Schweiz
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Controversial German Islamist preacher Pierre Vogel (C) is accompanied by bodyguards as he arrives for a demonstration on April 20, 2011 in Frankfurt/M., western Germany. Vogel, also known as Abu Hamza, had called for the demonstration titled

Pierre Vogel, umringt von Bodyguards. archivBild: DPA

Wie ein deutscher Salafisten-Prediger den Nachwuchs in der Schweiz rekrutiert

Für in der Schweiz lebende Islamisten gibt es ein neues Angebot: Pilgerfahrten an Weihnachten.

16.12.17, 07:13 16.12.17, 08:13

Andreas Maurer / Schweiz am Wochenende



Frohe Botschaft für Schweizer Muslime, heisst es im Werbespot. Dieses Jahr bietet die Mannheimer Firma Bakkah Reisen erstmals Pilgerfahrten für Schweizer in die arabischen Städte Mekka und Medina an. Bisher existierte das Angebot nur für Deutsche. Die zweiwöchige Reise wird für 1600 Franken verkauft, worin Visa, Flug, Hotel und Frühstück inbegriffen seien. Das Flugzeug hebt am Weihnachtstag ab.

Mit dem Geld wird auch das Honorar für den Reiseführer beglichen: Pierre Vogel, ehemaliger Boxer, der zum Islam konvertierte und sich als einflussreichster Prediger der deutschen Islamisten-Szene etabliert hat. Er wirbt für eine ultrakonservative Auslegung des Korans, für den Salafismus.

Wie er auf den Pilgerfahrten auf seine Anhänger einredet, dokumentiert er in Youtube-Videos. Wild gestikulierend erklärt er jungen bärtigen Männern, sie seien von Allah auserwählt worden, weil sie anders seien als die Daheimgebliebenen, weil sie sich für Mekka statt für Disco entschieden hätten. In der Werbung für das Schweizer Publikum heisst es: «Kommt mit auf diese lebensverändernde Reise.»

Schweizer auf brisanter Mission

Die Lebensveränderung kann lebensgefährlich werden. Zwei junge Männer aus Deutschland zogen nach der Pilgerreise von 2013 nach Syrien in den Dschihad. Damals war auf dem Ausflug nach Mekka neben Vogel dessen Freund Sven Lau dabei, die Nummer zwei der deutschen Islamisten-Szene.

Die deutsche Bundesanwaltschaft warf Lau darauf vor, die beiden IS-Kämpfer auf der Pilgerreise rekrutiert zu haben. An der ersten Weihnachtsreise für Schweizer kann Lau deshalb nicht teilnehmen. Im Sommer wurde er zu fünfeinhalb Jahren Gefängnis verurteilt.

Diesmal ist dafür Abul Baraa dabei, ein deutscher Salafisten-Prediger, der durch ein Youtube-Video berühmt geworden ist, in dem er Folgendes sagt: «Wenn die Frau eine Überlänge bei der Klitoris besitzt, so hat sie ein sehr grosses Verlangen nach Intimität. Indem dieses kleine Stück entfernt wird, normalisiert sich das Verhältnis von dieser Frau zur Intimität.»

In der Schweiz stösst die Pauschalreise auf Interesse. Die Reiseagentur gibt an, es hätten sich zwanzig Teilnehmer aus der Schweiz angemeldet. Für die Vermarktung in der Schweiz ist ein Islamist aus Bern verantwortlich, der hierzulande die Aktion «We love Muhammad» organisiert. Es handelt sich um ein Nachfolgeprojekt der Koranverteilungsaktion «Lies».

Der Unterschied: Statt Korane werden Mohammed-Biografen verteilt und die Aktivisten benötigen keine Bewilligung, weil sie keine Stände aufstellen, sondern sich die Plakate um die Bäuche binden. Als erster Kanton hat der Aargau gehandelt und Wegweisungen gegen die Buchverteiler erlassen. Sie würden eine extremistische Ideologie verbreiten und eine Gefahr für die Sicherheit der Schweiz darstellen.

Vogel darf nicht einreisen

Vogel lobt in einem Facebook-Beitrag den Mann aus Bern persönlich: Dank ihm seien schon mehrere Leute zum Islam konvertiert. Aktiv ist dieser mit Kollegen vor allem auf dem Berner Bahnhofplatz, wo ihn die Polizei gewähren lässt.

Vogels Präsenz wird in der Schweiz hingegen nicht toleriert. Das Bundesamt für Polizei Fedpol hat gegen ihn ein Einreiseverbot verhängt. Fedpol-Sprecherin Lulzana Musliu sagt auf Anfrage, sie könne bestätigen, dass dieses «nach wie vor besteht». Das bedeutet, dass das Fedpol den Prediger als Gefahr für die Sicherheit der Schweiz einstuft.

Bereits 2009 hatte das Bundesamt für Migration eine Einreisesperre verhängt, als Vogel nach der Minarett-Abstimmung an einer Demonstration gegen Islamophobie in Bern auftreten wollte. Die Kundgebung war vom Islamischen Zentralrat der Schweiz (IZRS) organisiert worden. Kurz danach wurde die Sperre aber aufgehoben. Seit wann sie wieder gilt, ist nicht bekannt.

Vogel auf der IS-Abschussliste

Auf Anfrage dieser Zeitung reagiert Vogel nicht. Er bevorzugt es, auf seinen eigenen Kanälen zu kommunizieren. In einem Youtube-Video distanziert er sich vom IS. Aber auch die Terroristen distanzieren sich von ihm, wie sie in ihrem Hausmagazin mitgeteilt haben. Sie geben Vogel zum Abschuss frei, weil er nur vom Sofa aus predigt und nicht selber zur Tat schreitet.

Vogel rief nie offen zu Gewalt auf. Seine Youtube-Predigten wirken als Einstiegsdroge. Die berühmteste Verführte in der Schweiz ist die Winterthurerin F. S., die erste Abenteuer-Dschihadi hierzulande. Die Bundesanwaltschaft geht davon aus, dass sie sich vor allem durch Youtube-Videos von Pierre Vogel radikalisiert habe.

Vogel hat in der Schweiz nicht nur virtuelle Freunde, sondern auch reale. Bekannt ist seine Beziehung zu IZRS-Sprecher Qasim Illi. Die Schweizer Islamisten-Organisation plant an Weihnachten allerdings eigene Aktivitäten: ein zweitägiges Islamseminar an einem geheim gehaltenen Ort in Zürich.

Veranstaltet wird es von einem pseudo-wissenschaftlichen Institut mit dem Namen I3, das zum IZRS gehört. Islamisten, die an beiden Weihnachtsweiterbildungen teilnehmen wollen, müssten auf den zweiten IZRS-Seminartag verzichten, um den Flug mit Vogel nicht zu verpassen.

Die Schweizer Teilnehmer werden gemäss Reiseprogramm zuerst nach Frankfurt transportiert. Erst dort wird der Prediger hinzustossen. Solange die Schäfchen zu ihm pilgern, kann ihm das von der Schweiz verhängte Einreiseverbot egal sein.

(aargauerzeitung.ch)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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71
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71Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Rabbi Jussuf 16.12.2017 15:22
    Highlight Mir scheint der Artikel ein Jährchen hinter der Zeit her zu hinken. Vogel ist längst nicht mehr (nur) der Kristalisationspunkt der Radikalisierer. Da gibt es im Netzt viele kleinere Gruppen, an denen man sich radikalisieren kann.
    Ein Mekkareisli ist wohl eher etwas für "Fortgeschrittene", denn als Einstieg zu betrachten.
    Wenn es stimmt, dass Illi und Vogel befreundet sind, dann haben die eher einen Draht zu Al Nusra (Al Qaida). So würde es auch nicht gross verwundern, dass der IS nicht so glücklich ist mit Vogel.
    17 3 Melden
  • ezclips 16.12.2017 14:14
    Highlight Das wäre doch einmal eine Geschenk-Idee unter dem Christbaum, für all die mit einem Liberalen und Feministen Gedankengut welche jegliche Kritik an diese Ideologie verbieten oder verharmlosen. Nur in Mekka kommt Ihr nicht rein (Besuchsverbot für nicht Muslime mit Androhung der Todesstrafe) ohne Kopftuch und in Begleitung eines Mannes wird’s recht ungemütlich für Frauen im ganzen Land. Betrifft uns ja nicht, die liberale Welt hört bekanntlich an der Schweizer oder EU Grenz auf. Oder vielleicht doch nicht?
    22 10 Melden
    • Citation Needed 16.12.2017 19:50
      Highlight Was Du nicht sagst. Ich dachte, ich kann im Bikini nach Mekka und mich vollaufen lassen?! Demfall halt doch wieder Mallorca, sicherer Wert!
      8 6 Melden
    • DerTaran 16.12.2017 23:53
      Highlight Gerade Feministen stellen sich den Islamisten entgegen. Dumm von dir, sie in deinem Linken bashing zu erwähnen. Allerdings wollen sie sich auch nicht von einem dumpfen schweizer Konservativen wie dir unterdücken lassen.
      7 8 Melden
    • Rabbi Jussuf 17.12.2017 12:42
      Highlight Taran
      Feministinnen?
      Da ist Alice Schwarzer ziemlich alleine auf weiter Flur...
      1 4 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Karl Müller 16.12.2017 13:30
    Highlight Was ist das immer für eine Obsession mit dem Herumschnippeln an Geschlechtsteilen?
    30 1 Melden
  • Booker 16.12.2017 13:13
    Highlight Ich hab hoffe doch schwer, dass der Deutsche Bundesverfassungsschutz den Schweizer Behörden Rückmeldung gibt über die Teilnehmer aus der Schweiz. Diese müssenzwingend registriert werden, denn diese sind die potentiell gefährlichen Dschihadisten !
    15 2 Melden
  • Enzasa 16.12.2017 11:34
    Highlight Deutscher mit deutschem Pass, geboren in Deutschland, von deutschen Eltern.

    Aber die Bevölkerung fürchtet sich vor den Menschen (Flüchtlingen) die sich dem IS verweigert haben, die Opfer von IS sind und vor dem IS flüchten. (IS oder einer anderen der unzähligen Terrorgruppen)

    33 70 Melden
    • atomschlaf 16.12.2017 14:14
      Highlight Als ob es unter den Flüchtlingen keine Extremisten gäbe... 🙄

      Aber sonst immer sofort zur Stelle, wenn es darum geht, Migrations- und Islamkritikern Verallgemeinerungen vorzuwerfen, nicht?
      39 8 Melden
    • Kubod 16.12.2017 14:44
      Highlight Nicht wirklich. Die meisten Menschen flüchteten vor der Verfolgung durch Assad und dem Krieg gegen den IS.
      Dieses Silverster sind in Köln an der Domplatte wieder 2000 Polizisten eingeplant, weil sich die jungen islamischen Männer in den Flüchtlingsheimen ringsum auf den Weg zur grossen Sause machen werden. Normalität in Deutschland. Köln ist übrigens ein Hub für Islamische Fundamentalisten. Man hat da seit Jahren schon einen Machtkampf darüber, welche Gesetze gelten sollen. Sharia oder weltliche Gesetze des Gastgeberlandes.
      Deutschland heute.
      25 7 Melden
    • poga 16.12.2017 14:51
      Highlight Ja der Arme. Im regen auf der Strasse einen einsamen Koran gefunden, und schon hat sich das Ganze Salafistens-Dings ergeben. Das ist der Anfang des Salafismus hier in Europa. Die armen flüchtigen Muslime müssen jetzt darunter leiden, dass so eine Deutscher den Koran völlig falsch verstanden hat. Ist dass die Geschichte die du uns hier vermitteln wolltest @Enzasa? Denn sie entspricht wohl kaum der Wahrheit.....
      12 4 Melden
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  • hävi der spinat 16.12.2017 11:33
    Highlight Eine unheimliche Szene, die sich da am Bilden ist.
    Ein Monstrum, das sich da erhebt und 10, 15 Jahren so richtig sichtbar sein wird.

    Unterstützt von den Grünen und der SP, die sich jegliche Kritik verbitten und alles verharmlosen.

    Auch hier im Forum genug Ungläubige, die sich wohl noch für einen Vogel einsetzten.

    Wem es ZU gut geht, der sorgt eben selbst dafür, dass es wieder nach abwärts läuft.

    So ist der Mensch.
    96 38 Melden
    • Enzasa 16.12.2017 15:12
      Highlight Ich kenne weder Grüne noch Linke die Menschen wie Vogel verteidigen.

      Grüne und Linke, sind die, die Programme und Aufklärung gegen die Radikalisierung verlangen.
      Radikalisierung effektiv zu bekämpfen ist harzig und unattraktiv, darum fehlt die Unterstützung von Rechts.

      Rechts polarisiert man lieber lautstark gegen Flüchtlinge, dass löst das Problem nicht, bringt aber Wählerstimmen.
      14 22 Melden
    • Citation Needed 16.12.2017 16:27
      Highlight Ungläubige? Also bist Du der Gläubige? Ich bin gern ungläubig, denn mit Denken kommt man weiter als mit Glauben. Klar ist der Islamismus jeine Bedrohung. Aber nicht in Form dieser von rechts immer wieder heraufbeschworenen Idee der 'schleichenden Islamisierung', sondern vielmehr dadurch, dass er westliche Länder politisch destabilisiert und auch hier Ängste weckt.
      Die SP und die Grünen sollen Radikale unterstützen? Die lassen sich von der Angstmache einfach nicht ins Bockshorn jagen. Burkas und Minarette verbieten taugt nämlich nur für die Wahlurne, sonst für nichts.
      9 15 Melden
    • ujay 16.12.2017 17:03
      Highlight Hävi der Hetzer in seinem Element. Undifferenziert, verallgemeinernd und einfachstes links/rechts Weltbild.
      10 19 Melden
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  • Enzasa 16.12.2017 11:28
    Highlight Die Kommentar Seiten rund um Pierre Vogel sind übrigens höflich, korrekt und grammatisch in einem fehlerfreien Deutsch abgefasst. Auf den ersten Blick wirken dort die Kommentare sogar positiv in dem z.B. zur Bildung aufgefordert oder gegen Drogen geschrieben wird. Der Umgangston ist respektvoll, im krassen Gegensatz zu Seiten der AFD als Beispiel.
    Pierre Vogel ist leider ein gutes Beispiel für die Kraft der Worte.

    12 51 Melden
    • Enzasa 16.12.2017 15:28
      Highlight Warum die Blitze?

      Noch nie auf einer FB Seite von Vogel gewesen?

      Ok, ich habe auch ein ungutes Gefühl dabei, wegen der hinterlassen Datenspuren.

      Trotzdem finde ich es wichtig die Tricks der Rattenfänger zu kennen. Übrigens nehme ich regelmäßig an Vorträgen, wie man Radikalisierung bekämpft, teil. Islamisierung ist nichts unbekanntes, unsichtbares was sich im Untergrund bildet, sondern es gibt konkrete, nachgewiesene Strukturen und Arbeitstechniken über die Organisationen in ganz Europa.


      8 7 Melden
    • Enzasa 17.12.2017 07:26
      Highlight Rabbi Jussuf
      Sie haben jetzt ganz pauschal mich und Linke und Grüne kritisiert und „uns“ vorgeworfen nichts gegen antisemitische Tendenzen unter den Flüchtlingen zu tun. Sie unterstellen mir ganz pauschal, dass ich nur auf der Rechten Seite kritisiere und bei Flüchtlingen blind bin.
      Persönliche Angriffe verpuffen, da wir uns nicht kennen.
      Abgesehen davon, dass ich keine speziellen Feindbilder in mir trage, gibt es durchaus rechte politische Argumente die ich unterschreibe, genau wie es linke Positionen gibt, die ich vertrete. Ich lehne Extremismus ab rechts und links
      2 0 Melden
    • Enzasa 17.12.2017 07:35
      Highlight Rabbi Jussuf

      Schade, dass es Ihnen entgangen ist, dass es immer mehr Aufklärung und Beratung und Informationen gegen die Radikalisierung gibt.

      Das ist in meinen Augen, das Problem der Menschen die, die Flüchtlinge als Ursache der Probleme sehen. Sie sitzen da und lamentieren.

      Während ich aktiv bin, mir Informationen verschaffe, auf Menschen zu gehe und in meiner Umgebung für Minderheiten und für Gleichberechtigung eintrete. So habe ich keine Zeit Feindbilder zu zelebrieren.
      1 1 Melden
  • Wilhelm Dingo 16.12.2017 11:03
    Highlight Es wäre langsam Zeit für ein konsequentes Missionierungs- und Werbeverbot für Sekten und extremistische Gruppierungen (und nichts anderes sind diese Islamisten).
    98 2 Melden
    • flv 16.12.2017 14:21
      Highlight Genau! Und bitte gleich auch Freikirchen und andere christliche Fundis! Ich kann dieses rückständige Religionsgedöns nicht mehr ausstehen!
      23 8 Melden
    • Enzasa 16.12.2017 15:36
      Highlight Ich habe dir ein Herz gegeben.

      Ein generelles Verbot würde denen eher Nutzen. Aber Verbote in Bezug auf Inhalte, damit offenbart wird, wo lauert die Verachtung und Unmenschlichkeit.
      Ein Gebot der Informationen würde nutzen, ich weiß nicht wie man es umsetzen kann.
      7 5 Melden
    • flv 16.12.2017 18:48
      Highlight Enzasa: Leider bringt ein Verbot nichts. Da sind schon die Kommunisten daran gescheitert. Es ist ein Dilemma. Eigentlich ist Aufklärung der einzige Weg. Aber die Aufklärung war noch nie so gut wie heute und trotzdem erleben Religionen ein richtiges Revival...

      Ist es denn so schwierig, einfach an nichts zu glauben und sich selbst und das Leben an sich so zu nehmen, wie es nun mal ist? Ein verdammt glücklicher Zufall und sehr vergänglich.
      4 0 Melden
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Frau übergibt 50'000 Franken: Falsche Polizisten treiben wieder ihr Unwesen

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