Schweiz
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Bundesasylzentrum kommt in militärische Hallen von Brugg AG



Asylbewerber spielen Ping Pong in einem Zimmer des Bundesasylzentrums in Losone, am Samstag, 23. April 2016. Das Staatssekretariat fuer Migration laedt die Bevoelkerung zu einem Tag der offenen Tuere ins Bundesasylzentrum Losone ein. Die Besucher haben die Moeglichkeit sich ueber die Bundeszentren zu informieren und an Fuehrungen teilzunehmen. (KEYSTONE/T-PESS/Samuel Golay)

Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Die militärischen Hallen in Brugg AG werden für die Nutzung als Bundesasylzentrum vorbereitet. Das soll mehr Kapazität schaffen, um die Empfehlungen des Bundes zum Schutz vor einer Ansteckung durch das Coronavirus einzuhalten und bei steigenden Flüchtlingszahlen über genügend Plätze zu verfügen.

Das hat das Staatssekretariat für Migration (SEM) in Absprache mit dem Kanton Aargau und der Stadt Brugg entschieden, wie es in einer Mitteilung des Bundes vom Dienstag heisst. Damit werde mehr Platz geschaffen. Dabei seien auch die Ländi Hallen in Brugg einbezogen. Diese zusätzliche Unterkunft soll bei Bedarf die anderen Bundesasylzentren entlasten.

Die Motorfahrzeugdienst-Hallen Ländi (MWD) in Brugg wurden bereits 2017 im Rahmen der Notfallplanung Asyl von Bund, Kantonen, Städte- und Gemeindeverband befristet auf drei Jahre für die Unterbringung von Asylsuchenden vorgesehen. Dies im Falle eines raschen Anstiegs der Asylgesuche, wie es weiter heisst. Aufgrund der tiefen Asylgesuchszahlen mussten die Hallen bisher jedoch weder eingerichtet noch in Betrieb genommen werden.

In den Ländi Hallen in Brugg sind vorerst maximal 230 Unterbringungsplätze vorgesehen. Damit könne die Durchsetzung der Regeln des Social Distancing zur Bekämpfung des Coronavirus sichergestellt werden, heisst es.

Die Vorbereitungsarbeiten sollen sofort beginnen. Die Anlage werde damit bei Bedarf ab Juli 2020 während maximal drei Jahren für das SEM zur Verfügung stehen, heisst es. Rechtliche Grundlage für die Verlängerung ohne Unterbrechung sei die vom Bundesrat am 1. April dieses Jahres verabschiedete Covid-19-Verordnung Asyl. (aeg/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 03.06.2020 05:52
    Highlight Highlight Eine unbeliebte Ansiedlung mehr für den Kanton Aargau neben Atomkraftwerken, Autobahnen, Autoimportlager, Flugplätzen, Güterbahnhöfen, Kiesgruben, Deponien, Lagerhallen, Heimen, Kasernen, ev. Tiefenlager für Atomabfälle.
  • Turicum04 02.06.2020 22:23
    Highlight Highlight Jetzt wo die Corona-Neuansteckungen drastisch zurück gehen, kann man diese Lokalität als erweitertes BAZ verwenden und dadurch die Aufnahme von Flüchtlinge wieder hochfahren. Ich denke besonders an erkrankte Flüchtigen. Unsere Spitäler sind durchaus wieder bereit Leute aufzunehmen.

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