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Vierfachmord von Rupperswil AG
quelle: keystone / alexandra wey
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Diente ein Mord in den USA den Tätern von Rupperswil als Vorbild?

Der brutale Vierfachmord in Rupperswil weist auffällig viele Gemeinsamkeiten mit einem Fall aus den USA auf. Liessen sich die Täter davon inspirieren? Gerichtspsychiater Josef Sachs hält das für möglich.



Cheshire im US-Bundesstaat Connecticut im Juli 2007: Die Familie Petit wird zum Opfer eines grausamen Verbrechens. Zwei Männer dringen in das Haus ein und ermorden die Mutter und ihre beiden Töchter. 

FILE - This June 2007 photo provided by Dr. William Petit Jr., shows Dr. Petit, left, with his daughters Michaela, front, Hayley, center rear, and his wife, Jennifer Hawke-Petit, on Cape Cod, Mass.  Dr. Petit was severely beaten and his wife and two daughters were killed during a home invasion in Cheshire, Conn., July 23, 2007. Joshua Komisarjevsky was convicted Thursday, Oct. 13, 2011 on several counts related to the crimes and the penalty phase for Komisarjevsky begins Tuesday, Oct. 25, 2011 in New Haven Superior Court. He faces life in prison or the death sentence.    (AP Photo/William Petit, File)

Familie Petit, vor dem Verbrechen 2007, bei dem ausser dem Vater die ganze Familie ausgelöscht wurde.
Bild: AP William Petit, Jr.

Der Fall aus den USA weist erschreckende Parallelen zum Vierfachmord in Rupperswil auf: Sie fesselten die Kinder ans Bett, die Mutter wurde zur Bank geschickt, um Geld abzuheben. Nachdem sie zurückkam, töteten sie die Familie und zündeten das Haus an, um die Spuren zu verwischen. Nur der Vater konnte verletzt entkommen.

FILE - A July 23, 2007 file photo provided by the Connecticut State Police shows Joshua, Komisarjevsky, convicted Thursday, Oct. 13, 2011 of capital felony killing and other charges related to the beating of Dr. William Petit Jr., and the killing of his wife Jennifer Hawke-Petit and their two daughters in a July 2007 home invasion in Cheshire, Conn.  The same jury will later decide whether he should be sentenced to death or life in prison.    (AP Photo/Connecticut State Police, File)

Einer der Täter von Cheshire, USA.
Bild: AP Connecticut State Police

Die Täterschaft in Rupperswil ging fast identisch vor: Auch hier sollen die Opfer gefesselt worden sein. Mutter Carla S. wurde vermutlich zur Bank geschickt, während ihre beiden Söhne und die Freundin des älteren Sohnes zuhause festgehalten wurden. Anschliessend wurde das Haus in Brand gesetzt. In beiden Fällen gingen die Täter äusserst brutal vor. 

Aussergewöhnliche Gefühlskälte

Gerichtspsychiater Josef Sachs schliesst nicht aus, dass sich die Täter von Rupperswil den Mord in Cheshire zum Vorbild nahmen. Es sei durchaus möglich, dass diese sich im Internet oder über Beziehungen erkundigten, wie man eine solche Tat begehen könne, möglichst ohne Spuren zu hinterlassen.

In beiden Fällen legten die Täter eine grosse Gefühlskälte an den Tag. Psychiater Sachs beschreibt gegenüber Tele M1 den mentalen Prozess: «Man übt Gewalt aus, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen und schaltet dabei die Gefühle komplett aus». Dazu, so Sachs, seien nur bestimmte Leute fähig.

US-Täter kurz nach der Tat geschnappt

Um abzuklären, ob es im Ausland ähnliche Fälle wie den Vierfachmord in Rupperswil gab, hat die Polizei den Fall über das internationale Polizeinetzwerk Interpol geschickt, wie Oberstaatsanwalt Philipp Umbricht gegenüber der «Schweiz am Sonntag» bestätigte. 

Ob die Erkenntnisse aus dem Fall Cheshire hilfreich bei der Suche nach den Tätern von Rupperswil sind, bleibt fraglich. Denn während die Mörder in den USA kurz nach der Tat gefasst wurden, befinden sich jene von Rupperswil noch immer auf freiem Fuss. (cze/aargauerzeitung.ch)

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