Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

«Radar» gegen Drohnen: JVA Lenzburg kämpft um die Lufthoheit



Die Justizvollzugsanstalt (JVA) Lenzburg, aufgenommen am Freitag, 22. August 2014, in Lenzburg. Die Strafanstalt Lenzburg feiert ihr 150-jaehriges Bestehen. (KEYSTONE/Steffen Schmidt)

Die JVA Lenzburg rüstet auf. Bild: KEYSTONE

Die Justizvollzugsanstalt Lenzburg (JVA) im Kanton Aargau rüstet im Kampf gegen Drohnen auf. Für 200'000 Franken wird auf dem Areal der JVA eine Detektionsanlage zur Früherkennung von kleinen Flugobjekten und eingeworfenen Gegenständen installiert.

Die Anlage erfasse sämtliche Flugobjekte wie Drohnen, Modellflieger und Ballone, teilte das kantonale Departement Volkswirtschaft und Inneres (DVI) mit. Auch eingeworfene Gegenstände ab einer Grösse von sieben Zentimetern könnten mit Hilfe eines kombinierten Radar- und Videosystems erfasst werden.

Die Anlage soll im kommenden Frühjahr in Betrieb gehen. Sie diene dazu, das Personal rechtzeitig zu alarmieren, damit dieses auf dem weitläufigen Areal die entsprechenden Massnahmen treffen könne.

Keine aktive Störung

Auf eine aktive Störung von motorisierten Drohnen mittels elektronischer Störmechanismen wurde verzichtet. Ein solches System könnte gemäss DVI mit der technischen Entwicklung von Drohnen nicht Schritt halten und wäre mit wesentlich höheren Kosten verbunden.

Die JVA wird mit der Detektionsanlage aufgerüstet, obwohl es bislang keinen konkreten Vorfall mit Drohnen gegeben hat. In der Schweiz wurden jedoch bereits mehrere Vorfälle registriert.

Unter anderem versuchten Unbekannte 2014, mit einer Drohne ein Mobiltelefon in die Interkantonale Strafanstalt Bostadel in Menzingen ZG zu transportieren. In Deutschland kam es in den letzten Monaten beinahe wöchentlich zu Angriffsversuchen mittels Drohnen auf Justizvollzugsanstalten.

Seit Jahren funkt Handy-Störanlage

Die JVA setzte bereits vor Jahren auf eine technische Innovation. Seit 2007 ist eine flächendeckende Handy-Störanlage in Betrieb. Die Anlage misst, ob innerhalb der JVA eine Verbindung aufgebaut werden soll - und sendet dann Impulse, um den Kontakt zu unterbinden.

Die JVA Lenzburg zählt 300 Vollzugsplätze. Davon sind 216 Plätze im geschlossenen Vollzug für Männer. Weitere 84 Plätze stehen zur Verfügung für Untersuchungshaft, Halbgefangenschaft sowie Kurzstrafen für Jugendliche, Frauen und Männer.

Porto Alegre: Dieser Knast ist die Hölle

(sda)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Schweizerin wurde nach Demo in Minsk verhaftet – ihr drohen fünf Jahre Gefängnis

Weiterhin gibt es keinen direkten Kontakt zur in Minsk verhafteten St.Gallerin. Auch das EDA tut sich schwer.

Noch immer ist die St.Gallerin Natalie Herrsche in der weissrussischen Hauptstadt Minsk in Haft. Sie war am 11. September nach Minsk gereist und hatte dort am Samstag vor einer Woche an der grossen Frauen-Demonstration gegen die Regierung Lukaschenko teilgenommen. Dabei wurde die zweifache Mutter am 19. September verhaftet und in ein Gefängnis in Minsk gesteckt. Einen direkten Kontakt zur Schweiz-weissrussischen Doppelbürgerin haben seither weder ihr Ostschweizer Lebenspartner Robert Stäheli …

Artikel lesen
Link zum Artikel