Schweiz
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Erste Umfrage zeigt: Knappes Ja zum Waffenrecht – deutlicher sieht es beim AHV-Deal aus



Sowohl zur AHV-Steuervorlage als auch zum EU-konformen Waffenrecht zeichnet sich vor der eidgenössischen Abstimmung vom 19. Mai ein Ja ab. Das ergab die erste Welle der Tamedia-Abstimmungsumfrage.

Die Umfrage veröffentlichten die Publikationen des Verlags am Freitag. Die Abstimmungsabsichten bei der Vorlage, welche die Unternehmenssteuerreform mit einem Zustupf an die AHV verknüpft, tendieren deutlicher zum Ja als jene beim revidierten Waffenrecht.

Die AHV-Steuervorlage kommt in der Umfrage auf einen Ja-Anteil von 62 Prozent. Davon wollten 40 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer eindeutig zustimmen, 22 Prozent eher. Die harte Nein-Fraktion lag demgegenüber bei 19 Prozent.

Stärkung der AHV als Hauptargument

Als Hauptargument für die Zustimmung nannten 36 Prozent der Umfrageteilnehmer die Stärkung der AHV und den Beitrag zur Sicherung der Renten. 33 Prozent bezeichneten die Vorlage auch als gut-schweizerischen Kompromiss.

Gerade dieser Kompromiss wurde beim meistgenannten Nein-Argument als Verknüpfung zweier sachfremder Themen und undemokratisch kritisiert, denn eine unverfälschte Stimmabgabe werde verunmöglicht. Zweithäufigstes Argument gegen die Vorlage war, dass die Bevölkerung die Zeche für Steuergeschenke an Konzerne bezahlen müsse.

Bei den Parteianhängern fiel die Zustimmung der SVP-Basis mit 51 Prozent Ja oder eher Ja am geringsten aus. Überzeugte Ja-Stimmende hatte es bei dieser Partei 31 Prozent und damit am wenigsten unter den erfassten sieben Parteien. Die SVP hatte Stimmfreigabe beschlossen, ist der Verknüpfung der beiden Themen aber abhold.

Am deutlichsten für die Vorlage votieren wollten die CVP-Wählenden mit 71 Prozent. Im SP-Lager betrug die Zustimmung 69, bei FDP und GLP 67, Grünen 65 und BDP 63 Prozent.

Bei den Geschlechtern gab es wenig Unterschiede: 63 Prozent der Männer wollten zustimmen und 62 Prozent der Frauen. Auch die Generationensolidarität spielte: Mit 57 Prozent war die Zustimmung bei den Stimmberechtigten bis 34 Jahren allerdings nicht so hoch wie bei der Generation über 65 (70 Prozent).

SVP deutlich gegen Waffengesetz

Beim Waffengesetz will die SVP-Anhängerschaft als einzige mit deutlichen 80 Prozent bestimmt oder eher ein Nein in die Urne legen. Lediglich 18 Prozent unterstützten die Revision.

Auf der anderen Seite wollten 83 Prozent der Grünen- und GLP-Anhänger die Vorlage von den erfassten Parteien am deutlichsten annehmen. Sehr klar auf Befürworterseite stehen auch 82 Prozent der SP-Sympathisanten.

Im bürgerlichen Lager ist die Begeisterung weniger gross: Die Zustimmung bei der FDP beträgt 57 Prozent, 56 bei der BDP und 53 bei der CVP.

Hauptsächlich ausschlaggebend für die Befürworter ist das Argument des Verbleibs im Sicherheitsverbund Schengen Dublin. Die Gegner machen vor allem geltend, das Gesetz nütze nichts gegen Terror und Kriminalität.

Gräben beim Waffengesetz

In der Waffenfrage zeigt sich deutliche Gräben. So zum einen bei den Geschlechtern: 54 Prozent der Männer wollen das Waffenrecht definitiv oder eher ablehnen. 62 Prozent der Frauen heissen die Vorlage hingegen gut.

Zum anderen scheidet die Frage auch die Generationen: Bei den Jüngeren bis 34 schwingt das Nein-Lager mit 57 Prozent obenaus. 65 Prozent der Generation im AHV-Alter stehen hingegen hinter der Vorlage.

Zudem ist der Stadt-Land-Graben deutlich ausgeprägt. Auf dem Land zeichnet sich ein Nein-Stimmenanteil von 54 Prozent ab während in der Stadt 61 Prozent zustimmen wollten. In der Agglomeration stand es 55 zu 44 Prozent für das Gesetz.

Die Umfrage wurde online vom 2. bis 4. April geführt. Die Resultate basieren auf 14'707 gewichteten Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus allen drei Landesteilen. Der Fehlerbereich liegt bei plus/minus 1.4 Prozent. (sda)

Schärferes Waffenrecht: Zwist unter Sportschützen

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    Alle Leser-Kommentare
  • Paradise 05.04.2019 13:51
    Highlight Highlight Toll die meisten wollen das Waffenrecht nur wegen Schengen. Deutschland verstösst im Moment gegen 27 Schengen Abkommen die Schweiz gegen null. Wäre ja so schlimm wenn die Schweiz auch mal verstösst!
    • Fandall 05.04.2019 14:27
      Highlight Highlight Darum ja auch der Slogan der Libero Operatoren.
      Da es keine stichhaltigen Argumente gibt, dass die Richtlinie mehr Sicherheit bringen wird, und die wiederholende Verschärfung nach Artikel 17 zu gerne unerwähnt bleibt, ist die Angstkeule das einzige valable Instrument für das JA-Lager.
      Immer wieder dasselbe Muster...
    • wintergrün 06.04.2019 08:23
      Highlight Highlight Welche sind denn das im einzelnen? Kannst Du das mal verlinken?
  • Fandall 05.04.2019 13:10
    Highlight Highlight Naja, ist ja nur eine Umfrage.
    Weder besonders repräsentativ noch ohne Gewährleistung dass denn auch die Zahlen nicht "frisiert" wurden um eine gewisse Propagandawirkung zu erzielen, was mit Tamedia als grösstes Medienhaus der Schweiz leider nicht abwegig ist.
    Schade ist auch, dass selbst auf der vimentis Seite nicht unabhängig berichtet wird (man beachte die tendenziöse Wortwahl mit Konjunktiv und Indikativ...
    Tja, da bleibt wohl nur noch das selbstständige Studium der Gesetzestexte und Studieren der Statistiken aus möglichst unterschiedlichen Quellen.
  • Makatitom 05.04.2019 12:13
    Highlight Highlight Die USR 3.1 gehört haushoch abgelehnt, unseren Parlametariern muss gezeigt werden, dass wir verfassungswidrige Verknüpfungen sachfremder Geschäfte nicht mehr akzeptieren, die Umverteilung von fleissig nach reich gehört gestoppt. An der AHV braucht überhaupt nichts geschraubt zu werden, hat sie doch, als Umlageversicherung die kein Kapital äufnen sollte, momentan 45 MILLIARDEN Reserve, da nicht dazu gerechnet sind die Reserven der ca 50 Ausgleichskassen, die auch noch mehrere 100 Mio betragen........
    • Makatitom 05.04.2019 13:12
      Highlight Highlight ---und bei denen sich teilweise die Geschäftsleiter mit bis zu 30'000 ChF IM MONAT bedienen (Quelle: saldo 05/2019)
      Lassen wir uns nicht weiter von den würgerlcihen, scheinheiligen und pseudopatriotischen Sozialwerkzersörern belügen und schicken die schlecht erledigte Ausgabe zurück zu Ueli
  • Nonald Rump 05.04.2019 10:29
    Highlight Highlight "11'984 Personen aus der ganzen Schweiz haben am 1. und 2. April online an der ersten Welle der Tamedia-Abstimmungsumfrage zu den eidgenössischen Vorlagen vom 19. Mai teilgenommen."

    Online, da wo die SVP-Wahlbasis und die älteren Herren vom Schützenverein an Umfragen teilnehmen. Ich gehe davon aus, das Waffenrecht rutscht noch ins Nein.
    • Rasti 05.04.2019 12:22
      Highlight Highlight Hoffe ich, aber in den Vereinen sind auch sehr viele Junge.
    • Alfadas 05.04.2019 12:44
      Highlight Highlight Weiss gerade nicht, ob ich hier ein Blitzli setzten soll, weil ich mit 27 Jahren als "älteren Herren vom Schützenverein" betitelt werde. :P

    • dorfne 05.04.2019 13:07
      Highlight Highlight Die Sicherheit muss auch auf dem Boden gewährleistet sein, nicht nur in der Luft, und das bietet Schengen. Für unsere Sicherheit reicht es nicht, für 8 Milliarden neue Jagdflugzeuge und ein neues Bodluv zu kaufen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Militia 05.04.2019 10:22
    Highlight Highlight An alle, welche denken, dass Schengen wirklich auf dem Spiel steht und danach Isolation und Alleingang kommt: Die EU spielt den Harten, wenns aber drauf ankommt ist auch sie an einem guten Miteinander interessiert. Darum bietet sie GB ja auch gerade die Flextension des Brexit an. Hirn einschalten und aufwachen!
    • Forest 05.04.2019 10:39
      Highlight Highlight Sehe ich auch so. Vom Schengen Abkommen profitieren nämlich beide.
    • Paradise 05.04.2019 13:56
      Highlight Highlight Und Ungarn und Tschechien setzen die Waffengesetze auch nicht um. Deutschland verstösst aktuell gegen 27 Schengen Abkommen die Schweiz gegen null. Wäre ja so schlimm wenn die Schweiz auch mal verstösst!
    • Uranos 05.04.2019 15:34
      Highlight Highlight Prinzip Hoffnung?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Oberon 05.04.2019 09:41
    Highlight Highlight Die "AHV-Steuervorlage" soll angenommen werden? Naja, da warten wir dann das reguläre Ergebnis mal lieber ab.

    Warum soll denn diese schlechte Vorlage angenommen werden aus Sicht eines "JA-Sagers" ?

    Nur das ich das vielleicht nachvollziehen kann.



    • dorfne 05.04.2019 10:40
      Highlight Highlight Vielleicht deshalb, weil Sie nicht bis 67 arbeiten wollen? Weil Sie keine Kürzungen der bestehenden Renten wollen? Weil Sie nicht wollen, dass eine zahlungsunfähig gewordene AHV abgewickelt und deren künftige Einnahmen unter die Kontrolle der Finanzindustrie gelangen? Bei einem Nein werden die Unternehmenssteuern trotzdem gesenkt. Einige Kantone habens schon gemacht, andere sind dran. Das wird halt nicht an die Glocke gehängt. Das könnte beim Stimm- und Wahlvolk zu Verstimmungen führen.
    • neoliberaler Raubtierkapitalist 05.04.2019 11:54
      Highlight Highlight Natürlich ist der Ausbau der AHV ein Geschenk für die Linken, aber wenn damit die Unternehmenssteuern sinken und kleine und grosse Unternehmen etwas gleicher besteuert werden, dann muss ich wohl in diesen sauren Apfel beissen. Ob jemals bei der AHV ein automatisches Rentenalter kommt, bei dem man zum Beispiel das Rentenalter so ausrechnet, dass die Rentendauer X Jahre im Schnitt dauert und es jedes Jahr der Lebenserwartung angepasst wird? Ich weiss es nicht und so lange werden wir immer wider über die AHV diskutieren.
    • Oberon 05.04.2019 13:43
      Highlight Highlight @mogad
      Völlig falscher Ansatz.
      Die Finanzierung der AHV wird durch eine Finanzspritze nicht behoben. Dort haben wir ein strukturelles Problem und muss auch in diesem Rahmen abgehandelt werden. Die Steuerreform alleine könnte man annehmen. In welcher Form sich das Pensionsalter in Zukunft entwickelt hat mit dieser Vorlage nichts zu tun.


      @neoliberaler Raubtierkapitalist
      Trotzdem gewichte ich für mich die AHV Spritze als falsch und somit kann ich nicht mit gutem Gewissen diese Vorlage durchwinken.
  • Shaska 05.04.2019 08:50
    Highlight Highlight Was soll an einem strengeren Waffengesetz verkehrt sein? Wollen wir wirklich Schengen deswegen aufs Spiel setzen?
    • Mr. Riös 05.04.2019 10:17
      Highlight Highlight Ja!
    • Paradise 05.04.2019 13:58
      Highlight Highlight @ Deutschland verstösst aktuell gegen 27 Schengen Abkommen die Schweiz gegen null. Wieso sollten wir bei 1 Verstoss rausfliegen? Tschechien und Ungarn setzen die waffenrichtlinie ebenfalls nicht um
    • Uranos 05.04.2019 15:34
      Highlight Highlight Hast du dazu eine Quelle oder ist das nur eine Behauptung?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mutbürgerin 05.04.2019 08:45
    Highlight Highlight Die Waffenrechtsabstimmung ist auch die letzte Gelegenheit, um künftige automatische Vertragsübernahmen zu stoppen. Die Schweizer Bevölkerung ist auch finanziell gar nicht in der Lage, jedesmal eine Initiative zu lancieren, wenn die EU wieder einmal ein Gesetz beschliesst, das wir übernehmen müssen. Ein grober Systemfehler ist, dass die Schweiz keine Gesetze machen kann, die die EU übernehmen muss.
    • ands 05.04.2019 10:33
      Highlight Highlight Weshalb sollte dies die letzte Gelegenheit sein? Und wozu braucht es eine Initiative? Reicht ein Referendum jetzt plötzlich nicht mehr aus?
    • Liselote Meier 05.04.2019 11:45
      Highlight Highlight "Ein grober Systemfehler ist, dass die Schweiz keine Gesetze machen kann, die die EU übernehmen muss"

      Kein grober Systemfehler, sonder du verstehst das System nicht. Die Schweiz ist ein Assoziiertes Mitglied und kein Vollmitglied.

      Wenn die Schweiz für die EU, Schengen/Dublin Gesetze machen will muss sie Mitglied sein.

      Das kann doch nicht so schwer zu verstehen sein?
    • Paradise 05.04.2019 13:59
      Highlight Highlight @liselote es ist auch nicht schwer zu verstehen dass wir deswegen nicht aus Schengen rausfliegen. Sonst schmeissen wir Deutschland raus, die verstossen aktuell gegen 27 Schengen Abkommen
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lausannois86 05.04.2019 08:45
    Highlight Highlight Die BDP wird im bürgerlichen Lager genannt, gleichhzeitig politisiert GLP und BDP extrem nahe beieinander. Nur weils ein Grün im Namen hat, ist es nicht keine bürgerliche Partei.
    • fidget 05.04.2019 14:04
      Highlight Highlight Die GLP behauptet auch nicht, dass sie eine bürgerliche Partei sei. Sie sind eher etwas links der Mitte anzusiedeln. Für mich haben sie ein gutes Programm. Klimafreundlich, aber mit Rücksicht auf wirtschaftliche Aspekte.
  • Stema 05.04.2019 08:40
    Highlight Highlight Machen wir mal eine Rechnung: 2 Mrd weniger Steuern für die Firmen. Dafür 2 Mrd mehr in die AHV. Bezahlt zu 50% von den Arbeitgebern (Firmen), und zu 50% von den Arbeitnehmern, also je 1 Mrd. Bleibt unter dem Strich eine “Umverteilung” von 1 Mrd von den Arbeitnehmern zu den Firmen. Was soll daran fair sein?
    • dorfne 05.04.2019 10:31
      Highlight Highlight Ich erlaube mir, Sie zu korrigieren: grob gesagt je 1/3 über 0,3 Lohnprozente, über das Mehrwertsteuerprozent, das bisher der IV zugute kam und über eine Erhöhung der Bundesbeiträge.
    • neoliberaler Raubtierkapitalist 05.04.2019 11:57
      Highlight Highlight @Stema Die Unternehmen bezahlen immer noch. Etwas weniger, aber sicher keine Umverteilung.
  • ubu 05.04.2019 08:23
    Highlight Highlight Entweder wir fliegen bei Schengen raus, von dem wir wirtschafts- und sicherheitspolitisch stark profitieren. Oder ein paar Schützen müssen etwas besser belegen, dass sie ihr Hobby seriös ausüben. Es gab schon schwierigere Entscheidunge.
    • Nonald Rump 05.04.2019 10:18
      Highlight Highlight Ja, behandeln wir die Schützen mal so herablassend wie möglich, sind ja nur 175'000 Mitglieder im Verband, also "ein paar". Das kommt sicher gut an bei denen und wird sie umstimmen. So gewinnt man Abstimmungen, genau.
    • Lejan 05.04.2019 10:33
      Highlight Highlight @ubu
      Niemand in der EU hat Interesse daran, der Schweiz den Schengen.Vertrag zu künden, auch bei einem JA nicht.
    • Laborchef Dr. Klenk 05.04.2019 10:46
      Highlight Highlight @Slypher: Es ist nunmal so, dass Schützen ein Tötungsgerät für ihren Sport benutzen. Aus keinem anderen Grund wurden Feuerwaffen und Bögen entwickelt. Das Auto wurde auch nicht erfunden, damit 20 Nasen damit bei der Formel1 Runden drehen können.

      Verstehen Sie mich nicht falsch, ich bin ebenfalls langjähriger Schütze und Verbandsmitglied, wenn ich aber etwas tun kann, das dieses Land sicherer macht und Tragödien verhindert, nehme ich gerne einen bürokratischen Mehraufwand in Kauf.
      Ob die EU dahinter steckt, dürfte in dieser Diskussion gar keine Rolle spielen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • PhilippS 05.04.2019 08:12
    Highlight Highlight „Stärkung der AHV als Hauptargument“...?!? Es ist keine Stärkung, wenn man in ein Fass mit Loch einfach mehr nach schüttet.

    Oder seit wann ist man gesund, wenn man Grippesymthome mit Medis abstellt?!? 🤦🏻‍♂️🤷🏼‍♂️
    • dorfne 05.04.2019 08:50
      Highlight Highlight Rentenalter 65 für Alle ist mehrheitsfähig, wurde aber zusammen mit der Rentenreform 2020 abgelehnt. Ich kenne einige Leute, die sogar länger arbeiten möchten, nur will das der Arbeitgeber nicht.
    • dorfne 05.04.2019 11:09
      Highlight Highlight @Volksparteisoldat. Die Rentenreform 2020 scheiterte an den 70 Franken plus für die AHV! Denn kein Jahr zuvor hat das Stimmvolk deutlich nein gesagt zu einer 10%igen Erhöhung der AHV Renten. Auch ein Grund weshalb 65/65 mehrheitsfähig ist: viele Pensionskassen zahlen den Frauen schon jetzt erst ab 65 die volle Rente.
  • N. Y. P. 05.04.2019 08:09
    Highlight Highlight Es ist unbestritten, dass Bevölkerung die Zeche für Steuergeschenke an Konzerne bezahlt.

    Soweit sind sich alle einig.

    Jetzt die denkt mal alle scharf nach. Wer stärkt die AHV ? Die Konzerne ? Oder doch eher wir ?

    Wenn ich die Definition von Kompromiss lese, trifft das sicher nicht auf diesen sogenannten Deal zu.
    • bebby 05.04.2019 10:22
      Highlight Highlight Das ist eine Verdrehung der Tatsachen: Stand jetzt zahlen die Konzerne bereits viel weniger als die "normalen" Unternehmen. In Zukunft werden auch die KMUs ähnlich wenig Steuern zahlen. Bezahlt wird das schon von den natürlichen Personen, aber die Konzerne profitieren dabei nicht mehr als jetzt.
    • dorfne 05.04.2019 10:27
      Highlight Highlight Massive Steuergeschenke an die Unternehmen! Da sollten doch 0,3 Lohnprozente für die Altersvorsorge der Angestellten drin liegen. Wär doch fair und nebenbei sehr bescheiden.
  • critico 05.04.2019 08:08
    Highlight Highlight stärkung der ahv? mein aufreger. unser volksnaher BR hat dank einer motion von exBR Villiger von der für die ahv zugesagte mwst-erhöhung bereits über 8 milliarden abgezweigt. und solange noch negativzinsen auf ahv- und pk-gelder erhoben werden, was auch viiiele millionen sind, ist das meiner meinung nach einfach nur skrupelloser diebstahl am volk der so nicht behoben werden kann. (aber vielleicht kriegen wir ja mit den stimmunterlagen noch n gummibärchen für ein ja)
    • dorfne 05.04.2019 11:54
      Highlight Highlight @Volksparteisoldat. Und diese riesigen Kapitalien sind ein Selbstbedienungsladen für jeden selbständigen Finanzberater. Im BVG haben wir schon jetzt 4 Milliarden Verwaltungskosten. Pro Jahr! Darüber regen sich die Jungen nicht auf, obwohl es auch ihr Geld ist, nicht nur das der Senioren.
  • Kronrod 05.04.2019 08:01
    Highlight Highlight Es stört mich, dass wir immer öfter Gesetze machen, um die Anforderungen internationaler Gremien zu erfüllen, und nicht, weil wir sie in der Sache sinnvoll finden. Der Grund, ein Gesetz anzunehmen, sollte sein, dass wir das Gesetz selbst gut finden, und nicht, weil eine internationale Organisation droht, uns aus einem Abkommen zu werfen, welches bisher auch ohne dieses Gesetz funktioniert hat.
    • Militia 05.04.2019 08:12
      Highlight Highlight Meine Worte. Deshalb NEIN zum EU-Waffenrecht.
    • Eskimo 05.04.2019 08:13
      Highlight Highlight Die SVP wollte kürzlich genau dies verhindern.
    • dorfne 05.04.2019 08:52
      Highlight Highlight Die EU und die OECD versuchen mit diesen Vorschriften eine Art Steuerharmonisierung innerhalb der EU hin zu bekommen. Das ist etwas vom Besten was die EU zu bieten hat.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Yogi Bär 05.04.2019 07:58
    Highlight Highlight EU-Waffenrechts Annahme finde ich wichtig! Denn Schengen steht auf dem Spiel und das bedeutet für uns Einschränkung unserer Reisefreiheit in der EU und Ausschluss aus dem Polizeiinfosystem Fedpol, was eine gewisse Blindheit bedeutet. Ich werde aus Prinzip den Steuer / AHV Deal ablehnen, diese Paketlösungen sind mir echt zuwider und nicht fair. Auch wenn ich beide Initiativen wenn sie getrennt wären, annehmen würde!
    • Mugendai 05.04.2019 11:46
      Highlight Highlight Das System, das Sie meinen nennt sich SIS - fedpol ist unser Bundesamt für Polizei. Und Taubheit haben Sie vergessen. Blind und taub wären wir, sagen sie doch immer.
    • Paradise 05.04.2019 14:11
      Highlight Highlight @yoginär Ripol ist viel wichtiger und das bleibt bestehen.
      Deutschland verstösst aktuell gegen 27 Schengen Abkommen die Schweiz gegen null. Wieso sollten wir rausfliegen?
  • Harvey Dent 05.04.2019 07:42
    Highlight Highlight Wegen ein paar Möchte-gerne-Cowboys/Cowgirls Schengen riskieren? Gewiss salopp, aber: Jeder Sportler ist registriert, warum tut sich ein Teil der Schützen und Sammler so schwer mit Registrieren? Wegen dieser handvoll ‘Chäpsli-Königinnen/Königen’ den Zugang zum europ. Binnenmarkt verlieren, aber gleichzeitig die Brexit-Eskapaden amüsant finden? Bitte liebe CHler denkt nach VOR dem Abstimmen...
    • Lejan 05.04.2019 10:41
      Highlight Highlight @Harvey Dent
      175`000 SchützenInnen eine handvoll Chäpsli-Königinnen/Könige zu nennen, zeugt nicht von viel Ahnung.
      Zu glauben, mit einem JA Schengen zu riskieren, noch viel weniger.
    • Harvey Dent 05.04.2019 11:22
      Highlight Highlight Jeder Fussballer ist registriert- warum tun sich nur die Schützen so schwer??
      Bei einem Nein droht das Schengen-Aus. Frag mal die Polizei, wie wichtig das Abkommen in deren täglichen Arbeit ist. Fragt sich, wer da sachunverständig ist...
    • Mugendai 05.04.2019 11:48
      Highlight Highlight Ich habe aufgehört zu zählen, wieviel mal ich das jetzt schon kommentieren musste:

      Es geht nicht ums Registrieren. Jede Waffe, die seit 2008 gekauft wird, wird registriert. Egal ob Softair oder Vollauto-Uzi. Egal ob Karabiner oder Sportpistole. JEDE. EINZELNE. IST. REGISTRIERT. Die vor 2008? Bei Erbgang, Verkauf, Abgabe wird die Registrierung geprüft und gegebenenfalls NACHREGISTRIERT.

      Langsam verliere ich die Nerven ab so Leuten wie dir.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Platon 05.04.2019 07:41
    Highlight Highlight Seid ihr sicher habt ihr die Umfragen nicht vertauscht? Ich hätte genau das umgekehrte vorausgesagt bzw. vermutet. Ich komme irgendwie immer noch nicht mit der Tatsache klar, dass Schützen und Waffenbesitzer in diesem Land Referendumsfähig sind😅
    • Mugendai 05.04.2019 11:51
      Highlight Highlight Ja, wir sind schon hunderttausende Idioten, die sich gerne beleidigen lassen.
    • MachoMan 05.04.2019 12:46
      Highlight Highlight Die Waffenbesitzer und Schützen sind gut vernetzt und stürzen sich natürlich auf das Thema. Sieht man hier auf Watson eindrücklich. User die normalerweise Blitzableiter spielen, werden mit Herzen überhäuft. War bei der Billagabstimmung auch nicht anders. Das Ergebnis kennen wir.
    • Paradise 05.04.2019 14:14
      Highlight Highlight Ja wir sehen nicht ein, uns einschränken zu müssen obwohl es keinen Sinn macht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Zauggovia 05.04.2019 07:20
    Highlight Highlight Hoffentlich bleibt noch genug Zeit, um gegen das unnötige Waffenrecht zu mobilisieren. Es vergrössert nur die Bürokratie, ohne den geringsten Mehrwert an Sicherheit zu generieren.
    Eine solche Verschärfung wurde bereits an der Urne abgelehnt, jetzt soll sie über die Hintertüre durch Druck von aussen eingeführt werden.
  • Astrogator 05.04.2019 07:20
    Highlight Highlight Wenn ich bedenke, dass sogar Teile der SVP im Kanton Solothurn gegen die Steuerreform ist, erstaunt mich die Zustimmung zur Reform.

    Die Stadt Grenchen hat nachgerechnet, falls die Steuerreform so durchkommt muss alleine die Stadt Grenchen pronto 1750 Arbeitsplätze mehr haben oder eine Steuererhöhung für natürliche Personen ist unumgänglich.

    Sogar die SVP meint dazu das sei schlicht weder realistisch noch gewünscht.
    • dorfne 05.04.2019 10:09
      Highlight Highlight Die SVP ist nicht gegen den Steuerdeal, sie ist gegen die 2 Mia für die AHV. SVP/FDP sind aber zu feige uns mitzuteilen, wie sie die AHV "retten" möchten, wenn man dieser partout nicht mehr Geld geben will. Es gibt 3 Szenarien: die AHV in
      die 2. Säule überführen, sprich der Profitmaximierung übergeben; Rentenalter 67 für Alle oder drittens Kürzung bestehender Renten. Oder ein Mix aus Allem. Aus wahltaktischen Gründen mag mans nicht offen aussprechen. Die Tieflöhner können nur mittels Verschleierung der wahren Absichten in den Schlachthof gelockt werden.
    • dorfne 05.04.2019 10:23
      Highlight Highlight Bei einem Nein werden die Unternehmenssteuern trotzdem gesenkt. Die Kantone sind schon jetzt fleissig am Werk, und die AHV macht weiter Defizit, weil man ihr ums Verrecken keinen Franken mehr geben will. Ein Ausbluten der in neoliberalen Kreisen verhassten AHV wird dann tausend Mal stärker auf Kosten der Jungen gehen als es jetzt angeblich der Fall ist. Dann werden wir in 30 Jahren Rentenalter 67 für Alle haben und tiefere Renten. Was einen Verfassungsbruch darstellen wird. Ich hoffe Sie sind so reich, dass Sie dereinst nicht auf die Altersrente angewiesen sind.
    • neoliberaler Raubtierkapitalist 05.04.2019 12:08
      Highlight Highlight @mogad Als Liberaler möchte ich zu bedenken geben, dass wir immer älter werden. Wenn bei gleicher Rentenhöhe und Rentenalter die Lebenserwartung steigt, dann ist dies ein Ausbau der AHV. Warum kann man nicht sagen, dass jeder und jede im Schnitt Anspruch auf X Rentenjahre hat und das Rentenalter der Lebenserwartung automatisch jedes Jahr angepasst wird?
    Weitere Antworten anzeigen
  • MarZ 05.04.2019 06:55
    Highlight Highlight Bei der Steuer / AHV Vorlage bin ich noch unentschlossen. Einerseits die notwendigen Anpassungen im Steuerrecht. Andererseits wird sinnlos Geld in die AHV gebuttert ohne dass strukturelle Veränderungen vorgenommen werden. Ich mache mir keine Hoffnung, davon je einen Rappen wieder zu sehen.
    • Rolf Meyer 05.04.2019 07:34
      Highlight Highlight Doch du wirst das Geld wieder sehen. Aber in Form eines BGE.
    • dorfne 05.04.2019 08:45
      Highlight Highlight Welche strukturellen Veränderungen schlagen Sie vor?
    • illoOminated 05.04.2019 10:34
      Highlight Highlight Tja, das Trilemma von Globalisierung, Demokratie und nationaler Souveränität. Es ist leider nicht möglich gleichzeitig in alle drei Richtungen gleich stark zu streben. Wir werden zukünftig bei immer mehr Abstimmungen abwägen müssen, welche zwei dieser drei Faktoren uns wichtiger sind. Ich persönlich tendiere in letzter Zeit meistens zu Globalisierung & Demokratie, aber das sollte jeder für sich entscheiden. :)

      Mehr dazu:
      https://www.bsg.ox.ac.uk/news/trilemma-globalisation
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  • sealeane 05.04.2019 06:40
    Highlight Highlight Ausgerechnet der steuer(betrug)deal will man annehmen... Ich hoffe das ändert sich noch. Für mich eine total unausgegorene Lösung zum Nachteil der Steuerzahler. Und die Vermischung täuscht nur darüber hinweg..
    • sephiran 05.04.2019 07:40
      Highlight Highlight Finde ich auch. Absolute sauerei. Überhaupt nicht nachhaltig die umsetzung. Werde definitiv nein stimmen
    • pun 05.04.2019 07:54
      Highlight Highlight Naja, mit dem Steuerdeal bezahlen die heute privilegierten Konzerne mehr als vorher (wenn auch immernoch skandalös zu wenig) und ohne Deal müsste der Bund die Steuerprivilegien zwar sowieso abschaffen, die bürgerlich regierten Schlaubergerkantone würde das aber dazu bringen ihre Unternehmssteuern einfach so massiv zu senken.
      Der zweite Teil des Deals schenkt uns Zeit, die AHV ohne massiven Druck der Bürgerlichen für Leistungsabbau zu reformieren.
      Ich denke ohne Deal kommen wir flacher heraus, deshalb JA zur STAF und im Herbst unbedingt die grosskonzernhörigen Bürgerlichen abwählen.
    • dorfne 05.04.2019 08:44
      Highlight Highlight Im neuen Steuerdeal sind die Auswüchse der vom Volk abgelehnten USRIII nicht mehr vorhanden. Und die 2 Mia für die AHV werden zum grössten Teil über Lohnprozente und das MeSt-% das bisher der IV zugute kam, finanziert.
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