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Baden AG: Asylsuchende in OP-Sälen unter Tage einquartiert 

Bald schon leben in der Geschützten Operationsstelle im Kantonsspital Baden bis zu 200 Asylsuchende unter Tage. Damit es keine Probleme gibt, soll eine Begleitgruppe aus Stadt, Spital und Nachbarschaft gegründet werden.
28.07.2015, 06:5128.07.2015, 08:27
Sabina Galbiati / Aargauer Zeitung
Ein Artikel von
Aargauer Zeitung

Seit das Departement Hochuli vor gut drei Wochen bekannt gegeben hat, dass Asylsuchende in den Geschützten Operationsstellen (GOPS) im Kantonsspital Baden und den Spitälern Muri und Laufenburg untergebracht werden sollen, blieb es überraschend ruhig. Stadträtin Regula Dell’ Anno, die das Ressort Gesundheit und Soziales leitet und in Dättwil wohnt, sagt «ich habe keine Verunsicherung seitens der Einwohner gespürt».

Zwar hat das Departement Gesundheit und Soziales (DGS) in Aarau bis Ende letzte Woche noch keine konkreten Informationen zur Unterbringung der Asylsuchenden in Baden gemacht. Die Stadträtin stand aber in den vergangenen Wochen fast täglich in Kontakt mit dem DGS in Aarau. «Wir haben beim DGS gefordert, dass der Kanton für diese spezielle Situation einerseits eine öffentliche Infoveranstaltung für die Bevölkerung organisiert und andererseits eine Begleitgruppe ins Leben ruft», sagt Dell’ Anno.

Einzugstermin verschoben

Ursprünglich rechnete das DGS mit dem Einzugstermin Anfang August. Dank der Verdichtung in den bestehenden kantonalen Unterkünften und der Erweiterung der Unterkünfte in Aarau, Buchs und Villmergen konnte man den Einzugstermin um rund zwei Wochen verschieben. Nun werden am 19. August die ersten asylsuchenden Männer in der GOPS des Kantonsspitals Baden einziehen. Gestaffelt werden bis zu 200 Männer im Untergrund des Kantonsspitals einquartiert werden.

Asylanten in OP-Säälen unter Tage einquartiert

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Asylanten in OP-Säälen unter Tage einquartiert
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«Bis wir die Maximalauslastung erreichen, wird es einige Tage bis wenige Wochen dauern», sagt Balz Bruder, Kommunikationsleiter des kantonalen Departements Gesundheit und Soziales. Man wolle sich bei der etappenweisen Erhöhung der Anzahl Asylsuchenden in der GOPS insbesondere daran orientieren, wie sich diese auf den Betrieb in der unterirdischen Unterkunft auswirke, so Bruder.

In den GOPS in den Spitälern in Muri und Laufenburg sollen im September und Oktober die ersten Asylsuchenden einziehen. Insgesamt könne man an den drei Standorten gut 400 Unterbringungsplätze schaffen, heisst es in der Medienmitteilung des DGS. Die GOPS des Kantonsspitals Aarau werde nur im äussersten Bedarfsfall und als Letztes in Betrieb genommen.

24-Stunden-Präsenz

Am kommenden Montag, 19.30 Uhr, wird es im Hörsaal des Kantonsspitals Baden für die Öffentlichkeit eine Info-Veranstaltung geben. Zur Begleitgruppe, welche Dell’ Anno angeregt hatte, schreibt das DGS, diese werde unter der Leitung des Kantonalen Sozialdienstes eingesetzt. «Die Gruppe wird gemäss den Angaben und Anregungen unter anderem von Stadt, Spital und Nachbarschaft zusammengestellt. «Diese Gruppe soll auch Ansprechpartner für die Bevölkerung sein, wenn Fragen oder Bedenken auftauchen», sagt Dell Anno.

«Die Gruppe wird die Situation vor Ort laufend analysieren, Anliegen aus der Bevölkerung diskutieren und Lösungen ausarbeiten.» Die Zürcher Firma ORS Service AG wird die Betreuung der Asylsuchenden übernehmen. Die Mitarbeiter der Firma betreuen schweizweit täglich über 4500 Asylsuchende. «So kann den spezifischen Anforderungen der unterirdischen Betreuung Rechnung getragen und eine 24-Stunden-Präsenz gewährleistet werden», heisst es beim DGS.

«Wir sind zudem offen für Beschäftigungsmöglichkeiten seitens der Stadt und dem Spital», sagt Bruder. «Beschäftigungsmöglichkeiten in der Stadt wird der Stadtrat an seiner nächsten Sitzung am 3. August besprechen», sagt Dell’Anno.

Die GOPS in Baden wird voraussichtlich einige Monate in Betrieb bleiben. «Die Asylsuchenden werden in dieser Zeit jeweils für einige Wochen dort einquartiert sein», so Bruder. «Die Fragen der Sicherheit werden sowohl mit dem Sicherheitsdienst des Spitals als auch mit den polizeilichen Kräften und der Feuerwehr besprochen», so Bruder weiter. Für den 7-Tage- bzw. Rund-um-die-Uhr-Betrieb wird eine zweistellige Anzahl Betreuer(innen) notwendig sein.

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