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This undated handout photo, taken in 2010, provided by Terry Goss Photography USA/Marine Photobank, shows an Oceanic whitetip shark. The oceanic whitetip shark was once one of the most plentiful predators on Earth and now is rarely seen. Species of plants and animals are going extinct 1,000 faster than they did before humans, with the world on the verge of a sixth great extinction, a new study says. The study looks at the past and present rates of extinction and found a lower rate in the past than scientists had thought. Because of that it means that species are now disappearing from Earth at a rate about ten times faster than biologists had figured before, said study lead author noted biologist Stuart Pimm of Duke University. (AP Photo/Terry Goss, Terry Goss Photography USA/Marine Photobank)

Seine Population ist bereits drastisch geschrumpft: Ein Weissspitzen-Hochseehai in voller Pracht. Bild: AP/Photography USA/Marine Photobank

Da zieht ein Shitstorm auf: Aargauer CVPler fängt bedrohten Hai und brüstet sich damit

Bisher schlug er nur Wellen, weil er sich mit einem FDP-Politiker ein Wahlplakat teilte. Beim Hochseefischer-Trip auf Mauritius ging Reto Schmid jedoch statt eines Thunfischs ein Weissspitzen-Hochseehai an die Angel. Er beschloss, diesen zu verspeisen.



Kurz vor den kantonalen Wahlen postet Reto Schmid auf Facebook, dass er demnächst zum Hochseefischen aufbricht. Sein Ziel: Thunfisch. Kurze Zeit später schon folgen Fotos vom Abenteuer. Diese zeigen den CVP-Grossratskandidaten und seinen Kollegen vor dem tiefblauen Meer und am Strand, posierend mit der Beute. Doch statt des gewüschten Thunfischs ist Schmid ein Haifisch – genauer gesagt ein Weissspitzen-Hochseehai – ins Netz, respektive an die Angel gegangen.

Reto Schmid mit seinem Fang:

Bild

bild: screenshot facebook

Der ganze Facebook-Eintrag:

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bild: screenshot facebook

210 Zentimeter lang und 71 Kilogram schwer war das Tier. Schmid entschloss sich dazu, den Hai zu verspeisen, und veröffentlichte ein Bild davon in der Kommentarspalte.

Bild

Für Stadt und Land, nicht so sehr fürs Meer: Reto Schmid (rechts) auf einem Wahlplakat.  bild: zvg

Viele Kommentatoren sind jedoch entrüstet über das Verhalten – ist doch der Weissspitzen-Hochseehai seit 2008 auf der roten Liste der bedrohten Tierarten. Von 1992 bis 2000 ging seine Population um über 70 Prozent zurück. Und 2014 ist eine Regulierung des Handels in Kraft gesetzt worden.

Schmid reagierte auf die harsche Kritik. Er stimme zu, dass das bewusste Töten und Jagen von ausssterbenden Tieren ein absolutes No-Go sei. «Aber wir waren Hochseefischen mit dem Ziel, Tunas zu fangen.» Dabei habe der Haifisch angebissen. Zudem habe man den Fisch «vollumfänglich verwertet». Es seien ausserdem viele Einheimische damit glücklich und satt geworden.

Reto Schmid gerät in die Kritik. Zurecht?

Gemäss blick.ch habe die Parteileitung der CVP bereits von dem Vorfall erfahren – und habe sich nicht erfreut darüber gezeigt. (hug)

Reto Schmid entschuldigt sich:

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