit 8.7 Punkten in Basel-Stadt. Bei sechs weiteren Kantonen ist das Minus höher als fünf Prozentpunkte. Der Kanton mit der niedrigsten Steuerbelastung wird der Kanton Nidwalden sein: Mit 9.8 Prozent, was einem Rückgang von 0.5 Prozent entspricht. Nur Luzern, Aargau und Bern sehen nach derzeitigem Planungsstand keine Reduktion vor.

International rückt die Schweiz vor

Insgesamt verändert sich die Steuerlandschaft innerhalb der Schweiz nur geringfügig. Weiterhin gilt folgende Devise: Zentralschweizer Kantone besteuern eher tief, die Ostschweiz eher mittel, die Kantone der anderen Grossregionen eher hoch. Nidwalden bleibt der steuergünstigste Kanton.

Veränderungen ergeben sich dagegen auf internationaler Ebene. Nach der vollständigen Umsetzung der Reform wird Nidwalden den bisherigen Spitzenreiter Hongkong vom ersten Platz verdrängen. Im Schnitt wird die Steuerbelastung der Kantone unter jener von Singapur liegen. Selbst das «Schlusslicht Bern» werde sich vor grössere europäische Konkurrenzstandorte wie London, München, Paris oder Mailand einordnen, resümiert BAK Economics. (cki/rwa/chmedia)

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46Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Petoman 23.07.2020 19:33
    Highlight Highlight @Nidwalden: check this

    https://www.infosperber.ch/Artikel/Gesellschaft/Corona-Millionare-fordern-hohere-Steuern--fur-sich-selber

    Dachte immer die Elite sei bis ins Mark Neoliberal. Aber nein, da gibt‘s tatsächlich noch andere als Blocher und Konsorten.

    Es bräuchte halt eine globale Lösung, dass die Starbucks, Apples, Blochers und nicht mehr in die Oasen flüchten. Wenn‘s nun schon von G20 kommt... Man darf noch an Wunder glauben.
  • Fairness 23.07.2020 18:06
    Highlight Highlight Einfach nur idiotisch. So wird das langfristg definitiv nicht funktionieren.
  • Posersalami 23.07.2020 18:00
    Highlight Highlight Es braucht einen weltweiten (!) Konsens über minimale Unternehmenssteuern und die möglichen Abzüge.

    Dieser ruinöse Steuerwettbewerb muss aufhören. Vor allem sieht man ja am Bsp Nidwalden gut, das tiefe Steuern jetzt nicht unbedingt Magnete sind für Arbeitsplätze..
    • Dominik Treier 24.07.2020 13:07
      Highlight Highlight Und wenn sie Magnete wären, so wäre immer noch das Problem vorhanden, dass tiefe Steuern dort, wo keine Wertschöpfung generiert wird, die Kosten, die diese Wertschöpfung entstehen lässt, nicht zu decken vermöchten und es überhaupt nur für ein Tiefsteuerparadies rentiert, weil man ebendiese Kosten den Regionen aufbürdet wo die Wertschöpfung erfolgt. Nur haben die dann keinen müden Cent daraus um die zu decken.
  • Goldjunge Krater 23.07.2020 17:08
    Highlight Highlight Das sind tolle News! 👍
  • SchrödingersKatze 23.07.2020 15:47
    Highlight Highlight Grundsätzlich eine gute Sache, dass die Unternehmenssteuern sinken - denn so werden Arbeitsplätze geschaffen. Für die reichen hingegen könnten im Gegenzug ruhig die Steuern erhöht werden. Beim Staat ist deren Geld besser aufgehoben, weil es dann ausgegeben wird und dies wiederum die Wirtschaft ankurbelt. Bei den Reichen liegt es einfach auf deren Konten herum und ist somit unproduktiv.
  • neoliberaler Raubtierkapitalist 23.07.2020 15:20
    Highlight Highlight Ihr wissen schon, dass es viele Länder ohne Unternehmenssteuern gibt? HongKong ist nicht der Spitzenreiter.
  • pun 23.07.2020 14:37
    Highlight Highlight Denkt an diese Meldung wenn Ueli Maurer mal wieder behauptet, es würde 15 Jahre dauern um die Corona-Ausgaben abzuzahlen.
    Es dauert nur 15 Jahre, weil wir den Reichen grosszügig Geschenke um Geschenke machen und sobald Corona vorbei ist werden die Millionäre und Milliardärinnen im Bundeshaus dann wieder den "Gürtel enger schnallen" die für die Angestellten und die Unterstützungsbedürftigen.
  • Jérome Scheuber 23.07.2020 13:47
    Highlight Highlight Der Wirtschaftskrieg läuft, wer die tiefsten Steuern hat gewinnt ihn.Das gilt für die Schweiz, als auch international.Verlierer ist aber auch hier, wie bei jedem Krieg, das Volk, denn die Kosten für die Infrastruktur tragen alle Steuerzahler.Wenn also die Gesamteinnahmen durch Steuern zuwenig sind, weil Steuern gesenkt, gibt es ein Loch im Geldsäckel des Kantons, das durch alle, ausser eben durch die tiefbesteuerten Unternehmen, gefüllt werden muss.So geschehen im Kanton Luzern...
    • lucasm 23.07.2020 14:45
      Highlight Highlight Im Kanton LU sind aber auch die Einkommenssteuern der natürlichen Personen vergleichsweise tief. Wenn man immer mehr Leistungen vom Staat erwartet (fast kostenlose Bildung, soziale Absicherung, gute Infrastruktur etc.), kostet es halt auch entsprechend.
    • Francis Begbie 23.07.2020 15:45
      Highlight Highlight All die internationalen Firmen sind ja nicht nurwegen den tiefen Steuern hier, da gibt es noch x andere und meisst viel wichtigere Gründe.
      Die Steuerschlupflöcher sind ein grosses Problem, der „Steuerwettbewerb“ ein weiteres. Davon haben wir in der Schweiz nur kurzfristig etwas. Aber wenn das ja mit einer Koordination und Harmonisierung ja nicht mal hier läuft, wie soll es dann international?
    • Liselote Meier 23.07.2020 16:28
      Highlight Highlight @lucasm; Tiefe Steuern ja
      in Meggen, Eich usw. wo die Reichen wohnen.

      Dort wo die Schulen stehen, die meiste Infrastruktur Sursee, Luzern usw. sind die Steuern hoch.

      Kommt dazu, Plan war durch die tiefen Steuern Firmen anzulocken und so das Niveau halten zu können. Wurde verfehlt und gab ein cabert mit Krankenkassenprämien, Zwangsgeferien an Schulen usw. was es vorher noch nie gegeben hat im Kanton Luzern.

      Am heuchlerischten sind die Rechten die dann mit Dichtestress kommen, stimmen aber dafür Firmen anzulocken, ja mei die brauchen Platz und das gibt halt nun mal mehr Menschen.


    Weitere Antworten anzeigen
  • cool zurich boy 23.07.2020 13:29
    Highlight Highlight BAK Economics lobe ich mir als hochwissenschaftliche, objektive, pluralistische Anstalt, die äusserst komplexe Studien herausgibt und keinerlei Interessen vertritt.
    • karl_e 23.07.2020 15:34
      Highlight Highlight Cool boy, meinst du das ernst oder ironisch?
  • ThoLo 23.07.2020 13:16
    Highlight Highlight Und anschliessend wieder über die Zuwanderung Jammern, wenn man plötzlich merkt, dass die Unternehmen auch Mitarbeiter mitbringen!
  • T13 23.07.2020 12:46
    Highlight Highlight Und die privaten dürfen es dann ausbaden oder was?
  • eddie_c 23.07.2020 12:18
    Highlight Highlight Die Steuergesetzrevision hat nach Ansicht der Grünen auch positive Aspekte, so die höheren Kinderabzüge, die Erhöhung der Ausbildungszulagen oder die tiefere Besteuerung für Kapitalleistungen aus der Vorsorge.
  • Dominik Treier 23.07.2020 11:31
    Highlight Highlight Und wieder wird es attraktiver seinen Hauptsitz zu verschieben und dort wo man einen Grossteil der Kosten verursacht keinen müden Cent an Steuern zu zahlen.

    Ich hoffe dem wird früher oder später ein Riegel geschoben, denn Steuerwettbewerb ist zutiefst undemokratisch. Es mutet zeitweilen schon beinahe grotesk an, wenn gewisse Kreise allen Ernstes behaupten es brauche ihn, damit der Staat nicht zu viel ausgibt.
    Ich dachte immer die Hoheit über die Staatsausgsben und der Entscheid, ob man etwas brauche und es sich leisten könne liegt in einer Demokratie beim Volk und nicht bei Grosskonzernen...
  • TheRealSnakePlissken 23.07.2020 11:25
    Highlight Highlight „Niedrige Unternehmensteuern - so geil!“ - Wenn das alles ist, was der Schweiz in Sachen Wettbewerbsfähigkeit einfällt - Oh heilige Einfalt! Oh kleinste aller Krämerseelen!
    • Goldjunge Krater 23.07.2020 17:10
      Highlight Highlight Das ist nicht alles, keine Angst 😂
  • Firefly 23.07.2020 11:20
    Highlight Highlight Also wenn der Staat immer einspringen soll wenn mal was ist in der Privatwirtschaft nicht rund läuft würde ich erst mal gar nicht an Steuersenkungen denken, im Gegenteil.

    Verrückt wäre ja, wenn die Privatwirtschaft neben den Retungspaketen auch noch weniger Steuern zahlen müsste und dafür Privatpersonen mehr.

    Das wäre dann gemäss dem Motto, Gewinne privatisieren, Verluste der Allgemeinheit.
    • Ludwig van 23.07.2020 12:09
      Highlight Highlight Ob man die Steuern jetzt direkt beim Unternehmen abschöpft oder erst bei der Lohnzahlung beim Arbeitnehmer ist letztlich eher eine technische Frage und für das Ergebnis nicht so wichtig.

      Was zählt ist die Gesamtbelastung. Wie viel kostet es, in der Schweiz zu produzieren. Momentan ist das System daraus ausgelegt, möglichst gute Rahmenbedingungen zu bieten bei einer geringen Steuerbelastung. In einer Krise soll der Staat die Wirtschaft stützen und in guten Zeiten Überschüsse generieren. Das hat nicht mit dem falschen Motto "Gewinne Privatisieren, Verluste für die Allgemeinheit" zu tun.
    • JimHawkins 23.07.2020 13:21
      Highlight Highlight @Firefly Vielen Dank für deine Worte. Leider ist es so, dass die "Gewinne privatisiert werden und die Verluste die Allgemeinheit (Arbeiter, Arbeitslose, Jugendliche etc.) trägt". Die nächsten Kürzungen werden bald folgen, um die Steuerausfälle zu kompensieren.
    • neoliberaler Raubtierkapitalist 23.07.2020 15:00
      Highlight Highlight @Firefly Das Gejammer der Swiss und gewisser Verbände geht mir auch auf die Nerven. Vergessen sollten wir aber nicht, dass es viele Unternehmen gibt, die Steuern bezahlen und den Staat wenig in Anspruch nehmen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • marcog 23.07.2020 11:18
    Highlight Highlight Und der ruinöse Steuerwettbewerb geht weiter... Es wird langsam Zeit für neue Spielregeln.
    • freeLCT 23.07.2020 12:25
      Highlight Highlight @marcog:

      Wäre ich auch dafür ;)
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 23.07.2020 11:02
    Highlight Highlight Bedauerlicherweise gilt dies nur für Unternehmen. Meiner Meinung nach müsste man auch Steuersenkungen für natürlich Person in Betracht ziehen. Attraktiv ist ein Standort nicht nur, wenn die Unternehmen tiefe Steuern habe, sondern auch, wenn es viele gut ausgebildete und motivierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hat, auch diese kommen eher in die Schweiz, wenn ihre Steuerbelastung nicht hoch ist.
    • G. Nötzli 23.07.2020 11:15
      Highlight Highlight Unternehmen bzw. Kapital ist mobiler als Arbeitnehmer, daher wird dort eher angepasst.
      Zudem im Vergleich zur EU ist die Steuerbelastung für Arbeitnehmer immer noch einiges tiefer.
    • Völkerrechtler 23.07.2020 12:10
      Highlight Highlight Wie du selbst sagst, braucht es gut ausgebildete Arbeitskräfte...

      Und wie finanzieren wir schon wieder unser Bildungssystem und die restliche Infrastruktur, die auch die Expats hier sehr schätzen?

      Ach ja, durch Steuern!
    • Hana Meier 23.07.2020 12:10
      Highlight Highlight Die Schweiz hat bereits sehr tiefe Steuern. Wirf doch mal einen Blick auf unsere Nachbarn...
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