Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Besser ausgebildete Senioren fühlen sich gesünder



ZUM THEMA AKTIVE SENIOREN IM ALLTAG STELLEN WIR IHNEN HEUTE, MITTWOCH, 11. JANUAR 2017, FOLGENDES NEUES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- [Symbolic Image] An elderly couple plays tennis at the tennis club Littau in Lucerne, Switzerland, on November 16, 2016. (KEYSTONE/Christof Schuerpf)

[Symbolbild] Ein aelteres Paar spielt Tennis im Tennisclub Littau, aufgenommen in Luzern am 19. November 2016. (KEYSTONE/Christof Schuerpf)

Bild: KEYSTONE

Besser ausgebildete Seniorinnen und Senioren fühlen sich gesünder. Gesundheitsförderliche Verhaltensweisen wie gesunde Ernährung, körperliche Aktivität oder Nichtrauchen sind bis ins hohe Alter abhängig vom Bildungsniveau.

Das sind Ergebnisse der Publikation «Ressourcen und Gesundheitsverhalten der Seniorinnen und Senioren», die das Bundesamt für Gesundheit (BAG) auf der Grundlage der Schweizerischen Gesundheitsbefragung von 2017 am Montag publizierte.

Das BAG kommt dabei zum Schluss, dass soziale Ungleichheiten sich auch im Alter auf die Gesundheit auswirken. Personen ab 55 Jahren mit einer Ausbildung an einer höheren Fachschule oder Universität (Tertiärausbildung) wiesen nämlich einen besseren allgemeinen Gesundheitszustand und ein besseres Gesundheitsverhalten auf als Personen ohne nachobligatorische Ausbildung.

Laut Berechnungen der Credit Suisse kommen in der Schweiz in den nächsten zehn Jahren rund 1,1 Millionen Personen ins Rentenalter. (Themenbild)

Bild: AP

2017 bezeichneten drei Viertel der Personen ab 55 Jahren ihren Gesundheitszustand als (sehr) gut. Von den befragten Seniorinnen und Senioren ohne nachobligatorische Ausbildung waren es lediglich 59 Prozent, bei jenen mit einem Abschluss auf Sekundarstufe II 76 Prozent und bei jenen mit einer Tertiärausbildung 84 Prozent. Die Unterschiede verschwinden dabei mit zunehmendem Alter nicht.

Soziales Gefälle

Auch bei den psychosozialen Ressourcen, die als Schutzfaktor für die Gesundheit dienen, stellt die Publikation ein soziales Gefälle fest. Ältere Personen mit einer Tertiärausbildung erhalten häufiger starke soziale Unterstützung als Personen mit einem niedrigeren Schulabschluss. Bessere Gebildete schätzen zudem ihre Vitalitätsniveau häufiger als hoch ein.

Bis ins hohe Alter sind gesunde Ernährung, körperliche Aktivität oder Nichtrauchen abhängig vom Bildungsniveau. Die Unterschiede sind bei Frauen dabei ausgeprägter als bei Männern. So konsumieren etwa Frauen ab 55 Jahren mit einem Uni- oder Hochschulabschluss doppelt so häufig fünf Portionen Früchte und Gemüse am Tag als Frauen ohne nachobligatorische Ausbildung. Sie sind auch nahezu dreimal weniger häufig übergewichtig.

Besser ausgebildete Frauen verfügen im Vergleich zu gleichaltrigen Frauen ohne weiterführende Ausbildung häufiger über eine starke Resilienz. Ihre Fähigkeit, Widrigkeiten im Leben zu meistern beträgt 50 Prozent gegenüber 31 Prozent. Bei den Männern sind diese Unterschiede nicht feststellbar.

Vergleichbar zwischen Männern und Frauen ist hingegen die körperliche Aktivität. Gebildetere Personen sind auch im Alter mehr in Bewegung.

Grosse Unterschiede beim Risikoverhalten

Die Publikation hat bei den Männern grosse Unterschiede beim Risikoverhalten festgestellt. Männer ab 55 Jahren mit einem Uni- oder Hochschulabschluss haben seltener einen chronisch risikoreichen Alkoholkonsum (5 Prozent gegenüber 11 Prozent) und sind nahezu halb so oft übergewichtig (12 Prozent gegenüber 22 Prozent) als jene ohne nachobligatorische Ausbildung.

Auch der Anteil der Raucher ist bei den Männer zwischen 55 und 64 Jahren mit einer höheren Ausbildung geringer als bei jenen ohne weiterführende Ausbildung. Umgekehrt wollen aber Raucher mit Tertiärabschluss den Tabakkonsum seltener aufgeben als Männer ohne höhere Ausbildung. (aeg/sda)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Senioren als Stars

Senioren nehmen das Zepter in die Hand

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Überbrückungsrente vors Volk? SVP-Politiker ergreifen Referendum

Die SVP will kein Referendum gegen die Überbrückungsrente ergreifen. Die Arbeit übernehmen nun Einzelpolitiker.

SVP-Exponenten ergreifen das Referendum gegen die Überbrückungsrente für ausgesteuerte Arbeitslose über 60. Wie sie am Donnerstag vor den Medien sagten, geht das von ihnen gebildete Komitee und nicht die Mutterpartei gegen den Parlamentsbeschluss vor. Die Sammelfrist läuft bis zum 8. Oktober.

Die SVP sei in den kommenden Wochen mit ihrer Begrenzungsinitiative beschäftigt und bei etlichen Referenden gefordert, erklärte Benjamin Fischer, Zürcher SVP-Präsident, Kantonsrat und Co-Präsident des …

Artikel lesen
Link zum Artikel