Schweiz
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ZUR EIDGENOESSISCHEN ABSTIMMUNG UEBER DIE VOLKSINITIATIVE

Abschalten oder nicht? Die Umfragen ergeben keinen klaren Trend. Bild: KEYSTONE

Solides Ja oder Trend zum Nein? Umfrage-Chaos beim Atomausstieg

Es «trumpt» in der Schweiz: Zehn Tage vor der Abstimmung über die Atomausstiegs-Initiative kommen zwei grosse Umfragen zu gegensätzlichen Ergebnissen.



Politische Umfragen sind stets gut für Kontroversen. Die US-Wahlen von letzter Woche haben dies beispielhaft gezeigt. Nach dem Sieg von Donald Trump gab es mächtig Schelte für das angebliche Versagen der Meinungsforscher. Bei genauer Betrachtung lagen sie nicht so daneben: Immerhin hat Hillary Clinton mehr Stimmen gemacht als Trump, was den meisten Prognosen entspricht. Das Wahlsystem mit dem Electoral College verhalf dem Republikaner zum Erfolg.

Nun bahnt sich in der Schweiz ein ähnlicher Streit an: Zehn Tage vor der Abstimmung über die Atomausstiegs-Initiative der Grünen kommen die beiden grossen Umfragen zu gegensätzlichen Befunden. In der dritten Tamedia-Welle ist die Zustimmung zur Initiative «ungebrochen», wie das Medienhaus mitteilt. Der Ja-Anteil hat gegenüber den beiden ersten Erhebungen nochmals zugenommen, von 55 auf 56 und nun 57 Prozent.

Bild

Das Ergebnis der dritten Tamedia-Welle.

Ganz anders die zweite SRG-Trendumfrage des Instituts GFS Bern. Hier ist die Zustimmung klar rückläufig. 48 Prozent wären sicher oder eher für den Ausstieg aus der Atomenergie, das sind neun Prozentpunkte weniger als in der ersten Erhebung vom 21. Oktober. Das Nein-Lager hat hingegen um zehn Punkte zugelegt, 46 Prozent wollen das Volksbegehren sicher oder eher ablehnen.

Dieser Trend kommt nicht überraschend, er entspricht «dem Normalfall bei einer linken Volksinitiative», wie das Forschungsinstitut festhält. Derartige Vorlagen stossen in der Regel zu Beginn auf einige Sympathie, werden am Ende jedoch mehr oder weniger deutlich abgelehnt. Dies entspricht auch der Entwicklung in der Deutschschweiz, wo die Mehrheiten in der SRG-Umfrage vom Ja ins Nein gekippt sind. Den immer noch recht hohen Ja-Anteil begründen die GFS-Forscher damit, dass parteipolitisch Ungebundene die Initiative der Grünen mehrheitlich unterstützen.

Der Politikwissenschaftler Fabio Wasserfallen, der die Tamedia-Umfragen seit 2014 gemeinsam mit seinem Kollegen Lucas Leemann durchführt und auswertet, hält es für «durchaus plausibel», dass der Ja-Anteil bis zur Abstimmung abnehmen könnte, wie er auf Anfrage erklärt. Gleichzeitig betont er, dass die Teilnehmer der Online-Umfrage sich relativ sicher in ihren Antworten gewesen seien: «Nur wenige haben sich für eher Ja oder Nein entschieden.»

Zur SRG-Umfrage bestehe «sicher eine Diskrepanz», meint Wasserfallen. Sie könnte sich noch verstärken: Wenn der Negativtrend anhält, könnte der Ja-Anteil am Ende rund 40 Prozent betragen. Die beiden Umfragen hätten immer wieder unterschiedliche Ergebnisse erbracht, sagt Wasserfallen. Die «Trefferquote» von Tamedia kann sich allerdings sehen lassen: Bei 68 Prozent aller Vorlagen lag die letzte Erhebung näher beim Endresultat als die zweite SRG-Umfrage.

Sorgt Ständemehr für ein Nein?

Die Methodik der beiden Umfragen ist unterschiedlich. Jene von SRG und GFS ist eine Telefonumfrage. Die Online-Erhebung von Tamedia ergibt eine wesentlich grössere Datenmenge. Für die aktuelle Ausgabe wurden die Antworten von mehr als 15'000 Personen berücksichtigt und von Leemann und Wasserfallen nach demografischen, geografischen und politischen Variablen gewichtet, um die Struktur der Stimmbevölkerung möglichst genau abzubilden.

Vielleicht haben am Ende beide irgendwie recht. Es scheint möglich, dass es zu einer Art «Trump-Effekt» kommen wird: Das Stimmvolk sagt mehrheitlich Ja, doch die Initiative scheitert am Ständemehr. Sie stösst vor allem in den urbanen Gebieten auf viel Zustimmung. Die ländlichen Kantone könnten den Ausschlag für ein Nein geben.

Befürworter und Gegner lassen sich jedenfalls von den unterschiedlichen Umfragen nicht allzu sehr beeinflussen. Man sei «recht entspannt», lässt ein Vertreter des Nein-Lagers verlauten. Die Befürworter des Ausstiegs wie die Schweizerische Energiestiftung (SES) betonen, dass nur die Stimmabgabe zählt. Denn auch in diesem Fall gilt: Abgerechnet wird am Schluss.

Wahlversprechen zum Atomausstieg gebrochen

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    Alle Leser-Kommentare
  • (M)eine Meinung 17.11.2016 16:48
    Highlight Highlight Kurz vor der Abstimmung werden dann einige Klassiker ausgepackt: "Arbeitsplätze sind in Gefahr!! Die Schweiz geht industriell nieder!! Strompreise werden explodieren!! Kohlestaubwolke wird die Schweiz verpesten!! "

    Ich hoffe jedoch auf ein Ja.
  • Kaffo 17.11.2016 10:55
    Highlight Highlight Natürlich wird so kurz vor dem Abstimmunstermin noch einmal Einfluss genommen.
    Wir haben es in der Hand, den AKWs einen Zeitplan zu geben wann Schluss ist.
    Diese Art Strom zu erzeugen ist nicht mehr verantwortbar. Sie ist, unrentabel, höchst gefährlich, und erzeugt Abfall, den man über 1000de von Jahren in einem Berg einsperren muss.
    Zudem geben wir mit einem Ja der erneuerbaren Energie ein starkes Zeichen. Ich habe mich gut informiert. Es wird funktionieren. Natürlich gefällt es den Strombaronen nicht, wenn immer mehr Einfamilienhausbesitzer Selbstversorger werden.
    • supermario1 17.11.2016 15:44
      Highlight Highlight Super schön zusammengefasst. Es ist mir noch eingefallen dass AKW Strom auch überhaupt keine Garantie für kontinuierlichen Strom ist. Im Falle eines Hitzesommers ohne viel Regen kann es durchaus sein, dass man das eine oder andere AKW abschalten muss! Der Aufschrei ist dann nicht mal halb so gross. Die Lösung: Wir brauchen möglichst viele verschiedene Stromerzeuger. Mit unseren Stauseen sind wir bestens ausgerüstet punkto Pufferkapazität. Also loooos:-)! Lassen wir uns von der Atomlobby und Doris Leuthard nicht länger anlügen!
    • supermario1 17.11.2016 16:58
      Highlight Highlight Leistung pro AKW ca. 1GW. 1m2 Solarzelle ca. 1kW im Sommer ohne Bewölkung, im Winter bei Bewölkung ca. 0.1-0.2kW. Man rechne, 1km x 1km solarzellen (auch dezentral) wären nötig um die Leistung eines AKWs zu kompensieren(im Sommer). Kombiniert mit Windkraft und Biogasanlagen könnte man das ganze Jahr eine kont. Stromversorgung garantieren. Im Sommer könnte man gigantische Mengen an Strom in unseren zig Speicherkraftwerken effizient speichern. D.h. Privatpersonen könnten auch durchaus Geld verdienen wenn Sie Strom ins Netzwerk einspeisen.
  • amore 17.11.2016 08:31
    Highlight Highlight Hört endlich auf mit diesen blödsinnigen Umfragen. Wir werden das Resultat einige Zeit nach Schliessung der Urnen kennen. Anstatt Geld für solch unnütze Umfragen auszugeben, könnte man damit arme Menschen unterstützen.
  • Skip Bo 17.11.2016 07:42
    Highlight Highlight Umfragen bewirken oft, dass ein Teil der Nichtabstimmer gerade deshalb an die Urne geht um das Resultat zu drehen.
    Eigentlich sollten keine Umfragen durchgeführt werden, man soll sich aufgrund von Argumenten ein Urteil bilden.
  • Schnurri 17.11.2016 05:34
    Highlight Highlight Klares Nein! Nicht das ich gegen den Atomausstieg wäre aber nicht in dem Tempo. Sollte im 2017 nur schon das erste abgeschaltet werden, wird Strom aus Deutschlqnd und Frankreich importiert. Und wir wissen ja wie Deutschland Strom produziert. Deshalb lieber langsam, dafür sicherstellen, dass wir uns selbst versorgen können und nicht abhängig vom Ausland sind!
    • JackMac 17.11.2016 07:50
      Highlight Highlight Ach Schnurri, Erdoel, Gas, Benzin, sämtliche Kunststoffe, Früchte wie Kiwi's Bananen, Orangen sowie Errungenschaften wie Automobile, Flugzuge etc. wachsen also im Aarauer Schachen?
      Aufwachen!
    • iSoldier 17.11.2016 07:59
      Highlight Highlight Achso, und der Fakt dass diese Meiler welche abgeschaltet werden sollen schon jetzt vom Netz sind ignorieren sie?
    • plaga versus 17.11.2016 08:07
      Highlight Highlight Jaja... Leider schafft es die Axpo hervorragend zu vertuschen, dass Beznau 1 schon seit über einem Jahr kein Strom mehr produziert! Und Mühleberg war auch schon monatelang weg vom Netz.
      Da interessierte es keinem, woher der Strom kam/ kommt. Grauer Strom mag nicht sauber sein, aber man kann auch sauberer Strom importieren. Und das Wichtigste: es geht um die Sicherheit in der Schweiz und dass der Weg für nachhaltige Stromgewinnung frei wird!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Thinktank 17.11.2016 04:17
    Highlight Highlight Die Initiative ist überflüssig, es gibt bereits die Energiestrategie 2050. Der Atommüll verschwindet ja nicht gleich nach einer allfälligen Annahme der Initiative. Den Titel der Initiative hätte man zudem niemals zulassen dürfen. Es ist ja kein geordneter, sondern ein überhasteter Atomausstieg. Wie immer bei grünen Initiativen wird das Märchenland versprochen, worauf die Leute zuerst anspringen, wenn sie aber beginnen sich zu informieren, realisieren sie, dass grüne Anliegen leider keinerlei Praxisbezug haben und dann sinkt logischerweise die Zustimmung. Die Initiative wird versenkt.
    • JackMac 17.11.2016 07:51
      Highlight Highlight Super !! Das AKW Gösgen ist 2050 ja auch erst 72 Jahre alt!
      Tolle neue sichere Technik!
    • El Vals del Obrero 17.11.2016 08:21
      Highlight Highlight Momentan heisst die Auswahl eher "überhasteter" (je nach Ansicht) Ausstieg oder Alibi-Ausstieg irgendwann am St. Nimmerleinstag.
      Wenn das Problem bei der Initiave nur der Zeitplan ist, warum gibt es dann keinen Gegenvorschlag mit einem festen, aber weniger engem Zeitplan?
    • sheimers 17.11.2016 17:14
      Highlight Highlight Energiestrategie 2050 heisst "weiter wie bisher" mit ein paar Alibiübungen, die nicht ausreichen. Ein Ausstieg ist mit der Energiestrategie 2050 ohne diese Initiative nicht gesichert. Deshalb muss man JA stimmen, wenn man definitiv und zeitnah aus der Kernenergie aussteigen will.
    Weitere Antworten anzeigen
  • metall 17.11.2016 00:26
    Highlight Highlight Ich bin JA
  • Der Tom 16.11.2016 23:21
    Highlight Highlight Eine Initiative gegen Umfragen wünsch ich mir.
  • plaga versus 16.11.2016 22:46
    Highlight Highlight Ein sicherheitsrelevantes und nationales Thema als "linkes Anliegen" zu bezeichnen ist schon ziemlich tendenziös...
    • FrancoL 17.11.2016 00:40
      Highlight Highlight Daran muss man sich gewöhnen, damit sind schon die Weichen für die Schuldfragen rund um den Atomausstieg aufgegleist.
      Kommt die Initiative durch, dann werden ab sofort für jede schlecht funktionierende Trafostation für jeden Stromkollaps (gab es doch schon einige in Zürich) die linken Schuld sein.
      Kommt sie nicht durch dann werden die Linken sicherlich bezichtigt dass sie den erneuerbaren Energien nicht genügend Schub verleihen können.
      Als Linke gilt es sich zu gewöhnen als Blitzableiter der Nation angesehen zu werden.
    • René Obi 17.11.2016 09:16
      Highlight Highlight Es ist halt einfach so, dass die Linke eher für eine intakte Umwelt, für eine solidarische Gesellschaft, für weniger Armut und weniger Kasinokapitalismus, für Gerechtigkeit etc. steht...
    • FrancoL 17.11.2016 11:43
      Highlight Highlight @Rene Obi; Eigentlich tragisch dass man Deiner Darstellung folgend nicht mehr Menschen erreicht und zu guter Letzt auch zum Blitzableiter degradiert wird. Müssten ja Themen und Ideen sein die locker eine Mehrheit hinter sich binden könnten. Doch da läuft Vieles schief.
  • rolf.iller 16.11.2016 22:03
    Highlight Highlight Diese TA-Umfrage ist grossartig. Zeigt sie uns doch, dass jene die lesen können, Internet nutzen und hie und da beim TA vorbeistolpern mit 57% ja stimmen werden. Toll!

    Vielleicht könnte die WOZ auch mal eine solche Umfrage machen. Dann sind es vielleicht sogar 80%.

    Das Problem ist halt, dass der TA eine verzerrte Sicht darstellt und die TA-Online-Leser nicht die ganze Schweizer Bevölkerung repräsentieren.

    Da scheint mir das gfs seriösere Arbeit zu leisten.
    • N. Y. P. D. 16.11.2016 22:30
      Highlight Highlight Ich habe auch noch eine Umfrage beizusteuern. Ich habe mich selber gefragt, ob ich für die Atomausstiegsinitiative bin. Bin ich. Somit also 100% Zustimmung bei meiner Umfrage. Jetzt haben wir den Salat.
    • Patronus 16.11.2016 23:20
      Highlight Highlight Die Umfrageergebnisse werden aber noch gewichtet, um eben möglichst die effektive Bevölkerung abzubilden. Wenn also von einer grossen Bevölkerungsgruppe nur wenige Teilnehmen, werden um Ausgleich deren Antworten stärker gewichtet.
      Das selbe macht das GFS übrigens auch. Denn Leute, welche bei Festnetzumfragen mitmachen, bilden die schweizer Bevölkerung auch nicht sonderlich gut ab.
      Folglich sind das zwei ähnliche Methoden mit unterschiedlicher Daten-Basis.
    • Döst 17.11.2016 01:24
      Highlight Highlight @dreamderdu: Richtig gewichten setzt wahre Angaben voraus. Vielleicht haben einige linksgrüne TA-Leser auf "politisch unabhängig" geklickt?
      Zum Glück gibts noch reale Abstimmungsergebnisse, die dann wirklich repräsentativ sind :)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kookaburra 16.11.2016 22:00
    Highlight Highlight Ach komm... denen glaubt eh niemand mehr. Versuchen ja sowieso nur uns zu manipulieren.

    Ausserdem schadet es der Wirtschaft also wird eh nicht umgesetzt. (Danke SP für das Meucheln der Demokratie.)

    Und seit die Grünen gegen Ecopop waren finde ich sie eh dumm. Ohne Immigranten kämen wir nämlich schon längst mit Wasserstrom aus.
    • Toerpe Zwerg 16.11.2016 22:31
      Highlight Highlight Und ohne kosher Bratspeck!
    • The Destiny // Team Telegram 16.11.2016 22:35
      Highlight Highlight "Ach komm... denen glaubt eh niemand mehr. Versuchen ja sowieso nur uns zu manipulieren."

      Da stimme ich dir zu, zuletzt gesehen in: POTUS a dirt battle.

      "Ohne Immigranten kämen wir nämlich schon längst mit Wasserstrom aus."

      Eine dumme und unbelegte Aussage, die Immigranten tragen schon zum Stromverbrauch bei, aber da können wir uns alle an den Ohren nehmen wenns um sparen geht.
    • Kookaburra 16.11.2016 23:09
      Highlight Highlight Wozu uns noch an den Ohren nehmen, wenn ja sowieso jeder Fortschritt inflationär durch Immigration überkompensiert wird?
      Und die sind im Durchschnitt nicht so sensbilisiert wie Einheimische.
      Wie bei der Homophobie. Die hätten wir scho viel mehr überwunden ohne Immigration.
      Ohne die Immigration der letzten 30 Jahre hätten wir etwa einen Drittel weniger Bevölkerung. Der Atomstrom macht etwa genau soviel aus. Das ist nicht so dumm und unbelegt, wie du denkst.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Blister 16.11.2016 21:59
    Highlight Highlight Das amerikanische Elektorensystem hat nichts mit dem Ständemehr zu tun. Jeder Bundesstaat hatte eine eigene, unterschiedliche Anzahl Elektoren, welche mehr oder weniger stark mit der Bevölkerungszahl im jeweiligen Bundesstaat korrelieren. Das Ständemehr ist ist ein Eingeständnis, dass wir eben ein Bundesstaat sind und keine Republik oder Vereinigte Staaten.

    Das habe ich jetzt sogar ohne Wikipedia herausgefunden.
    • demokrit 16.11.2016 23:58
      Highlight Highlight Auch jeder Ständerat vertritt eine sehr unterschiedliche Zahl von Menschen und er dient dem Minderheitenschutz.

      Du sagst es selber: Die USA sind ein Bundesstaat. Wir sind eine föderalistische Republik (es gibt keine erblichen Ämter und wir sind föderalistisch: Abgekupfert bei den Amerikanern).
    • DerTaran 17.11.2016 08:01
      Highlight Highlight Auch bei uns gibt es Kantone mit unterschiedlicher Stimmenzahl bei den Ständen, und die sind historisch begründet.
      Unsere welschen Mitbürgen sagen zu Kanton übrigens Etat und das heisst Staat. Kantone haben mit eigener Steuer, Polizei, Verwaltung, Gesetzen usw. eine Unabhängigkeit die sonst nur Staaten haben.
    • René Obi 17.11.2016 09:24
      Highlight Highlight Bei den Elektoren in der USA gilt das "Winner takes it all". Das ist, wie wenn bei den Nationalratswahlen alle Vertreter eines Kantons von der jeweils stärksten Partei kommen würden. Das wären dann zum Beispiel 36 Zürcher SVPler... uäääk
    Weitere Antworten anzeigen
  • kiawase 16.11.2016 21:18
    Highlight Highlight das beweist was für ein riesenunsinn diese umfragerei ist im vorfeld von abstimmungen; gehören meiner meinung nach verboten. mir wäre lieber es würde inhaltlich diskutiert und die abstimmung zeigt dann das resultat. ... wie es übrigens früher auch war ... leider hat es zuviele buchhalter in der schweiz die es nicht fertigbringen mit einer gewissen unsicherheit während einer kurzen zeit umzugehen ... es nervt nur noch
    • _kokolorix 17.11.2016 07:03
      Highlight Highlight Damit werden diejenigen bedient, denen der Inhalt egal ist, die aber gerne auf der Siegerseite stehen...

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