Hochnebel
DE | FR
46
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Schweiz
Abstimmungen 2022

Kein Stimmrechtsalter 16 in Bern – die Resultate aus den Kantonen

Kein Stimmrechtsalter 16 in Bern, kein Grundeinkommen in Zürich – die kantonalen Resultate

Neben vier nationalen Vorlagen wird vielerorts auch über kantonale Vorlagen abgestimmt. Hier findest du alle Resultate aus den Kantonen und die wichtigsten kommunalen Ergebnisse.
25.09.2022, 17:58
Folge mir

Im Kanton Zürich will man mit der Kreislauf-Initiative das nachhaltige Wirtschaften fördern und in Schaffhausen wird darüber abgestimmt, ob die Krankenkassen-Prämien für Kinder vom Staat übernommen werden sollen. In dieser Übersicht erfährst du die Schlussresultate der kantonalen und einiger kommunalen Vorlagen:

Kanton Zürich

Kinder und Erwachsene als Roboter verkleidet demonstrieren fuer das Grundeinkommen, aufgenommen am Samstag, 30. April 2016 in Zuerich. Am 5. Juni 2016 wird ueber die Volksinitiative "Fuer ein bed ...
Das Grundeinkommen hat es schwierig in der Schweiz: In Zürich wurde ein Pilotprojekt vom Stimmvolk bachab geschickt.Bild: KEYSTONE

Als letzter Kanton lieferte auch Zürich seine definitiven Resultate. Zur «Kreislauf-Initiative» sagten 89,3 Prozent der Stimmberechtigten Ja.

Auch die Volksinitiative «Keine Steuergeschenke für Grossaktionärinnen und Grossaktionäre» wird schlussendlich mit 50,5 Prozent Nein-Stimmen abgelehnt.

In der Stadt Zürich wurde zudem abgestimmt über den «wissenschaftlichen Pilotversuch Grundeinkommen» – das Stimmvolk lehnte diesen mit 53,9 Prozent jedoch ab. Die Volksinitiative «Eine Europaallee genügt – jetzt SBB-Areal Neugasse kaufen» wurde hingegen mit 50,3 Prozent Ja-Stimmen angenommen. Ebenso angenommen wurde die «definitive Einführung der Tagesschule» mit 80,8 Prozent Ja-Stimmen.

Kanton Bern

Auch der Kanton Bern hat mittlerweile alle Stimmen ausgezählt. Die Initiative zur Senkung des Stimmrechtsalters auf 16 Jahre wurde mit 67,2 Nein-Stimmen ganz klar abgelehnt.

In der Gemeinde Köniz beschloss man zudem, dass amtliche Bekanntmachungen in Zukunft nur noch elektronisch veröffentlicht und nicht mehr im Anzeiger abgedruckt werden. 66,8 Prozent der Stimmbevölkerung legten ein Ja in die Urne.

Kanton Luzern

Nachdem im Kanton Luzern nun alle Gemeinden ausgezählt sind, ist das Resultat für die kantonale Vorlage zur «Unterstützung Kasernenneubau für die Päpstliche Schweizergarde im Vatikan» klar negativ. 71,5 Prozent sagten an der Urne Nein.

Zahlreiche Besucher geniessen das schoene Winterwetter in der Stadt Luzern am Neujahrstag, am Samstag, 1. Januar 2022. (KEYSTONE/Urs Flueeler)
Die Stadt Luzern erhält eine neue Energiestrategie.Bild: keystone

In der Stadt Luzern wurde darüber hinaus über die Vorlage «Klima- und Energiestrategie Stadt Luzern und Gegenvorschlag» abgestimmt. 61,1 Prozent Ja-Stimmen erhielt die Vorlage und auch bei der Stichfrage stimmten 53,2 Prozent für die Vorlage des Grossen Stadtrates – somit wird die Vorlage des Grossen Stadtrates in Kraft treten.

Kanton Obwalden

Der Kanton Obwalden entschied heute über den «Objektkredit für die Sanierung und Erweiterung der Psychiatrie Sarnen». Die Vorlage wurde mit 69 Prozent Ja-Stimmen deutlich angenommen. Die sanierungsbedürftige Luzerner Psychiatrie kann also dem Kredit von 20.5 Millionen Franken renoviert werden.

Kanton Appenzell Ausserrhoden

Der Kanton Appenzell Ausserrhoden will künftig nachhaltiger sein. Die «Teilrevision des Energiegesetzes» wurde mit 61,2 Prozent Ja-Stimmen angenommen von der Stimmbevölkerung. Das neue Gesetz setzt klare Zielvorgaben im Bezug auf den Ausbau erneuerbarer Energien im Kanton.

Kanton Uri

Im Kanton Uri wurden alle vier kantonalen Vorlagen angenommen. Die «Totalrevision des Gesetzes über die obligatorische Gebäudeversicherung» erhielt an der Urne 79,2 Prozent Ja-Stimmen. Die «Totalrevision des Gesetzes über Schule und Bildung» wurde mit 71,2 Prozent der Stimmen angenommen.

85 Prozent der Stimmberechtigten sind für einen «Kredit für das Hochwasserschutzprojekt Erstfeld» und auch der «Kredit für die Nebenbauten auf dem Areal des Kantonsspitals Uri» wurden mit 74,3 Prozent Ja-Stimmen gutgeheissen.

Kanton Neuenburg

Alle 27 Gemeinden des Kantons Neuenburg sind nun ausgezählt. 63,2 Prozent der Stimmberechtigten lehnen die Initiative für eine obligatorische Zahnversicherung ab. Die Stimmbeteiligung lag bei 41,3 Prozent. Unterstützt wurde die Initiative vor allem von Links.

Kanton Aargau

Im Kanton Aargau sind nun alle elf Bezirke ausgezählt. Die Schlussresultate zeigen, dass die Verfassungsänderung über die Vertretungsregelung der Parlamentsmitglieder angenommen ist. 64,4 Prozent der Stimmberechtigten sagten an der Urne Ja.

Kanton Schaffhausen

Kinder am ersten Schultag in der Primarschule Chriesiweg in Zuerich, aufgenommen am Montag, 22. August 2022. (KEYSTONE/Ennio Leanza)
Keine Krankenkassen-Revolution im Kanton Schaffhausen – Kinder werden nicht von Prämien befreit. Bild: keystone

Eltern im Kanton Schaffhausen müssen auch in Zukunft selbst für die Krankenkassen-Prämien ihrer Kinder aufkommen – die Vorlage wurde mit 64,9 Prozent Nein-Stimmen vom Volk abgelehnt. Keine einzige Schaffhauser Gemeinde war für die Übernahme der Krankenkassen-Prämien durch den Bund.

Kanton St. Gallen

Auch der Kanton St. Gallen hat unterdessen alle Stimmen ausgezählt. Das Resultat für die Abstimmung über den Sonderkredit für die Areal-Entwicklung «Wil West» lautet 65'741 Ja-Stimmen gegen 72'898 Nein-Stimmen. Die Vorlage wurde also mit 52,6 Prozent Nein-Stimmen abgelehnt.

Kanton Basel-Stadt

Im Kanton Basel-Stadt ist fertig ausgezählt. Die «Initiative zur Verkleinerung des Regierungsrats und Abschaffung des Präsidialdepartements» wird von der Bevölkerung mit 60,6 Prozent Nein-Stimmen abgelehnt. Auch die «Teilrevision des Freizeitgartengesetzes» scheitert mit 53,9 Prozent Nein-Stimmen an der Urne.

Kanton Waadt

Im Kanton Waadt wurde die Vorlage für die Einführung des Justizrates angenommen. Demnach haben 65,2 Prozent der Stimmberechtigten an der Urne Ja gesagt. Die Stimmbeteiligung lag bei knapp 51,4 Prozent.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Alle in der Schweiz angenommenen Initiativen

1 / 25
Alle in der Schweiz angenommenen Initiativen
quelle: shutterstock
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Die Massentierhaltungsinitiative erklärt in 110 Sekunden

Video: watson

Das könnte dich auch noch interessieren:

46 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
ILikeTheRain
25.09.2022 14:19registriert Oktober 2020
Danke an die luzernerische Stimmbevölkerung, dass wir dem Vatikan nicht mit Steuergeldern unter die Arme greifen. Unglaublich, auf was für komische Ideen unsere gewählten Vertreter da teilweise kommen...
1147
Melden
Zum Kommentar
avatar
MALUS
25.09.2022 15:27registriert Januar 2021
Wenn sogar im konservativ-katholischen Kanton Luzern eine grosse Mehrheit den Regierungsentscheid versenkt hat, haben mit Sicherheit auch andere Kantons Regierungen und der Bund nicht im Sinne ihrer Bevölkerung gehandelt mit ihrer Militärhilfe für den Vatikan.
653
Melden
Zum Kommentar
avatar
Skunk42
25.09.2022 16:02registriert Februar 2022
Der Vatikan hat ja auch fast kein Geld. Wie sollen die sich das ohne die Unterstützung der Luzerner leisten können?
565
Melden
Zum Kommentar
46
Coup für Amherd: Bundesamt für Cybersicherheit kommt ins VBS

Wie angekündigt schafft der Bundesrat ein neues Bundesamt für Cybersicherheit. Dieses soll anders als das heutige Nationale Zentrum für Cybersicherheit (NCSC) im Verteidigungs- statt im Finanzdepartement angesiedelt sein. Bis Ende März 2023 werden die Details geklärt.

Zur Story