Schweiz
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epa04026232 Filipino grade school children play with their computers inside their house in Quezon City, east of Manila, Philippines, 17 January 2014. Investigators smashed an international pedophile ring that streamed live images of child abuse from the Philippines, authorities in Britain, Australia and the USA said 16 January. The gang arranged for children to be sexually abused live on webcam in exchange for payment, Britain's National Crime Agency (NCA) said in a statement. Some suspects were children's family members. The NCA said 29 international arrests had been made under Operation Endeavour, which began in 2012 and also involved US customs officers and police in Australia and the Philippines.  EPA/DENNIS M. SABANGAN

Bild: EPA

Abstimmung am 18. Mai

Männerorganisation hält Pädophilen-Initiative für «überflüssig»



Der Dachverband der Schweizer Männer- und Väterorganisationen, männer.ch, spricht sich gegen die Pädophilen-Initiative aus. Im Gegensatz zur bereits vom Parlament beschlossenen Regelung sei die Initiative diffus und undifferenziert.

«Sie polemisiert, schürt Ängste, verhindert das offene Gespräch und vergrössert die Scham der Opfer.»

männer.ch zur Pädophilen-Initiative

Der beste Schutz gegen Übergriffe sei ein Klima der Offenheit, des Vertrauens und der Zuwendung, teilte männer.ch am Freitag mit. Das Volksbegehren der Organisation Marche blanche schaffe aber kein Vertrauen, im Gegenteil: «Sie polemisiert, schürt Ängste, verhindert das offene Gespräch und vergrössert die Scham der Opfer.»

Das Volksbegehren sieht vor, dass verurteilte Pädosexuelle nie mehr mit Minderjährigen oder Abhängigen arbeiten dürfen. Zur Abstimmung kommt die Initiative am 18. Mai. Eine Gesetzesvorlage, die das Parlament bereits gutgeheissen hat, nimmt Anliegen der Initiative auf, räumt den Richtern aber einen Ermessensspielraum ein.

Diese Verschärfung des Strafrechts beinhaltet in den Augen von männer.ch wirksame und differenzierte Massnahmen. Die Pädophilen-Initiative sei deshalb «überflüssig».

Die Dachorganisation vertritt nach eigenen Angaben die Interessen und Bedürfnisse Männer und Väter in der Schweiz. (tvr/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Jay_Jay 02.05.2014 20:05
    Highlight Highlight Nur eine Frage: wenn Sie wüssten, dass der Schwimmlehrer, Turnlehrer etc. ein verurteilter Pädophile ist, könnten Sie dann ruhig Ihr Kind in die Schule oder zum Sport schicken? Ich nicht.... Ich finde das Kindeswohl sollte hier an erster Stelle stehen....
    • öpfeli 02.05.2014 22:56
      Highlight Highlight natürlich nicht.
      da pädophilie jedoch eine neigung ist, welche man nicht durch eine neue vorlage "weg machen" kann, werden die täter anderswo nach ihren opfern suchen.
      dann nützt auch ein "lebenslanges berufsverbot" nichts.
      vielleicht sollte man also an einem anderen punkt beginnen mit dem lösungen suchen / finden.
  • öpfeli 02.05.2014 13:05
    Highlight Highlight kann da nur bepflichten - die initiative ist nicht nötig (nein, bin nicht ignorant den opfern gegenüber).
    die initiative kann auch ins auge gehen.
  • goschi 02.05.2014 12:35
    Highlight Highlight Und genau wegen Artikeln, die wie dieser hier tituliert sind, wagt es keiner, gegen diese initiative vorzugehen, die wichtige Grundsätze des Rechtsstaates verletzt!

    es ist beschämend, dass es nich möglich ist sachlich über solche Themen zu debattieren ohne von den medien sehr schnell in die Ecke "unterstützt Pädophile" gesteckt zu werden, ihre Überschrift tut dies.

    Lieber Autor, haben Sie es wirklich nötig, derart polemische Titel zu schreiben? Denken Sie nich, ein sachlicher geschriebener wäre dem thema gerechter geworden?

    Sehr enttäuschend, dass watson auch in diese Kerbe schlagen will, bisher hatte ich den Eindruck, dass hier Wille vorhanden sei, kontroverse Themen sachlich anzugehen.

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