7-Jähriger stirbt im Kinderheim Brugg: Das ist bis jetzt bekannt
Was ist passiert?
Im Kinderheim Brugg ist ein 7-jähriges Kind gestorben. Das berichtet eine gut informierte Quelle gegenüber CH Media. Das Kind soll in einer Wohngruppe betreut worden sein. Es starb laut einem Bericht des SRF-Regionaljournals Aargau-Solothurn, als es allein in einem Zimmer war.
Wie die Quelle berichtet, sollen die Eltern von Kindern, die im Kinderheim leben, in einer E-Mail über den Todesfall informiert worden sein. Dort heisst es: «Mit grosser Betroffenheit müssen wir Ihnen mitteilen, dass sich am 6. Januar 2026 ein bedauerlicher Todesfall in einer Wohngruppe ereignet hat.» Das Kind sei kürzlich in der Region Baden beerdigt worden, so SRF.
Das sagt die Staatsanwaltschaft zum Tod des Jungen
Auf Nachfrage von CH Media bestätigt Adrian Schuler, Sprecher der Staatsanwaltschaft Aargau, den Todesfall in einer betreuten Einrichtung für Kinder in Brugg. Die Untersuchung zur Klärung des Todesfalls führt die zuständige Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach. «Zum gegenwärtigen Zeitpunkt liegen keine Hinweise auf ein Delikt vor», erklärt Adrian Schuler und ergänzt, dass in solchen Fällen die üblichen Abklärungen durchgeführt werden. «Dazu gehören unter anderem auch Befragungen sowie Spurensicherungsmassnahmen.»
Vor Ort standen gemäss Staatsanwaltschaft sowohl Einsatzkräfte der Polizei als auch der Rettungsdienst im Einsatz. «Weitergehende Angaben – insbesondere zum genauen Ablauf oder zu medizinischen Abklärungen – können aufgrund des frühen Verfahrensstandes und mit Blick auf die laufenden Ermittlungen derzeit nicht gemacht werden», heisst es.
So reagieren die Verantwortlichen des Kinderheims Brugg
Daniel Wölfle, seit September 2024 Geschäftsleiter der Stiftung Kinderheim Brugg, gibt auf Anfrage von CH Media seiner Betroffenheit Ausdruck: «Es ist ein tragischer Unfall passiert.» Aktuell gebe er keine weiteren Informationen an die Medien, «bis die laufenden Ermittlungen abgeschlossen sind». Dies auch aus Respekt vor den Betroffenen. «Es ist uns ein wichtiges Anliegen, die Persönlichkeitsrechte aller Beteiligten zu schützen», so Wölfle.
Thomas Wymann, seit 2013 im Stiftungsrat Kinderheim Brugg und seit 2019 dessen Präsident, stützt diese Haltung. «Selbstverständlich geben wir zu gegebener Zeit ein ausführlicheres Statement ab», sagt er gegenüber dieser Zeitung. «Es gilt nun, alles zusammenzustellen und zu prüfen, was wir kommunizieren können.» Im Fokus stünden die laufenden Ermittlungen. «Solange sie andauern, dürfen wir nicht detaillierter Auskunft geben.»
Der Stiftung Kinderheim Brugg gehören die drei Institutionen Kinderheim Brugg, Stift Olsberg und Familynetwork in Zofingen an.
(fan, sim, aru/aargauerzeitung.ch)
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